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	<title>Gabriel Ferry - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T15:39:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-01-26T10:45:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Der Waldlaeufer.jpg|miniatur|Titelbild einer frühen deutschen Ausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Le Coureur de Bois&amp;#039;&amp;#039; mit einem Aquarell von Wilhelm Schäfer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gabriel Ferry&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Eugène Louis Gabriel Ferry de Bellemare&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. November]] [[1809]] in [[Grenoble]]; † [[5. Januar]] [[1852]]) war ein französischer Schriftsteller und Verfasser von [[Abenteuerroman]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Gabriel Ferry, auch der französische [[James Fenimore Cooper|Cooper]] genannt, wuchs in Grenoble auf und trat nach Beendigung seiner Schulzeit in das Geschäft seines Vaters ein, eine Handelsfirma, die [[Kommissionsgeschäft]]e mit [[Mexiko]] betrieb. Als Vertreter seines Hauses hielt er sich von 1831 bis 1837 vorwiegend in Mexiko auf und kehrte danach in seine französische Heimat zurück. Bis 1840 arbeitete er wieder im Geschäft seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann nahm er einen Posten als Versicherungsvertreter an und musste nach dem Bankrott der Versicherung in das [[Schuldgefängnis]]. Nach seiner Entlassung begann er 1843 als Schriftsteller zu arbeiten. 1846 wurde er Mitarbeiter der Zeitschrift [[Revue des Deux Mondes]]. Sein bekanntestes Werk, &amp;#039;&amp;#039;Le Coureur des bois&amp;#039;&amp;#039;, veröffentlichte er 1850. Neben verschiedenen Texten zu Mexiko erschienen Erzählungen sowie die Romane &amp;#039;&amp;#039;Costal, l’Indien&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Les Squatters&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[La Chasse aux Cosaques]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner finanziell prekären Situation entschloss sich Ferry, in die USA zu gehen, um im Auftrag der Regierung französische Siedler zu betreuen und die Bedingungen der Immigration zur Zeit des Goldfiebers in Kalifornien zu verbessern. Am 2. Januar 1852 schiffte er sich auf dem Passagierschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Amazon (Schiff, 1852)|Amazon]]&amp;#039;&amp;#039; zu einer erneuten Überfahrt nach Amerika ein. Das britische Dampfschiff war auf dem Weg nach Kalifornien, als es westlich des Ärmelkanals durch einen Blitzschlag in Brand geriet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Kandolf: &amp;#039;&amp;#039;Karl May und Gabriel Ferry. Nach Aufsätzen aus den Karl-May-Jahrbüchern 1932 und 1933.&amp;#039;&amp;#039; In: Gabriel Ferry/Karl May: &amp;#039;&amp;#039;Der Waldläufer. Erzählung aus dem Wilden Westen nach dem Roman von Gabriel Ferry bearbeitet und neu gestaltet von Karl May.&amp;#039;&amp;#039; Karl-May-Verlag, Bamberg 1959, S.&amp;amp;nbsp;471–479. Vgl. weiterhin die Notiz von de Bellemare, S. 36 ff., die als wichtigste biografische Quelle zu Ferry gilt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten beiden Rettungsboote kenterten. Als Ferry aufgefordert wurde, in das dritte zu steigen, soll er geantwortet haben: „Mourir pour mourir je préfère rester ici“&amp;lt;ref&amp;gt;Der Überlebende Passagier M. Barrincon hat die Katastrophe ausführlich im &amp;#039;&amp;#039;Journal des débats&amp;#039;&amp;#039; vom 13. Januar 1852 geschildert und dabei auch die Aussage Ferrys überliefert. Am 10. Januar war bereits eine längere Darstellung des Unglücks aus dem &amp;#039;&amp;#039;L’Armoricain&amp;#039;&amp;#039; vom 6. Januar nachgedruckt worden (S. 3); dort wurde Ferry zwar nicht namentlich erwähnt, es ist aber von einem Abgesandten der französischen Regierung die Rede. &amp;lt;/ref&amp;gt; („Wenn es nur um die Art des Sterbens geht, so bleibe ich lieber hier“). Das dritte Rettungsboot jedoch wurde gerettet, das Dampfschiff explodierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endete Ferrys Leben nach nur sieben Jahren schriftstellerischer Tätigkeit auf ebenso dramatische wie werbeträchtige Weise. Nach seinem Tod wurden die Manuskripte, für die er zu Lebzeiten keinen Verleger gefunden hatte, gleich mehrfach ediert. Die Popularität des Autorennamens hat sich offenbar auch sein zweiter Sohn – ebenfalls Gabriel Ferry (Gabriel de Bellemare) – zunutze gemacht, der die Tätigkeit seines Vaters als Autor von Theaterstücken, Unterhaltungsromanen, literarischen und biografischen Abhandlungen u. a. über Dumas und Balzac fortführte. Auf der Basis von Notizen seines Vaters aus dem Jahr 1850 und dessen im Februar 1850 in der &amp;#039;&amp;#039;Revue des Deux Mondes&amp;#039;&amp;#039; erschienenen Berichts über die Texas-Expedition verfasste er 1898 den Roman &amp;#039;&amp;#039;Les dernières aventures de Bois-Rosé&amp;#039;&amp;#039;, den er mit Figuren aus dem &amp;#039;&amp;#039;Coureur des bois&amp;#039;&amp;#039; verband. Ferrys Sohn blieb kinderlos und vermachte den Nachlass einem Neffen, der auf der Insel La Réunion lebte. Ein Taifun zerstörte das Haus, wo die Unterlagen aufbewahrt wurden, und riss die Manuskripte Ferrys mit ins Meer.&amp;lt;ref&amp;gt;Christiane Barbarin Cook: &amp;#039;&amp;#039;Le Mexique dans l’oeuvre d’un écrivain français : Gabriel Ferry, 1809 – 1852&amp;#039;&amp;#039;, Ph.D. diss., University of California, Berkeley, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferrys literarisches Erbe schrumpfte schon im 19. Jahrhundert auf den &amp;#039;&amp;#039;Coureur des bois&amp;#039;&amp;#039; zusammen, der bald als Stellvertreter seines gesamten Werkes galt. Der Roman wurde unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Der Waldläufer]]&amp;#039;&amp;#039; 1879 von [[Karl May]] „für die Jugend“ bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* 1847 &amp;#039;&amp;#039;Voyage et aventures au Mexique&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1850 &amp;#039;&amp;#039;Le Coureur des bois&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1852 &amp;#039;&amp;#039;Costal, l’Indien&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1853 &amp;#039;&amp;#039;[[La Chasse aux Cosaques]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1854 &amp;#039;&amp;#039;Scènes de la vie mexicaine&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1857 &amp;#039;&amp;#039;Les Squatters&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* de Bellemare: „Notice sur la vie et les ouvrages de Gabriel Ferry“, in: Gabriel Ferry: &amp;#039;&amp;#039;Les Révolutions du Mexique&amp;#039;&amp;#039;, Paris: Dentu, 1864, S. 3–44.&lt;br /&gt;
* Heinrich Pleticha, Siegfried Augustin: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Abenteuer- und Reiseliteratur von Afrika bis Winnetou.&amp;#039;&amp;#039; Edition Erdmann in K. Thienemanns Verlag, Stuttgart, Wien, Bern 1999, ISBN 3-522-60002-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{wikisource|lang=fr}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119282348}}&lt;br /&gt;
* [https://ablit.de/ferry/ferry.htm Biografie auf ablit.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/KarlMay/ferry/ &amp;#039;&amp;#039;Der Waldläufer&amp;#039;&amp;#039; von Gabriel Ferry. Scan der deutschen Übersetzung von 1851] (UB Bielefeld)&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=SAgid4B_Zt4C&amp;amp;pg=PA262&amp;amp;lpg=PA262&amp;amp;dq=%2BAmazone+1852&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=2BRZ7IZ3Bz&amp;amp;sig=eHWkyRqBCNBZbr0Ze5P4YTnM3kc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result Schiffsuntergang]&lt;br /&gt;
* {{PGDA|752}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119282348|LCCN=n90636086|VIAF=34456503}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ferry, Gabriel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abenteuerroman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westernliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1809]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1852]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ferry, Gabriel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bellemare, Eugène Louis Gabriel Ferry (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Schriftsteller und Verfasser von Abenteuerromanen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. November 1809&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grenoble]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1852&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Ärmelkanal&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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