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	<title>Güldengossa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:39:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wivoelke: Einw. update; Einleitung; Fläche; Weblinks</title>
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		<updated>2026-03-03T13:50:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einw. update; Einleitung; Fläche; Weblinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil              = Güldengossa&lt;br /&gt;
| Gemeindeart           = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename          = Großpösna&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen            = &lt;br /&gt;
| Breitengrad           = 51/15/23.27/N&lt;br /&gt;
| Längengrad            = 12/26/41.78/E&lt;br /&gt;
| Bundesland            = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                  = 150 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                = 3.688&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle         = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/145652 |titel=Gemarkung Güldengossa, Gemeinde Großpösna |werk=GEOindex |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner             = 420&lt;br /&gt;
| Einwohner-ca           = 1&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022-05-15&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;amp;nbsp;[[Wohnsitz (Deutschland)|HW]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;EZ2022&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.citypopulation.de/de/germany/settlements/sachsen/leipzig/14729190x0USG__g%C3%BCldengossa/ |titel=Güldengossa: Ortsteil von Güldengossa |titelerg=(Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für &amp;quot;Ortslagen&amp;quot; berechnet) |werk=www.citypopulation.de - Population Statistics |hrsg=Online-Dienst für Statistiken |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   = 1973-10-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach     = [[Störmthal]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1         = 04463&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2         = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1              = 034297&lt;br /&gt;
| Vorwahl2              = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Güldengossa 001.jpg|mini|hochkant=1.25|Güldengossa zwischen Tagebaurand und Autobahn (2017)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Güldengossa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsteil]] der Gemeinde [[Störmthal]] im [[Sachsen|sächsischen]] [[Landkreis Leipzig]]. Der Ortsteil hat den Status einer [[Ortschaft]] nach der [[Sächsische Gemeindeordnung|Sächsischen Gemeindeordnung]] und damit gemäß ihrer [[Ortschaftsverfassung]] einen [[Ortschaftsrat]] und [[Ortsvorsteher]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://daten.verwaltungsportal.de/dateien/legalframework/5/4/9/2/8/Hauptsatzung.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;16 |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Großpösna |format=PDF;&amp;amp;nbsp;896&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südöstlich von [[Leipzig]] gelegene Ort liegt am Nordufer des [[Störmthaler See]]s, einem Restloch des ehemaligen [[Tagebau Espenhain|Braunkohletagebaus Espenhain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahrhunderte wurde Güldengossa durch sein [[Rittergut]] geprägt, dessen Besitzer im 18. Jahrhundert ein repräsentatives Schloss im [[Barock]]stil errichten ließen. Es dominiert den Ort bis heute. Das zweite markante Gebäude ist die ebenfalls in Teilen barocke [[Kirche Güldengossa|Dorfkirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage und Verkehr ==&lt;br /&gt;
Güldengossa ist der westlichste der Ortsteile von Großpösna. Die Ortslage erstreckt sich über gut einen Kilometer in ost-westlicher Richtung in einer leichten Senke am nördlichen Ufer des Störmthaler Sees. Knapp zwei Kilometer südöstlich liegt das Dorf [[Störmthal]]; am Nordrand Güldengossas verläuft die Autobahn [[Bundesautobahn 38|A38]], westlich grenzt die zu [[Markkleeberg]] gehörige Siedlung [[Auenhain]] an. Ein großer Teil der Güldengossaer Fluren ist dem Braunkohlenabbau zum Opfer gefallen und im mittlerweile gefluteten Tagebaurestloch verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güldengossa ist über die etwa zwei Kilometer entfernte Anschlussstelle Leipzig-Südost der [[Bundesautobahn 38|A38]] an den Fernverkehr angeschlossen. Busverbindungen bestehen nach [[Borna]] und Großpösna sowie seltener am Tag nach [[Liebertwolkwitz]] und [[Wachau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Das Gut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Güldengossa Schloss 1860.jpg|mini|Das Schloss um 1860]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Güldengossa.jpg|mini|Das Schloss 2009]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güldengossa 005, Schloss.jpg|mini|Schloss, Luftaufnahme (2017)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erster Hinweis auf einen Herrensitz stammt aus dem Jahre 1285, in dem von einem „Theodoricus de Ghozowe“ die Rede ist.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Im Pleisse- und Göselland zwischen Markkleeberg, Rötha und Kitzscher.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Pro Leipzig e.&amp;amp;nbsp;V., Leipzig 1999, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dann wird 1350 ein Ritter Heinrich von Cossowe erwähnt. Verbürgt ist erst die Belehnung der Gebrüder [[Erdmannsdorff (Adelsgeschlecht)|Erdmannsdorf]] im Jahre 1473. Anno 1594 war Friedrich von Burkersroda Lehnsherr auf Güldengossa, danach seine Erben. 1719 soll [[August II. (Polen)|August der Starke]] seinem Oberrittmeister und Kammerherrn [[Friedrich I. Vitzthum von Eckstädt]] Güldengossa angetragen haben, wobei auch erstmals die Bezeichnung „Gülden Gossa“ auftauchte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link | url=http://www.heureka-leipzig.de/Termine_2005/Guldengossa/Die_guldene_Gosse/die_guldene_gosse.html |text=Chronik des Heimatvereins }}&amp;lt;/ref&amp;gt; (bisher nur Gossa, aber häufig auch später noch so). Dieser lehnte aber offenbar ab, denn schon 1720 war nach einem Kauf für 28.000 [[Gulden]] [[Johann Ernst Kregel von Sternbach]] Erb-, Lehn- und [[Gerichtsherrschaft|Gerichtsherr]] auf dem Rittergut. Er war ein reicher Leipziger Handels- und [[Ratsherr]], was ihm ermöglichte, das Herrenhaus des Gutes als barockes Gebäude neu aufführen zu lassen, so dass von da an von einem [[Schloss (Architektur)|Schloss]] gesprochen werden kann. Ebenfalls ließ er nach Osten hin einen repräsentativen Park anlegen. 1731 erbte sein gleichnamiger Sohn das Gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Besitzer war ab 1761 der Leipziger Dr. jur. Carl Friedrich Brehme. 1785 erwarb es der Leipziger Kaufmann Johann Heinrich Küstner. Küstner war Mitglied des [[Gewandhaus (Leipzig)|Gewandhausdirektoriums]]. 1807 verfasste er die „Allgemeine Feuerordnung für Dörfer und Rittergüter“ und führte sie auf seinem Gut und in der Gemeinde Güldengossa ein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gewandhausmagazin.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 67, Sommer 2010, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1814 hieß der neue Besitzer von Güldengossa Amtsinspektor Victor August Schoch. Die Besitzerfamilie Welter (1880–1943) unternahm zum Ende des 19. Jahrhunderts wesentliche Veränderungen. Sie vergrößerte den Grundbesitz durch Aufkauf von Bauerngütern und verlegte den landwirtschaftlichen Betrieb des Gutes komplett auf die andere Seite der südlichen Begrenzungsstraße des Parks. Dadurch und durch einen [[Neoklassizismus (bildende Kunst)|neoklassizistischen]] Anbau mit Balkon über dem Eingang im Jahre 1900 erhielt das Schloss einen noch repräsentativeren Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Güldengossa Schloss Gartensaal.jpg|mini|Der restaurierte Gartensaal]]&lt;br /&gt;
Der zunächst letzte private Besitzer Theodor Volkmar-Frenzel, ein Neffe der Welter-Familie, wurde 1945 im Rahmen der [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|Bodenreform]] enteignet, und die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Unterbezirksleitung Leipzig erhielt das gesamte Gut zur Nutzung. Dann wurden der landwirtschaftliche Betrieb und das Schloss getrennt. Der Grundbesitz wurde an 27 [[Neubauer (Agrarreform)|Neubauern]] und 28 Kleinsiedler aufgeteilt und die Betriebsgebäude z.&amp;amp;nbsp;T. anderweitig genutzt. Das Schloss wurde 1950 [[FDGB]]-Erholungsheim und ab 1951 Gewerkschaftsschule der [[FDGB#Liste der Mitgliedsgewerkschaften|IG Druck und Papier]]. 1968 übernahm der [[Kombinat Espenhain|VEB Kombinat Espenhain]] das Schloss und nutzte es bis 1990 als Lehrlingswohnheim. Der Park diente z.&amp;amp;nbsp;T. als Sportplatz des Heimes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 erwarb die „Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Weiterbildung mbH. Leipzig“ (ABW) das Schloss. Nachdem diese mit ihrem Betreiberkonzept gescheitert war, stand es ab 1997 nahezu leer und wurde nur sporadisch zu kulturellen Veranstaltungen genutzt. 2006 kaufte die Edelmetall-Herstellerfamilie Geiger&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.geiger-edelmetalle.de/Unternehmen/Standorte/Schloss-Gueldengossa/ |titel=Website Geiger Edelmetalle AG |abruf=2025-09-30 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus Baden-Württemberg Schloss und Park, sanierte beides innerhalb von zwei Jahren und verlegte den Stammsitz ihres Handelsbetriebes hierher; ab 2010 sanierte die Familie auch das Schloss [[Wiederau (Pegau)|Wiederau]]. Im Park, der öffentlich zugänglich ist, wurde das historische Wegenetz wieder hergestellt. Das Schloss dient auch kulturellen Veranstaltungen und kann bei Führungen besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Dorf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Güldengossa Kirche 1840.jpg|mini|Die Kirche um 1840]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güldengossa Kirche.jpg|mini|Die Kirche 2009]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Anfänge des Dorfes ist praktisch nichts bekannt. Die Siedlungsform des [[Platzdorf]]s lässt keine Schlüsse zu, ob es sich um eine deutsche oder eine slawische Gründung handelt, weil sowohl die deutschen Ostsiedler als auch die alteingesessenen [[Slawen]] derartige Dörfer angelegt haben. Der Name tendiert aber eher zum Slawischen. Auf das Dorf Güldengossa wird schriftlich erstmals 1350 in einem [[Lehenswesen|Lehnsbrief]] verwiesen, in welchem dem Ritter Heinrich von Cossowe [[Frondienst|Fronarbeit]] und Zins von den untertänigen Bauern des Ortes zugesichert werden. Im Weiteren war die Entwicklung des Dorfes immer mehr oder weniger mit der des Gutes verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1539 wurde in Güldengossa wie im übrigen albertinischen Sachsen die [[Reformation]] eingeführt. Ein Jahr später wird die Güldengossaer Kirche als Pfarrkirche erwähnt. Die Eigenständigkeit der Kirchgemeinde ging 1580 verloren, und Güldengossa wurde für einige Jahrzehnte eine [[Filialkirche]] von [[Liebertwolkwitz]]. Erst zu Zeiten des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] hatte der Ort wieder einen eigenen Pfarrer. 1636 wurde die Kirche ebenso wie Dorf und Rittergut von marodierenden schwedischen Truppen in Brand gesteckt, aber bald darauf wieder aufgebaut. Von dem vermutlich schlichten Bau aus dem 17. Jahrhundert ist nichts erhalten. 1721 ließ der Gutsherr Johann Ernst Kregel von Sternbach aus eigenen Mitteln die Kirche im Barockstil umbauen und nach Osten hin erweitern. Er stiftete auch [[Altar]] und [[Kanzel]] sowie zwei [[Kirchenglocke|Glocken]]. Letztere mussten während des Zweiten Weltkriegs als [[Metallspende des deutschen Volkes#Zweiter Weltkrieg|Metallspende des deutschen Volkes]] abgegeben werden. Im August 2017 erhielt die Kirche aufgrund eines Nachlasses zwei neue [[Bronze]]glocken, die elektrisch geläutet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gegossen wurden sie in der [[Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer]] als &amp;#039;&amp;#039;L 856&amp;#039;&amp;#039; (323 Kilogramm schwer, Durchmesser 827 Millimeter) und &amp;#039;&amp;#039;L 857&amp;#039;&amp;#039; (200 Kilogramm schwer, Durchmesser 692 Millimeter). Beide erklingen als H-Dur-Terz.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ersetzen die beiden bisherigen [[Kirchenglocke#Glocken aus Ersatzlegierungen|Eisenhartgussglocken]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Glocken für Güldengossa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Leipziger Volkszeitung]],&amp;#039;&amp;#039; Druckausgabe, 23. August 2017, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute bildet Güldengossa mit [[Probstheida]], Störmthal und Wachau eine gemeinsame Kirchgemeinde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Apelstein-02.jpg|mini|hochkant=0.8|Russisch-Preußisches Denkmal, davor der [[Apelstein]] Nr. 2]]&lt;br /&gt;
In den Kämpfen der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] im Oktober 1813 lag Güldengossa innerhalb des südlichen Schlachtfeldes. Es wurde von beiden Kampfparteien mehrfach eingenommen und dabei nahezu völlig zerstört. An den Beginn der Kämpfe erinnert das [[Russisch-Preußisches Denkmal|Russisch-Preußische Denkmal]] nördlich von Güldengossa. Hier eröffneten Prinz [[Eugen von Württemberg (1788–1857)|Eugen von Württemberg]], der die russischen Truppen befehligte, und Oberst Klüx mit den preußischen Truppen am 16. Oktober 1813 die Schlacht bei Wachau gegen [[Napoleon]]. Auf das für viele Soldaten traurige Ende der Schlacht weist ein Soldatengrab im Park des Schlosses, das als [[Lazarett]] diente, hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1815 waren Kirche, Pfarrhaus und Schule wieder aufgebaut. Güldengossa lag bis 1856 im [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischen]] bzw. [[Königreich Sachsen|königlich-sächsischen]] [[Kreisamt Leipzig]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S.&amp;amp;nbsp;60&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1856 wurde die [[Patrimonialgericht]]sbarkeit abgeschafft und Güldengossa gehörte zum [[Gerichtsamt Leipzig I]]. 1875 kam der Ort zur [[Amtshauptmannschaft Leipzig]]. 1910 wurde das Pfarrhaus auf Kosten des Gutsherrn neu erbaut und das alte als Kinderbewahranstalt genutzt. 1921 wurde das bis dahin selbständige Rittergut nach Güldengossa eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1940er Jahre wurde das Verwaltungsgebäude des nun aufgelösten Rittergutes zur Grundschule umgebaut. Es entstanden ebenfalls zwei Lehrerwohnungen und ein Kulturraum für die Gemeinde. Die Schule wurde 1990 wieder geschlossen. 1952 begann auch in Güldengossa die [[Kollektivierung]] der Landwirtschaft. Die erste [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] vereinte sieben bäuerliche Betriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1973 wurde Güldengossa in das benachbarte Störmthal eingemeindet. 1996 kamen beide Orte zur Gemeinde Großpösna. In dessen Gemeinderat sind sie seit den Kommunalwahlen von 2009 durch eine Abgeordnete der &amp;#039;&amp;#039;Freien Wähler Störmthal-Güldengossa&amp;#039;&amp;#039; vertreten. Zwischen Güldengossa und Störmthal entstand ein Gewerbegebiet. Das bekannteste der über vierzig dort ansässigen Unternehmen ist die [[Julius Blüthner Pianofortefabrik|Piano-Fabrik Blüthner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Güldengossa&amp;lt;ref&amp;gt;Güldengossa im &amp;#039;&amp;#039;Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Jahr || 1834 || 1871 || 1890 || 1910 || 1925 || 1939 || 1950 || 1964 || 2009&amp;lt;ref&amp;gt;[http://grosspoesna.de/new/cms/front_content.php?idart=105 Website von Großpösna]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einwohner	|| 296|| 348 || 374 || 343 || 371 || 378 || 423 || 416 || 389&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Kirche Güldengossa]] (1721)&lt;br /&gt;
* Das Schloss kann ganzjährig bei angemeldeten Führungen besichtigt werden; es wird auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
* Der gut fünf Hektar große Schlosspark mit [[Orangerie]], Teichen, einem Ziergarten mit Springbrunnen, einem Gedenkstein der Völkerschlacht von 1813 und zahlreichen Skulpturen ist öffentlich zugänglich.&lt;br /&gt;
* Das Russisch-Preußische Denkmal an der Straße nach Liebertwolkwitz etwa ein Kilometer nördlich von Güldengossa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Schulze (Theologe)|Friedrich Schulze]] (1690–1766), lutherischer Geistlicher und Theologe, Stiftssuperintendent in Zeitz.&lt;br /&gt;
* [[Michael Ranft (Geistlicher)|Michael Ranft]] (1700–1774) war ein Sohn des gleichnamigen Pfarrers von Güldengossa. Er war ebenfalls Geistlicher, Vampirismusforscher der Aufklärung, Historiker und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
* Johann Christian August Bauer (1766–1813), Prediger und Autor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_person_00026397 Allgemeine Literaturzeitung]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war von 1795 bis 1812 Pastor in Güldengossa&amp;lt;ref&amp;gt;Bei {{Staatslexikon Sachsen|3|643|Güldengossa}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ein zu seiner Zeit bekannter Volks- und historischer Schriftsteller, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Unterhaltsame Anekdoten aus dem achtzehnten Jahrhunderte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1–6, Leipzig 1802–1804 oder auch &amp;#039;&amp;#039;Alexander Selkirchs sonderbare Schicksale zu Wasser und zu Lande&amp;#039;&amp;#039; (4 Bände).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiteres ==&lt;br /&gt;
Güldengossa besaß in der Vergangenheit sieben Teiche, von denen jetzt noch drei vorhanden sind. Die lautstarken Bewohner dieser Teiche brachten dem Ort den Spitznamen „Frosch-Gosse“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Pleisse- und Göselland zwischen Markkleeberg, Rötha und Kitzscher.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Pro Leipzig e.&amp;amp;nbsp;V., Leipzig 1999.&lt;br /&gt;
* G. A. Poenicke (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. I. Section: Leipziger Kreis.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig (um 1860).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sachsens Kirchen-Galerie.&amp;#039;&amp;#039; 9. Band: &amp;#039;&amp;#039;Die Inspectionen Leipzig und Grimma.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hermann Schmidt, Dresden 1837–1845.&lt;br /&gt;
* {{BKD|16|44|47|Güldengossa}}&lt;br /&gt;
* Henriette Krahnstöver: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Rüben und Güldengossa, aus den Lebenserinnerungen des Schlossgärtners Reinhold Hofmann im Leipziger Raum.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Pro Leipzig, 2012, ISBN 978-3-936508-78-9, S. 108–117 (Rittergut und Dorf Güldengossa) sowie &amp;#039;&amp;#039;Aus den Lebenserinnerungen von Reinhold Hofmann, Teil II – Die Zeit in Güldengossa 1903–1920&amp;#039;&amp;#039;, S. 118–143.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* {{Staatslexikon Sachsen|3|642|bis=643|Güldengossa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Guldengossa}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platzdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1350]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Großpösna)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wivoelke</name></author>
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