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	<title>Gabriele Possanner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:06:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gabriele_Possanner&amp;diff=1213562&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lechthaler: Berufstitel Medizinalrat</title>
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		<updated>2025-03-14T08:36:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Berufstitel_Medizinalrat&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Berufstitel Medizinalrat (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Berufstitel Medizinalrat&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dr. Gabriele Edle von Possanner, der erste weibliche Arzt in Wien 1897 ÖIZ.png|mini|hochkant|„Dr. Gabriele Edle von Possanner, der erste weibliche Arzt in Wien“ (1897)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GuentherZ 2010-07-03 0016 Wien09 Alser Strasse Gedenktafel Possanner.jpg|mini|Gedenktafel am Haus [[Alsergrund|Wien 9.]], Alser Straße 26, in dem Gabriele Possanner wohnte und arbeitete]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2016-02-12 GuentherZ (112) Wien11 Zentralfriedhof Grab Gabriele Possanner.JPG|mini|hochkant|Grab von Gabriele Possanner auf dem Wiener Zentralfriedhof]]&lt;br /&gt;
Freiin &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gabriele Barbara Maria Possanner von Ehrenthal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Possanner Institut für interdisziplinäre Forschung: Biographie &amp;#039;&amp;#039;[http://www.gabrielepossanner.eu/gabriele-possanner/ gabrielepossanner.eu]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[27. Januar|27. Jänner]] [[1860]] in [[Buda]], [[Königreich Ungarn]], [[Kaisertum Österreich]]; † [[14. März]] [[1940]] in [[Wien]]) war eine [[österreich]]ische Ärztin. Nach langen Kämpfen war sie die erste Frau, die an einer Universität [[Österreich-Ungarn]]s promovieren durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Gabriele Possanner von Ehrenthal wurde als Tochter von Benjamin Freiherr Possanner von Ehrenthal in Buda geboren. Die häufigen Versetzungen ihres Vaters brachten es mit sich, dass Gabriele Possanner bis 1880, als sich ihr zum [[Sektionschef]] im Finanzministerium beförderter Vater in Wien niederließ, in sechs verschiedenen Städten lebte. Zunächst absolvierte sie eine Lehrerinnenbildungsanstalt und [[Matura|maturierte]] im Jahr 1887 am [[Akademisches Gymnasium (Wien)|Akademischen Gymnasium]] in Wien als Externistin, was sie als Frau aber nicht zum Studium an einer Universität in der Donaumonarchie berechtigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1888 und 1893 studierte sie in [[Genf]] und [[Zürich]] Medizin. Die Rechtslage in der [[Schweiz]] forderte allerdings ein Schweizer Maturazeugnis, um zur 1. Staatsprüfung zugelassen zu werden. Am 28. Juni 1890 legte Gabriele Possanner ihre zweite Reifeprüfung ab. Nachdem sie 1894 zum Doktor der Medizin promoviert hatte und damit die Berechtigung besaß, in allen [[Kanton (Schweiz)|Kantonen]] der Schweiz als praktische Ärztin zu arbeiten, kehrte sie nach Wien zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beruflicher Werdegang ==&lt;br /&gt;
Die einzige Möglichkeit, die ihr offenstand, um in der Donaumonarchie als Ärztin tätig zu sein, war die Annahme einer [[Amtsarzt|Amtsärztinnenstelle]] in [[Bosnien und Herzegowina|Bosnien und der Herzegowina]], wo sich die muslimischen Frauen weigerten, sich von männlichen Ärzten behandeln zu lassen. Sie aber wollte in Wien praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zahlreichen Gesuchen und Bittbriefen an die verschiedensten Stellen beschäftigte sie insgesamt zwei Innenminister, drei Minister für Kultus und Unterricht, vier Rektoren, vier Dekane der Medizinischen Fakultät und zuletzt Kaiser [[Franz Joseph I.]] persönlich. Dieser ermächtigte schließlich den Innenminister, ihre Zulassung als Ärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe zu befürworten, falls der Vorstand der 1. geburtshilflichen Klinik die fachliche Kompetenz bestätigen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. März 1896 trat eine Verordnung in Kraft, welche die [[Nostrifikation]] ausländischer Doktordiplome möglich machte. Gabriele Possanner suchte daraufhin beim medizinischen Dekanat um die Nostrifikation ihres Schweizer Diploms an und erhielt auch eine positive Antwort. Allerdings musste sie alle theoretischen und praktischen Prüfungen noch einmal ablegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. März 1897 beendete sie das dritte [[Rigorosum]], am 2. April 1897 promovierte sie als erste Frau in der österreichisch-ungarischen Monarchie. Am 10. Mai des gleichen Jahres eröffnete sie eine Praxis als praktische Ärztin. 1902 trat sie eine Stelle als Aspirantin am [[Kronprinzessin Stephanie-Spital]] in der [[Liste der Straßennamen von Wien/Ottakring|Thaliastraße]] 44 im 16. [[Wiener Gemeindebezirke|Wiener Gemeindebezirk]] [[Ottakring]] an. Bis 1903 war sie die einzige Frau, die als Ärztin an einer der k.k. Krankenanstalten wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den folgenden Wahlen der [[Österreichische Ärztekammer|Ärztekammer]] stellte sich heraus, dass sie nicht wahlberechtigt war. Ihr Protest wurde zunächst mit der Begründung, dass ihr als Frau weder das aktive noch das passive [[Wahlrecht]] zusteht, abgelehnt. Bei der nächsten Wahl 1904 war sie jedoch bereits wahlberechtigt und wurde sogar als „Ersatzmitglied“ gewählt. 1928 wurde ihr der [[Berufstitel Medizinalrat]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gabriele Barbara Maria Possanner verstarb am 14. März 1940 in ihrer Wohnung in der [[Alser Straße]] 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktionen zur Promotion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wiener Sonn- und Montagszeitung]] in der Ausgabe vom 5. April 1897 zitiert zu diesem Anlass aus der Rede ihres Doktorvaters:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Da nun Frauen an Intelligenz und Willenskraft den Männern nicht nachstehen, so ist nicht einzusehen, weshalb den Frauen höhere Berufskreise verschlossen bleiben sollen. Wenn Kaiserinnen und Königinnen durch thatkräftige und weise Regierung sich unsterblichen Ruhm in der Geschichte erworben haben, warum sollten dann Frauen für unfähig erachtet werden, in höheren Berufskreisen segensreich wirken zu können?&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wsz|05|04|1897|2|Fragmente von der Woche, Der erste weibliche Arzt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter wird durch den Autor des Artikels Stellung bezogen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wir können nur wiederholen was wir bei früheren Gelegenheiten hervorhoben: Jahr für Jahr sind Opfer zu beklagen, die nur darum zugrunde gingen, weil sie aus Schamgefühl bei männlichen Aerzten keine Hilfe suchen wollten und bei Frauen sie nicht finden konnten, weil es bei uns bisher keine weiblichen Aerzte gab. Wir wünschten daher, daß Frl. Dr. v. Possaner(!) bald genügende weibliche Concurrenz erhalten möge.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wsz|05|04|1897|3|Fragmente von der Woche, Der erste weibliche Arzt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Possannergasse.jpg|mini|Straßenschild der Possannergasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Alter von 68 Jahren wurde ihr der seit 1912 bestehende  [[Berufstitel Medizinalrat]] verliehen.&lt;br /&gt;
* 1960 wurde die [[Liste der Straßennamen von Wien/Hietzing#P|&amp;#039;&amp;#039;Possannergasse&amp;#039;&amp;#039;]] im 13. Wiener Gemeindebezirk [[Hietzing]] nach ihr benannt.&lt;br /&gt;
* An ihrem Wohnhaus Alser Straße 26 wurde eine Gedenktafel angebracht.&lt;br /&gt;
* Das Wissenschaftsministerium verleiht seit 1997 den [[Gabriele-Possanner-Staatspreis]] für wissenschaftliche Leistungen im Dienste der Geschlechterdemokratie.&lt;br /&gt;
* 2004 wurde der am Zimmermannplatz im 9. Wiener Gemeindebezirk gelegene &amp;#039;&amp;#039;Gabriele-Possanner-Park&amp;#039;&amp;#039; nach ihr benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|8|222||Possanner von Ehrenthal Gabriele Freiin|M. Jantsch}}&lt;br /&gt;
* Marcella Stern: &amp;#039;&amp;#039;Possanner von Ehrenthal, Gabriele Freiin.&amp;#039;&amp;#039; In: Brigitta Keintzel, [[Ilse Korotin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschafterinnen in und aus Österreich. Leben – Werk – Wirken.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2002, ISBN 3-205-99467-1, S. 597–599.&lt;br /&gt;
* Isidora Radak: &amp;#039;&amp;#039;Pionierinnen des akademischen Arztberufes in Wien&amp;#039;&amp;#039; in der Diplomarbeit zur Mag.phil., 2012, S. 70ff ([https://phaidra.univie.ac.at/open/o:1289519 Online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gabriele Possanner von Ehrenthal}}&lt;br /&gt;
* [https://fraueninbewegung.onb.ac.at/node/3189 Gabriele Possanner] im ARIADNE-Projekt &amp;#039;&amp;#039;Frauen in Bewegung&amp;#039;&amp;#039; der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutschlandmed.de/deutsch/medizingeschichte/frauen/vonehrenthal.html Kurzbiographie] auf der Seite des MedKolleg – Portal für Medizin &amp;amp; Gesundheit&lt;br /&gt;
* [http://www.gabrielepossanner.eu/gabriele-possanner/ Gabriele Possanner] auf der Seite des Gabriele Possanner Institutes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139231498|VIAF=100523243}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Possanner, Gabriele}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Possanner, Gabriele&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Possanner von Ehrenthal, Gabriele Barbara Maria Freiin&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichische Ärztin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Januar 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Buda]], [[Kaisertum Österreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. März 1940&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lechthaler</name></author>
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