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	<title>Gabriel Harvey - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:48:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gabriel_Harvey&amp;diff=990871&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GünniX: Archivlink geprüft</title>
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		<updated>2025-12-23T02:20:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GabrielHarvey.jpg|mini|Gabriel Harvey]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gabriel Harvey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1545]]; † [[1630]]) war ein [[England|englischer]] Gelehrter und [[Schriftsteller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Gabriel Harvey war ältester Sohn des wohlhabenden Seilers John Harvey in Walden, später [[Saffron Walden]], [[Essex]]. Er studierte ab 1566 am [[Christ’s College (Cambridge)]], und wurde 1570 zum Fellow der [[Pembroke College (Cambridge)|Pembroke Hall]]. gewählt. In dieser Zeit entwickelte er eine dauerhafte Freundschaft zu [[Edmund Spenser]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://pages.uoregon.edu/rbear/letters.html pages.uoregon.edu]&amp;lt;/ref&amp;gt; der möglicherweise sein Schüler war.&amp;lt;ref&amp;gt;C.H. Cooper: &amp;#039;&amp;#039;Athena cantabrigienses&amp;#039;&amp;#039; il. 258&amp;lt;/ref&amp;gt; Als hoch angesehener Gelehrter litt seine Reputation unter seinem fortdauernden Streit mit [[Thomas Nashe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literarische Karriere ===&lt;br /&gt;
Ca. 1576 wurde Harvey Lektor in Rhetorik und anlässlich des Besuches von Königin [[Elisabeth I.]] bei [[Thomas Smith (Diplomat)|Sir Thomas Smith]] im [[Audley End House]] auserkoren, öffentlich vor ihr zu debattieren. 1579 beklagte er sich bei [[Edmund Spenser]] über die unerlaubte Veröffentlichung seiner satirischen Verse mit Anspielungen auf hochgestellte Persönlichkeiten, die seine Karriere ernsthaft zu bedrohen schienen. 1583 wurde er Anwalt (&amp;#039;&amp;#039;junior proctor&amp;#039;&amp;#039;) der Universität und 1585 zum &amp;#039;&amp;#039;Master of Trinity Hall&amp;#039;&amp;#039; gewählt, wobei diese Anstellung offenbar vom Hofe abgelehnt wurde. Er war ein Schützling von [[Robert Dudley, 1. Earl of Leicester|Robert Dudley, Earl of Leicester]], zu dem er Spenser einführte. Diese Verbindungen haben wahrscheinlich zu seiner Freundschaft mit [[Philip Sidney]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1586, nach Erhalt des Grad eines Doctor of Civil Law D.C.L. der [[Universität Oxford]], übersiedelte er als praktizierender Anwalt nach [[London]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Bruder Richard Gabriel war in die [[Marprelate-Kontroverse]] verwickelt und hatte [[Robert Greene (Schriftsteller, 1558)|Robert Greene]] durch eine geringschätzige Wertschätzung seiner Person und seiner „Geisteskollegen“ gekränkt. Greene reagierte in seiner Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Quip for an Upstart Courtier&amp;#039;&amp;#039; mit einigen vernichtenden Bemerkungen über die „Harveys“. 1599 kam es von [[John Whitgift|Erzbischof Whitgift]] zu einem Angriff auf zeitgenössische Satiriker, bei dem neben Büchern anderer auch die Abhandlungen von Gabriel Harvey und [[Thomas Nashe]] vernichtet und eine Wiederauflage verboten wurden. Er verbrachte die letzten Jahrzehnte seines Lebens bis zu seinem Tod 1630 zurückgezogen an seinem Geburtsort Saffron Walden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhalten gebliebene ausführliche Katalog über Harveys Bibliothek mit über 180 Büchern und Manuskripten kennzeichnet Harvey als einen hochgebildeten Mann seiner Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Virginia F. Stern The Bibliotheca of Gabriel Harvey, Renaissance Quarterly, 1972&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fehde mit Thomas Nashe ====&lt;br /&gt;
Nach Robert Greenes Tod veröffentlichte Harvey &amp;#039;&amp;#039;Foure Letters and certaine Sonnets&amp;#039;&amp;#039; (1592), in denen er in einem Geist selbstgerechter Überlegenheit Details über Greenes späte Jahre ausbreitete. Nashe, der Harvey in seinen Fähigkeiten zu Invektiven überlegen war, rächte 1593 seinen Freund [[Robert Greene (Schriftsteller, 1558)|Robert Greene]] in einer persönlichen Abrechnung mit Harvey durch die Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Strange Newes&amp;#039;&amp;#039;. Harvey wiederum focht im gleichen Jahr die persönlichen Beleidigungen Nashe’s in seinen &amp;#039;&amp;#039;Pierce’s supererogation, or a New Prayse of the Old Asse&amp;#039;&amp;#039; (1593) an,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oxford-shakespeare.com/new_files_dec_21/Pierces_Supererogation.pdf oxford-shakespeare.com] (PDF) &amp;lt;/ref&amp;gt; auf Grund derer sich Nashe in seiner „religiösen“ Schrift &amp;#039;&amp;#039;Christs Teares over Jerusalem&amp;#039;&amp;#039; (1593) entschuldigte. Harvey nahm die Kontroverse in seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;New Letter of Notable Contents&amp;#039;&amp;#039; (1593) wieder auf, wahrscheinlich, weil er Nashe’s gedruckte Entschuldigung zu jener Zeit, als er den &amp;#039;&amp;#039;New Letter&amp;#039;&amp;#039; schrieb, nur als ein vermeintliches Gerücht kannte und seine Einstellung von tiefem Misstrauen geprägt war. Nashe zog seine Entschuldung in einer neuen Ausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Christes Teares&amp;#039;&amp;#039; (1595) zurück. Zwei Jahre später antwortete Nashe mit einer beißenden Satire &amp;#039;&amp;#039;Have with you to Saffron Walden&amp;#039;&amp;#039; (1596), auf die Harvey nie antwortete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 1597 von Richard Lichfield von Cambridge veröffentlichten Werk &amp;#039;&amp;#039;The Trimming of Thomas Nashe Gentleman&amp;#039;&amp;#039; (1597), hinter dem man früher Gabriel Harvey vermutete, attackierte er Thomas Nashe erneut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Harvey und Marlowe ====&lt;br /&gt;
Harvey schrieb am Ende seines &amp;#039;&amp;#039;New Letter of Notable Contents&amp;#039;&amp;#039;, datiert vom 15. September 1593, vier, teilweise rätselhafte Gedichte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www2.prestel.co.uk/rey/gorgon.htm |wayback=20080213021450 |text=prestel.co.uk}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen er sich überwiegend mit dem unmittelbar vorausgegangenen Tod von [[Christopher Marlowe]] (begraben am 1. Juni 1593) auseinandersetzt. Die vier Gedichte tragen die Überschrift: 1.&amp;amp;nbsp;Sonet. Gorgon, or the Wonderfull yeare; 2.&amp;amp;nbsp;A Stanza declarative; to the Lovers of Admirable Workes; 3.&amp;amp;nbsp;The Writer’s Postscript; or a frendly Caueat to the Second Shakerly of Powles; 4.&amp;amp;nbsp;Glose.&amp;lt;ref&amp;gt;F. G. Hubbard, Possible Evidence for the Date of Tamburlaine, PMLA, 1918&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er vergleicht Marlowe mit der Figur des mächtigen Gorgon, einer Figur aus dessen Tamburlaine (&amp;#039;&amp;#039;thy Tamberlaine voutsafes to dye&amp;#039;&amp;#039;), seinen Tod mit dem mächtigsten Ereignis (&amp;#039;&amp;#039;the mightiest wonder&amp;#039;&amp;#039;) 1593 (&amp;#039;&amp;#039;ninety three&amp;#039;&amp;#039;), Marlowe mit dem eindrucksvollsten Geist (&amp;#039;&amp;#039;magnifique mind&amp;#039;&amp;#039;), mit den Eigenschaften gigantischen Ausmaßes (&amp;#039;&amp;#039;bred of Gargantuas race&amp;#039;&amp;#039;), dessen Geist über Kent siegte (&amp;#039;&amp;#039;whose mind triumphed on Kent&amp;#039;&amp;#039;), diesen Gigantischen Geist (&amp;#039;&amp;#039;that gargantuan mind&amp;#039;&amp;#039;), dem höchsten Verstand, der je auf Erden etc. (&amp;#039;&amp;#039;Highest minde, That ever haunted Powles, or hunted winde, Bereaft of that same sky-surmounting breath, That breath, that taught the Timpany to swell? &amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harvey, der zuvor offenbar von Marlowes Tod erfahren hatte, ging davon aus, dass er an der Pest gestorben sein müsse (&amp;#039;&amp;#039;He, and the Plague contended for the game&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lateinische Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ciceronianus&amp;#039;&amp;#039; (1577)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;G Hezrveii rhetor, sive 2 dierum oratio de natura, arte et exercitatione rhetorica&amp;#039;&amp;#039; (1577)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Smithus, vel Musarum lachrymae&amp;#039;&amp;#039; (1578), Zu Ehren von [[Thomas Smith (Diplomat)|Sir Thomas Smith]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gabrieli Harveii gratulationum Valdensium libri quatuor.&amp;#039;&amp;#039; Geschrieben anlässlich des Besuchs von Königin Elisabeth&amp;amp;nbsp;I. in Audley End (1578).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* V. F. Stern: &amp;#039;&amp;#039;Gabriel Harvey: His Life, Marginalia and Library.&amp;#039;&amp;#039; Renaissance Quarterly, Vol. 33, 1979.&lt;br /&gt;
* G. C. Moore Smith (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Introduction to Gabriel Harvey’s Marginalia.&amp;#039;&amp;#039; Shakespeare Head Press, Stratford-upon-Avon 1913, S. 1–76.&lt;br /&gt;
* {{Britannica 1911 |Lemma=Harvey, Gabriel |Band=13 |Seite=41}}&lt;br /&gt;
* Alexandra Schäfer: [http://ieg-ego.eu/de/threads/buendnisse-und-kriege/krieg-als-motor-des-transfers/religionskriege-reformation-die-wachsende-macht-der-habsburger-und-die-wandlung-internationaler-beziehungen/alexandra-schaefer-die-franzoesischen-religionskriege-als-medienereignisse-vermittlung-und-rezeption-am-beispiel-gabriel-harveys &amp;#039;&amp;#039;Die Französischen Religionskriege als Medienereignisse: Vermittlung und Rezeption am Beispiel Gabriel Harveys&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Geschichte Online]]&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom [[Leibniz-Institut für Europäische Geschichte|Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]], 2014, Zugriff am 11. März 2021 ([https://d-nb.info/1061112209/34 pdf]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117501697|LCCN=n/50/28379|VIAF=3250080}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Harvey, Gabriel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der University of Cambridge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1545]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1630]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Harvey, Gabriel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=englischer Gelehrter und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1545&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1630&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GünniX</name></author>
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