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	<title>Günther Maleuda - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T15:15:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%BCnther_Maleuda&amp;diff=142947&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;LongDongDaniel81 am 12. September 2025 um 15:45 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-12T15:45:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1989-1113-031, Berlin, 11. Volkskammertagung.jpg|mini|Günther Maleuda (links) 1989 mit [[Manfred Gerlach]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Günther Maleuda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Januar]] [[1931]] in [[Drezdenko|Alt Beelitz]], [[Kreis Friedeberg Nm.|Landkreis Friedeberg Nm.]], [[Provinz Brandenburg]]; † [[18. Juli]] [[2012]] in [[Bernau bei Berlin]], [[Brandenburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] der DDR-[[Blockpartei]] [[Demokratische Bauernpartei Deutschlands|DBD]], als deren Vorsitzender er von 1987 bis 1990 fungierte. Außerdem war er von November 1989 bis April 1990 Präsident der [[Volkskammer]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und von 1994 bis 1998 parteiloses [[Mitglied des Deutschen Bundestages|Mitglied des Bundestags]] in der [[Gruppe (Parlament)#Gruppen im Deutschen Bundestag|Gruppe]] der [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Maleuda war der Sohn einer Arbeiterfamilie. Sein Heimatort im östlichen Brandenburg gehörte nach Kriegsende und der Eingliederung in die [[Volksrepublik Polen]] zur [[Woiwodschaft Posen (1945–1975)|Woiwodschaft Posen]]. Hier war er 1945 bis 1947 als [[Landarbeiter]] auf einem polnischen Gutsbetrieb tätig, bevor er mit seiner Familie nach [[Thüringen]] [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] wurde. Dort absolvierte er von 1948 bis 1950 eine landwirtschaftliche Lehre im bäuerlichen Betrieb in [[Henfstädt]] und im [[Volkseigenes Gut|VEG]] [[Meiningen]] und besuchte anschließend von 1950 bis 1952 die [[Schloss Schieritz#LPG-Hochschule Meißen (1953–1992)|Fachschule für Landwirtschaft]] in [[Weimar]], die er als staatlich geprüfter Landwirt abschloss. Von 1952 bis 1955 besuchte er die [[Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR|Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft]] in [[Potsdam]], die er als [[Diplom]]-Wirtschaftler verließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war er Abteilungsleiter beim DBD-Bezirksvorstand [[Potsdam]] und anschließend von 1957 bis 1967 stellvertretender Vorsitzender des [[Rat des Kreises|Rates des Kreises]] [[Kreis Königs Wusterhausen|Königs Wusterhausen]] für Landwirtschaft bzw. stellvertretender Vorsitzender des Kreis-Landwirtschaftsrats. Daneben absolvierte er von 1965 bis 1967 eine [[Aspirantur]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]], während der er eine Dissertation zur stufenweisen Vergesellschaftung der Produktion in [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG)]] schrieb und die mit einer [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum &amp;#039;&amp;#039;[[Doktor|Dr.&amp;amp;nbsp;agr.]]&amp;#039;&amp;#039; abschloss. Von 1967 bis 1976 war er stellvertretender Vorsitzender des Rates für landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft des [[Bezirk Potsdam|Bezirkes Potsdam]], ab 1975 Sektorenleiter für Produktion und Verarbeitung tierischer Erzeugnisse des [[Rat des Bezirkes|Rates des Bezirkes]] Potsdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1987-0826-038, LPG Rannstedt, Besuch von Günther Maleuda.jpg|mini|Günther Maleuda (mit Krawatte) bei der [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] [[Rannstedt]], Kreis [[Apolda]] am 26. August 1987]]&lt;br /&gt;
Von 1950 bis Juni 1990 war er Mitglied der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD). Von Oktober 1976 bis 1982 war er Vorsitzender des Bezirksvorstandes [[Bezirk Halle|Halle (Saale)]] der DBD sowie Mitglied des Bezirks-Ausschusses Halle der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front der DDR]]. Er wurde 1972 Kandidat des Parteivorstandes, 1977 dessen Mitglied und Mitglied des Präsidiums, 1982 Sekretär des Parteivorstandes, 1984 stellvertretender Vorsitzender und ab 27. März 1987 als Nachfolger von [[Ernst Mecklenburg]] Vorsitzender der DBD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die DBD mit der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU der DDR]] fusionieren wollte, kritisierte er diesen Schritt, trat am 25.&amp;amp;nbsp;Juni 1990 vom Parteivorsitz der DBD zurück und wurde nicht Mitglied der CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Günter Maleuda war von 1958 bis 1967 Abgeordneter der DBD des [[Kreistag]]es Königs Wusterhausen. Von 1967 bis 1976 war er Abgeordneter des [[Bezirkstag (DDR)|Bezirkstags]] Potsdam und von Oktober 1976 bis 1982 Abgeordneter des Bezirkstags Halle.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wahlbekanntmachung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Freiheit (SED-Bezirkszeitung)|Freiheit]], 13. Oktober 1976, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1981 bis Oktober 1990 war er Abgeordneter der [[Volkskammer]] der DDR. Hier war er bis 1986 Mitglied des Ausschusses für Volksbildung und danach stellvertretender Vorsitzender der Interparlamentarischen Gruppe, Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und Mitglied des Präsidiums der Volkskammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Juni 1987 bis April 1990 war er Stellvertreter des Vorsitzenden des [[Staatsrat der DDR|Staatsrates]] und&lt;br /&gt;
Mitglied des Nationalrates der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]] der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. November 1989 wurde er nach dem Rücktritt von [[Horst Sindermann]] zum Präsidenten der Volkskammer gewählt. Seine Amtszeit endete am 5. April 1990, als die erste demokratische Volkskammer [[Sabine Bergmann-Pohl]] zur Präsidentin wählte. Als Mitinitiator des Zentralen [[Runder Tisch|Runden Tisches]] setzte er sich für einen gewaltfreien Übergang zum System der parlamentarischen Demokratie in der DDR ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von April bis Juni 1990 war er Fraktionsvorsitzender der [[Volkskammer#DBD/DFD-Fraktion|DBD/DFD-Fraktion]], danach bis zur Auflösung der Volkskammer fraktionsloser Abgeordneter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1994 bis 1998 war Maleuda [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Er war als [[parteiloser]] Spitzenkandidat über die Landesliste [[Mecklenburg-Vorpommern]] der [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]] in den Bundestag eingezogen und war als landwirtschaftlicher Berater der PDS tätig. 2000/02 war Maleuda Berater der von Bundespräsident [[Johannes Rau]] eingesetzten Kommission zur Parteienfinanzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Günther Maleuda war konfessionslos. Er war verheiratet und hatte drei Kinder. Er starb nach langer schwerer Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnung ==&lt;br /&gt;
* 1986 – [[Vaterländischer Verdienstorden]] der DDR in Gold&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zu den Aufgaben und Problemen der Verwirklichung des Prinzips des stufenweisen Übergangs in den LPG des Typ I im Kreis Königs Wusterhausen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Humboldt-Univ. 1967 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entdeckter Parlamentarismus. Die Volkskammer der DDR im Prozeß der „Wende“.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Siegfried Prokop]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die kurze Zeit der Utopie. Die „zweite DDR“ im vergessenen Jahr 1989/90&amp;#039;&amp;#039;, Elefanten Press, Berlin 1994, ISBN 3-88520-510-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=guenther-maleuda|lemma=Maleuda, Günther|autor=[[Siegfried Kuntsche]], [[Helmut Müller-Enbergs]]|band=2|idNum=2202}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Reichelt]]: &amp;#039;&amp;#039;Blockflöten – oder was? Zur Geschichte der DBD.&amp;#039;&amp;#039; Edition Ost, Berlin 1997, ISBN 3-929161-83-4.&lt;br /&gt;
* Christoph Wunnicke: &amp;#039;&amp;#039;Günther Maleuda.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Blockparteien der DDR. Kontinuitäten und Transformation 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2014, Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Band 34. S. 107–111. ([https://web.archive.org/web/20140909044207/http://www.berlin.de/imperia/md/content/lstu/schriftenreihe/bd34_2014.pdf?start&amp;amp;ts=1402048375&amp;amp;file=bd34_2014.pdf PDF; 434 kB])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Günther Maleuda}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=guenther-maleuda|Autor=Irmgard Zündorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten der Volkskammer der DDR&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsitzende der DBD&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsitzende des Bezirksvorstandes Halle der DBD&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1208840924|VIAF=49727485}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maleuda, Gunther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Staatsrates der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Mecklenburg-Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bezirkstags Halle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bezirkstags Potsdam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DBD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PDS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2012]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maleuda, Günther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker und Vorsitzender der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Januar 1931&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Drezdenko|Alt Beelitz]], [[Landkreis Friedeberg Nm.]], [[Provinz Brandenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Juli 2012&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bernau bei Berlin]], [[Brandenburg]]&lt;br /&gt;
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