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	<title>Günther Jachmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T20:27:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%BCnther_Jachmann&amp;diff=1185232&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wurgl: fix ISBN</title>
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		<updated>2026-03-17T07:39:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fix ISBN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Günther Jachmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Mai]] [[1887]] in [[Gumbinnen]]; † [[17. September]] [[1979]] in [[Köln]]) war ein deutscher [[Klassische Philologie|klassischer Philologe]], der als Professor in Göttingen (1917–1922), Greifswald (1922), Basel (1922–1925) und Köln (1925–1952) wirkte. Als Forscher beschäftigte er sich mit der Textkritik verschiedener lateinischer und griechischer Autoren, mit der Linguistik des [[Altlatein]]s und der Erklärung der Epen [[Homer]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jachmann stammte aus einer ostpreußischen Beamten- und Gelehrtenfamilie. Sein Vater war der Oberregierungsrat Bernhard Jachmann, seine Mutter war Margarete geb. Tiessen. Günther besuchte das [[Joachimsthalsches Gymnasium|Joachimsthalsche Gymnasium]] in [[Berlin]] und begann 1905 ein Studium der klassischen Philologie an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]], wo seine Lehrer [[Friedrich Leo]], [[Eduard Schwartz]] und [[Jacob Wackernagel]] waren. Abgesehen von einem Semester in [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]] bei [[Franz Bücheler]] (1906) verbrachte Jachmann sein ganzes Studium in Göttingen. In Bonn wurde er Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Philologischen Vereins Bonn&amp;#039;&amp;#039; im [[Deutscher Wissenschafter-Verband|Naumburger Kartellverband]].&amp;lt;ref&amp;gt;M. Göbel, A. Kiock, Richard Eckert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Herren und Ehrenmitglieder des Naumburger Kartell-Verbandes Klassisch-Philologischer Vereine an deutschen Hochschulen&amp;#039;&amp;#039;, A. Favorke, Breslau 1913, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909 wurde er bei Friedrich Leo mit dem Prädikat „summa cum laude“ promoviert. Seine Dissertation befasste sich mit den Didaskalien des [[Aristoteles]]. Von 1909 bis 1912 war er als Assistent am [[Thesaurus Linguae Latinae]] in München tätig und habilitierte sich 1912 in [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1917 war Jachmann Zweiter Redaktor des Thesaurus Linguae Latinae und erhielt 1917 eine planmäßige außerordentliche Professur in Göttingen. Nachdem er von September bis Dezember 1918 kurzzeitig an der [[Landesuniversität Dorpat]] gelehrt hatte, kehrte er nach Göttingen zurück und wurde dort 1921 zum persönlichen Ordinarius ernannt. 1922 ging er als ordentlicher Professor nach [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald|Greifswald]] und wechselte noch im selben Jahr als Nachfolger von [[Johannes Stroux]] an die [[Universität Basel]]. Seine Lebensstellung nahm er mit dem Ruf auf den neuerrichteten Lehrstuhl für [[Latinistik|lateinische Philologie]] an der [[Universität zu Köln]] ein, wo er bis zu seiner [[Emeritierung]] 1952 blieb. Einen Ruf an die [[Universität Leipzig|Leipziger Universität]] als Nachfolger [[Richard Heinze (Philologe)|Richard Heinze]]s (1930) lehnte er ab. Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] erging 1935 eine inoffizielle Voranfrage an Jachmann, ob er bereit sei, beim etwaigen Weggang von Johannes Stroux dessen Platz an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Münchner Universität]] einzunehmen. Jachmann lehnte wegen der regimetreuen Atmosphäre in München ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe den Nachruf im &amp;#039;&amp;#039;Gnomon&amp;#039;&amp;#039; 52 (1980), S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Jachmann hat in der klassischen Philologie besonders auf dem Gebiet der [[Textkritik]] und der Erforschung des [[Altlatein]]s gewirkt. Er beschäftigte sich mit der Überlieferungsgeschichte einzelner Autoren und Werke, darunter [[Terenz]]’, der &amp;#039;&amp;#039;[[Aeneis]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Properz]]’, [[Ausonius (Dichter)|Ausonius]]’, [[Juvenal]]s, [[Homer]]s und [[Platon]]s. Zur Sicherung seiner Wiederherstellungsversuche der ursprünglichen Textgestalt zog er in steigendem Maße [[Papyrus|Papyri]] heran. Größere Problemfälle behandelte er eingehend in gesonderten Abhandlungen (&amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Ausoniuskritik,&amp;#039;&amp;#039; 1941; &amp;#039;&amp;#039;Studien zu Juvenal&amp;#039;&amp;#039;, 1943). Neben seinen textkritischen Ansätzen bemühte sich Jachmann auch, die Originalität der lateinischen Autoren gegenüber ihren griechischen Vorbildern hervorzuheben. Davon zeugt schon seine Antrittsvorlesung in Köln (1926).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im altlateinischen Bereich hat er sich um Probleme der historischen Sprachforschung (wie der [[Jambenkürzung]]) verdient gemacht und die nicht überlieferten griechischen Vorbilder der [[Plautus|plautinischen]] und terentianischen Komödien erforscht. Seine Studien auf diesen Gebieten sind größtenteils bis heute gültig. Seine Arbeiten zu Terenz wurden von [[Ulrich Knoche]] fortgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beschäftigte sich Jachmann verstärkt mit der [[Homerische Frage|Homerforschung]]. In seiner Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Homerische Einzellieder&amp;#039;&amp;#039; wandte er sich gegen die Standpunkte [[Ernst Howald]]s und [[Wolfgang Schadewaldt]]s und hat mit seinem analytischen Ansatz sowohl Ablehnung als auch Zustimmung erfahren. Denselben Themenkreis bearbeitete er auch in seinem &amp;#039;&amp;#039;Der homerische Schiffskatalog und die Ilias&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Jachmann sich jahrzehntelang auf [[Wortphilologie]] beschränkte, brachte ihm auch Kritik ein. Seinen Kritikern entgegnete er humorvoll, es seien schon ganz andere als er an der &amp;#039;&amp;#039;lues Jachmanniana&amp;#039;&amp;#039; (Jachmannschen Krankheit) erkrankt&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe den Nachruf im &amp;#039;&amp;#039;Gnomon&amp;#039;&amp;#039; 52 (1980), S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jachmanns Privatbibliothek (2.500 Bände) mit zahlreichen eigenhändigen [[Marginalie]]n ist heute im Besitz der [[Universitätsbibliothek Wuppertal]]. Der restliche Nachlass, der Manuskripte, Korrespondenz und Lebensdokumente umfasst, befindet sich in der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]] (Signatur: Ana 466).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
*Ehrendoktorwürde der [[Universität Rom]] (1956)&lt;br /&gt;
*Großes Bundesverdienstkreuz (1967)&lt;br /&gt;
*korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]] (1935)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/guenther-jachmann/| titel=Mitglieder: Günther Jachmann| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Akademie der Wissenschaften zu Berlin]] (1947)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-guenther-jachmann-1260| titel=Mitglieder – historisch: Günther Jachmann | hrsg=[[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]]| zugriff=2025-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*ordentliches Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (später [[Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste|Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften]]) (1953)&lt;br /&gt;
*Ehrenmitglied der Academia Properziana Assisi (1957)&lt;br /&gt;
* Accademia di Scienze e Lettere [[Mailand]] (1960)&lt;br /&gt;
* Academia Virgiliana Mantua (1963)&lt;br /&gt;
*auswärtiges Mitglied der [[Accademia dei Lincei]] (1969)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wer ist&amp;#039;s?&amp;#039;&amp;#039; 1928, S. 722–723.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer?&amp;#039;&amp;#039; XVII 1971/73, S. 477.&lt;br /&gt;
* [[Werner Buchholz (Historiker)|Werner Buchholz]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775 bis 2006&amp;#039;&amp;#039;. Band 3: &amp;#039;&amp;#039;1907 bis 1932&amp;#039;&amp;#039;. Bock, Bad Honnef, 2004, ISBN 3-87066-931-4, S. 99.&lt;br /&gt;
* [[Inge Auerbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Catalogus professorum academiae  Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität Marburg.&amp;#039;&amp;#039; Marburgensis. Zweiter Band: &amp;#039;&amp;#039;1910 bis 1971&amp;#039;&amp;#039;. Elwert Verlag, Marburg 1979, ISBN 3-7708-0662-X, S. 529.&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Merkelbach]], &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Günther Jachmann&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 1979 der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039; (Opladen 1980), S. 65–68.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schmid (Philologe)|Wolfgang Schmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Günther Jachmann †&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gnomon (Zeitschrift)|Gnomon]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 52 (1980), S. 201–203 (mit Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118775723}}&lt;br /&gt;
* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?id=BV041997363&amp;amp;db=100 Der Nachlass befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=118775723|LCCN=n81119952|VIAF=42633851}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jachmann, Gunther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Basel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Greifswald)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jachmann, Günther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher klassischer Philologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Mai 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gumbinnen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. September 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wurgl</name></author>
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