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	<title>Günther Herrmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%BCnther_Herrmann&amp;diff=608814&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 18:51 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T18:51:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Juristen Günther Herrmann. Zu anderen Personen mit ähnlichem Namen siehe [[Günter Herrmann]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Günther Karl August Ludwig Herrmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. September]] [[1908]] in [[Minden]]; † [[17. Februar]] [[2004]] in [[Köln]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Köln Nr. 1510/2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Jurist und SS-Führer der zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] bis zum [[Regierungsrat (Deutschland)|Regierungsrat]] und [[SS-Standartenführer]] aufstieg. Herrmann war Leiter der [[Geheime Staatspolizei|Stapoleitstellen]] [[Kassel]] und [[Brünn]], Führer des [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Sonderkommandos]] 4b und des [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzkommandos 12]] in der [[Sowjetunion|UdSSR]] sowie Kommandeur der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe E]] in [[Kroatien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Günther Herrmann war Sohn eines Großhandelskaufmanns&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul264&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Paul: &amp;#039;&amp;#039;Staatlicher Terror und gesellschaftliche Verrohung. Die Gestapo in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1996, S. 264&amp;lt;/ref&amp;gt; Eduard Herrmann. Im Jahre 1927 legte er die Reifeprüfung ab. Danach studierte [[Rechtswissenschaften|Rechts-]] und [[Staatswissenschaft]] an den Universitäten [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]], [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] und [[Westfälische Wilhelms-Universität|Münster]]. Im Jahre 1930 legte er vor dem Justizprüfungsamt beim [[Oberlandesgericht Hamm]] die erste Juristische Staatsprüfung und im Juni 1934 in [[Berlin]] die Grosse Juristische Staatsprüfung ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.475.252).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/15131204&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 25. Juni 1935 wurde er Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 267.283). Am 9. November 1936 wurde er zum [[SS-Untersturmführer]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bei der Gestapo ===&lt;br /&gt;
Ab Februar 1935 war Herrmann Stellvertreter des Leiters der Gestapo in Kiel. Herrmann leitete von 1936 bis 1939 die [[Geheime Staatspolizei|Staatspolizeileitstelle]] in [[Kassel]] und führte seit 1937 den dortigen Unterabschnitt des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienstes]] (SD).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrmann wurde am 1. August 1938 zum SS-Obersturmführer und am 26. September 1938 zum [[SS-Hauptsturmführer]] befördert, bevor er vom 21. Dezember 1940 bis zum 1. März 1941 die Stapoleitstelle im südmährischen [[Brünn]] als Leiter übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst des Jahres 1940 nahm Herrmann an einem zweimonatigen Lehrgang an der italienischen Kolonialschule in [[Rom]] teil. Danach kehrte er für kurze Zeit nach Brünn zurück und wurde Anfang des Jahres 1941 zum Amt I des [[Reichssicherheitshauptamt]]es in Berlin versetzt. Seine Aufgabe bestand darin, die für Angehörige des Leitenden Dienstes der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes veranstalteten Lehrgänge an der [[Polizei-Institut Charlottenburg|Führerschule der Sicherheitspolizei]] in [[Berlin-Charlottenburg]] zu leiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bei den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Krieges gegen die Sowjetunion]] wurde er zum Führer des Sonderkommandos (SK) 4b der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe C]] bestellt. Herrmann setzte sich mit seiner Einheit im Verbund der Einsatzgruppe C vom Aufstellungsort [[Bad Schmiedeberg]] im heutigen Sachsen-Anhalt am 23. Juni 1941 über [[Oberschlesien]] nach [[Galizien]] in Marsch. Am 30. Juni 1941 erreichte ein Vorkommando des SK 4b [[Lemberg]]. Vom Chef der Einsatzgruppe C, [[SS-Brigadeführer]] und Generalmajor der Polizei [[Otto Rasch]], wurde dieses mit der Unterstützung der von der [[Wehrmacht]] aufgestellten ukrainischen Miliz beauftragt. Am 5. Juli 1941 befand sich das SK 4b in [[Tarnopol]] und zog über [[Chmelnyzkyj|Proskurow]] weiter nach [[Winnyzja|Winniza]]. Anfang August erreichte die Einheit [[Kropywnyzkyj|Kirowograd]] in der südlichen [[Ukraine]]. Im September 1941 wechselte das SK 4b von [[Krementschug]] nach [[Poltawa]]. Hier erschoss später die Einheit Herrmanns 565 Insassen der örtlichen „Irrenanstalt“ wegen der auch im Hinblick auf die Versorgung der Lazarette „außerordentlich kritischen Ernährungslage der Stadt […] unter dem Vorwand, der Überführung der Kranken in eine andere, bessere Anstalt in Charkow“ (Ereignismeldung 135 vom 19. November 1941).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich am 1. September 1942 zum [[SS-Obersturmbannführer]] befördert, führte er von Oktober 1942 bis März 1943 das Einsatzkommando (EK) 12 der Einsatzgruppe D. Das EK 12 war bis Ende 1942 im Gefolge der [[11. Armee (Wehrmacht)|11. Armee]] bis in den [[Kaukasus]] vorgedrungen. Unter der Führung von Herrmann musste es allerdings im Februar 1943 aufgrund der militärischen Lage wieder den Rückzug antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde er auf den [[Balkanhalbinsel|Balkan]] versetzt und ab dem 24. April 1943 zum Kommandeur der Einsatzgruppe E in [[Kroatien]] ernannt, die er bis 1944 führte. Die letzte Beförderung zum [[SS-Standartenführer]] erfolgte zum 30. Januar 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Herrmann schlug sich, ohne in Gefangenschaft zu geraten, zu seiner Familie nach Minden durch und verdiente seinen Lebensunterhalt in den folgenden Jahren als Bauarbeiter. Ab 1950 war Herrmann als kaufmännischer Angestellter bei der Firma Brüggemann GmbH in [[Ratingen]] beschäftigt. Am 25. September 1962 wurde er verhaftet, erhielt jedoch Haftverschonung. Von 1964 bis 1969 war er als Geschäftsführer in einem Kölner Supermarkt tätig. Vom [[Landgericht Düsseldorf]] wurde Herrmann am 12. Januar 1973 wegen gemeinschaftlicher [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Mord (Deutschland)|Mord]] (Tötung von Juden und psychisch Erkrankten in Poltawa, Artemowsk, Winniza, Kirowograd und [[Gorlowka]] (Ukraine) in den Jahren 1941/42) zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul264&amp;quot;/&amp;gt; Der [[Bundesgerichtshof]] bestätigte das Urteil am 1. April 1976. Am 26. Oktober 1980 wurde er aus der Haft entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Lebensgeschichte wird als durchgängige Nebenfigur im biografischen Roman &amp;#039;&amp;#039;Maneks Listen&amp;#039;&amp;#039; erzählt, dessen Protagonist Ernst Beschinsky/Emanuel Willner mit seiner Frau [[Ilse Focke]] 1948 in Zagreb für die unwissentliche aber illegale Beherbergung von Herrmanns Frau Ursula verurteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Düsseldorf, 12. Januar 1973.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1999, Bd. XXXVIII, bearbeitet von [[Christiaan F. Rüter|C. F. Rüter]]. Amsterdam: University Press, 2008, Nr. 784, S. 1–160.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Krausnick]], Hans-Heinrich Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD 1938–1942.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1981, ISBN 3421019878.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Paul (Historiker)|Gerhard Paul]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatlicher Terror und gesellschaftliche Verrohung. Die Gestapo in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitarbeit von Erich Koch. Ergebnisse, Hamburg 1996, ISBN 3-87916-037-6.&lt;br /&gt;
* [[Volker Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;NS-Täter vor Gericht : Düsseldorf und die Strafprozesse wegen nationalsozialistischer Gewaltverbrechen&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf: Justizministerium des Landes NRW, 2001 ISSN 1615-5718&lt;br /&gt;
* Niko Hofinger: &amp;#039;&amp;#039;Maneks Listen.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Limbus, Innsbruck 2018, ISBN 978-3-99039-120-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.olokaustos.org/bionazi/leaders/hermann.htm Biographie und Bild] (italienisch)&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20020302080045/http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd784.htm Zusammenfassung des Urteils] bei Justiz und NS-Verbrechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1219581879|VIAF=264382015}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Herrmann, Gunther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Protektorat Böhmen und Mähren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Unabhängiger Staat Kroatien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Herrmann, Günther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Herrmann, Günther Karl August Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und SS-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. September 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Minden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Februar 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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