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	<title>Günter Spendel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-10-03T05:05:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Rechtswissenschaftler_(20._Jahrhundert)&quot; title=&quot;Kategorie:Rechtswissenschaftler (20. Jahrhundert)&quot;&gt;Kategorie:Rechtswissenschaftler (20. Jahrhundert)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Strafrechtler_(20._Jahrhundert)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Strafrechtler (20. Jahrhundert) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Strafrechtler (20. Jahrhundert)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Günter Spendel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Juli]] [[1922]] in [[Herne]]; † [[4. Juni]] [[2009]]) war ein deutscher Rechtswissenschaftler, der zum [[Strafrecht]] und zur Justiz in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] forschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nachdem er in [[Frankfurt am Main]] das Abitur abgelegt hatte, nahm er 1940 an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität in Frankfurt am Main]] das Studium der [[Rechtswissenschaft]] auf. Zur Wahl dieses Faches war er durch [[Gustav Radbruch]]s „Einführung in die Rechtswissenschaft“ angeregt worden. Zum Sommersemester 1941 wechselte er an die [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg im Breisgau]]. Er studierte dort bei [[Fritz von Hippel]], [[Adolf Schönke]] und [[Erik Wolf]]. Noch während der Herrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland suchte er Kontakt zu Gustav Radbruch, der zu der Zeit offiziell als Unperson galt. Während des [[Referendariat]]s und noch als [[Assessor]] war er kurz nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] an der juristischen Aufarbeitung der Ermordung Geisteskranker beteiligt. Er [[Habilitation|habilitierte]] sich zur „Lehre vom [[Strafzumessung (Deutschland)|Strafmaß]]“ und wurde 1958 Professor in Frankfurt am Main. 1961 wurde er an die [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg]] auf den [[Lehrstuhl]] für Strafrecht, [[Strafprozess]]recht und strafrechtliche Hilfswissenschaften berufen, den er bis zur [[Emeritierung]] 1992 innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich seines 70. Geburtstages erschien 1992 eine von [[Manfred Seebode]] herausgegebene [[Festschrift]] zu seinen Ehren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Günter Spendel zum 70. Geburtstag am 11. Juli 1992&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Manfred Seebode, Berlin 1992, ISBN 3-11-012889-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Günter Spendel veröffentlichte zum Strafrecht; unter anderem verfasste er [[Gesetzeskommentar|Kommentierungen]] etwa zur [[Rechtsbeugung]] im [[Leipziger Kommentar]] zum [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuch]]. Er veröffentlichte Juristenbiographien, wie etwa die neun Biographien in seinen 2001 erschienenen „Kriminalistenporträts“, und gab mehrere Bände der [[Gesamtausgabe]] der Werke Gustav Radbruchs heraus. Ein wesentlicher Forschungsgegenstand Spendels war die Justiz im sogenannten Dritten Reich. Spendel wandte sich mit einer Minderheit unter den deutschen Rechtslehrern konsequent gegen die vorherrschende [[Bundesgerichtshof|Praxis der Rechtsprechung in der Bundesrepublik]], den Gewalttaten der NS-Zeit nachträglich eine Rechtsqualität zuzuschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Perels]]: [http://www.zeit.de/2006/05/NS_Rechtsstaat &amp;#039;&amp;#039;Der Mythos von der Vergangenheitsbewältigung&amp;#039;&amp;#039;], &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. Januar 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner 2004 erschienenen Aufsatzsammlung „Für Vernunft und Recht“ befasste er sich „mit der Analyse, einer zum Teil auf Wahnsinn und/oder Unrecht gegründeten Vergangenheit die Gegenwart und die Zukunft im Lichte von Vernunft und Recht zu gestalten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Maria-Katharina Meyer]]: [http://www.zis-online.com/dat/artikel/2008_7_250.pdf &amp;#039;&amp;#039;Rezensionen – Günter Spendel, Für Vernunft und Recht&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 81&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik]]&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 348&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem setzte er sich in den Aufsätzen mit der Abgrenzung von Rationalität als Voraussetzung einer vernünftigen Jurisprudenz zur Irrationalität, wie der Gefühlsrechtsprechung der NS-Zeit, aber auch mit der [[Goldene Regel|Goldenen Regel]] auseinander. Zusätzlich befasste er sich in der Sammlung mit der Aufarbeitung des NS-Unrechtes, aber auch der Bewältigung des DDR-Unrechtes. [[Gerd Roellecke]] vermerkte in einer Rezension&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Roellecke: [http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/wir-brechen-nicht-wir-beugen-1164110.html &amp;#039;&amp;#039;Wir brechen nicht, wir beugen&amp;#039;&amp;#039;], &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 25. Juni 2004 (Rezension von &amp;#039;&amp;#039;Für Vernunft und Recht&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; positiv, dass auch umstrittene Fragen diskutiert wurden, wie die, ob im Kampf gegen den [[Terrorismus]] das Leben eines Einzelnen, etwa [[Hanns Martin Schleyer]]s, geopfert werden darf oder ob ein NS-Arzt berechtigt war, tausend Geisteskranke zu töten, wenn er mehrere tausend retten könnte. Bezüglich der Befassung mit der Rechtsbeugung im Unrechtsstaat vermerkt Roellecke weiter positiv, dass Spendel sich nicht an dem gerade herrschenden Zeitgeist orientierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Für Vernunft und Recht : Zwölf Studien&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2004, ISBN 3-16-148252-2&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kriminalistenporträts: neun biographische Miniaturen&amp;#039;&amp;#039;. Asendorf 2001, ISBN 3-89182-077-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rechtsbeugung durch Rechtsprechung: 6 strafrechtliche Studien&amp;#039;&amp;#039;. Verlag de Gruyter, Berlin 1984, ISBN 3-11-009940-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Eric Hilgendorf]]: [https://web.archive.org/web/20140701120144/http://www.presse.uni-wuerzburg.de/einblick_archiv/archiv_2009/uni_intern0923/spendel/ &amp;#039;&amp;#039;Ein unbequemer Kritiker.&amp;#039;&amp;#039; Nachruf auf der Website der Universität Würzburg]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11905826X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11905826X|LCCN=n/83/136753|VIAF=44328682}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spendel, Gunter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtler (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Spendel, Günter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Juli 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Herne]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juni 2009&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kriddl</name></author>
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