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	<title>GABA-Rezeptor - Versionsgeschichte</title>
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		<title>~2025-26484-8 am 26. Juli 2025 um 00:47 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-26T00:47:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;GABA-Rezeptoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Transmembranprotein]]e in [[Nervenzelle]]n, die [[Spezifität|spezifisch]] den [[Neurotransmitter]] [[γ-Aminobuttersäure]] (GABA - Abkürzung von englisch &amp;#039;&amp;#039;gamma-aminobutyric acid&amp;#039;&amp;#039;) binden. Es gibt zwei Hauptgruppen von GABA-Rezeptoren: Ionenkanal-Rezeptoren ([[ionotrop]]e Rezeptoren) und Sekundärsignale auslösende ([[metabotrop]]e) Rezeptoren. Zu den ionotropen Rezeptoren zählen der GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;- und der GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-ρ-Rezeptor, während der GABA&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor ein metabotroper Rezeptor ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GABAa receptor.gif|thumb|350px|GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt; [[Rezeptor (Biochemie)|Rezeptor]] mit [[Bindungsstelle]]n verschiedener Substanzen.]]&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren sind [[ligand]]en&amp;lt;nowiki /&amp;gt;aktivierte [[Ionenkanal|Ionenkanäle]], welche für [[Chlorid]]- und [[Hydrogencarbonat]]ionen durchlässig sind. Es handelt sich um Heteropentamere, das heißt, sie sind aus fünf verschiedenen Untereinheiten aufgebaut (von griechisch {{lang|grc|πεντα-|penta-}} „fünf-“, {{lang|grc|ἑτερο-|hétero-}} „verschieden“ und {{lang|grc|μέρος|méros}} „Teil“). Jede Untereinheit durchspannt die [[Zellmembran]] viermal.&lt;br /&gt;
Es gibt acht Klassen [[Homologie (Genetik)|homologer]] Untereinheiten.&lt;br /&gt;
* α (mit 6 Vertretern; α&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;–α&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* β (mit 3 Vertretern; β&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;–β&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* γ (mit 3 Vertretern; γ&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;–γ&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* δ, ε, π, θ (mit je einem Vertreter)&lt;br /&gt;
* ρ (mit 3 Vertretern; ρ&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;–ρ&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren im [[Gehirn]] sind aus zwei α-, zwei β- und einer γ-Untereinheiten aufgebaut. Neben der Bindestelle für [[γ-Aminobuttersäure]] besitzt der funktionsfähige GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor weitere, [[allosterisch]]e Bindestellen für [[Benzodiazepine]] an der γ-Untereinheit und für [[Barbiturate]] und [[Neurosteroid]]e an der β-Untereinheit. Rezeptoren, die ausschließlich aus ρ-Untereinheiten zusammengesetzt sind, werden als [[#GABAA-rho-Rezeptoren|GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-ρ-Rezeptoren]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion ===&lt;br /&gt;
Der GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor ist sehr weit im Gehirn und Rückenmark verbreitet und der wichtigste [[inhibitor]]ische Rezeptor im [[Zentralnervensystem|zentralen Nervensystem]] (ZNS). Er erhält seine Wirkung durch die Erhöhung der Permeabilität für Cl-Ionen, das ein [[Inhibitorisches postsynaptisches Potential|IPSP]] auslöst. 30 % der Transmittermenge im ZNS entfallen auf GABA. Besondere Funktion hat er in den [[Basalganglien]] und dem [[Kleinhirn]], wo er an der motorischen Kontrolle beteiligt ist. Die [[Purkinje-Zelle]] des Kleinhirns ist z.&amp;amp;nbsp;B. GABAerg. Im [[Thalamus]] wirkt GABA an der Einleitung und Aufrechterhaltung des [[Schlaf]]s. Hier ist auch der Hauptangriffsort der pharmakologischen Beeinflussung durch Benzodiazepine und Barbiturate (s.&amp;amp;nbsp;o.). Im [[Rückenmark]] befinden sich GABA-Rezeptoren auf [[Motoneuron|Motoneuronen]], und sie sind an der [[Reflex]]-Verschaltung ebenso wie der Koordination von Bewegungsabläufen beteiligt (siehe: [[Renshaw-Zelle]]n). Einige funktionelle Unterschiede stehen in Verbindung mit den verschiedenen α-Untereinheiten:&lt;br /&gt;
* α&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-Untereinheiten kommen in Rezeptoren vor, welche die sedierende Wirkung von Benzodiazepinen ([[Diazepam]]) vermitteln.&lt;br /&gt;
* α&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Untereinheiten sind mit der [[Anxiolyse|anxiolytischen]] (angstlösenden) Funktion des Rezeptors in Verbindung zu setzen, und&lt;br /&gt;
* α&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Untereinheiten kommen in Rezeptoren vor, die vornehmlich eine [[Muskelrelaxans|muskelrelaxierende]] Wirkung besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beeinflussung durch Alkohol ===&lt;br /&gt;
* [[Ethanol|Alkohol]] bindet an den GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor und führt über eine Verstärkung der Permeabilität für Chloridionen an der Nervenzellmembran zur Hyperpolarisation, wodurch die Aktionspotenzialfrequenz abnimmt. Da gleichzeitig das wichtigste exzitatorische System durch die Beeinflussung des [[NMDA-Rezeptor]]s gehemmt wird, kommt es insgesamt zu einer sedierenden Wirkung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://edoc.ub.uni-muenchen.de/6187/1/Roesner_Susanne.pdf |titel=Meta-Analyse zur Wirksamkeit von Acamprosat und Naltrexon in der Entwöhnungsbehandlung alkoholabhängiger Patienten |autor=Susanne Rösner |datum=2006 |zugriff=2014-12-15 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pharmakologische Beeinflussung ===&lt;br /&gt;
* [[Tranquilizer]] wie [[Benzodiazepine]] verstärken die [[sedativ]]e, anxiolytische und antikonvulsive Wirkung von GABA.&lt;br /&gt;
* [[Barbiturate]] sind in der Lage, ohne GABA den GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor zu aktivieren, und können neben anderen [[Sedativa]] in der [[Anästhesie]] zum Einleiten der [[Narkose]] benutzt werden.&lt;br /&gt;
* [[Muscimol]] ist der Wirkstoff des [[Fliegenpilz]]es und ein [[Agonist (Pharmakologie)|Agonist]] des GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptors und für dessen [[halluzinogen]]e Wirkung verantwortlich.&lt;br /&gt;
* [[Bicucullin]] ist ein [[Antagonist (Pharmakologie)|Antagonist]] des GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptors. Dieser Wirkstoff besitzt nur experimentelle, aber keine klinische Relevanz.&lt;br /&gt;
* α-[[Thujon]] ist möglicherweise ein [[nicht-kompetitiver Antagonist]] am GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor.&amp;lt;ref&amp;gt;K. M. Höld u. a.: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Alpha-thujone (the active component of absinthe): gamma-aminobutyric acid type A receptor modulation and metabolic detoxification}}.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A.]]&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;97, 2000, S.&amp;amp;nbsp;3826–3831. PMID 10725394 [http://www.pnas.org/cgi/content/full/97/8/3826 HTML]&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf beruht möglicherweise seine [[Epilepsie|krampfauslösende]] Wirkung.&lt;br /&gt;
* [[Picrotoxin]] blockiert den [[Chloridkanal]] des GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptors.&lt;br /&gt;
* [[Antikonvulsivum|Antiepileptika]] wie [[Valproinsäure|Valproat]] hemmen unter anderem auch den Abbau von GABA und werden verordnet, um das Auftreten von epileptischen Anfällen zu verhindern.&lt;br /&gt;
* [[Tiagabin]] ist ein selektiver GABA-Wiederaufnahmehemmer und soll ebenfalls die Konzentration von GABA im synaptischen Spalt erhöhen, um das Auftreten der Epilepsie zu verhindern.&lt;br /&gt;
* [[Neurosteroide]] sind Abbauprodukte von [[Androgen]]en und [[Progesteron]]en. Sie kommen physiologisch im Körper vor und üben eine modulierende Wirkung auf GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren aus.&lt;br /&gt;
* [[Alphaxalon]] ist ein synthetisch hergestelltes Neurosteroid und wird in der [[Analgesie]] verwendet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Diazepam-binding Inhibitor}}&amp;#039;&amp;#039; (DBI) bindet an der Benzodiazepin-Bindestelle und verdrängt dadurch Benzodiazepine von dieser. Das Vorkommen von DBI im Nervensystem zeigt, dass es auch physiologische Agonisten der Benzodiazepin-Bindungsstelle gibt. Die Funktion dieses [[Peptid]]s ist bisher unklar.&lt;br /&gt;
* Einige [[Beta-Carboline|β-Carbolin]]-3-carboxamide wirken an der Benzodiazepin-Bindestelle als [[Allosterischer Modulator|negative allosterische Modulatoren]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Auta, P. J. Winsauer, W. B. Faust, P. Lambert, J. M. Moerschbaecher |Titel=Effects of negative allosteric modulators of gamma-aminobutyric acidA receptors on complex behavioral processes in monkeys |Sammelwerk=[[J Pharmacol Exp Ther]] |Band=280 |Nummer=1 |Datum=1997 |Seiten=316–325 |PMID=8996212}}&amp;lt;/ref&amp;gt; was bedeutet, dass sie die verschlossene Konformation des Ionenkanals begünstigen. Das Derivat [[FG-7142]] bewirkt Angstzustände. Diese Wirkung wird jedoch, zumindest zum Teil, durch den [[5-HT-Rezeptor#5-HT2-Rezeptoren|5-HT&amp;lt;sub&amp;gt;2C&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor]] vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. A. Hackler, G. H. Turner, P. J. Gresch u. a. |Titel=5-Hydroxytryptamine2C receptor contribution to m-chlorophenylpiperazine and N-methyl-beta-carboline-3-carboxamide-induced anxiety-like behavior and limbic brain activation |Sammelwerk=J. Pharmacol. Exp. Ther. |Band=320 |Nummer=3 |Datum=2007 |Seiten=1023–1029 |DOI=10.1124/jpet.106.113357 |PMID=17138863}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dessen Aktivierung bewirkt GABA-erge Stimulation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. W. Invernizzi, M. Pierucci, E. Calcagno u. a. |Titel=Selective activation of 5-HT(2C) receptors stimulates GABA-ergic function in the rat substantia nigra pars reticulata: a combined in vivo electrophysiological and neurochemical study |Sammelwerk=Neuroscience |Band=144 |Nummer=4 |Datum=2007 |Seiten=1523–1535 |DOI=10.1016/j.neuroscience.2006.11.004 |PMID=17161544}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Flumazenil]], ein kompetitiver Antagonist an der Benzodiazepin-Bindungsstelle, dient als [[Antidot]] der Benzodiazepin-Sedativa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aktories10&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Aktories, Ulrich Förstermann, Franz Hofmann, Klaus Starke |Titel=Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie |Auflage=10 |Verlag=Elsevier, Urban &amp;amp; Fischer |Ort=München / Jena |Datum=2009 |ISBN=978-3-437-42522-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Allgemeinanästhetika [[Etomidat]] und [[Propofol]] wirken praktisch ausschließlich über GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren. Sie vermitteln die immobilisierende Wirkung (keine Reaktion auf schmerzhafte Stimuli wie z.&amp;amp;nbsp;B. während eines chirurgischen Eingriffs) über GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren im Rückenmark, die wahrscheinlich aus α&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;- und α&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;-, β&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;- und γ&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Untereinheiten zusammengesetzt sind. Die [[Hypnotikum|hypnotische]] (schlafinduzierende) Wirkung wird unter anderem von α&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;, β&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; und γ&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; enthaltenden GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren vermittelt. Die genaue Lokalisation dieser Rezeptoren und anderer Untereinheiten, die Hypnose vermitteln, sind noch unbekannt. Die sedierende (keine Reaktion auf verbale Stimuli/Befehle) Wirkung von Etomidat und Propofol wird von α&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;, β&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und γ&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; enthaltenden GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren wahrscheinlich im [[Neocortex]] vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;U. Rudolph, B. Antkowiak: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Molecular and neuronal substrates for general anaesthetics}}.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nat Rev Neurosci]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;5, 2004, S.&amp;amp;nbsp;709–720. PMID 15322529&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[4-Hydroxybutansäure]] (GHB) spricht α4βδ GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren an.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Absalom u. a.: &amp;#039;&amp;#039;α4βδ GABAA receptors are high-affinity targets for γ-hydroxybutyric acid (GHB).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proc Natl Acad Sci]].&amp;#039;&amp;#039; Band 109, 2012, S. 13404. PMID 22753476&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine beträchtliche Anzahl von Substanzen, die stimulierend auf den GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor wirken, sind [[Abhängigkeitspotenzial|suchtauslösend]]. Dies gilt vor allem für die großen Substanzklassen der Barbiturate und Benzodiazepine. Vermittelt wird die Sucht über α&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-haltige Rezeptoren auf [[Interneuron]]en im [[Ventrales Tegmentum|ventralen Tegmentum]]. Deren Reizung bewirkt in einem [[Neuronale Plastizität|neuroplastischen]] Prozess die funktionelle Veränderung von [[AMPA-Rezeptor]]en, die sich auf diesem Neuron befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Bocklisch, K. Tan, C. Lüscher: &amp;#039;&amp;#039;Warum Schlafmittel wie Valium süchtig machen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spektrum der Wissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; 2010. [http://www.spektrum.de/alias/neurophysiologie/warum-schlafmittel-wievalium-suechtig-machen/1033829 Artikelseite]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GABA-Rezeptoren unterliegen der [[Toleranz (Medizin)|pharmakologischen Toleranz]]. Das bedeutet, dass bei Gabe von Medikamenten, die den Rezeptor beeinflussen, mit der Zeit eine immer größere Dosis benötigt wird, um den gleichen Effekt zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auslöser paradoxer Reaktionen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Paradoxe Reaktion}}&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl von Substanzen, die im Normalfall als Agonisten auf den GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor wirken, können durch eine Abweichung in der Zusammenstellung der fünf Untereinheiten des Rezeptors (siehe Abbildung) zu einem Antagonisten werden. Sie erzielen damit eine gegenteilige Wirkung, die [[Paradoxe Reaktion]] genannt wird. Alkohol, zum Beispiel, wirkt dann nicht beruhigend oder entspannend, sondern erzeugt [[Nervosität]] und innere Unruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man geht davon aus, dass [[Genetik|genetische]] und auch [[Epigenetik|epigenetische]] Abweichungen den entsprechenden Veränderungen der GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt; Rezeptoren zugrunde liegen. Letztere werden als mögliche Ursache dafür angesehen, dass ein solcher struktureller Umbau der Rezeptoren erst im Laufe des Lebens auftritt, ausgelöst zum Beispiel durch besondere Belastungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die paradoxen Reaktionen haben eine oft unterschätzte Bedeutung im Bereich der [[Anästhesiologie]], der Behandlung von [[Epilepsie]] und in der [[Psychiatrie]]. Ist für eine hier eingesetzte Substanz die Möglichkeit einer paradoxen Reaktion bekannt, so wird empfohlen, den Behandlungsverlauf gezielt hierauf zu kontrollieren und [[pharmazeutisch]]e Gegenmittel ([[Antidot]]) bereitzuhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID12779114&amp;quot;&amp;gt;C. Robin, N. Trieger: &amp;#039;&amp;#039;Paradoxical reactions to benzodiazepines in intravenous sedation: a report of 2 cases and review of the literature.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anesthesia progress.&amp;#039;&amp;#039; Band 49, Nummer 4, 2002, S.&amp;amp;nbsp;128–132, PMID 12779114, {{PMC|2007411}} (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1192/pb.26.12.460&amp;quot;&amp;gt;Carol Paton: &amp;#039;&amp;#039;Benzodiazepines and disinhibition: a review.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Psychiatric Bulletin.&amp;#039;&amp;#039; 26, 2002, S.&amp;amp;nbsp;460, {{DOI|10.1192/pb.26.12.460}}, [https://www.cambridge.org/core/services/aop-cambridge-core/content/view/421AF197362B55EDF004700452BF3BC6/S0955603600001240a.pdf/benzodiazepines_and_disinhibition_a_review.pdf PDF].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID23978486&amp;quot;&amp;gt;T. Bäckström, M. Bixo, M. Johansson, S. Nyberg, L. Ossewaarde, G. Ragagnin, I. Savic, J. Strömberg, E. Timby, F. van Broekhoven, G. van Wingen: &amp;#039;&amp;#039;Allopregnanolone and mood disorders.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Progress in neurobiology.&amp;#039;&amp;#039; Band 113, Februar 2014, S.&amp;amp;nbsp;88–94, {{DOI|10.1016/j.pneurobio.2013.07.005}}, PMID 23978486 (Review), [https://s3.amazonaws.com/academia.edu.documents/42276096/Allopregnanolone_and_mood_disorders20160207-22907-1ipgbac.pdf?response-content-disposition=inline%3B%20filename%3DAllopregnanolone_and_mood_disorders.pdf&amp;amp;X-Amz-Algorithm=AWS4-HMAC-SHA256&amp;amp;X-Amz-Credential=AKIAIWOWYYGZ2Y53UL3A%2F20190628%2Fus-east-1%2Fs3%2Faws4_request&amp;amp;X-Amz-Date=20190628T165145Z&amp;amp;X-Amz-Expires=3600&amp;amp;X-Amz-SignedHeaders=host&amp;amp;X-Amz-Signature=99578be54faebe2a8870ca06ee663475146fdf480dfb64e0cc44dcc8be606a39 PDF].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID21190458&amp;quot;&amp;gt;E. N. Brown, R. Lydic, N. D. Schiff: &amp;#039;&amp;#039;General anesthesia, sleep, and coma.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New England Journal of Medicine]].&amp;#039;&amp;#039; Band 363, Nummer 27, Dezember 2010, S.&amp;amp;nbsp;2638–2650, {{DOI|10.1056/NEJMra0808281}}, PMID 21190458, {{PMC|3162622}} (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-rho-Rezeptoren ==&lt;br /&gt;
GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-ρ-Rezeptoren, früher als GABA&amp;lt;sub&amp;gt;C&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren bezeichnet, werden nicht durch Bicucullin gehemmt und sind nahezu insensitiv gegen Benzodiazepine, Barbiturate und Neurosteroide. Sie aktivieren und inaktivieren langsamer als die GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren und desensitivieren kaum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-ρ-Rezeptoren kommen hauptsächlich in der [[Netzhaut]] und in geringerer Konzentration im [[Hippokampus]], in den [[Colliculi superiores]] sowie im [[Rückenmark]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-ρ-Rezeptoren haben dieselbe Struktur wie GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren und werden deshalb von der {{lang|en|[[International Union of Pharmacology]]}} nicht als eigenständiger GABA-Rezeptor-Subtyp vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;E. A. Barnard u. a.: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|International Union of Pharmacology. XV. Subtypes of gamma-aminobutyric acidA receptors: classification on the basis of subunit structure and receptor function}}.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Pharmacol Rev]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;50, 1998, S.&amp;amp;nbsp;291–313. PMID 9647870 {{Webarchiv|url=http://pharmrev.aspetjournals.org/cgi/content/full/50/2/291 |wayback=20090806000657 |text=HTML }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterschiede zwischen GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-ρ-Rezeptoren und GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren sind ihre Pharmakologie (siehe oben), ihre Zusammensetzung (GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-ρ-Rezeptoren sind ausschließlich aus ρ-Untereinheiten aufgebaut, der typische GABA&amp;lt;sub&amp;gt;A&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor besteht aus α-, β- und γ-Untereinheiten) und die Zeitkonstanten ihrer Aktivierung und Deaktivierung. Es gibt die drei Untereinheiten ρ&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;–ρ&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== GABA&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren ==&lt;br /&gt;
Der metabotrope GABA&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor ist ein [[GPCR|G-Protein-gekoppelter Rezeptor]] und wird von einem Transmembranprotein mit sieben Transmembran[[Proteindomäne|domänen]] gebildet. Die [[Signaltransduktion]] wird durch ein G&amp;lt;sub&amp;gt;i&amp;lt;/sub&amp;gt;-Protein vermittelt und führt [[postsynaptisch]] zu einer Aktivierung von ligandengesteuerten [[Kalium-Kanal|Kalium-Kanälen]] und so zu einem [[Inhibitorisches postsynaptisches Potential|IPSP]] und präsynaptisch neben der Kalium-Kanal-Aktivierung auch noch zu einem Verschließen von spannungsgesteuerten [[Calciumkanal|Calciumkanälen]]. Häufig sind GABA&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren auch in der präsynaptischen Membran lokalisiert. Hier führt die Abnahme der Calcium-Konzentration zu einer reduzierten Transmitterfreisetzung aus der Präsynapse.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Aktories: &amp;#039;&amp;#039;Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Agonist am GABA&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor ist [[Baclofen]].&lt;br /&gt;
Funktionelle GABA&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren werden durch die heteromere Verbindung von GABA&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;1 mit GABA&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;2-Untereinheiten gebildet, welche zusammen einen Heterodimer bilden. Der Carboxy-Terminus von GABA&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;2 wiederum ist intrazellulär mit je zwei Tetrameren der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;KCTD&amp;#039;&amp;#039;-Proteine (KCTD für &amp;#039;&amp;#039;potassium channel tetramerization domain-containing&amp;#039;&amp;#039;) verbunden. Die KCTD-Proteine verstärken die Antwort auf Agonisten, beschleunigen die G-Protein-Aktivierung und -Desensitisierung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Schwenk, M. Metz, G. Zolles u. a. |Titel=Native GABA(B) receptors are heteromultimers with a family of auxiliary subunits |Sammelwerk=[[Nature]] |Band=465 |Nummer=7295 |Datum=2010 |Seiten=231–235 |DOI=10.1038/nature08964 |PMID=20400944}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* Q. Wang, Y. Han, H. Xue: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nevapress.com/cnsdr/full/5/2/125.pdf Ligands of the GABAA Receptor Benzodiazepine Binding Site].&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 285&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;[[CNS Drug Reviews]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5, 1999, S. 125.&lt;br /&gt;
* U. Rudolph, F. Knoflach: &amp;#039;&amp;#039;Beyond classical benzodiazepines: novel therapeutic potential of GABAA receptor subtypes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature reviews. Drug discovery.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, Nummer 9, Juli 2011, S.&amp;amp;nbsp;685–697, {{DOI|10.1038/nrd3502}}, PMID 21799515, {{PMC|3375401}} (Review).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.iuphar-db.org/DATABASE/FamilyIntroductionForward?familyId=26 GABA(B)-Rezeptoren bei IUPHAR] (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4280103-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rezeptor| GABA-Rezeptor]]&lt;/div&gt;</summary>
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