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	<title>Güssing - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Persönlichkeiten */ +</title>
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		<updated>2026-04-27T23:54:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönlichkeiten: &lt;/span&gt; +&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Österreich&lt;br /&gt;
|Art                = Stadt&lt;br /&gt;
|Name               = Güssing&lt;br /&gt;
|Wappen             = Coat of arms of Gussing.svg&lt;br /&gt;
|lat_deg            = 47/03/33/N&lt;br /&gt;
|lon_deg            = 16/19/23/E&lt;br /&gt;
|Höhe               = 229&lt;br /&gt;
|PLZ                = 7540&lt;br /&gt;
|Vorwahl            = (0 33 22)&lt;br /&gt;
|Gemeindekennzahl   = 10405&lt;br /&gt;
|LOCODE             = AT GSS&lt;br /&gt;
|NUTS               = AT113&lt;br /&gt;
|Straße             = Hauptplatz 7&lt;br /&gt;
|Website            = [https://www.gussing.at/ www.gussing.at]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister      = Vinzenz Knor&lt;br /&gt;
|Partei             = SPÖ&lt;br /&gt;
|Gemeinderatanzahl  = 25&lt;br /&gt;
|Gemeinderat        = &lt;br /&gt;
{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Legende = ja&lt;br /&gt;
| Beschriftung = Sitze&lt;br /&gt;
| Land  = AT&lt;br /&gt;
| Breite = 0.8&lt;br /&gt;
|SPÖ|ÖVPab2017|FPÖ&lt;br /&gt;
| SPÖ   = 14&lt;br /&gt;
| ÖVPab2017   = 10&lt;br /&gt;
| FPÖ   = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|Wahljahr           = [[Gemeinderatswahlen im Burgenland 2022|2022]]&lt;br /&gt;
|Bild1              = Güssing - Westansicht.JPG&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung1  = Westansicht von Güssing mit der Burg im Zentrum&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Güssing Südwestansicht.jpg|mini|220x220px|Südwestansicht von Güssing]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Güssing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{huS|Németújvár}}, {{hrS-AT|Novigrad}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Erwin Schranz |Titel=Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenländisch-pannonischen Raum |Verlag=Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft |Ort=Oberschützen |Datum=2008 |Seiten=81}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Stadt im [[Burgenland]] in [[Österreich]]. Sie ist Vorort des [[Bezirk Güssing|gleichnamigen Bezirks]] und ein wichtiges politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Südburgenlandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt mit ihrer auf einem ehemaligen Vulkankegel gelegenen, mittelalterlichen [[Burg Güssing]] war jahrhundertelang ein bedeutendes Bollwerk an der Westgrenze des [[Königreich Ungarn|Königreichs Ungarn]]. Historische und kulturelle Bedeutung erlangte sie unter der Herrschaft der [[Magnat]]enfamilie [[Batthyány]], die Güssing zu ihrem Stammsitz machte und Burg und Stadt ausbauen ließ. Neben der Burg mit ihren Befestigungsanlagen bestehen mit dem [[Franziskanerkloster und Klosterkirche Güssing|Franziskanerkloster mit der Basilika Mariä Heimsuchung]], dem [[Kastell Batthyány]] und dem [[Schloss Draskovich]] noch weitere Baudenkmäler aus dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güssing ist eine von acht Gemeinden im [[Naturpark Weinidylle|Naturpark in der Weinidylle]] und verfügt über ein ca. 60 ha großes [[Ramsar-Konvention|Ramsar]]-Naturschutzgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Güssing&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom [[Latein|lateinischen]] &amp;#039;&amp;#039;Quizun&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung für den Güssinger Burgberg ab. Die erste urkundliche Nennung dieses Begriffes erfolgte 1157 in einer königlich-ungarischen Urkunde, in der Burg und Burgberg (und damit auch die heutige Stadt) zum ersten Mal genannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Herkunft des lateinischen Begriffes ist nicht eindeutig geklärt, man vermutet aber eine Herleitung von einem [[Wortstamm]], der zur geografischen Umschreibung des Burgberges inmitten des breiten Flusstales gedient haben könnte, das jahrhundertelang von zahlreichen [[Flussschlinge]]n durchzogen war (siehe [[Burg Güssing#Lage und Umgebung|Burg Güssing, Lage und Umgebung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Walter Steinhauser]] vermutete den Ursprung des Wortes Quizun im alt-[[Illyrische Sprache (Neuzeit)|illyrischen]] &amp;#039;&amp;#039;Kusinas&amp;#039;&amp;#039;, das seine Wurzel im [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] &amp;#039;&amp;#039;kus&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|fließen, sprudeln}}) habe. Der Begriff Kusinas steht für eine [[Wasserburg]] oder einen Berg im Wasser. In der Sprache der um 600 [[n. Chr.]] in der Gegend des heutigen Burgenlandes siedelnden [[Slawen]] habe sich die ursprüngliche Bezeichnung zum Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kysina&amp;#039;&amp;#039; entwickelt, der nach der [[Geschichte Ungarns#Landnahmezeit|Landnahme]] im [[Ungarische Sprache#Ursprung und Geschichte|Altungarischen]] wiederum zu &amp;#039;&amp;#039;Kiszin&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kiszen&amp;#039;&amp;#039; wurde, und von dem sich dann laut Steinhauser schließlich das lateinische Quizun abgeleitet habe. Die deutschen Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Guzzing&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Güzzing&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Güssing&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Giesing&amp;#039;&amp;#039; betrachtete Steinhauser ebenfalls als Ableitung aus dem Ungarischen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Loibersbeck: &amp;#039;&amp;#039;Güssing&amp;#039;&amp;#039;. In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Burgenländische Heimatblätter]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 26, 34–40 (zobodat.at [PDF; 732 kB]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elemér Schwartz]] vermutete eine Ableitung des Ortsnamens vom althochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;Gussi&amp;#039;&amp;#039;, das für eine Wasserströmung oder eine Lagebezeichnung bei einem Gewässer steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Herleitung der Bezeichnung von Wortstämmen mit geografischem Bezug stellte [[Eberhard Kranzmayer]] die Theorie auf, die heutige Bezeichnung sei eine Ableitung vom [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutschen]] Personennamen [[Gozzo (Personenname)|Gozzo]] ({{deS|der Gote}}), die sich über die Umformung zu &amp;#039;&amp;#039;Guzzinga&amp;#039;&amp;#039; später zu &amp;#039;&amp;#039;Güssing&amp;#039;&amp;#039; entwickelt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://atlas-burgenland.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=351:guessing&amp;amp;catid=9 Güssing].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;atlas-burgenland.at.&amp;#039;&amp;#039; Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, abgerufen am 29. Dezember 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutzutage im [[Ungarische Sprache|Ungarischen]] und [[Burgenlandkroatische Sprache|Burgenlandkroatischen]] verwendeten Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Németújvár&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|Deutsch-Neuburg}}) und &amp;#039;&amp;#039;Novigrad&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|Neue Burg}}) sind eine direkte und indirekte [[Lehnübersetzung]] des lateinischen Begriffes &amp;#039;&amp;#039;Novum Castrum&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|Neue Burg}}), der 1198 in einer königlich-ungarischen Urkunde zur Beschreibung einer damals neu errichteten Steinburg (siehe [[Burg Güssing#Novum Castrum|Burg Güssing, Geschichte]]) zum ersten Mal fiel. Der lateinische Begriff wurde zuerst ins Ungarische, und von diesem dann in das Burgenlandkroatische übernommen und dabei übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Loibersbeck: &amp;#039;&amp;#039;Güssing&amp;#039;&amp;#039;. In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Burgenländische Heimatblätter]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 26, 30–33 (zobodat.at [PDF; 732 kB]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://atlas-burgenland.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=351:guessing&amp;amp;catid=9 Güssing].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;atlas-burgenland.at.&amp;#039;&amp;#039; Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, abgerufen am 29. Dezember 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur ersten urkundlichen Erwähnung des deutschsprachigen Ortsnamens kam es im Jahre 1310 in einem Bericht von [[Ottokar aus der Gaal]] in seiner [[Steirische Reimchronik|Steirischen Reimchronik]], in dem er die 1289 erfolgte Eroberung der Burg Güssing durch den [[Truchseß]] [[Berthold von Emmberberg]] beschrieb. Dabei wurde die Burg als „die insin burc Guzzinc“ („die unsere Burg Güssing“) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Loibersbeck: &amp;#039;&amp;#039;Güssing&amp;#039;&amp;#039;. In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Burgenländische Heimatblätter]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 28, 1–20 ([https://www.zobodat.at/pdf/Burgenlaendische-Heimatblaetter_32_0025-0035.pdf zobodat.at] [PDF; 732 kB]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Nikolaus (Güssing).jpg|mini|220px|Ansicht vom Ortsteil Sankt Nikolaus]]&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt im Südburgenland im Tal der [[Strem (Fluss)|Strem]] auf einer Seehöhe von {{Höhe|229|AT|link=1}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gussing.at/index.php/guessing-in-zahlen |titel=Güssing in Zahlen |abruf=2020-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwas weniger als die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, fast vierzig Prozent sind bewaldet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik.at/blickgem/G0101/g10405.pdf |titel=Ein Blick auf die Gemeinde Güssing, Flächennutzung |hrsg=Statistik Austria |datum=2019-01-01 |format=PDF |abruf=2020-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Die Ortschaften der Stadtgemeinde sind (in Klammern Einwohnerzahl Stand {{EWD|AT Ortschaft|STAND}}{{EWR|AT Ortschaft|QUELLE}}):&lt;br /&gt;
* Glasing ({{EWZ|AT Ortschaft|00043}}) mit Glasinger Bergen&lt;br /&gt;
* Güssing (Kernstadt) ({{EWZ|AT Ortschaft|00044}}) mit Langzeil, Ludwigshof und Rosenberg&lt;br /&gt;
* Krottendorf ({{EWZ|AT Ortschaft|00045}})&lt;br /&gt;
* Sankt Nikolaus ({{EWZ|AT Ortschaft|00046}})&lt;br /&gt;
* [[Steingraben (Gemeinde Güssing)|Steingraben]] ({{EWZ|AT Ortschaft|00047}})&lt;br /&gt;
* [[Urbersdorf]] ({{EWZ|AT Ortschaft|00048}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Orte sind Langzeil, Rosenberg und seit September 2006 ist auch das im Nordosten von Güssing gelegene Ludwigshof ein eigener [[Ortsverwaltungsteil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
| NORD = [[Tobaj]]&lt;br /&gt;
| NORDWEST = [[Gerersdorf-Sulz]]&lt;br /&gt;
| NORDOST = &lt;br /&gt;
| WEST =&lt;br /&gt;
| OST = [[Strem]]&lt;br /&gt;
| SUEDWEST = [[Neustift bei Güssing|Neustift]]&lt;br /&gt;
| SUED = [[Kleinmürbisch]], [[Großmürbisch]]&lt;br /&gt;
| SUEDOST = [[Heiligenbrunn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln Güssings gehen auf ein [[Suburbium]] zurück, das im Schatten der [[Burg Güssing]] entstand und sich mit einem linsenförmigen Anger um den Burgfelsen legte. 1427 wurde es &amp;#039;&amp;#039;civitas&amp;#039;&amp;#039; und 1459 &amp;#039;&amp;#039;civitas et suburbium&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 16. Jahrhundert war Güssing freie Stadt mit vollem Stadtrecht. Im Jahr 1619 war sie mit einer [[Ringmauer]] umgeben und besaß vier Stadtteile: Vorstadt (Mühlviertel), untere Stadt (Standort des [[Schloss Draskovich|Schlosses Drašković]]), innere Stadt (Klosterkirche bis zum Rathaus) und Hochstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1540 erhielt der [[Magnat]] Franz [[Batthyány]] von Kaiser [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand I.]] für Güssing die Erlaubnis zur Erschließung von Erzminen, und 1549 verlieh ihm der Kaiser darüber hinaus das Recht, Märkte in Güssing abzuhalten. In der Stadt findet jeden ersten Montag des Monats ein Markt statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu [[Ungarn]] (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der [[Magyarisierung]]spolitik der Regierung in [[Budapest]] der ungarische Ortsname &amp;#039;&amp;#039;Németújvár&amp;#039;&amp;#039; („Deutsch-Neuburg“) verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den [[Vertrag von Saint-Germain|Verträgen von Saint-Germain]] und [[Vertrag von Trianon|Trianon]] 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch [[Geschichte des Burgenlandes]]). 1973 wurde Güssing zur Stadt erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güssing hatte von 1909 bis nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] einen Bahnanschluss über die [[Güssinger Bahn]] nach Körmend, der vor allem dem Holztransport gedient hatte. Nach 1945 schien eine Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs sinnlos, nicht zuletzt deshalb, weil der Verkehr einerseits nur nach Ungarn ausgerichtet war und andererseits, weil der „Eiserne Vorhang“ nun die Bahnstrecke trennte. Der Bahnverkehr wurde eingestellt, die Gleiskörper verrotteten. Heute führt die neue Bundesstraße 56 zwischen Güssing und Strem vor allem entlang des ehemaligen Bahnkörpers. Das 1899 errichtete Bahnhofsgebäude in Güssing wurde renoviert und steht noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsanzahl nimmt seit 1991 trotz Zuwanderung ab, da die [[Geburtenbilanz]] stark negativ ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik.at/blickgem/G0201/g10405.pdf |titel=Ein Blick auf die Gemeinde Güssing, Bevölkerungsentwicklung |hrsg=Statistik Austria |format=PDF |abruf=2020-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Einwohner B Diagramm|width=450|float=none|Name=Güssing |maxEinwohner=4000|werte=&lt;br /&gt;
(1869,3183)&lt;br /&gt;
(1880,3232)&lt;br /&gt;
(1890,3437)&lt;br /&gt;
(1900,3448)&lt;br /&gt;
(1910,3552)&lt;br /&gt;
(1923,3463)&lt;br /&gt;
(1934,3564)&lt;br /&gt;
(1939,3480)&lt;br /&gt;
(1951,3515)&lt;br /&gt;
(1961,3380)&lt;br /&gt;
(1971,3675)&lt;br /&gt;
(1981,3886)&lt;br /&gt;
(1991,3945)&lt;br /&gt;
(2001,3902)&lt;br /&gt;
(2011,3792)&lt;br /&gt;
(2021,3608)&lt;br /&gt;
({{EWDJ|AT|10405}},{{EWZN|AT|10405}})&lt;br /&gt;
|quelle=[[Statistik Austria]], Gebietsstand 1.1.2021&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Stark verändert hat sich nach der Angliederung des Burgenlandes an Österreich die ethnisch-sprachliche Struktur der Bevölkerung. 1910 lag der Anteil magyarischer Bevölkerung noch bei rund 45,1 %; 1934 betrug der Anteil der ungarischsprachigen Einwohnerschaft rund 8 %. Diese Veränderung ist einerseits auf den Rückzug vieler magyarischer Beamter, Militärs usw. nach Ungarn zurückzuführen, andererseits auch auf die sprachlich – nationale Eigendefinition der Bewohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atlas-Burgenland.at&amp;quot;&amp;gt;http://atlas-burgenland.at./&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den letzten Volkszählungen zählte Güssing einen Anteil von 2 % (1991) bzw. 1,0 % (2001) ungarischsprachiger Bevölkerung (Wohnbevölkerung mit österreichischer Staatsbürgerschaft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen Juden im Handel der Stadt eine Rolle zu spielen. 1824 zählte die rasch wachsende Judengemeinde schon 491 Mitglieder. Die höchste jüdische Bevölkerungszahl erreichte Güssing im Jahre 1859 mit 766 Personen. Seit 1860 siedelten viele jüdische Familien jedoch ab, sodass im Jahr 1934 hier nur mehr 74 Jüdinnen und Juden wohnten. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten brachte das Ende jüdischen Lebens in Güssing durch Entweihung und Zweckentfremdung der [[Synagoge Güssing|Synagoge]], und Vertreibung und Deportation der Bevölkerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burgenländische Forschungsgesellschaft&amp;quot;&amp;gt;http://www.forschungsgesellschaft.at/routes/downloads/routes_bgld.pdf.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aerial photographs Castle Güssing 01.jpg|mini|Burg Güssing, mit Schrägaufzug]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güssing - Pfarrkirche.JPG|mini|Pfarr- und Friedhofskirche hl. Jakobus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schiff Basilika (Güssing).jpg|mini|Das Schiff der Maria-Heimsuchung-Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
{{WeitereBDA}}&lt;br /&gt;
* [[Burg Güssing]]: Auf einem Vulkankegel gelegene Festungsanlage mit zahlreichen Bastionen und Toranlagen und markantem Bergfried. Mit Wurzeln bis ins 12. Jahrhundert zurück älteste Burganlage des Burgenlandes. Ab 1522 Stammsitz der Familie Batthány und seit 1840 im Eigentum der [[Philipp Batthyány-Strattmann|Fürst Philipp]] Batthyánschen Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Georg Clam Martinic]] |Titel=Österreichisches Burgenlexikon |Verlag=Niederösterreichisches Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft |Ort=St. Pölten/Wien/Linz |Datum=1991 |ISBN=3-902397-50-0 |Seiten=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beheimatet ein Restaurant mit Aussichtsterrasse und ein Burgmuseum mit rund 5000 historischen Exponaten wie Waffen, Plastiken, kunstgewerblichen Gegenständen und Gemälden, darunter zwei Porträts [[Lucas Cranach der Ältere|Lucas Cranach des Älteren]]. Seit 1994 Austragungsort der [[Güssinger Burgspiele]].&lt;br /&gt;
* [[Pfarrkirche Güssing|Jakobuskirche]]: Auf dem Friedhof gelegene, romanische Stadtpfarrkirche, erbaut im 9. Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.martinus.at/guessing/ |titel=Güssing |werk=martinus.at |hrsg=Diözese Eisenstadt |sprache=de |abruf=2022-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Judengebäude]]: Um 1740 von der Familie Batthyány errichtetes &amp;#039;&amp;#039;Neugebäu&amp;#039;&amp;#039;, ab 1829 von der jüdischen Bevölkerung als Wohn- und Geschäftshaus genutzt&lt;br /&gt;
* [[Franziskanische Orden|Franziskanerkloster]]: Dreiflügeliger Klosterbau aus dem Jahr 1574 und ehemalige Eckbastion [[Bastion|Eckbastion]] der Stadtbefestigungen. Verfügt über eine wertvolle [[Klosterbibliothek]] mit zahlreichen Handschriften, Inkunabeln und Erstdrucken, darunter viele Unikate aus der Zeit des Protestantismus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anton Bruck |Titel=Bewahrte Geistigkeit und Kulturerbe von drei Nationen: die historische Bibliothek des Franziskanerklosters in Güssing |Verlag=Bibliothek und Informationszentrum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften Franziskanerkloster Güssing |Ort=Budapest Güssing |Datum=2021 |ISBN=978-3-200-07586-3 |Online=https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true&amp;amp;query=idn%3D1233223712 |Abruf=2022-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Kreuzgang befindet sich ein römerzeitlicher Grabstein mit Inschrift.&lt;br /&gt;
* [[Franziskanerkloster und Klosterkirche Güssing|Kirche Maria Heimsuchung]]: An das Kloster anschließende Kirche mit baulichen [[Renaissance]]-Elementen und barockem Hochaltar nach einem Entwurf von [[Filiberto Lucchese]]. Erbaut um 1638, seit 2013 [[Basilica minor]]. In der Kirche ist auch der Schrein des 2003 [[Seligsprechung|seliggesprochenen]] [[Ladislaus Batthyány-Strattmann]] zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.franziskaner.at/KlosterPage/ |text=— |wayback=20091207064531}}{{Abrufdatum |1=2024-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter der Kirche befindet sich mit der [[Batthyány-Familiengruft]] die zweitgrößte Gruftanlage in Österreich. Sie verfügt unter anderem über einen bemerkenswerten Bleisarkophag für [[Karl Josef Batthyány]], der von [[Balthasar Ferdinand Moll]] geschaffen wurde.&lt;br /&gt;
* [[Kastell Batthyány]]: Zweigeschoßiger, schlossähnlicher [[Arkade]]nbau in der inneren Stadt, der über schöne Stuckarbeiten verfügt.&lt;br /&gt;
* [[Kastell Güssing]]: Eingeschoßiger Bau aus dem 17. Jahrhundert oberhalb des Kastells Batthyány. Ehemaliger Sitz der Bezirkshauptmannschaft.&lt;br /&gt;
* [[Schloss Draskovich|Schloss Drašković]]: [[Klassizismus|Klassizistisches]] Schloss in der unteren Stadt, mit [[Empire (Stilrichtung)|Empire]]-Einrichtung und gotischem Flügelaltar von 1469 in der Schlosskapelle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Clam Martinic |Titel=Österreichisches Burgenlexikon |Verlag=Niederösterreichisches Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft |Ort=St. Pölten/Wien/Linz |Datum=1991 |ISBN=3-902397-50-0 |Seiten=16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Alte Hofmühle (Güssing)|Alte Hofmühle]] mit dem [https://www.guessing.co.at/index.php/sehenswuerdigkeiten/263-josef-reichl-und-auswanderer-museum Auswanderer- und Josef-Reichl-Museum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Musical Güssing:&amp;#039;&amp;#039; Der Kulturverein hat mehrere große Veranstaltungen im Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Musical Guessing |url=https://www.musicalguessing.com/ |titel=Musical Güssing{{!}} |abruf=2018-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende Januar findet das Faschingskabarett im Kulturzentrum Güssing statt. Im August wird jährlich ein bekanntes Musical aufgeführt, bei dem [[Profi]]s und [[Amateur]]e mitwirken. Seit 2020 finden die Aufführungen auf Burg Güssing statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marianne Resetarits |url=https://musicalguessing.com/footloose/ |titel=Footloose |werk=Musical Guessing |datum=2020-11-13 |sprache=de-DE |abruf=2024-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Musical-Darsteller [[Florian Resetarits]] hat bei dem Verein seine musikalischen Wurzeln.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Burgspiele Güssing:&amp;#039;&amp;#039; Schon vor 500 Jahren war Güssing ein kulturelles Zentrum. Das Theater hatte stets hohen Stellenwert. Die Burgspiele sind ein Fixpunkt im sommerlichen Kulturprogramm. Der Schauspieler [[Frank Hoffmann (Schauspieler)|Frank Hoffmann]] war bis zu seinem Tod 2022 der Intendant des Güssinger Kultursommers, im Rahmen dessen im Sommer Theaterstücke auf Burg Güssing gespielt werden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kultursommer.net/ |titel=Güssinger Kultursommer – Home |sprache=de-DE |abruf=2018-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Burgverein Güssing spielt Sommertheater für Kinder und Erwachsene auf der Festwiese am Fuße der Burg&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.burgspiele.eu/ |titel=Aktuelles |sprache=en |abruf=2018-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. 2023 übernahm [[Andreas Vitásek]] die Intendanz des Kultursommers Güssing.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sn.at/kultur/allgemein/vitasek-uebernimmt-intendanz-des-kultursommers-in-guessing-142368709 |titel=Vitásek übernimmt Intendanz des Kultursommers in Güssing |werk=[[Salzburger Nachrichten]]/APA |datum=2023-07-21 |abruf=2023-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Güssing ist über die [[Güssinger Straße]] innerösterreichisch in Nord-Süd-Richtung an das überregionale Straßennetz angebunden: [[Eisenstadt]] ist über die Güssinger Straße, die [[Burgenland Straße]] und die [[Burgenland Schnellstraße]] etwa 120 Kilometer entfernt. Die [[Süd Autobahn|Südautobahn]] Richtung [[Wien]] (etwa 160 Kilometer Distanz) ist über die Anschlussstelle [[Lafnitztal]]/[[Oberwart]] (bei [[Markt Allhau]]) etwa 40 Kilometer entfernt, Richtung [[Graz]] (etwa 85 Kilometer Distanz) ist die Anschlussstelle [[Ilz (Steiermark)|Ilz]]-[[Fürstenfeld]] nach rund 35 Kilometern zu erreichen. Mit der Eröffnung der [[Fürstenfelder Schnellstraße]] wird sowohl die Anbindung an die Südautobahn wie auch Richtung [[Ungarn]] an die [[M80 (Ungarn)]] deutlich verbessert werden. Ab [[Szombathely]], etwa 40 Kilometer von Güssing entfernt, verläuft in Ungarn die [[Autópálya M86]] bis [[Mosonmagyaróvár]] an der [[Autópálya M1]]. [[Budapest]] ist 250 Kilometer, [[Bratislava]] etwas über 200 Kilometer, [[Zagreb]] rund 230 Kilometer und [[Ljubljana]] etwa 240 Kilometer entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seinerzeitige Bahnverbindung [[Güssinger Bahn|Güssing – Körmend]] wurde bereits nach dem Zweiten Weltkrieg eingestellt, der [[Bezirk Güssing]] ist seitdem der einzige [[Politische Bezirke in Österreich|politische Bezirk]] in Österreich ohne Bahnanbindung. Überregionale Expressbusverbindungen bestehen mit Wien&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://richard.at/g1/ |titel=Busfahrplan G1 – Reisebusse bequem online mieten l Dr. Richard Fahrplanauskunft – Linie G1 |werk=Reisebusse bequem online mieten l Dr. Richard |sprache=de-AT |abruf=2021-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Werderits |url=https://www.suedburgenland-bus.at/ |titel=Südburgenlandbus – Hallo Graz! Hallo Südburgenland! |sprache=de-DE |abruf=2021-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächstgelegenen Flughäfen sind der [[Flughafen Graz|Regionalflughafen Graz]] und die Internationalen Flughäfen [[Flughafen Wien-Schwechat|Wien]], [[Letisko Milana Rastislava Štefánika|Bratislava]], [[Flughafen Franjo Tuđman Zagreb|Zagreb]] sowie [[Flughafen Budapest Liszt Ferenc|Budapest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneuerbare Energie ===&lt;br /&gt;
Unter Bürgermeister Peter Vadasz entwickelte die Stadt Anfang der 1990er Jahre ein Energiekonzept zur unabhängigen und nachhaltigen Energiegewinnung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.eee-info.net/deutsch.php?bereich=forschung |text=Grüner Diesel aus Holz |wayback=20070724140056 |archiv-bot=2018-12-01 13:30:18 InternetArchiveBot}}&amp;#039;&amp;#039;, [[Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie Güssing]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Maßnahme zur wirtschaftlichen Entwicklung wurde mit Fördergeldern der EU das [[Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie Güssing|Europäische Zentrum für erneuerbare Energie Güssing]] (EEE) gegründet. Damit sollten Arbeitsplätze in der Region geschaffen und der Kaufkraftabfluss durch Energieimporte gebremst werden. Mittels [[Holzvergasung]] konnte in den vergangenen Jahren auf Basis erneuerbarer Energieträger Strom und Wärme im Wert von 20 Mio. Euro selbst hergestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://derstandard.at/?url=/?id=1231152919131 Der schlimmste Albtraum der Gasprom.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;derStandard Online&amp;#039;&amp;#039;, 26. Jänner 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; 2005 erzeugte Güssing bereits bedeutend mehr Wärme (57,5 [[Wattstunde|GWh]]) und Strom (14 GWh) aus nachwachsenden Rohstoffen als die Stadt selbst benötigt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.eee-info.net/deutsch.php?bereich=forschung |text=Model Güssing – Wussten Sie, dass … |wayback=20070724140056 |archiv-bot=2018-12-01 13:30:18 InternetArchiveBot}}&amp;#039;&amp;#039; [[Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie Güssing]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kraftwerk mit Holzvergasung in Güssing beinhaltete auch eine Versuchsanlage, die mittels [[Fischer-Tropsch-Synthese]] einen dieselähnlichen [[Biokraftstoff]] erzeugt. 2013 war das Kraftwerk insolvent.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://burgenland.orf.at/v2/news/stories/2594237/ |titel=Biomasse-Kraftwerk Güssing ist insolvent |werk=burgenland.orf.at |datum=2013-07-22 |abruf=2019-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Niedergang der Biodieselproduktion betrug der Eigenversorgungsgrad der Gemeinde nur noch 51 %. Bereits 2011 war die Photovoltaikfirma &amp;#039;&amp;#039;Blue Chip Energy Güssing&amp;#039;&amp;#039; in Konkurs gegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Natascha Marakovits |url=https://www.derstandard.at/story/1353206845271/energie-autarkie-mehr-schein-als-sein |titel=Energie-Autarkie: Mehr Schein als Sein? |werk=[[Der Standard|derstandard.at]] |datum=2012-11-29 |abruf=2024-02-02}} Natascha Marakovits: &amp;#039;&amp;#039;Energie-Autarkie: Mehr Schein als Sein?&amp;#039;&amp;#039;, Beitrag in [[Der Standard]] vom 29. November 2012, abgerufen am 6. Nov. 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Holzvergasung.jpg|Holzvergaser (kommerziell)&lt;br /&gt;
 FT kolonne.jpg|Fischer-Tropsch-Kolonne (Pilot)&lt;br /&gt;
 Biogasspeicher.jpg|Biogasanlage Strem&lt;br /&gt;
 Bhkwgasmotor.jpg|Biogasmotor Biogasanlage Strem&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Betriebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DSA Doorsystems (Marke: „Guttomat“)&amp;lt;!-- nach Eigentümerwechseln --&amp;gt; fertigt, montiert und exportiert Garagentore, Bus-Wartehäuschen und [[Fahrradabstellanlage]]n mit [[Photovoltaik]]dach.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://burgenland.orf.at/stories/3098887/ Neustart bei Guttomat geglückt] orf.at, 13. April 2021, abgerufen am 13. April 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolf Nudeln (seit 1956) ist der zweitgrößte Nudelproduzent Österreichs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000115986704/nudelproduzent-wolf-die-leute-haben-sich-geschoben-wie-wenn-ein |titel=Nudelproduzent Wolf: „Die Leute haben sich geschoben, wie wenn ein Atomkrieg käme“ |sprache=de-AT |abruf=2022-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat besteht aus 25 Mandataren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach der Wahl 2017 hatte er folgende Verteilung: [[SPÖ]] 13, [[ÖVP]] 11, [[FPÖ]] 1.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahl.bgld.gv.at/wahlen/gr20171029.nsf/vwDownloads/8F0416BFB09FC990C125756A002F4BA7/$FILE/gr20171029_Land.pdf |titel=Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2017 |hrsg=Amt der Burgenländischen Landesregierung |seiten=49 |format=PDF |abruf=2020-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Seit der Wahl 2022 hat er folgende Verteilung; SPÖ 14, ÖVP 10, FPÖ 1.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahl.bgld.gv.at/wahlen/gr20221002x.nsf/index.xsp?key=WE_10405 |titel=Gemeinderatswahlen 2022-10-02 |hrsg=Land Burgenland |abruf=2022-10-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Bürgermeister ist Vinzenz Knor von der SPÖ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gussing.at/index.php/politik-und-verwaltung/gemeindevertreter |titel=Gemeindevertreter |abruf=2020-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaft ===&lt;br /&gt;
* {{BEL|#}} [[Nijlen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://guessing.co.at/index.php/partnerstadt-nijlen |titel=Partnerstadt Nijlen |hrsg=Gemeinde Güssing |abruf=2022-10-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=35em |liste=&lt;br /&gt;
* [[Balthasar Batthyány]] (1543–1590), General in den Türkenkriegen, Grundherr von Güssing&lt;br /&gt;
* [[Franz II. Batthyány]] (1577–1625), Grundherr von Güssing&lt;br /&gt;
* [[Adam Batthyány]] (1609–1659), Grundherr von Güssing, Stifter von [[Franziskanerkloster und Klosterkirche Güssing]] und [[Batthyány-Familiengruft]]&lt;br /&gt;
* [[Franz Faludi]] (1704–1779), Erneuerer der nationalen ungarischen Sprache und Literatur&lt;br /&gt;
* [[Ignaz von Batthyány]] (1741–1798), Erlauer Domherr und Bischof von Siebenbürgen&lt;br /&gt;
* [[Samuel Steinherz]] (1857–1942), jüdischer Historiker&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=1062&amp;amp;letter=S &amp;#039;&amp;#039;Steinberg, Samuel.&amp;#039;&amp;#039;] In: jewishencyclopedia.com.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Luise Renner]] (1872–1963), Ehefrau von [[Karl Renner]], Mitbegründerin und Präsidentin der Österreichischen Volkshilfe&lt;br /&gt;
* [[Josef Reichl (Schriftsteller)|Josef Reichl]] (1860–1924), Mundartdichter&lt;br /&gt;
* [[Johann Hajszanyi]] (1876–1956), Wagnermeister, Landwirt und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Hermann Tancsics]] (1877–1940), Schuhmachermeister und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Wilma Molnar]] (1911–1940), Dienstmagd und Medium&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus Hetfleisch]] (1919–1979), Notar und Politiker (ÖVP)&lt;br /&gt;
* [[László Csákányi]] (1921–1992), Schauspieler und Chansonier&lt;br /&gt;
* [[Otto Kery]] (1923–2006), Theaterdirektor, Regisseur und Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Franz (Fery) Wolf]] (1933–2007), Bäckermeister, Nudelfabrikant&lt;br /&gt;
* [[Peter Traxler]] (1946–2011), Kabarettist („[[Muckenstruntz &amp;amp; Bamschabl]]“)&lt;br /&gt;
* [[Josef Trinkl (Politiker, 1951)|Josef Trinkl]] (1951–2004), Politiker (ÖVP)&lt;br /&gt;
* [[Veronika Floigl]] (* 1954), österreichische Politikerin ([[SPÖ]])&lt;br /&gt;
* [[Reinhold W. Lang]] (* 1954), Kunststofftechniker, Wissenschaftler und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Wolf-Dieter Schuh]] (* 1957), Geodät&lt;br /&gt;
* [[Günter Jandrasits]] (* 1960), Rollstuhl-Tennisspieler&lt;br /&gt;
* [[Heinz Janisch]] (* 1960), Kinderbuchautor&lt;br /&gt;
* Joachim Wolf&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Erich Ebenkofler |url=https://www.diepresse.com/683816/oekologie-energiebilanz-im-blickfeld |titel=Ökologie: Energiebilanz im Blickfeld |datum=2011-08-05 |sprache=de |abruf=2022-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (* 1962), Nudelproduzent, Umweltpionier&lt;br /&gt;
* [[Ägidius Zsifkovics]] (* 1963), römisch-katholischer Bischof und Theologe&lt;br /&gt;
* [[Dieter Ferschinger]] (* 1972), Friseur und Styling-Coach&lt;br /&gt;
* [[Christiane Brunner (Politikerin, 1976)|Christiane Brunner]] (* 1976), Politikerin ([[Die Grünen – Die Grüne Alternative|Grüne]])&lt;br /&gt;
* [[Markus Wiesler]] (* 1976), Politiker (FPÖ)&lt;br /&gt;
* [[Clemens Berger (Schriftsteller)|Clemens Berger]] (* 1979), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Martin Stranzl]] (* 1980), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Michael Miksits]] (* 1981), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Robert Strobl (Fußballspieler)|Robert Strobl]] (* 1985), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Florian Resetarits]] (* 1986), Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Julia Dujmovits]] (* 1987), Snowboarderin&lt;br /&gt;
* [[Christoph Witamwas]] (* 1987), Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
* [[Christian Dax]] (* 1988), Politiker und Rechtsanwalt&lt;br /&gt;
* [[Georg Krenn]] (* 1990), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Thomas Klepeisz]] (* 1991), Basketballspieler&lt;br /&gt;
* [[Thomas Grandits]] (* 1993), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Elias Jandrisevits]] (* 2003), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Sandro Schendl]] (* 2003), Fußballspieler&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preise und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2002&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Umweltfreundlichste Gemeinde Österreichs&amp;#039;&amp;#039;, von der Verlagsgruppe [[News (Zeitschrift)|News]], Österreich&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2003&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Hans Kudlich Preis 2003&amp;#039;&amp;#039; des [[Ökosoziales Forum|Ökosozialen Forums]] an Bürgermeister Peter Vadasz für dessen Einsatz für den Klimaschutz, Österreich&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2004&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Innovationspreis des [[Österreichischer Gemeindebund|Österreichischen Gemeindebundes]]&amp;#039;&amp;#039; für das Projekt Modellregion Güssing, Österreich&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.gemeindebund.at/news.php?id=453&amp;amp;m=5&amp;amp;sm=16 |text=Mureck ist die „Innovativste Gemeinde 2007“. |archive-is=20120801190358}}&amp;#039;&amp;#039; [[Österreichischer Gemeindebund]], 27. September 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Climate Alliance Award 2004&amp;#039;&amp;#039; vom Lebensministerium, Klimaschutzbündnis, an Ing. Reinhard Koch für den Einsatz für den Klimaschutz, Österreich&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Energieautarke Stadt – Vision oder Wirklichkeit?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Natur und Land.&amp;#039;&amp;#039; 2007, Heft 3/4, S. 41–42 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/nat-land_2007_3-4_0041-0042.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Österreichischer Solarpreis 2004&amp;#039;&amp;#039;, von [[Eurosolar]] an die EEE GmbH für das Projekt Modellregion Güssing, Österreich&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Europäischer Solarpreis 2004&amp;#039;&amp;#039;, von Eurosolar an die EEE GmbH für das Projekt Modellregion Güssing, Österreich&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2005&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Energy Globe Award|Energy Globe]] Austria 2005&amp;#039;&amp;#039;, an die EEE GmbH für das Projekt Energieautarke Stadt Güssing, Österreich&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Global 100 Eco Tech Award&amp;#039;&amp;#039;, an die EEE GmbH für ihre Entwicklungen im Bereich Polygeneration (Erzeugung von Wärme, Strom, Treibstoff und Synthesegas) im Biomasse-Kraftwerk Güssing, Japan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Josef Loibersbeck: &amp;#039;&amp;#039;Güssing (3. Fortsetzung).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burgenländische Heimatblätter]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 32, Eisenstadt 1970, S. 174–188 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/Burgenlaendische-Heimatblaetter_32_0174-0188.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Arnold Magyar: &amp;#039;&amp;#039;Güssing: ein Beitrag zur Kultur- und Religionsgeschichte des Südburgenlandes bis zur Gegenreformation.&amp;#039;&amp;#039; Franziskanerkloster Graz, Graz 1976.&lt;br /&gt;
* Burgenländische Forschungsgesellschaft (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Kulturwege im Burgenland. Rundgänge durch die „Sieben Gemeinden“ (Scheva Kehillot) und die Gemeinden des Südburgenlandes.&amp;#039;&amp;#039; Burgenländische Forschungsgesellschaft, Eisenstadt 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
{{StatistikAustria|10405}}&lt;br /&gt;
* [http://www.eee-info.net/ Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie Güssing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Bezirk Güssing&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gemeindegliederung von Güssing&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4104363-7|LCCN=n91015802|VIAF=138199872}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gussing}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[bs:Güssing (grad)]]&lt;br /&gt;
[[tr:Güssing]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
	</entry>
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