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	<title>GC-Gehalt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:55:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=GC-Gehalt&amp;diff=201417&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: Assoziative Verweise entfernt</title>
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		<updated>2026-02-27T22:11:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Assoziative Verweise entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chemische_Struktur_der_DNA.svg|mini|hochkant=1.3|Schematische Darstellung von [[Basenpaar]]en im [[DNA-Doppelstrang]] – die [[Wasserstoffbrücke]]n zwischen A-T und G-C-Paaren sind gestrichelt gezeigt. In diesem Beispiel ist der GC-Gehalt 50 %.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;GC-Gehalt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Merkmal von [[Nukleinsäuren|Nukleinsäuremolekülen]] wie einer [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] oder [[Ribonukleinsäure|RNA]] und gibt den Anteil von [[Guanin]] (G) und [[Cytosin]] (C) an der Gesamtheit der enthaltenen [[Nukleinbasen]] in Prozent an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem DNA-Molekül bezieht sich das Maß auf die vier [[DNA-Basen]] Guanin, Cytosin, [[Adenin]] (A) und [[Thymin]] (T):&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{GC-Gehalt} = \frac{G + C}{G + C + A + T} \cdot 100\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da in einem DNA-Strang gewöhnlich nur diese vier Basen vorkommen, lässt sich aus dem GC-Gehalt der AT-Gehalt berechnen und umgekehrt:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{AT-Gehalt} = 100\,\% - \text{GC-Gehalt}&amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{GC-Gehalt} = 100\,\% - \text{AT-Gehalt}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem GC-Gehalt von beispielsweise 64&amp;amp;nbsp;% entspricht somit ein AT-Gehalt von 36&amp;amp;nbsp;%.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{AT-Gehalt} = \frac{A + T}{G + C + A + T} \cdot 100\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== GC-Gehalt und Stabilität der DNA-Doppelhelix ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DNA animation.gif|mini|Räumliches Modell einer DNA-[[Doppelhelix]] – Wasserstoffbrücken bilden sich zwischen passenden [[Basenpaar]]en im Doppelstrang aus]]&lt;br /&gt;
Die jeweils [[Basenpaar|komplementären Basen]] sind im doppelsträngigen DNA-Molekül über [[Wasserstoffbrücken]] miteinander verbunden: A-T (bzw. T-A) und G-C (bzw. C-G).  Die Paare von [[Adenin]] und [[Thymin]] bilden stets zwei Wasserstoffbrücken aus, die Paare von [[Guanin]] und [[Cytosin]] drei.&lt;br /&gt;
Anders als zunächst angenommen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;WatsonCrick1953&amp;quot;&amp;gt;J.D. Watson, F.H. Crick: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nature.com/physics/looking-back/crick/index.html Molecular structure of nucleic acids. A structure for deoxyribose nucleic acid.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 171, 1953, Nr. 4356, S. 737–738, PMID 13054692, [http://www.nature.com/nature/dna50/watsoncrick.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist der Energiegewinn durch Wasserstoffbrückenbindungen aber vernachlässigbar, da die Basen ähnlich gute Wasserstoffbrückenbindungen mit dem umgebenden Wasser eingehen können. Die Wasserstoffbrücken eines GC-Basenpaares tragen nur wenig zur Stabilität der Doppelhelix bei, während die Wasserstoffbrücken eines AT-Basenpaares sogar destabilisierend wirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yakovchuk2006&amp;quot;&amp;gt;Peter Yakovchuk, Ekaterina Protozanova, Maxim D. Frank-Kamenetskii: &amp;#039;&amp;#039;Base-stacking and base-pairing contributions into thermal stability of the DNA double helix&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Nucleic Acids Research]], 2006 34(2), S. 564–574, PMID 16449200, [[doi:10.1093/nar/gkj454]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingegen wirken die Stapelwechselwirkungen (englisch &amp;#039;&amp;#039;stacking interactions&amp;#039;&amp;#039;) zwischen den aufeinanderfolgenden bzw. übereinanderliegenden Basen in der Doppelhelix stabilisierend: Zwischen den aromatischen Ringsystemen der heterocyclischen Basen entsteht eine dipol-induzierte [[Dipol-Dipol-Kräfte|Dipol-Wechselwirkung]], welche energetisch günstig ist. Somit ist die Bildung des ersten Basenpaares aufgrund des geringen Energiegewinnes und des [[Entropie (Thermodynamik)|Entropieverlustes]] recht ungünstig, jedoch ist die Verlängerung der Helix (Elongation) energetisch günstig wegen des Unterschieds der [[Gibbs-Energie]] bei Stapelung gepaarter Basen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stapelwechselwirkungen sind allerdings sequenzabhängig und energetisch am günstigsten für gestapelte GC-Paare, während sie für gestapelte AT-Paare weniger günstig sind. Die Unterschiede in den Stapelwechselwirkungen erklären hauptsächlich die Tatsache, dass GC-reiche DNA-Abschnitte [[Thermodynamik|thermodynamisch]] stabiler sind als AT-reiche Sequenzen, während die Wasserstoffbrückenbildung hierfür eine untergeordnete Rolle spielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yakovchuk2006&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmung des GC-Gehaltes ==&lt;br /&gt;
Der GC-Gehalt von DNA kann experimentell mit verschiedenen Methoden bestimmt werden. Der einfachste Weg ist, die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmelztemperatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;T&amp;lt;sub&amp;gt;m&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) der DNA-Doppelhelix mithilfe eines [[Photometer]]s zu messen: Die DNA absorbiert ultraviolettes Licht von einer Wellenlänge von 260&amp;amp;nbsp;nm. Denaturiert („schmilzt“) der Doppelstrang beim Erhitzen in zwei Einzelstränge, steigt die Lichtabsorption um etwa 40 %. Diesen Effekt bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hyperchromizität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der T&amp;lt;sub&amp;gt;m&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wert wird definiert als die Temperatur, bei der 50 % der Doppelhelix in denaturiertem Zustand vorliegen. Der T&amp;lt;sub&amp;gt;m&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wert eines DNA-Doppelstranges ist direkt abhängig von dessen GC-Gehalt. Je mehr GC-Bindungen ein DNA-Molekül enthält, desto höher liegt der T&amp;lt;sub&amp;gt;m&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wert. Statt der ursprünglichen Doppelhelix liegen nun zwei singuläre Polynucleotidketten (zwei Einzelstränge) vor. Mit der fotometrisch bestimmten Schmelztemperatur kann der GC-Gehalt mit der empirischen Formel  &amp;lt;span style=&amp;quot;white-space: nowrap&amp;quot;&amp;gt;(Tm [°C] – 69,4 °C) × 2,44&amp;lt;/span&amp;gt; errechnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;J. De Ley: &amp;#039;&amp;#039;Reexamination of the Association Between Melting Point, Buoyant Density, and Chemical Base Composition of Deoxyribonucleic Acid&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;J. Bact.&amp;#039;&amp;#039;, 101 (3), 1970, S. 738–754.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls abhängig ist dieser Wert von der Ionenstärke und der Art der vorhandenen Ionen im DNA-Lösungsmittel. Daher ist die Schmelztemperatur in [[Standard Saline Citrate]] zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich genauer ist die Bestimmung des GC-Gehaltes mithilfe der [[Gaschromatographie]]. Ist hingegen die Sequenz des DNA-Moleküls bekannt, kann der GC-Gehalt einfach mit der oben angegebenen Formel berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== GC-Gehalt und Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Der GC-Gehalt im [[Genom]] wird als [[Taxonomie|taxonomisches]] Merkmal zur Einteilung der Organismen, insbesondere von [[Bakterien]] verwendet. Die Werte reichen hier von ca. 20 % bis fast 80 %. Bakterien mit hohem GC-Gehalt findet man vor allem unter den [[Actinobacteria]], aber auch [[Deltaproteobakterien]] wie [[Myxobakterien]] sind GC-reich. [[Thermophil]]e Organismen weisen ebenfalls erhöhte GC-Gehalte auf, was sicher auf die größere Stabilität der G-C-Basenpaarung zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GC-Gehalte einiger [[Modellorganismus|Modellorganismen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Art || Phylogenetische Gruppe || GC-Gehalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;[[Streptomyces coelicolor]]&amp;#039;&amp;#039;                || Actinobacterium      || 72 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;[[Myxococcus xanthus]]&amp;#039;&amp;#039;                     || Deltaproteobakterium || 68 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;[[Halobacterium]] sp.&amp;#039;&amp;#039;                      || [[Archaeon]]         || 67 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;[[Saccharomyces cerevisiae]]&amp;#039;&amp;#039; (Backhefe)    || Ascomycet (Pilz)     || 38 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;[[Arabidopsis thaliana]]&amp;#039;&amp;#039; (Ackerschmalwand) || Blütenpflanze        || 36 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;[[Methanosphaera stadtmanae]]&amp;#039;&amp;#039;              || Archaeon             || 27 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;[[Plasmodium falciparum]]&amp;#039;&amp;#039; (Malariaerreger) || Protozoon            || ≈20 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich: Der durchschnittliche GC-Gehalt beim Menschen beträgt 41 % (siehe dazu auch [[CpG-Insel]]). Aufgrund der Struktur des genetischen Codes ist es für einen Organismus praktisch unmöglich, sein Genom ausschließlich aus zwei Basen (G-C oder A-T) aufzubauen und damit einen GC-Gehalt von 100 % oder 0 % zu erreichen. Die Anzahl möglicher [[Codon]]s (8) reicht nicht aus, um alle [[Aminosäure]]n (20) in einem Zwei-Basen-Code zu verschlüsseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== GC-Gehalte einzelner DNA-Abschnitte ==&lt;br /&gt;
Der Anteil der Basenpaare GC und AT variiert aber auch innerhalb eines Genoms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AT-reiche (und daher GC-arme) Regionen findet man im Genom häufig an den Stellen, an denen die Doppelhelix leicht auflösbar sein muss, zum Beispiel an den Punkten, an denen die [[Replikation]] des DNA-Moleküls beginnt. Auch in menschlichen Chromosomen existieren Regionen mit GC-Gehalten, die deutlich von 50 % abweichen. Diese Abschnitte sind meist in die Aufrechterhaltung der räumlichen Struktur der Chromosomen einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist der GC-Gehalt in den DNA-Abschnitten, die für ein [[Gen]] codieren, oft höher als in anderen Regionen (zum Beispiel [[Intron]]s, regulatorische Sequenzen). Diese Eigenschaft nutzt man aus, um in [[DNA-Sequenzierung|sequenzierten]] [[Genom]]en nach den eigentlichen Genen zu suchen: Genomsequenzen bestehen zunächst ausschließlich aus einer Abfolge von Millionen Basen. Die Annotation der eigentlichen Gene (das heißt, deren Start- und Endpunkt im Genom) erfolgt mit Hilfe von Computerprogrammen (z.&amp;amp;nbsp;B. GLIMMER), die GC-reiche Abschnitte finden und als mögliche Gene identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stößt man beim Studium eines Organismus auf funktionelle Gene, deren GC-Gehalt deutlich von dem der übrigen Gene abweicht, wird dies häufig als Hinweis darauf gewertet, dass diese Gene erst kürzlich durch [[Horizontaler Gentransfer|horizontalen Gentransfer]] erworben wurden oder von einem [[Retrovirus]] stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Molekularbiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
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