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	<title>Günther Osche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:37:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%BCnther_Osche&amp;diff=1570236&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rogald: /* Leben */</title>
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		<updated>2024-10-20T15:42:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Guenther Osche.JPG|thumb|230px|Günther Osche (2006)]]&lt;br /&gt;
[[File:Grab Günther Osche.jpg|thumb|Das Grab von Günther Osche seiner Ehefrau Elisabeth auf dem [[Johannisfriedhof (Nürnberg)]].]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Günther Osche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. August]] [[1926]] in [[Neustadt an der Weinstraße|Neustadt an der Haardt]]; † [[2. Februar]] [[2009]] in [[Freiburg im Breisgau]]) war ein deutscher [[Zoologie|Zoologe]], [[Evolutionsbiologie|Evolutionsbiologe]], [[Ökologie|Ökologe]] und [[Parasitologie|Parasitologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Von Kindheit an interessierte sich Osche für die Natur. Mit 15 Jahren wurde er Mitglied der [[Deutsche Ornithologen-Gesellschaft|Deutschen Ornithologen-Gesellschaft]], mit 16 schloss er sich der [[Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg|Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg]] an. 1927 zog er mit seiner Familie nach Nürnberg, wo er ab 1937 das Gymnasium besuchte. 1943 wurde Günther Osche zum Militärdienst einberufen, konnte aber die Schule noch mit einem „[[Notabitur]]“ abschließen. Im Juli 1944 kam er als Soldat an die Front, wo er im November 1944 in Frankreich schwer verwundet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Osche im April 1946 aus der Gefangenschaft entlassen worden war, nahm er das Studium an der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Universität Erlangen]] auf. Neben Zoologie und Botanik belegte er Kurse in Geologie, Chemie und Geographie. 1951 wurde er mit &amp;#039;&amp;#039;summa cum laude&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Seine [[Dissertation]] hatte den Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Systematik (Biologie)|Systematik]], [[Phylogenie]] und [[Ökologie]] der Gattung [[Rhabditis]] (Nematoda)&amp;#039;&amp;#039; und wurde von [[Hans-Jürgen Stammer]] betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach erhielt ein [[Stipendium]] vom [[Bayern|Freistaat Bayern]] und 1952 eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent, auf der er seine Studien mit freilebenden und parasitischen [[Nematoden]] fortsetzte. 1963 habilitierte er sich an der Universität Erlangen mit einer Arbeit über die systematische Stellung und [[Phylogenie]] der [[Zungenwürmer]] (Pentastomida). 1966 wurde Osche Universitätsdozent und veröffentlichte das populärwissenschaftliche Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Parasiten&amp;#039;&amp;#039; und den Beitrag &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der allgemeinen Phylogenetik&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Biologie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde ihm sowohl in [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]] als auch in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg im Breisgau]] ein Lehrstuhl angeboten. Osche nahm den Freiburger Lehrstuhl für Systematische Zoologie an. Er gehörte damit zur „Dritten Generation“ von Ordinarien, die bei der Neustrukturierung der Fakultät für Biologie berufen wurden und als deren „Gründerväter“ [[Hans Mohr]] und [[Bernhard Hassenstein]] gelten. In den Jahren 1963/1964 kam die „Zweite Generation“ mit den Ordinarien [[Carsten Bresch]] (Genetik), [[Gerhart Drews]] (Mikrobiologie), [[Hans Grisebach (Biochemiker)|Hans Grisebach]] (Biochemie) und [[Klaus Sander]] (Entwicklungsbiologie der Tiere) hinzu. Neben Osche gehörten zur „Dritten Generation“, die von 1967 bis 1969 berufen wurde, die Ordinarien [[Hans-Joachim Elster]] (Limnologie), [[Rainer Hertel]] (Molekularbiologie), [[Peter Sitte]] (Zellbiologie), [[Hanns-Christof Spatz]] (Biophysik) und [[Otti Wilmanns]] (Geobotanik).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.biologie.uni-freiburg.de/fakultaet/geschichte_fak.php |wayback=20110928130212 |text=Webseite der Fakultät für Biologie |archiv-bot=2019-04-15 09:03:17 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enge Mitarbeiter an seinem Lehrstuhl waren unter anderem [[Otto-Julius Stärk]], [[Wolfgang Wülker]] und [[Peter Weygoldt]]. Zudem hat Osche vor allem mit Ökologen an anderen Lehrstühlen eng zusammengearbeitet, so mit dem Limnologen [[Jürgen Schwoerbel]]. Gemeinsam mit Otti Wilmanns hat er wesentliche Anstöße zur damals jungen Disziplin der [[Biozönologie]] geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Kernstücken des Freiburger Zoologiestudiums gehörten Osches Vorlesungen „Spezielle Zoologie der [[Wirbellose]]n“, die er in jedem Wintersemester von 1967 bis 1988 hielt und die unter seinen Studenten als „legendär“ in Erinnerung blieben. Auch mit den Vorträgen, die er im Rahmen der [[Ringvorlesung]] zur „Biologie des Menschen“ hielt, begeisterte er nicht nur seine Kollegen und Studenten, sondern ein interessiertes Publikum in Freiburg und Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osche verfasste zahlreiche allgemeine und populärwissenschaftliche Texte wie die beiden Bücher &amp;#039;&amp;#039;Ökologie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Evolution&amp;#039;&amp;#039;, die im Freiburger [[Verlag Herder]] herausgegeben wurden. Im gleichen Verlag erschien von 1983 bis 1987 das achtbändige [[Herder-Lexikon der Biologie]], bei dem Osche zusammen mit [[Claus-Günter Collatz]] als Fachberater für Zoologie wirkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 wurde Günther Osche vorzeitig emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften und der Literatur]] Mainz&lt;br /&gt;
* 1973: und 1974 Präsident der [[Deutsche Zoologische Gesellschaft|Deutschen Zoologischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* 1979: Mitglied [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina]]&lt;br /&gt;
* 2001: [[Ehrendoktorwürde]] der [[Universität Bonn]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://idw-online.de/pages/de/news41377 idw-online.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2006: Ehrenmitglied der [[Deutsche Zoologische Gesellschaft|Deutschen Zoologischen Gesellschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.dzg-ev.de/de/ehrenmitglieder/osche.php |wayback=20070812220437 |text=dzg-ev.de |archiv-bot=2022-11-11 05:17:27 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theo Michael Schmitt]]: &amp;#039;&amp;#039;Günther Osche – a Man of the Spoken Word.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zool. Anz.&amp;#039;&amp;#039; 235, 1996, S. 1–9.&lt;br /&gt;
* Klaus Peschke: &amp;#039;&amp;#039;Günther Osche 70 Jahre alt&amp;#039;&amp;#039;. Freiburger Universitätsblätter 35. 1996, 133. S. 145&lt;br /&gt;
* [[Walter Sudhaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Günther Osche †. Evolutionsbiologe und Zoologe von außergewöhnlichem Rang&amp;#039;&amp;#039;. Sitzungsberichte der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin. N.F. 47. 2008. S. 169–171&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Hassenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Traueransprache für Prof. Dr. Günther Osche (1926 - 2009)&amp;#039;&amp;#039;. Sitzungsberichte der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin N.F. 47. 2008. S. 172–176&lt;br /&gt;
* [[Klaus Peter Sauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Laudatio zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in der Deutschen Zoologischen Gesellschaft an Dr. Dr. h. c. Günther Osche, Professor Emeritus und vormals Direktor am Zoologischen Institut der Universität Freiburg.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.dzg-ev.de/de/publikationen/mitteilungen_zoologie/2007/laudatio_osche.pdf Volltext der Laudatio], PDF-Datei; 75 kB)&lt;br /&gt;
* Klaus Peter Sauer: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Günther Osche 7. 8. 1926 – 2. 2. 2009&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.dzg-ev.de/de/publikationen/mitteilungen_zoologie/2009/nachruf_osche_zoologie2009_77-79.pdf ZOOLOGIE 2009 - Mitteilungen der Deutschen Zoologischen Gesellschaft. 77-79]&lt;br /&gt;
* Klaus Rehfeld: &amp;#039;&amp;#039;Die Faszination des Lebendigen. Zur Erinnerung an den Zoologen Günther Osche (1926-2009)&amp;#039;&amp;#039;. Naturwissenschaftliche Rundschau 62. 2009 5 S. 244–246&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Kutschera]]: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an den Freiburger Evolutionsbiologen Günther Osche (1926 − 2009)&amp;#039;&amp;#039;. [http://www.evolutionsbiologen.de/media/files/pdfs/wuerdigungen/2010Kutschera_Osche-Nachruf.pdf Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie, Bd. 16, Berlin: VWB 2010, 257–263.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119495139}} &amp;lt;!-- Werke werden zugeordnet --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.biologie.uni-freiburg.de/aktuelles/pdf/Trauer_um_Osche.pdf Nachruf der Universität Freiburg] (PDF-Datei; 61 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119495139|VIAF=13119221}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Osche, Gunther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolutionsbiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Neustadt an der Weinstraße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Osche, Günther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Evolutionsbiologe, Ökologe und Parasitologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. August 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neustadt an der Weinstraße]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Februar 2009&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Rogald</name></author>
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