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	<title>Gabriele Gast - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:48:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gabriele_Gast&amp;diff=67618&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Oelkirneh: /* Karriere als Doppelagentin */ Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-22T17:44:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Karriere als Doppelagentin: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gabriele Gast&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. März]] [[1943]] in [[Remscheid]]) ist eine ehemalige deutsche [[Agent (Nachrichtendienst)|Doppelagentin]] im [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]]. Sie war über 20 Jahre als Auslands-[[Inoffizieller Mitarbeiter|IM]] und Spionin für das [[Ministerium für Staatssicherheit]] (MfS) in der [[Hauptverwaltung A]] (HV&amp;amp;nbsp;A) der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] von 1968 bis 1989/90 tätig. Außerdem war sie von 1973 bis zu ihrer Enttarnung und Verhaftung 1990 Mitarbeiterin des [[Bundesnachrichtendienst]]es (BND), zuletzt als [[Regierungsdirektor]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Gabriele Gast wurde als drittes Kind des Fahrlehrers Albert Gast und dessen Frau Irmgard, geb. Stein, im Remscheid geboren und wuchs in einem konservativen Elternhaus auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Jähner: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.berliner-zeitung.de/gabriele-gast-spionierte-siebzehn-jahre-fuer-die-ddr-beim-bundesnachrichtendienst-spaehen-fuer-den-frieden-16332266 Gabriele Gast spionierte siebzehn Jahre für die DDR beim Bundesnachrichtendienst]&amp;#039;&amp;#039;, Spähen für den Frieden. [[Berliner Zeitung]], 12. Juni 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Schulabschluss im Frühjahr 1962 an der Gertrud-Bäumer-Schule in Remscheid, einer [[Frauenoberschule]], absolvierte Gast eine Ergänzungsprüfung in [[Mathematik]] und eine fachpraktische Ausbildung. Seit 1963 studierte sie [[Lebensmittelchemie]] im Gewerbelehramt an der [[RWTH Aachen|Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen]], wo sie im Mai 1967 die [[Staatsexamen|erste Staatsprüfung]] ablegte. Anschließend studierte sie, ebenfalls in Aachen, [[Politikwissenschaft|Politische Wissenschaft]], [[Pädagogik]] und [[Psychologie]]. Während des Studiums war sie Mitglied des [[Ring Christlich-Demokratischer Studenten|RCDS]] und der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koelbl99&amp;quot;&amp;gt;Susanne Koelbl: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-10245909.html Perle aus Pullach]&amp;#039;&amp;#039;, Spitzenspionin und Romeo-Opfer Gabriele Gast rechnet mit den Männern im Geheimdienst ab. [[Der Spiegel]] 12/1999, S. 48f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Februar 1972 wurde sie bei [[Klaus Mehnert]] in Aachen mit einer [[Dissertation]] über &amp;#039;&amp;#039;Die Frau in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 beantragte sie die [[SED]]-Parteimitgliedschaft;&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Jähner: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.berliner-zeitung.de/gabriele-gast-spionierte-siebzehn-jahre-fuer-die-ddr-beim-bundesnachrichtendienst-spaehen-fuer-den-frieden-16332266 Gabriele Gast spionierte siebzehn Jahre für die DDR beim Bundesnachrichtendienst]&amp;#039;&amp;#039;, Spähen für den Frieden. [[Berliner Zeitung]], 12. Juni 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1986 wurde sie Mitglied der SED.&amp;lt;ref&amp;gt;die Angaben darüber sind widersprüchlich, während Koelbl (&amp;#039;&amp;#039;Perle aus Pullach&amp;#039;&amp;#039;, Spiegel 12/1999), die Mitgliedschaft verzeichnet, gibt Jähner (&amp;#039;&amp;#039;Gabriele Gast&amp;#039;&amp;#039;, Berliner Zeitung, 12. Juni 1999) an, Gast habe das Parteibuch 1986 zurückgegeben, weil es nur den Status „Kandidat“ verlieh.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere als Doppelagentin ==&lt;br /&gt;
1968 unternahm Gast im Rahmen der Forschungen für ihre Dissertation eine Studienreise in die DDR, nach [[Chemnitz|Karl-Marx-Stadt]]. Dort wurde sie von einem Stasi-Mitarbeiter mit dem Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Karl-Heinz Schmidt&amp;#039;&amp;#039; („Karlicek“, in Wirklichkeit: &amp;#039;&amp;#039;Karl-Heinz Schneider&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Gast: &amp;#039;&amp;#039;Romeo und Gabriele&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;taz. die tageszeitung&amp;#039;&amp;#039;, 3. Juni 1992, S. 7, online unter: https://taz.de/Romeo-und-Gabriele/!1667654/ (abgerufen am 8. März 2026).&amp;lt;/ref&amp;gt; der als „[[Romeo (Agent)|Romeo]]“ von der HVA auf sie angesetzt worden war, für die Spionagetätigkeit angeworben. Fortan arbeitete sie unter dem Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Gisela&amp;#039;&amp;#039; als Spionin für den DDR-Geheimdienst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koelbl99&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde Gast beim BND in [[Pullach]] eingestellt, nach ihrer Aussage auf Empfehlung von [[Werner Kaltefleiter]]. Eigene Bewerbungen waren zu jener Zeit nicht möglich; Stellenanzeigen gab es keine. DDR-Reisen waren grundsätzlich ein Einstellungshindernis, doch stellte sie ihre Studienreise 1968 als im Auftrag ihres [[Doktorvater]]s Mehnert dar, der als BND-Vertrauter galt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]] |Titel=BND-Auswertung und DDR-Forschung: Eine wissensgeschichtliche Annäherung |Hrsg=[[Rüdiger Bergien]], Jens Gieseke, Jakob Mühle |Sammelwerk=Der BND nach Gehlen: DDR-Spionage – Personal – Wissensproduktion 1968 bis 1990 |Verlag=[[Ch. Links Verlag]] |Ort=Berlin |Datum=2025 |ISBN=978-3-96289-243-2 |Seiten=114–155, hier: 131}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gasts Deckname wurde &amp;#039;&amp;#039;Dr. Gabriele Leinfelder&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Gast: &amp;#039;&amp;#039;[https://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/440/Bitte-recht-feindlich Bitte recht feindlich.]&amp;#039;&amp;#039; Deutschlands kurioseste Behörde zieht nach Berlin um. Zum Abschied des BND kommentiert eine ehemalige Doppelagentin ihre Arbeit. SZ-Magazin, Heft 13/2006, Protokoll: Rainer Stadler.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war dort im [[Sowjetunion]]-Referat tätig und wurde im Laufe der folgenden Jahre bis zur Regierungsdirektorin befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enttarnung und Verhaftung ==&lt;br /&gt;
Durch Aussagen von [[Karl-Christoph Großmann]], der bis 1987 stellvertretender Abteilungsleiter in der HVA  gewesen war, wurde Gast 1990 enttarnt und daraufhin festgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koelbl99&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr darauf wurde sie zu sechs Jahren und neun Monaten [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] sowie zum Verlust der [[Bürgerliche Ehrenrechte|bürgerlichen Ehrenrechte]] verurteilt. Einen großen Teil ihrer Strafe saß sie von 1990 bis 1994 in den [[JVA München|Justizvollzugsanstalten München]] und [[JVA Aichach|Aichach]] ab, in der Zeit der zahlreichen weiteren Prozesse gegen ihre ehemaligen Führungsoffiziere, davon 15 Monate in [[Einzelhaft]]. 1994 wurde sie nach zwei Dritteln ihrer Haftstrafe auf Bewährung vorzeitig entlassen. Als 1998 die von der [[Strafvollstreckungskammer]] festgesetzte Bewährungszeit ablief, wurde der Rest der Strafe erlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Haft ==&lt;br /&gt;
Gabriele Gast versuchte im Anschluss an die Gefängnishaft, ihre persönliche Geschichte aufzuarbeiten. Sie nahm Kontakt zu jenen Vertretern der DDR-Staatsmacht auf, die auf ihr Leben direkten Einfluss genommen hatten: zu [[Markus Wolf]], dem früheren Chef der HVA, zu „Karlicek“ Schneider, ihrem Anwerber, und zu Großmann, der ihre Doppelexistenz am Ende aufgedeckt hatte. Diese Gespräche und ihre Erfahrungen beschrieb sie 1999 in ihrer Autobiografie &amp;#039;&amp;#039;Kundschafterin des Friedens&amp;#039;&amp;#039;. Der Titel des Buches bezieht sich auf die offizielle Bezeichnung von Agenten der Hauptabteilung Aufklärung, siehe [[Kundschafter des Friedens]]. Gast ordnete ihr neues Leben anschließend relativ schnell und wurde Mitarbeiterin in einem Ingenieurbüro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koelbl99&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie blieb auch nach ihrer Gefängnishaft „glühende Kommunistin“;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koelbl99&amp;quot; /&amp;gt; Gast ist stellvertretende Vorsitzende des 1995 gegründeten Vereins &amp;#039;&amp;#039;Initiativgruppe Kundschafter des Friedens fordern Recht&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Arnold Schölzel&lt;br /&gt;
| url=https://www.kundschafter-ddr.de/?p=878 |titel=Kein Einheitsmärchen| datum=2015-09-28 |abruf=2018-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die politische Rolle der Frau in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Bertelsmann Universitätsverlag, Düsseldorf 1973, ISBN 3-571-09219-8 (Zugl.: Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 1972 u.d.T.: Die Frau in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Ein Beitrag zur Untersuchung der politischen Rolle der Frau in der DDR).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kundschafterin des Friedens. 17 Jahre Topspionin der DDR beim BND&amp;#039;&amp;#039;. Eichborn, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-8218-0522-6.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=[[Klaus Eichner]], [[Gotthold Schramm]] |Titel=Isolationsfolter |Sammelwerk=Top-Spione im Westen: Spitzenquellen der DDR-Aufklärung erinnern sich |WerkErg=Überarbeitete Neuausgabe |Verlag=[[Das Neue Berlin]] ([[Eulenspiegel Verlagsgruppe]]) |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-360-01310-1 |Seiten=277–283}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Klaus Eichner |Titel=Agentin in der BND-Zentrale: Gabriele Gast im westdeutschen Spionagezentrum |Verlag=[[Edition Ost]] |Ort=Berlin |Datum=2015 |ISBN=978-3-360-51034-1 |Online=https://books.google.de/books?id=w_Z3DwAAQBAJ&amp;amp;hl=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fernsehen ==&lt;br /&gt;
* [https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/die-spioninnen/DieSpioninnen-Folge4-clip-folge-4-gabriele-gast-100.html &amp;#039;&amp;#039;Die Spioninnen – Im Auftrag der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Folge 4: Gabriele Gast]. [[WDR Fernsehen]], 31 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörfunk ==&lt;br /&gt;
* 2007: &amp;#039;&amp;#039;Kundschafterin im Auftrag des [[Sozialismus]] – Die Geschichte der Gabriele Gast&amp;#039;&amp;#039; – Autor: [[Thomas Gaevert]] – [[Südwestrundfunk|SWR2 Dschungel]], 25 Min.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.thomas-gaevert.de/index.php/hoerfunk/feature-dokumentationen/96/ |wayback=20171201030958 |text=Kundschafterin im Auftrag des Sozialismus}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120977427}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120977427|LCCN=n/97/96773|VIAF=22985837}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gast, Gabriele}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doppelagent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundesnachrichtendienst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent für das Ministerium für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Spionage)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungsdirektor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gast, Gabriele&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gisela (Deckname, HVA); Leinfelder, Gabriele (Deckname, BND)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Doppelagentin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. März 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Remscheid]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Oelkirneh</name></author>
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