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	<title>Gadertal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:29:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gadertal&amp;diff=243825&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Elisabeth Walde</title>
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		<updated>2025-12-19T17:16:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Elisabeth Walde&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ladin.png|mini|300px|Die fünf Täler Ladiniens (ladinische Beschriftung)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GaderPed.jpg|mini|Die Gader bei [[Pederoa]] in Wengen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Valparola Pass 6.jpg|mini|Blick vom [[Valparolapass]] Richtung Nordwesten ins Gadertal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gadertal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Ladinische Sprache|ladinisch]] und [[Italienische Sprache|italienisch]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Val Badia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) liegt in [[Südtirol]] ([[Italien]]) und verweist mit seinem Namen auf den Fluss [[Gader]] (ladinisch: &amp;#039;&amp;#039;Gran Ega&amp;#039;&amp;#039;, „das große Wasser“), der das Tal entwässert. Das Gadertal durchzieht in Süd-Nord-Richtung die nördlichen [[Dolomiten]] und mündet bei [[St. Lorenzen (Südtirol)|St. Lorenzen]] ins [[Pustertal]], wo auch die Gader in die [[Rienz]] fließt. Der Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abteital&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, gelegentlich als Synonym zu Gadertal verwendet, bezieht sich eigentlich nur auf den oberen Talabschnitt südlich von [[St. Leonhard (Abtei)|St. Leonhard]] (&amp;#039;&amp;#039;San Linêrt&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Egon Kühebacher]] | Titel=Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte. Die geschichtlich gewachsenen Namen der Täler, Flüsse, Bäche und Seen | Verlag=Athesia | Ort=Bozen | Jahr=1995 | Seiten=15 | ISBN=88-7014-827-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort befindet sich auch das international bekannte Skigebiet [[Alta Badia]] (Hochabtei) mit der Piste [[Gran Risa]]. Mit Ausnahme des untersten Talabschnitts – wo eine mehrheitlich deutschsprachige Bevölkerung lebt – gehört das Gadertal zum [[Ladinische Sprache|ladinischen]] Sprachgebiet und wird dementsprechend zu [[Ladinien]] gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Gadertal zweigt bei [[St. Lorenzen (Südtirol)|St. Lorenzen]] von [[Pustertal]] ab und führt etwa 35 km in südliche Richtung in die [[Dolomiten]] hinein. Südlich von [[Stern (Abtei)|Stern]] (&amp;#039;&amp;#039;La Ila&amp;#039;&amp;#039;) befindet sich die weite Hochebene [[Pralongià]], die das Gadertal in einen südöstlichen und einen südwestlichen Arm teilt. Der südöstliche Arm führt über [[St. Kassian]] (&amp;#039;&amp;#039;San Ćiascian&amp;#039;&amp;#039;) zum [[Valparolapass]] (&amp;#039;&amp;#039;Ju de Valparola&amp;#039;&amp;#039;), weshalb er auch &amp;#039;&amp;#039;Kassiantal&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;St.-Kassian-Tal&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Der südwestliche Arm verzweigt sich bei Corvara erneut, den Talabschluss bilden am Westende das [[Grödner Joch]] (&amp;#039;&amp;#039;Ju de Frara&amp;#039;&amp;#039;) und im Südwesten der [[Campolongopass]] (&amp;#039;&amp;#039;Ju de Ćiaulunch&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Seitentäler auf der [[Orographisch links und rechts|orographisch linken]] Seite sind das [[Campilltal]] (&amp;#039;&amp;#039;Val de Lungiarü&amp;#039;&amp;#039;) und das [[Untermoital]] (&amp;#039;&amp;#039;Val d’Antermëia&amp;#039;&amp;#039;), auf der rechten Seite das [[Wengental]] (&amp;#039;&amp;#039;Val de Spëscia&amp;#039;&amp;#039;) und das [[Enneberger Tal]] (&amp;#039;&amp;#039;Val de Mareo&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Administrativ gehört das Gadertal zu den Gemeinden St. Lorenzen (&amp;#039;&amp;#039;San Laurënz&amp;#039;&amp;#039;), [[Enneberg]] (&amp;#039;&amp;#039;Mareo&amp;#039;&amp;#039;), [[St. Martin in Thurn]] (&amp;#039;&amp;#039;San Martin de Tor&amp;#039;&amp;#039;), [[Wengen (Südtirol)|Wengen]] (&amp;#039;&amp;#039;La Val&amp;#039;&amp;#039;), [[Abtei (Südtirol)|Abtei]] (&amp;#039;&amp;#039;Badia&amp;#039;&amp;#039;) und [[Corvara]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der südwestlichen Talflanken des Gadertals sind im [[Naturpark Puez-Geisler]] unter Schutz gestellt, Teile der südöstlichen Talflanken im [[Naturpark Fanes-Sennes-Prags]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Man nimmt an, dass das Gadertal von einer vorrömischen Urbevölkerung besiedelt war. Das Gadertal gilt als [[Ladiner|ladinisches]] Herz. In den Orten des Gadertales ist die ladinische Lebensweise und Sprache sehr lebendig geblieben, da sie wegen der geographischen Abgeschiedenheit lange Zeit nur schwer zugänglich waren. Der Talname ist im Jahr 1177 in der Form „Gader“ in einem Besitzbestätigungsprivileg von Papst [[Alexander III. (Papst)|Alexander III.]] für das Augustinerchorherrenstift [[Kloster Neustift|Neustift]] bei Brixen bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor= [[Martin Bitschnau]], [[Hannes Obermair]] | Titel= Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200 | Verlag= Universitätsverlag Wagner | Ort= Innsbruck | Jahr= 2012 | Seiten= 255–257, Nr. 724| ISBN= 978-3-7030-0485-8 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In St. Martin in Thurn im Gadertal befinden sich das [[Museum Ladin]] auf [[Schloss Thurn (Südtirol)|Schloss Thurn]] und im Ort das [[Istitut Ladin „Micurá de Rü“]]. In diesem Museum wird gemäß einer Theorie von [[Lois Craffonara]] der Name „Gader“ auf das lateinische &amp;#039;&amp;#039;[[Quadra (Römisches Reich)|Quadra]]&amp;#039;&amp;#039; für [[Quadrat]] zurückgeführt. Demnach hatten die Römer für ländliche Siedlungen einen standardisierten Wegeplan nach Art eines Quadrats, bestehend aus neun kleineren Quadraten. Laut Craffonara könne man aus der Vogelperspektive die einzelnen Wege oder markanten Punkte von St. Martin in Thurn einem solchen Quadratmuster zuordnen. Der Name „Quadrat“ soll sich schließlich auf das ganze Gadertal ausgebreitet haben, daher der Name „Gader“. Diesen Annahmen wird allerdings in der neueren Forschung widersprochen und stattdessen auf das [[Karolinger|karolingerzeitliche]] Verfahren der Feldvermessung im Tiroler Alpenraum verwiesen, das erst im [[Frühmittelalter]] und nicht schon in römischer Zeit zu quadra-ähnlichen Flurteilungen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Irmtraut Heitmeier: &amp;#039;&amp;#039;„[[Quadraflur]]en“ in Tirol – Relikte aus römischer Zeit?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerald Grabherr]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vis imaginum.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für [[Elisabeth Walde]]. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2005, ISBN 3-200-00267-0, S. 128–136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gadertal ss244.jpg|mini|rechts|Gadertalstraße, neuer Tunnel und alte Straße, sowie die Gader]]&lt;br /&gt;
Durch das Gadertal läuft der Länge nach die „Gadertalstraße“, die heutige &amp;#039;&amp;#039;[[Strada Statale 244 di Val Badia]]&amp;#039;&amp;#039; von [[St. Lorenzen (Südtirol)|St.&amp;amp;nbsp;Lorenzen]] bis zum [[Campolongopass]]. Sie wurde ab 1885 gebaut und am 4. Oktober 1892 eingeweiht. Ein weiterer Ausbau fand während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] durch russische Kriegsgefangene statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Pescosta: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Dolomitenladiner.&amp;#039;&amp;#039; [[Istitut Ladin „Micurá de Rü“]], St. Martin in Thurn 2013, ISBN 978-88-8171-105-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach damaliger Technik wurden die Brücken über die Gader möglichst kurzgehalten, sodass vor und nach den Brücken oft nahezu rechtwinklige Kurven bestanden. Ortsfremde Busfahrer oder Fernfahrer waren darauf oft nicht gefasst, sodass es gelegentlich zu Staus kam, weil zwei größere Fahrzeuge nicht aneinander vorbeikamen. Am 6. Juni 1993 kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem italienischen Reisebus und einem PKW, wodurch der Bus von der Fahrbahn abkam und 30 Meter in die Schlucht stürzte. Durch den Sturz in die Gader wurde das Dach des Busses weggerissen. 18 Insassen starben, 22 Menschen wurden schwer verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere das Gadertal erschließende Straßenverbindungen sind die [[Strada Statale 243 del Passo Gardena|SS&amp;amp;nbsp;243]] übers [[Grödner Joch]], die [[Strada provinciale|SP]]&amp;amp;nbsp;37 über den [[Valparolapass]], die SP&amp;amp;nbsp;29 übers [[Würzjoch]] und die SP&amp;amp;nbsp;43 über den [[Furkelpass]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4086576-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=46.667345|EW=11.907463|type=landmark|dim=20000|region=IT-BZ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Südtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ladinia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dolomiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturpark Fanes-Sennes-Prags]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturpark Puez-Geisler]]&lt;/div&gt;</summary>
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