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	<title>Gürtelmull - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%BCrtelmull&amp;diff=260917&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lupe: HC: Entferne Kategorie:Fauna und Flora (Argentinien); Ergänze Kategorie:Endemisches Tier Argentiniens</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%BCrtelmull&amp;diff=260917&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-25T10:42:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Fauna_und_Flora_(Argentinien)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Fauna und Flora (Argentinien) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Fauna und Flora (Argentinien)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Endemisches_Tier_Argentiniens&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Endemisches Tier Argentiniens (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Endemisches Tier Argentiniens&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Gürtelmull&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Chlamyphorus truncatus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Richard Harlan|Harlan]], 1825&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Chlamyphorus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Richard Harlan|Harlan]], 1825&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Chlamyphorinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      =&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Chlamyphoridae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Gürteltiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Dasypoda&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Gepanzerte Nebengelenktiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Cingulata&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Pink Fairy Armadillo (Chlamyphorus truncatus).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Gürtelmull (&amp;#039;&amp;#039;Chlamyphorus truncatus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gürtelmull&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleiner Gürtelmull&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, (&amp;#039;&amp;#039;Chlamyphorus truncatus&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Art der [[Gürteltiere]] (Dasypoda) und gehört gemeinsam mit dem [[Burmeister-Gürtelmull]] (&amp;#039;&amp;#039;Calyptophractus retusus&amp;#039;&amp;#039;) zu den kleinsten Vertretern dieser Familie. Wie dieser lebt er größtenteils unterirdisch und ernährt sich hauptsächlich von [[Insekten]]. Über die Lebensweise des Gürtelmulls ist darüber hinaus kaum etwas bekannt. Da der Gürtelmull nur selten beobachtet wird, kann zum Status seiner Bedrohung gegenwärtig keine Aussage gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Habitus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Chlamyphorus truncatus - Naturmuseum Senckenberg - DSC02081.JPG|mini|links|Ausgestopfter Gürtelmull]]&lt;br /&gt;
Der Gürtelmull gehört zu den kleinsten Vertretern der Gürteltiere und erreicht eine [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 11 bis 15,4&amp;amp;nbsp;cm, der Schwanz wird rund 3&amp;amp;nbsp;cm lang, das Gewicht liegt bei circa 120&amp;amp;nbsp;g. Der Kopf ist mit 4&amp;amp;nbsp;cm Länge relativ kurz und an der [[Schnauze]] schmal, im hinteren Bereich aber breit. Die sehr kleinen Augen liegen dabei etwa 2&amp;amp;nbsp;cm auseinander; charakteristisch ist aber vor allem das Fehlen von sichtbaren [[Ohrmuschel]]n, die nur durch eine leichte Erhebung dicht hinter den Augen angedeutet sind. Der typische Kopfschild wird sehr breit und besteht im hinteren Abschnitt aus größeren Knochenplättchen, die in Reihen angeordnet sind. Im vorderen Bereich, der bis nahe zur Nase reicht, sind diese kleiner und eher unsortiert. Der Rückenpanzer, der sich kontinuierlich aus dem Kopfschild entwickelt, ist im Gegensatz zu dem des [[Burmeister-Gürtelmull]]s (&amp;#039;&amp;#039;Calyptophractus retusus&amp;#039;&amp;#039;) nur an der mittleren Körperachse mit dem Skelett verbunden. Er besteht ebenfalls aus in 24 Reihen angeordneten, quadratisch bis rhombisch geformten Knochenplättchen, wobei jede Reihe durch eine schmale Hautfalte abgesetzt wird. Lediglich einige wenige Reihen am vorderen und hinteren Ende des Rückenpanzers sind fest verwachsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barasoain et al. 2019&amp;quot; /&amp;gt; Die Anzahl der knöchernen Plättchen pro Reihe variiert von 15 bis 22, im hinteren Panzerbereich, der am breitesten ist, liegt sie bei 24. Die hinterste Reihe knickt nach unten ab und steht senkrecht zur Körperachse, wo sie den Becken- oder Steißpanzer formt, eine Bildung, die außer beim Burmeister-Gürtelmull bei keiner anderen Gürteltierart vorkommt. Sie hat eine ovale Form und weist eine Einbuchtung am unteren Rand auf, an der der Schwanz ansetzt, und besteht aus fünf halbkreisartig angeordneten Knochenplättchen von ebenfalls quadratischer Form. Eine weitere Panzerung findet sich am Schwanz, der flach und spachtelförmig ausläuft, im Gegensatz zum spitzen Schwanz des Burmeister-Gürtelmulls. Der gesamte Panzer ist rosafarben oder gelblich gefärbt, äußerst selten treten völlig schwarz gefärbte Tiere auf ([[Melanismus]]). Oberhalb des Beckenpanzers ragt ein Saum von langen, borstenartigen Haaren hervor. Die Flanken und der Bauch sind gleichfalls mit dichtem, weißem Fell bedeckt. Die kurzen Gliedmaßen enden vorn in vier und hinten in fünf Zehen, die starke, gebogene Krallen tragen, wobei die mittleren der Vorderfüße mit bis zu 2&amp;amp;nbsp;cm Länge am kräftigsten ausgebildet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harlan 1825&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina et al. 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schädel- und Skelettmerkmale ===&lt;br /&gt;
Das Gebiss besteht aus einfachen, nagelartig geformten Zähnen, die an [[Molar (Zahn)|Molaren]] erinnern, jedoch durch das Fehlen von [[Zahnschmelz]] von jenen der anderen [[Säugetiere]] abweichen. Je Kieferbogen befinden sich im Oberkiefer 7 bis 8, im Unterkiefer 8 Zähne, insgesamt also 30 bis 32. Der Schwanz wird weiterhin aus insgesamt 14 Wirbeln gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harlan 1825&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot; /&amp;gt; Markant ist vor allem die Ausprägung der Vorderbeine, die an der [[Ulna]] ein kräftiges oberes Gelenk ([[Olecranon]]) besitzen. Dieses erreicht eine Ausdehnung von 1,2&amp;amp;nbsp;cm bei einer Gesamtknochenlänge von 2,9&amp;amp;nbsp;cm. Derartig massive Gelenke an den Vorderbeinen sind typisch für Tiere mit grabender Lebensweise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Viscaino et al 2002&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinnesleistungen und Lautäußerungen ===&lt;br /&gt;
Die stark verkleinerten Augen weisen eine große [[Linse (Auge)|Linse]] auf, die hinten stärker gekrümmt ist als vorn, außerdem ist die [[Retina]] stark pigmentiert. Daraus geht hervor, dass der Gürtelmull nur einzelne Helligkeitsunterschiede wahrnimmt und so an eine unterirdische Lebensweise angepasst ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borghi et al. 2002&amp;quot; /&amp;gt; Dagegen verfügt der Gürtelmull wie die meisten Gürteltiere über einen sehr gut entwickelten [[Geruchssinn]], der vor allem der Nahrungssuche dient. Als Lautäußerungen sind lediglich Schreie bekannt, die im Zustand des Erschreckens oder bei Gefahr ausgestoßen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lesser Fairy Armadillo area.png|mini|hochkant|Verbreitungsgebiet]]&lt;br /&gt;
Der Gürtelmull lebt ausschließlich im südlichen [[Südamerika]] in den Ebenen des zentralen [[Argentinien]]. Hier kommt er vom Meeresspiegelniveau bis zu einer Höhe von 1500&amp;amp;nbsp;m vor. Das Gesamtverbreitungsgebiet wird mit 350.000&amp;amp;nbsp;km² angegeben, die Größe des tatsächlich bewohnten Gebietes oder die Dichte der [[Population (Biologie)|Population]] sind aber weitgehend unbekannt. Als bevorzugte [[Habitat]]e gelten trockene Grasländer und sandige Ebenen mit buschartiger Vegetation, die sich durch trockene Klimate mit weniger als 400&amp;amp;nbsp;mm Jahresniederschlag auszeichnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina et al. 2010&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina et al. 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Die Lebensweise des Gürtelmulls ist weitgehend unerforscht. Er ist einzelgängerisch und sowohl tag- als auch nachtaktiv, eine einzelne Aktivitätsphase dauert bis zu drei Stunden, die mit Futtersuche und Graben verbracht wird, worauf bis zu sechs Stunden Ruhe folgen. Dabei lebt der Gürtelmull in unterirdischen, selbst gegrabenen Bauen und kommt nur selten an die Oberfläche. Allgemein ist er ein geschickter Gräber, der sich binnen weniger Sekunden eingraben kann, wobei er meistens mit der Nase zu scharren beginnt, später die kräftigen Vorderpfoten benutzt und mit den Hinterbeinen die Erde wegdrückt. Dabei verhindert sein abgewinkelter Steißpanzer häufig das Zurückfallen des Aushubs in den gegrabenen Tunnel. Mehrere Typen an Bauen sind bekannt: So gibt es einerseits sehr kleine Höhlen, die wohl kurzzeitige Verstecke darstellen, andererseits auch mehrere Meter lange und überwiegend unverzweigte Gänge mit zwei oder mehreren, 6 bis 7&amp;amp;nbsp;cm weiten Eingängen, zudem können am Ende der Gänge auch vergrößerte Kammern auftreten. Beide Bautypen werden in der Regel in Hanglagen eingegraben und reichen selten tiefer als 15&amp;amp;nbsp;cm unter die Oberfläche. Auch die Nahrungsaufnahme erfolgt weitgehend unterirdisch; als Hauptspeise werden vor allem [[Insekten]], zumeist [[Käfer]] und deren [[Larve]]n, aber auch [[Ameisen]], [[Würmer]] und [[Schnecken]] verzehrt, nur selten frisst die Gürteltierart pflanzliches Material wie [[Wurzel (Pflanze)|Wurzeln]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Melchor et al. 2012&amp;quot; /&amp;gt; Der Gürtelmull ist somit als ein generalisierter Insektenfresser einzustufen. Über die Fortpflanzung ist kaum etwas bekannt, möglicherweise kommt pro Wurf ein Jungtier zur Welt, das 3 bis 4&amp;amp;nbsp;cm groß ist. Die Geburt findet im Sommer statt. Bei drohender Gefahr gräbt sich ein Tier ein und verschließt mit der Beckenpanzerung den Eingang des Baues; im offenen Gelände setzt es sich auf den Steißpanzer und krümmt den Körper, um den empfindlichen Bauch zu schützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina et al. 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der Gürteltiere nach Gibb et al. 2015&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gibb et al. 2015&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;[[Gürteltiere|Dasypoda]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
  |label1=&amp;amp;nbsp;[[Dasypodidae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
  |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Dasypus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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    |1={{Klade&lt;br /&gt;
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  }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
Der Gürtelmull ist die einzige [[Art (Biologie)|Art]] aus der somit monotypischen [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Chlamyphorus&amp;#039;&amp;#039;, die innerhalb der Gruppe der [[Gürteltier]]e (Dasypoda) zur [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Chlamyphoridae]] und zur Unterfamilie der [[Chlamyphorinae]] gestellt wird. Der Unterfamilie gehört als einziges weiteres rezentes Mitglied der [[Burmeister-Gürtelmull]] (&amp;#039;&amp;#039;Calyptophractus retusus&amp;#039;&amp;#039;) an, fossil ist noch die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Chlamydophractus]]&amp;#039;&amp;#039; belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barasoain et al. 2019&amp;quot; /&amp;gt; Als die nächsten Verwandten der Chlamyphorinae und gleichzeitig als deren Schwestergruppe sind die [[Tolypeutinae]] zu betrachten, die das [[Riesengürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Priodontes maximus&amp;#039;&amp;#039;), die [[Kugelgürteltiere]] (&amp;#039;&amp;#039;Tolypeutes&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Nacktschwanzgürteltiere]] (&amp;#039;&amp;#039;Cabassous&amp;#039;&amp;#039;) einschließen. Weiter außerhalb in der Verwandtschaftsfolge stehen die [[Euphractinae]] mit dem [[Sechsbinden-Gürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Euphractus sexinctus&amp;#039;&amp;#039;), dem [[Zwerggürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Zaedyus pichiy&amp;#039;&amp;#039;) und den [[Borstengürteltiere]]n (&amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus&amp;#039;&amp;#039;). Laut [[Molekulargenetik|molekulargenetischen]] Untersuchungen trennten sich die Tolypeutinae und Chlamyphorinae bereits im [[Oligozän]] vor 33 Millionen Jahren, die Aufspaltung der Gürtelmulle in die beiden heutigen Gattungen erfolgte im Unteren [[Miozän]] vor rund 19 Millionen Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krull et al. 2007&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delsuc et al. 2012&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gibb et al. 2015&amp;quot; /&amp;gt; Die ältesten Fossilnachweise des Gürtelmulls sind aus dem [[Pleistozän]] überliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gardner 2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind keine Unterarten des Gürtelmulls bekannt, die Art ist somit monotypisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gardner 2008&amp;quot; /&amp;gt; [[Erstbeschreibung|Erstmals beschrieben]] wurde sie im Jahr 1825 von [[Richard Harlan]], der dafür ein Individuum benutzte, welches im Jahr zuvor von William Colesberry dem Naturhistorischen Museum von [[Philadelphia]] übereignet worden war und welches aus der argentinischen Provinz [[Provinz Mendoza|Mendoza]] stammte. Colesberry gab dabei an, dass das Tier lebendig gefangen wurde, aber nur wenige Tage in Gefangenschaft überlebt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harlan 1825&amp;quot; /&amp;gt; Nur fünf Jahre später verwendete [[Johann Georg Wagler]] die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Chlamydophorus&amp;#039;&amp;#039; für den Gürtelmull,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagler 1830&amp;quot; /&amp;gt; die vor allem im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts häufig Verwendung fand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fitzinger 1871&amp;quot; /&amp;gt; Teilweise wurde in jüngerer Vergangenheit auch der [[Burmeister-Gürtelmull]] (&amp;#039;&amp;#039;Calyptophractus retusus&amp;#039;&amp;#039;) in der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Chlamyphorus&amp;#039;&amp;#039; geführt, seit dem Jahr 2004 wird er jedoch offiziell zu einer eigenen Gattung verwiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ESG&amp;quot; /&amp;gt; Lokal ist für den Gürtelmull auch der Name „Pichiciego“ im Gebrauch, [[Leopold Fitzinger]] nutzte aufgrund des vom Burmeister-Gürtelmull abweichenden Baus des Panzers zusätzlich den deutschen [[Trivialname]]n „Mantelgürtelthier“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fitzinger 1871&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Guertelmaus-drawing.jpg|mini|Gürtelmulle (Stich, 1927)]]&lt;br /&gt;
Der Gürtelmull ist ein eher seltenes Tier, aufgrund seiner unterirdischen Lebensweise wird er zudem selten beobachtet. Allerdings konnte in einer Studie aus dem Jahr 2011 eine deutlich weitere Verbreitung ermittelt werden als ursprünglich angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borghi et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt; Zugleich ist auch ein erheblicher Rückgang an Sichtungen dieser Gürteltierart zu vermerken, was als ein Schwinden der Populationen angesehen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2005&amp;quot; /&amp;gt; Die Gründe dafür liegen in der Umwandlung des Lebensraums in Acker- und Weideland sowie in der Nachstellung durch frei lebende [[Hauskatze|Katzen]] und anderer Tiere, vom Menschen wird sie aber kaum gejagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Seltenheit und fehlender wissenschaftlicher Beobachtungen stuft die [[IUCN]] den Gürtelmull in die Kategorie „unzureichende Datenlage“ (&amp;#039;&amp;#039;data deficient&amp;#039;&amp;#039;) ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot; /&amp;gt; Darüber hinaus ist es bisher nicht gelungen, diese Gürteltierart in Gefangenschaft zu züchten. Einer der jüngsten Versuche endete nach acht Monaten, wobei eine hohe Stressanfälligkeit beobachtet wurde;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2011&amp;quot; /&amp;gt; überhaupt ist die Haltung dieser Tiere schwierig, kein Tier hat in menschlicher Obhut länger als drei oder vier Jahre überlebt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot; /&amp;gt; Der Gürtelmull ist in mehreren Naturschutzgebieten vertreten, etwa im [[Nationalpark Lihué Calel]] und im [[Nationalpark Talampaya]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina et al. 2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker&amp;#039;s Mammals of the World&amp;#039;&amp;#039;. Johns Hopkins University Press, 1999, ISBN 0-8018-5789-9.&lt;br /&gt;
* Mariella Superina, Agustín Manuel Abba: &amp;#039;&amp;#039;Chlamyphoridae (Chlamyphorid armadillos).&amp;#039;&amp;#039; In: Don E. Wilson, Russell A. Mittermeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; Volume 8: &amp;#039;&amp;#039;Insectivores, Sloths and Colugos.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Barcelona 2018, ISBN 978-84-16728-08-4, S. 48–71 (S. 68–69).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harlan 1825&amp;quot;&amp;gt;Richard Harlan: &amp;#039;&amp;#039; Description of a new genus of mammiferous quadrupeds of the Order Edentata.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annals of the Lyceum of Natural History of New York.&amp;#039;&amp;#039; 6, 1825, S. 235–246.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot;&amp;gt;Mariella Superina: &amp;#039;&amp;#039;Biologie und Haltung von Gürteltieren (Dasypodidae).&amp;#039;&amp;#039; Universität Zürich, 2000, S. 1–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Viscaino et al 2002&amp;quot;&amp;gt;S. F. Vizcaíno und N. Milne: &amp;#039;&amp;#039;Structure and function in armadillo limbs (Mammalia: Xenarthra: Dasypodidae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Zoology.&amp;#039;&amp;#039;257, 2002, S. 117–127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borghi et al. 2002&amp;quot;&amp;gt;Carlos E. Borghi, Stella M. Giannoni, Virgilio G. Roig: &amp;#039;&amp;#039;Eye reduction in subterranean mammals and eye protective behavior in Ctenomys.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mastozoología Neotropical.&amp;#039;&amp;#039; 9 (2), 2002, S. 123–134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gardner 2008&amp;quot;&amp;gt;Alfred L. Gardner: &amp;#039;&amp;#039;Mammals of South America, Volume 1: Marsupials, Xenarthrans, Shrews, and Bats.&amp;#039;&amp;#039; University of Chicago Press, 2008, ISBN 978-0-226-28240-4, S. 139–141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fitzinger 1871&amp;quot;&amp;gt;Leopold Joseph Fitzinger: &amp;#039;&amp;#039;Die natürliche Familie der Gürtelthiere (Dasypodes).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse der Akademie der Wissenschaften, Wien, Abteilung 1.&amp;#039;&amp;#039; 64, 1871, S. 209–276 und 329–390.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2005&amp;quot;&amp;gt;Mariella Superina: &amp;#039;&amp;#039;New Information on Population Declines in Pink Fairy Armadillos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Edentata.&amp;#039;&amp;#039; 7, 2006, S. 48–50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagler 1830&amp;quot;&amp;gt;Johann Georg Wagler: &amp;#039;&amp;#039;Natürliches System der Amphibien: mit vorangehender Classification der Säugethiere und Vögel: ein Beitrag zur vergleichenden Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; München 1830, S. 35. ([https://www.biodiversitylibrary.org/item/120243#page/47/mode/1up) biodiversitylibrary.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barasoain et al. 2019&amp;quot;&amp;gt;Daniel Barasoain, Rodrigo L. Tomassini, Alfredo E. Zurita, Claudia I. Montalvo und Mariella Superina: &amp;#039;&amp;#039;A new fairy armadillo (Cingulata, Chlamyphorinae) from the upper Miocene of Argentina: first fossil record of the most enigmatic Xenarthra.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Vertebrate Paleontology.&amp;#039;&amp;#039; 39 (5), 2019, S. e1716778, [[doi:10.1080/02724634.2019.1716778]]; Daniel Barasoain, Rodrigo L. Tomassini, Alfredo E. Zurita, Claudia I. Montalvo und Mariella Superina: &amp;#039;&amp;#039;Chlamydophractus, new name for Chlamyphractus Barasoain et al., 2020 (Xenarthra, Chlamyphorinae), non Chlamyphractus Castellanos, 1940 (Xenarthra, Glyptodontidae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Vertebrate Paleontology.&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. e1774890, [[doi:10.1080/02724634.2020.1774890]] (Namenskorrektur).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chlamyphorus truncatus|Gürtelmull (&amp;#039;&amp;#039;Chlamyphorus truncatus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2006&lt;br /&gt;
| ID             = 4704&lt;br /&gt;
| ScientificName = Chlamyphorus truncatus&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 2006&lt;br /&gt;
| Assessor       = Superina &amp;amp; Abba&lt;br /&gt;
| Download       = 3. Mai 2013&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gurtelmulle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gürteltiere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endemisches Tier Argentiniens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lupe</name></author>
	</entry>
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