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	<title>Gabriel von Eyb - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Umbau Vorlage:Germania Sacra auf benannte Parameter, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, Wikilink formatiert, Dateieinbindungen: mini inkludiert rechts (rechts entfernt)</title>
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		<updated>2025-07-12T15:19:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Umbau &lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:Germania_Sacra&quot; title=&quot;Vorlage:Germania Sacra&quot;&gt;Vorlage:Germania Sacra&lt;/a&gt; auf benannte Parameter, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, Wikilink formatiert, Dateieinbindungen: mini inkludiert rechts (rechts entfernt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gabriel von Eyb, Bischof von Eichstätt, mit den hll. Willibald und Walburga, Tafelgemälde von Lukas Cranach d. Ä.jpg|mini|Gabriel von Eyb (links) mit den Diözesanheiligen [[Willibald von Eichstätt|Willibald]] und [[Walburga]]. Von [[Lucas Cranach der Ältere|Lucas Cranach d. Ä.]] (1520)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gabriel von Eyb Fürstbischof von Eichstätt Grabdenkmal im Eichstätter Dom.jpg|mini|Grabdenkmal des Eichstätter Fürstbischofs Gabriel von Eyb im Eichstätter Dom]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gabriel von Eyb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. September]] [[1455]] in [[Arberg]]; † [[1. Dezember]] [[1535]] in [[Eichstätt]]) war in der [[Reformation]]szeit der 52. Diözesan- und [[Fürstbischof]] von Eichstätt. Er war der erste deutsche Bischof, der die päpstliche [[Bannandrohungsbulle]] gegen [[Martin Luther]] und andere Reformatoren veröffentlichen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Gabriel stammte aus dem [[Liste fränkischer Rittergeschlechter|fränkischen Adelsgeschlecht]] der von [[Eyb (Adelsgeschlecht)|Eyb]] zu [[Eybburg]] und kam als drittältester Sohn von [[Ludwig von Eyb der Ältere|Ludwig Eyb dem Älteren]] († 29. Januar 1502), einem Juristen und Diplomaten im Dienste des brandenburgischen Hauses der [[Fürstentum Ansbach|Markgrafen von Ansbach]], auf [[Burg Arberg]] zur Welt, wo der Vater eichstättischer Pfleger war. Die Mutter, Magdalena († 14. November 1473 in [[Heilsbronn]]), stammte aus dem Geschlecht der [[Adelmann von Adelmannsfelden]]. Der Humanist [[Bernhard Adelmann von Adelmannsfelden]], Freund [[Willibald Pirckheimer|Pirckheimers]] und [[Martin Luther|Luthers]], war ein Vetter Gabriels. Aus der Familie sind mehrere kirchliche Würdenträger hervorgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Kanonikate ===&lt;br /&gt;
Mit 16 Jahren zog er 1471 an die [[Universität Erfurt]], wohin ihm im nächsten Jahr sein jüngster Bruder [[Kaspar von Eyb|Kaspar]] nachfolgte. Bei der Immatrikulation bezeichnete sich Gabriel als Kanoniker von [[Bamberg]] und Eichstätt; die [[Anwartschaft]] auf letzteres Kanonikat, das mit dem Amt des Domkantors verbunden war, hatte ihm sein Vater bereits 1460 verschafft. Das Kanonikat behielt er bis 1515 bei, als er längst Fürstbischof war. 1467 war die [[Präbende]] auf das Bamberger Kanonikat hinzugekommen. In Erfurt erlangte er den Titel eines [[Magister artium|Magisters artium]] und damit die Vorstufe zu einem Examen in einer der drei anderen Fakultäten. Noch während des Studiums, 1473, erhielt er als dritte Einnahmequelle das Amt des Domizellars in [[Würzburg]]. Am 24. Juli 1475 starb sein Onkel und großer Förderer, der bedeutende Humanist [[Albrecht von Eyb]], dessen umfangreiche Bibliothek Gabriel erbte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 24. April 1475 studierte Gabriel zusammen mit seinem Vetter [[Wilhelm von Eyb]] an der drei Jahre zuvor gegründeten bayerischen [[Universität Ingolstadt|Landesuniversität Ingolstadt]] [[Jurisprudenz|Rechtswissenschaften]]. Auch hierhin folgte ihm ein Jahr später sein Bruder Kaspar, Kanoniker von Bamberg und Eichstätt. 1478 ging Gabriel nach Italien an die [[Universität Pavia]], neben [[Universität Bologna|Bologna]] und [[Universität Padua|Padua]] die wichtigste Schule für angehende Juristen; dort blieb er sieben Jahre und erwarb 1485 die Würde eines [[Doktor]]s des [[Kanonisches Recht|Kirchenrechts]]. Sein Doktordiplom befindet sich im [[Bayerisches Hauptstaatsarchiv|Bayerischen Hauptstaatsarchiv]]; sein Tagebuch aus dieser Zeit, das er nachweislich führte, hat sich nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Jahre bis zur Bischofswahl ===&lt;br /&gt;
Als 30-Jähriger kehrte Gabriel nach Deutschland zurück und stellte sein Wissen und seine Dienste vor allem dem Eichstätter Fürstbischof [[Wilhelm von Reichenau]] zur Verfügung; daher weilte er in den nächsten zehn Jahren hauptsächlich in Eichstätt und kam in Bamberg und Würzburg (Resignation 1497) wohl nur seiner mehrtägigen [[Residenzpflicht (Beruf)|Residenzpflicht]] nach. In Eichstätt weilte bereits sein zweitältester Bruder, [[Ludwig von Eyb der Jüngere]], der 1479 Hofmeister des Eichstätter Fürstbischofs geworden war. Dieser wechselte 1487 an den pfalzgräflichen Hof über, und mit ihm war Gabriel bis zu dessen Tod 1521 herzlich verbunden. Dem Würzburger Rat muss Gabriel einen Dienst erwiesen haben, denn dieser sandte ihm 1506 ihm aus Dankbarkeit Wein zu, als Gabriel schon Fürstbischof war, worauf sich der Bischof mit einer runden Tischplatte aus Solnhofener Marmor revanchierte; der Prachttisch mit drei Wappen (darunter das Eybsche) im Kern der Platte, geschnitzt von [[Tilman Riemenschneider]], steht heute im [[Mainfränkisches Museum|Mainfränkischen Museum]] auf der [[Festung Marienberg|Würzburger Festung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1486 trat Bernhard [[Adelmann von Adelmannsfelden]] sein Eichstätter Kanonikat an. Zwischen Gabriel und seinem fast gleichaltrigen [[Verwandtschaftsbeziehung#Vetter und Base|Vetter]] entwickelte sich ein enges Freundschaftsverhältnis. Später, bei der Bischofswahl, trat Bernhard zugunsten Gabriels von seiner Kandidatur zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1487 wurde Gabriel von Eyb zum markgräflich-ansbachischen Rat ernannt, eine ehrende Pflicht, der er bis zu seiner Bischofswahl nachkam. Als [[Liste der Bamberger Domherren|Bamberger Domherr]] beauftragte ihn 1495/96 Papst [[Alexander VI.]], den langwierigen Streit zwischen dem Bamberger Chorherrn [[Theoderich Morung]] und dem Markgrafen zu schlichten; 1498 kam Morung aus der ansbachischen Gefangenschaft frei. Dafür, dass Gabriel auch einer öffentlichen Tätigkeit im Auftrag des Kaisers nachging, gibt es Hinweise. Warum und wann er bis 1496 in [[Regensburg]] und nicht in Eichstätt zum Priester geweiht wurde, ist nicht geklärt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappenstein des Fürstbischofs Gabriel von Eyb in der ehemaligen Eichstätter Dominikanerkirche.jpg|mini|250px|Wappenstein des Fürstbischofs Gabriel von Eyb an der ehemaligen Eichstätter Dominikanerkirche, datiert 1512]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl und Amtsübernahme ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tode Wilhelms von Reichenau († 19. November 1496) wurde Gabriel von Eyb am 5. Dezember 1496 vom Eichstätter [[Domkapitel]] zum neuen Fürstbischof gewählt. Seine erste Amtshandlung bestand in der Teilnahme an der feierlichen Beisetzung seines auf [[Schloss Obermässing]] gestorbenen Vorgängers im [[Eichstätter Dom]]. Auch gab er dessen Rotmarmor-Grabmal im Willibaldschor in Auftrag und ließ das [[Pontifikale Gundekarianum]] mit einer [[Miniaturmalerei|Miniatur]] Reichenaus und dazugehöriger Lebensbeschreibung durch einen unbekannten Meister schmücken und ergänzen. Nach der Einholung der päpstlichen Wahlbestätigung, die kurz nach dem 1. März 1497 und damit ziemlich spät eintraf, weil der zur Bischofswahl nicht geladene Eichstätter Generalvikar [[Christoph Mendel von Steinfels]] in Rom und beim Kaiser [[Berufung (Recht)|Appellation]] eingelegt hatte, nahm er am 11. März 1497 vor dem Kapitel das Hochstift ein und ließ sich an den Folgetagen im Stift huldigen. Am 16. April 1497 erfolgte die Bischofsweihe durch den Regensburger Fürstbischof [[Ruprecht II. von der Pfalz-Simmern|Rupert II.]], dessen [[Suffragan]] und den Eichstätter Suffragan im Eichstätter Dom. Mit den kaiserlichen [[Regalien]] wurde er im Juni in [[Füssen]] belehnt, war aber wegen einer Erkrankung dort nicht persönlich anwesend. Am 28. Juli 1497 erhielten seine Gesandten für ihn auf dem [[Worms]]er [[Reichstag (HRR)|Reichstag]] die Mainzer Kanzleramtswürde, die traditionell den Eichstätter Bischöfen zustand. 1498 traf er selbst auf König [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian]] bei einer Besprechung in [[Ulm]] und anschließend auf dem Reichstag in [[Freiburg im Breisgau]]. Am 10. Juni leistete Gabriel in die Hand des Kaisers persönlich den Treueeid und wurde formell nochmals mit den Regalien belehnt. Am 7. Mai 1497 beschwörte er dem Domkapitel die [[Wahlkapitulation]], mit der sich das Kapitel eine nicht immer unumstrittene Einflussnahme auf die Regierungsgeschäfte des neuen Fürstbischofs sicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwei Jahrzehnte ruhigen Wirkens als Fürstbischof ===&lt;br /&gt;
1499 unternahm Gabriel von Eyb eine [[Visitation]]sreise durch das Obere Hochstift um [[Herrieden]], bei der es um Angelegenheiten der fürstbischöflichen Verwaltung, nicht aber um seelsorgerliche Belange ging. In Herrieden, wo 1490 ein Brand die halbe Stadt verwüstet hatte, erließ er die Anordnung, Dächer nicht mehr mit Stroh zu decken und noch vorhandene [[Strohdach|Strohdächer]] zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1501 wurde ihm die Ehre zuteil, [[Veit I. Truchseß von Pommersfelden]] zum [[Liste der Erzbischöfe und Bischöfe von Bamberg|Fürstbischof von Bamberg]] zu weihen; auch dieses Ereignis wurde mit einer Miniatur im Gundekarianum festgehalten. Als nach dem Tod des [[Kloster Rebdorf|Rebdorfer]] Priors 1503 der Gelehrte und Humanist [[Kilian Leib]] neuer Prior wurde, kam es zu einer lebenslangen Freundschaft Leibs mit dem Fürstbischof; die Gespräche bei den vielen Treffen hielt der Prior in einem Tagebuch fest. Im 1504 entflammenden [[Landshuter Erbfolgekrieg]] verhielt sich der Fürstbischof neutral und verhinderte damit, dass der Krieg auf sein Hochstift übergriff. 1505 nahm er die Weihe des neuen [[Liste der Bischöfe von Augsburg|Augsburger Fürstbischofs]] [[Heinrich IV. von Lichtenau]] vor († 12. April 1517). Auch dessen Nachfolger [[Christoph von Stadion]] weihte Gabriel von Eyb und hielt enge Freundschaft zu ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sein Vorgänger von Reichenau bereits sehr viel gebaut hatte, musste von Eyb eine große Anzahl weiterer Baumaßnahmen in Auftrag geben. Er hatte die unter Reichenau begonnenen Befestigungen der Hochstiftstädte zu vollenden (so um 1517 der Mauergürtel von [[Greding]] und 1519/24 von [[Beilngries]]) und einige Kirchen zu bauen (so in [[Pfünz (Walting)|Pfünz]] und 1523 in [[Rupertsbuch|Sappenfeld]]). 1527 ließ er das Rathaus von [[Spalt]] abbrechen und neu bauen; 1532 erfolgte der Bau des Kastenhauses von Herrieden. In Eichstätt ließ er eine Brücke über die [[Altmühl]] errichten, 1506–08 die [[Willibaldsburg]], seine Residenz, fortifikatorisch verstärken und 1515/16 die Hofmühle vollenden. Bis 1508 wurde in seinem Auftrag das fürstbischöfliche Schlösschen von Herrieden wiederaufgebaut und das „feste Haus“ von [[Eibwang]] an der Anlauter bis 1530 umgestaltet; dort hielt sich der Bischof gerne auf. Ebenfalls 1508 begann er mit der Erneuerung des Eichstätter Hofes in [[Regensburg]] (1634 zerstört). Die Bautätigkeit hielt ohne wesentliche Unterbrechungen bis zum Ende seiner Regierung an; 1535/36 ließ er am neuen Eichstätter Ostenfriedhof ein Kirchlein erbauen, und ein Jahr vor seinem Tod entstand in seiner Heimat [[Arberg]] der Torturm gegen [[Ornbau]] hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war auch ein kunstsinniger Bischof, der vor allem den Eichstätter [[Renaissance]]-Bildhauer [[Loy Hering]] mit Aufträgen versorgte, welcher das Willibaldsdenkmal an den Stufen des Westchors des Domes (1514) mitsamt einer großen [[Kreuzigungsgruppe]], die heute in der Sakramentskapelle zu finden ist, errichtete. Noch zu Lebzeiten des Bischofs schuf Hering dessen [[Epitaph]] im Dom (1520 oder 1521, bis zum Tod des Bischofs hinter einem Vorhang verborgen) und die Grabplatte. 1520 durfte Hering für den Neffen des Fürstbischofs, den [[Liste der Eichstätter Domherren|Eichstätter Domherrn]] Ulrich von Leutersheim, ein Epitaph gestalten, und – vor 1525 – für die Pfarrkirche [[St. Vitus (Kottingwörth)|St. Vitus]] in [[Kottingwörth]] ein Sakramentshäuschen. Von Eyb bestellte 1519 bei [[Lucas Cranach der Jüngere|Lukas Cranach dem Jüngeren]] ein Altarwerk für seine Burgkapelle, dessen Seitenbilder heute im Bischofspalais hängen, während sich das Mittelteil in der Städtischen Galerie von [[Bamberg]] befindet. 1511 ließ er den &amp;#039;&amp;#039;Sittenspiegel&amp;#039;&amp;#039; mit Dramenübertragungen aus der [[Antike]] seines 1475 verstorbenen Verwandten und Humanisten Albrecht von Eyb drucken. 1517 druckte man für Eyb in [[Nürnberg]] ein großes [[Pergament]]-[[Missale]] mit einem [[Kanonbild]] von [[Albrecht Dürer]] als [[Kupferstich]] – eine gute Quelle zur Musik- bzw. Choralgeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts. Ebenfalls in Nürnberg wurde 1525 das &amp;#039;&amp;#039;Eichstätter Brevier&amp;#039;&amp;#039; von 1497 nochmals aufgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwerbungspolitik seines Vorgängers zum territorialen Ausbau des Hochstifts setzte von Eyb erfolgreich fort. 1523 konnte die Hochstiftsgrenze gegen die [[Oberpfalz]] endgültig festgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation ===&lt;br /&gt;
Dem seit 1510 in [[Universität Ingolstadt|Ingolstadt]] lehrenden Theologen [[Johannes Eck]] übertrug der Fürstbischof als [[Kanzler (Hochschule)|Kanzler]] der Universität am 16. November 1510 das Vizekanzleramt. Er beauftragte Eck auch, seine Bedenken gegen Luthers [[95 Thesen|Thesen]] schriftlich abzufassen. Obwohl diese nur zum persönlichen Gebrauch des Bischofs gedacht waren, gelangten sie durch die Indiskretion seines Vetters Bernhard Adelmann von Adelmannsfelden, eines persönlichen Gegners Ecks, über Nürnberg in die Hände Luthers. Erst in der folgenden Auseinandersetzung darum entwickelte sich Eck zu einem entschiedenen Gegner Luthers und zum Vorkämpfer der katholischen Sache. 1520 ließ der Fürstbischof als erster deutscher Bischof die päpstliche, von Eck aus Rom mitgebrachte [[Anathema|Bannandrohungsbulle]] [[Exsurge Domine]] gegen die Vertreter der „neuen Lehre“ verkünden; Adelmann und der ebenfalls namentlich aufgeführte Humanist Pirckheimer beugten sich innerhalb der gesetzten Frist von sechzig Tagen. Zwar konnte der Fürstbischof verhindern, dass das Hochstift von der Reformation erfasst wurde, aber weite Teile seiner Diözese&amp;lt;!-- soweit sie nicht im [[Herzogtum Bayern]] lagen oder anderen Herrschaften unterstanden, UNKLAR. GAB ES HERRSCHAFTSFREIE RÄUME? --&amp;gt; gingen der alten Lehre verloren. So hatte der Bischof spätestens 1533 im markgräflichen Anteil und damit in einem der wichtigsten Teile des Eichstätter Bistums jegliche [[Jurisdiktion (Kirche)|Jurisdiktionsgewalt]] verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauernaufstand ===&lt;br /&gt;
Im [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernaufstand]] von 1525 gelang den Aufständischen am 21. April die Einnahme des fürstbischöflichen Schlosses Obermässing und einen Tag später die des Städtchens Greding. Am 24. April plünderten sie das [[Kloster Plankstetten|Benediktinerkloster Plankstetten]] und brannten es fünf Tage später nieder. Auch die [[Hofmark]] [[Thannhausen]] und [[Schloss Brunneck]] im Anlautertal brachten sie in ihre Gewalt, doch wurden sie vom Oberpfälzer Landgrafen Friedrich besiegt. Gegen den krellschen Aufruhr in [[Wellheim]] holte der Fürstbischof die Bürgerwehr von [[Neuburg an der Donau]] zu Hilfe. Im Westen des Hochstifts besiegte der Ansbacher Markgraf die Aufständischen. Die Eichstätter Tuchknappen unter Führung von Hans Heule, unter denen es 1525 ebenfalls gärte, die aber die Stadt gegen die Bauern verteidigt hatten, wurden vom Rat der Stadt auf Vermittlung einer Abordnung des [[Schwäbischer Bund|Schwäbischen Bundes]], dem das Hochstift angehörte, von der Teilhabe abgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alter und Tod ===&lt;br /&gt;
1520–23 bemühten sich das [[Fürstentum Ansbach]], das bayerische Herzogshaus und das [[Kurpfalz|Pfälzer Kurfürstentum]] vergeblich darum, dass Eyb einen [[Koadjutor]] mit dem Recht der Nachfolge bestimmen ließ; alle drei Mächte verfügten konkurrierend über je einen eigenen Kandidaten. Ein weiterer Versuch 1529 durch Kurfürst [[Ludwig V. (Pfalz)|Ludwig V.]] von der Pfalz scheiterte ebenso.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der 80-jährige Bischof auf der Willibaldsburg starb, wurde er nach seinem Wunsch im Ostchor des Domes bestattet; seine dortige Grabplatte von Loy Hering befindet sich heute im Dom-Kreuzgang. Im [[Mortuarium (Architektur)|Mortuarium]] liegt sein 1503 gestorbener Kanzler Willibald Fischl begraben; das Priesterbildnis des Epitaphs zeigt ihn, einen Siegelstock mit dem Eybschen Wappen haltend. Es ist ein Werk von [[Loy Hering]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Das fürstbischöfliche Wappen ist üblicherweise [[Vierung|geviert]]. Im Wechsel zeigen die Felder des Wappens das ursprüngliche Familienwappen der von [[Eyb (Adelsgeschlecht)|Eyb]] mit drei roten [[Muschel (Wappentier)|Muscheln]] auf Silber und das Wappen des [[Hochstift Eichstätt|Eichstätter Hochstifts]] mit einem goldenen [[Krummstab]] auf Rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Josef Schlecht: &amp;#039;&amp;#039;Kirchliches Handlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. München 1907, S. 1408.&lt;br /&gt;
* Theodor Neuhofer: &amp;#039;&amp;#039;Gabriel v. Eyb, Fürstbischof von Eichstätt. 1455–1535.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt.&amp;#039;&amp;#039; (Teil 1 in Blatt 48, 1933, S. 53–141 und Teil 2 in Blatt 49, 1934, S. 1–115).&lt;br /&gt;
* Klaus Kreitmeir: &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe von Eichstätt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Kirchenzeitung, Eichstätt 1992, S. 66–69.&lt;br /&gt;
* [[Felix Mader]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler von Bayern. Mittelfranken. I. Stadt Eichstätt.&amp;#039;&amp;#039; München 1924 (Nachdruck München/Wien 1981).&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|9|9|Gabriel von Eyb|Theodor Neuhofer|121124835}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon für Theologie und Kirche]].&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg i. Br.&lt;br /&gt;
* [[Alfred Wendehorst]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Eichstätt. Band 1: Die Bischofsreihe bis 1535.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germania Sacra – Neue Folge 45.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2006, ISBN 978-3-11-018971-1, S. 241–265.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Germania Sacra|gnd=121124835}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Wilhelm von Reichenau]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Eichstätt|Bischof von Eichstätt]]|ZEIT=1496–1535|NACHFOLGER=[[Christoph von Pappenheim|Christoph Marschall von Pappenheim]]}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste der Bischöfe von Eichstätt (1237–1612)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121124835|VIAF=35304026}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eyb, Gabriel von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (Hochstift Eichstätt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Eichstätt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Eichstätt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Eyb|Gabriel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1455]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1535]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eyb, Gabriel von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Fürstbischof von Eichstätt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. September 1455&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Arberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Dezember 1535&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Obermässing&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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