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	<title>Götterbaum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T00:50:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%B6tterbaum&amp;diff=106573&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-16854-62: Orthografie-Fehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-17T09:41:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Orthografie-Fehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Götterbaum&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Ailanthus altissima&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Philip Miller|Mill.]]) [[Walter Tennyson Swingle|Swingle]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Götterbäume&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Ailanthus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Bittereschengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Simaroubaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Seifenbaumartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Sapindales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Eurosiden II&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosiden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Götterbaum (Ailanthus altissima).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Götterbaum (&amp;#039;&amp;#039;Ailanthus altissima&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Götterbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ailanthus altissima&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Laubbaum]]-[[Art (Biologie)|Art]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Götterbäume|Ailanthus]]&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Bittereschengewächse]] (Simaroubaceae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich ist der Götterbaum in [[China]] und im nördlichen [[Vietnam]] beheimatet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik &amp;amp; Säumel 2007&amp;quot;&amp;gt;Ingo Kowarik, Ina Säumel: &amp;#039;&amp;#039;Biological Flora of Central Europe: Ailanthus altissima (Mill.) Swingle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Perspectives in Plant Ecology, Evolution and Systematics.&amp;#039;&amp;#039; 8, 2007, S. 207–237, {{DOI|10.1016/j.ppees.2007.03.002}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde die Art in anderen Teilen Asiens sowie in Europa, Amerika, später in Afrika und Australien angepflanzt, wo sie als [[Biologische Invasion|invasive Art]] gilt. Infolgedessen breitete sich der Götterbaum vermehrt aus, mittlerweile ist er wildwachsend weltweit in allen Gebieten mit gemäßigtem oder [[Mittelmeerklima]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Wuchsform, Alter und Höhe ===&lt;br /&gt;
Der Götterbaum ist ein mittelgroßer, laubabwerfender [[Baum]] (Lebensform &amp;#039;&amp;#039;[[Phanerophyt]]&amp;#039;&amp;#039;) mit reich verzweigter und runder Krone, der in [[Mitteleuropa]] auf guten Standorten 27 bis über 30&amp;amp;nbsp;m hoch werden kann. Im [[Mittelmeergebiet]] sowie auf nährstoffarmen, trockenen Standorten erreicht er meist nur Höhen von 18 bis 20&amp;amp;nbsp;m. Der [[Stammdurchmesser]] erreicht über 1,6 Meter, sehr selten bis über 2,5 Meter.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Famous Trees.&amp;#039;&amp;#039; No, 295, USDA, 1938, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The National Register of Big Trees.&amp;#039;&amp;#039; American Forests, 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Pionierpflanze|Pionierbaum]] wird er meist weniger als 100&amp;amp;nbsp;Jahre alt, allerdings sind auch deutlich ältere Bäume bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Götterbaum gilt als der am schnellsten wachsende Baum in Europa. Der größte Höhenzuwachs erfolgt im Alter von 5 bis 10&amp;amp;nbsp;Jahren. Nach 20&amp;amp;nbsp;Jahren verlangsamt sich der Höhenzuwachs merklich. Keimlinge können auf günstigen Standorten im Jahr ihrer [[Keimung]] bereits 1–2&amp;amp;nbsp;m hoch werden. Auf guten Standorten können 20-jährige Bäume bereits über 20&amp;amp;nbsp;m hoch sein. Besonders stark ist das Höhenwachstum bei Sprossen, die vegetativ aus der [[Wurzel (Pflanze)|Wurzel]] getrieben werden ([[Wurzelbrut|Wurzelsprosse]]), oder bei [[Stockausschlag]], der sich nach einer Störung des Stammes, z.&amp;amp;nbsp;B. infolge von Bekämpfungsversuchen, zahlreich bildet. Solche Sprosse können in einem Jahr bis zu 3&amp;amp;nbsp;m lang werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seines schnellen Höhenwachstums wird er in verschiedenen Sprachen als „Baum des Himmels“ und im Deutschen als „Götterbaum“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweige, Stamm und Kronenaufbau ===&lt;br /&gt;
Junge Sprosse mit Blättern sind grünlich und kurz behaart. Ältere Zweige sind rötlich oder bräunlich und unbehaart. Der Stamm ist relativ glatt, hat eine graubraune und manchmal leicht rissige bis leicht furchige [[Borke]], diese weist manchmal ein rautenförmiges Muster auf.&lt;br /&gt;
[[Datei:Heaventree 200mm bark.JPG|mini|Borke eines 5&amp;amp;nbsp;cm dicken Götterbaumes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wachstum der Sprosse wird nicht von der endständigen [[Knospe]], sondern von darunter liegenden Seitenknospen fortgesetzt. Dieses [[Sympodium|sympodiale Wachstum]] führt zu einem unregelmäßigen Kronenaufbau. Typisch für den Götterbaum ist ein Wechsel im Verzweigungsmuster nach etwa 10–15 Jahren. Dann wird das weitere Wachstum von ein oder zwei nunmehr führenden Seitentrieben übernommen ([[monochasial]]es oder [[dichasial]]es Wachstum).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blätter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ailanthus altissima-1.jpg|mini|Blätter des Götterbaums]]&lt;br /&gt;
Die großen, wechselständigen und unpaarigen, gestielten [[Fiederblatt|Fiederblätter]] sind häufig 40 bis 90 Zentimeter lang. Besonders an jungen Wurzelsprossen oder Stammausschlägen können sie auch über einen Meter lang werden. Das größte bislang bekannte Blatt hatte eine Länge von 1,67&amp;amp;nbsp;m (Kowarik &amp;amp; Säumel 2007). Die Rhachis und die Blattstiele sind grünlich bis rötlich gefärbt und fast kahl. Ein gestieltes Laubblatt wird von 20–30 (maximal 43) länglich-eiförmigen bis lanzettlichen, ganzrandigen und zugespitzten, leicht ledrigen [[Fiederblättchen]] gebildet, deren Anzahl stark variiert. An ihrem Grund weisen die fast sitzenden bis kurz gestielten und fast kahlen [[Blättchen]] 2–4 Drüsen auf, die oft an kleinen Zähnen oder Läppchen sitzen, welche die Blätter des Götterbaumes unverwechselbar machen und auch zu seinem Namen „Drüsiger Götterbaum“ geführt haben. Diese Drüsen sind [[Nektarien]], die Zucker absondern und daher auch von [[Ameise]]n besucht werden. Die Blättchen sind bis 15&amp;amp;nbsp;cm lang und bis 6&amp;amp;nbsp;cm breit. Die [[Blattader|Nervatur]] der Blättchen ist wechselnd gefiedert und etwas heller sowie oberseits etwas eingeprägt und unterseits etwas erhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blätter sind im Austrieb dunkelrot und erscheinen meistens erst im Mai. Der [[Laubfall]] im Herbst beginnt erst sehr spät. Die [[Herbstfärbung]] der Blätter ist gelblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gibt es verschiedene [[Kultivar]]e mit [[Variegation|panaschierten]] Blättern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerieben riechen frische Blätter unangenehm ranzig, nussig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ailanthus altissima flowers (7601188730).jpg|mini|Weibliche Blüten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ailanthus altissima 002.JPG|mini|Männlicher Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Art ist oft &amp;#039;&amp;#039;zweihäusig getrenntgeschlechtig&amp;#039;&amp;#039; ([[diözisch]]), das heißt die männlichen und die weiblichen [[Blüte]]n finden sich auf verschiedenen Bäumen, es gibt aber auch Bäume mit männlichen und weiblichen Blüten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halm&amp;quot;&amp;gt;Oliver Maschek, Erhard Halmschlager: &amp;#039;&amp;#039;Natural distribution of Verticillium wilt on invasive Ailanthus altissima in eastern Austria and its potential for biocontrol.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forest Pathology.&amp;#039;&amp;#039; 47(5), 2017, {{DOI|10.1111/efp.12356}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gestielte Blüte mit doppelter Blütenhülle hat 5 längliche, basal feinhaarige, ausladende und etwas bootförmige, rundspitzige [[Blütenblätter|Kronblätter]]. Der becherförmige, grüne und fast kahle Kelch ist klein und gelappt, gezähnt. Männliche Blüten enthalten bis 10 freie Staubblätter. Die weißlichen Staubfäden sind an der Basis manchmal leicht haarig. Weibliche Blüten können zwar auch [[Staubblätter]] (Staminodien) enthalten, aber diese enthalten keinen [[Pollen]], so dass es keine zweigeschlechtlichen Blüten gibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik &amp;amp; Säumel 2007&amp;quot; /&amp;gt; Die kleinen, gelblich-grünen Blüten sind rispenähnlich angeordnet, wobei der bis 30–60&amp;amp;nbsp;cm lange, endständige und vielblütige, gestielte [[Blütenstand]] dem Typ eines doppelten [[Thyrsus (Blütenstand)|Thyrsus]] entspricht. Männliche Blütenstände sind größer und weisen mehr Blüten als weibliche auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik &amp;amp; Säumel 2007&amp;quot; /&amp;gt; Der geflügelte, kurz gestielte [[Fruchtknoten]] der weiblichen Blüten ist oberständig, mit einem dicklichen [[Griffel (Botanik)|Griffel]] mit gelappter, sternförmiger [[Narbe (Botanik)|Narbe]]. Bei den männlichen Blüten fehlt der Stempel meist ganz. Bei den Blüten ist jeweils ein grüner, fleischiger und kahler [[Diskus (Botanik)|Diskus]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blüten erscheinen in Mitteleuropa meist im Juli. Der Geruch ist kräftig, vor allem der männlichen Blüten, und wird oft als dem [[Sperma]]geruch ähnlich beschrieben. Die Blüten werden von [[Honigbiene]]n und anderen Insekten besucht. Der [[Honig]] des Götterbaumes hat ein sehr wohlschmeckendes, [[Muskateller|muskatellerartiges]] Aroma, auch wenn er zunächst nicht gut riecht. In frischem Zustand ist er von grünlicher bis bräunlicher Farbe und zähflüssiger Konsistenz; er kandiert fein und schmalzartig aus, hierbei verändert sich die Farbe des Honigs zu schmutzigem Graugrün.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Lipp et al.: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Bienenkunde – Der Honig.&amp;#039;&amp;#039; 3., neubearb. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-7417-0, S.&amp;amp;nbsp;18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Pollen des Götterbaumes stellt ein neues potentielles Allergen dar.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Ballero, A. Ariu, P. G. Falagiani Piu: &amp;#039;&amp;#039;Allergy to Ailanthus altissima (tree of heaven) pollen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allergy.&amp;#039;&amp;#039; 58, 2003, 532–533, {{DOI|10.1034/j.1398-9995.2003.00172.x}} (open access).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Früchte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Heaventree seeds.jpg|mini|Unreife Früchte des Götterbaums]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ailanthus altissima seeds.jpg|mini|Einzelne Flügelnüsse (Merikarpien)]]&lt;br /&gt;
Nach der Blüte entwickeln sich im August bis September flache und beidseitig geflügelte, abgerundete bis spitze und manchmal etwas verdrehte, nicht öffnende, elliptische [[Flügelnuss (Botanik)|Flügelnüsse]] (Samara) mit einem zentralen, relativ flachen und rundlichen [[Same (Pflanze)|Samen]]. Die einzelnen Früchte (Merikarpien) stehen bis zu fünft in einer [[Spaltfrucht]] zusammen. Die Farbe der Früchte ist grün bis später rot und bei Reife bräunlich und trocken. Die mittlere Länge der Früchte beträgt 47&amp;amp;nbsp;mm, die mittlere Breite 9&amp;amp;nbsp;mm. Schon 3–5 Jahre alte Bäume können blühen und Früchte produzieren. An einem 8&amp;amp;nbsp;m hohen Baum wurden 650 Fruchtstände mit 325.000 Einzelfrüchten gezählt. Die Früchte bleiben oft längere Zeit am Baum hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 80.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung und Einführung nach Europa ==&lt;br /&gt;
=== Nutzung in China ===&lt;br /&gt;
In China werden die Blätter zur Fütterung der zu den [[Seidenspinner]]n zählenden [[Götterbaum-Spinner|Ailanthus-]] oder Götterbaumspinner (&amp;#039;&amp;#039;Samia cynthia&amp;#039;&amp;#039;) verwendet, die in Zuchten verwertbare [[Seide]] („Shantung-Seide“) produzieren. In den waldarmen Regionen am unteren [[Gelber Fluss|Gelben Fluss]] gehört die Art zu den wichtigsten Nutzhölzern. Besonders geeignet ist es zur Herstellung der in der chinesischen Küche sehr wichtigen [[Dampfgarer]]. Rinde, zum Teil auch Wurzeln und Blätter, werden in der [[Traditionelle chinesische Medizin|traditionellen chinesischen Medizin]] eingesetzt, dies ist seit der [[Tang-Dynastie]] belegt. Die Blätter besitzen dabei allerdings eine schwache Giftwirkung. Der Rinde wird eine kühlende und [[Adstringens|adstringierende]] Wirkung zugeschrieben. Besonders häufig wird sie bei Durchfallerkrankungen eingesetzt. Der Baum hat darüber hinaus eine kulturelle Bedeutung. Im nördlichen China, am Gelben Fluss wird er Frühlingsbaum (ch’un-shu) genannt. Der extrem späte Blattaustrieb des Baums war hier das Zeichen dafür, dass die Hungerzeit des Winters und zeitigen Frühjahrs zu Ende geht.&amp;lt;ref&amp;gt;Shiu Ying Hu: &amp;#039;&amp;#039;Ailanthus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arnoldia.&amp;#039;&amp;#039; 39(2), 1979, S. 29–50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung in Europa ===&lt;br /&gt;
Der Götterbaum wurde seit dem 18. Jh. als Zierbaum in Europa und Nordamerika kultiviert, wobei er sich auch auf schwierigen trocken-warmen Stadtstandorten und in Gebieten mit starker Luftverschmutzung bewährt hat. Vor allem in wärmeren Gebieten wurde er vereinzelt auch forstlich genutzt, zur Bodenbefestigung auf Hängen sowie in Windschutzhecken eingesetzt. Eine forstliche Nutzung ist in Österreich vorgeschlagen worden, wird aber bisher nicht durchgeführt. Sie wäre aufgrund der Holzqualität möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Brandner, Gerhard Schickhofer: &amp;#039;&amp;#039;Tree-of-Heaven (Ailanthus altissima): enormous and wide potential neglected by the Western civilization.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World Conference on timber engineering, 2010 Conference Proceedings.&amp;#039;&amp;#039; 2010, S.&amp;amp;nbsp;1–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Nutzung seiner Inhaltsstoffe besteht eine umfangreiche pharmazeutische Forschung. Wo große Bestände des Götterbaums existieren, wird er zur Honiggewinnung genutzt. Der sehr würzige Götterbaumhonig ist eine lokale Spezialität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung nach Europa und Ausbreitung ===&lt;br /&gt;
Die ersten Pflanzen gelangten 1740 durch den [[Jesuit]]en [[Pierre Nicolas d’Incarville]] nach Paris. Sowohl die Verwendung als [[Zierpflanze]] als auch der Versuch, den Baum wirtschaftlich zu nutzen, trugen zu seiner Verbreitung bei. In Italien, Frankreich und anderen Gebieten bemühte man sich, mit Hilfe dieses Baumes den Götterbaum-Seidenspinner (&amp;#039;&amp;#039;[[Samia cynthia]]&amp;#039;&amp;#039;) als Nutztier in Europa einzuführen, und trug damit zu verwilderten Populationen in Städten wie [[Wien]] bei. In [[Berlin]] wurde der Götterbaum bereits 1780 als Zierpflanze kultiviert. Wild wachsende Götterbäume sind heute in den Innenstädten vieler europäischer Städte häufig; sie traten jedoch erst nach 1945 verstärkt auf Trümmerflächen auf. Der [[Invasionsbiologie|Invasionsbiologe]] [[Ingo Kowarik]] führt dies darauf zurück, dass vor 1945 offene Flächen verhältnismäßig selten waren und diese zu intensiv gepflegt wurden, um den Aufbau einer spontanen Population zu ermöglichen. Aufgrund des Klimawandels breitet sich der Götterbaum auch auf weitere Standorte aus, vor allem an Bahn- und Straßenrändern. Naturnahe Vegetation besiedelt er bislang nur im Ausnahmefall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Götterbaum als Stadtgrün ===&lt;br /&gt;
Der Götterbaum ist relativ resistent gegen Salz, Trockenheit und Herbizide und toleriert den von urbanen Luftverunreinigungen ausgehenden Stress oft besser als viele andere Stadtbäume. Götterbäume benötigen eine Jahresmitteltemperatur von mindestens etwa +9 Grad Celsius; Keimlinge und Jungpflanzen reagieren empfindlich auf Winterfröste. Aufgrund seines Status als [[Invasionsbiologie|invasive Pflanzenart]] sollte der Götterbaum nicht angepflanzt werden. Über den Umgang mit vorhandenen Populationen wird kontrovers diskutiert, es erscheint erforderlich, die weitere unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, da sie durch Verdrängung heimischer Arten die [[Biodiversität]] von Lebensräumen wie [[Magerrasen]] gefährdet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik&amp;quot;&amp;gt;Ingo Kowarik: &amp;#039;&amp;#039;Götterbäume.&amp;#039;&amp;#039; In: W. Nentwig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unheimliche Eroberer. Invasive Pflanzen und Tiere in Europa.&amp;#039;&amp;#039; Haupt, Bern 2011, S. 73–81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Götterbaum als Neophyt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ailanthus altissima 004.JPG|mini|Mittelreife Früchte von &amp;#039;&amp;#039;Ailanthus altissima&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ailante MHNT.jpg |thumb|&amp;#039;&amp;#039;Ailantus altissima&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der [[Hemerochorie|hemerochor]] nach Europa verbrachte Götterbaum wird zu den hundert problematischsten invasiven Arten in Europa gerechnet ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;100 of the worst&amp;#039;&amp;#039;}}) ([[DAISIE]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.europe-aliens.org/speciesFactsheet.do?speciesId=16970 |titel=Species Factsheet Ailanthus altissima |werk=Delivering Alien Invasive Species Inventories for Europe (DAISIE) |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130911172219/http://www.europe-aliens.org/speciesFactsheet.do?speciesId=16970 |archiv-datum=2013-09-11 |archiv-bot= |zugriff=2013-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einmal etabliert, ist der Götterbaum nur mit großem Aufwand wieder zu entfernen, da er ungewöhnlich widerstandsfähig gegenüber Trockenheit, Schnitt und Herbiziden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik&amp;quot; /&amp;gt; In einigen Staaten, wie zum Beispiel in Österreich und der Schweiz, wird der Götterbaum bereits aktiv an der Ausbreitung gehindert, so in [[Basel]], wo er entlang des Rheinufers systematisch beseitigt wird. In [[Ungarn]] bedroht der Baum aufgrund der Ausbreitung die Lebensgemeinschaften des [[Magerrasen|Mager-]] und [[Felsrasen]]s. Die Art ist insbesondere dort problematisch, wo sie in Magerrasen und offene Wälder eindringt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik&amp;quot; /&amp;gt; da sie für einen Anstieg des verfügbaren Stickstoffes durch leicht abbaubare Streu sorgt.&amp;lt;ref&amp;gt;N. González-Muñoz, P. Castro-Díez, I. M. Parker: &amp;#039;&amp;#039;Differences in nitrogen use strategies between native and exotic tree species: predicting impacts on invaded ecosystems.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Plant and Soil.&amp;#039;&amp;#039; 363(1-2), 2013, S. 319–329, [[doi:10.1007/s11104-012-1329-x]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[Macchie]] kann verdrängt werden, wie auf der italienischen Insel [[Procida]] im Golf von Neapel. Der Baum kann erhebliche Schäden an der Infrastruktur verursachen und im Mittelmeerraum den Aufwand bei der Pflege der antiken Stätten und der Straßen erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines Status unter den Top-100 der invasiven Pflanzenarten in Europa wurde der Götterbaum in Deutschland bisher relativ wenig beachtet, da seine Bestände noch weitgehend auf städtische [[Wärmeinsel]]n beschränkt sind, so beispielsweise in Dresden und Berlin. Angesichts steigender Jahresmitteltemperaturen infolge der allgemeinen [[Globale Erwärmung|globalen Erwärmung]] wäre bei Ausbleiben von Gegenmaßnahmen eine Ausbreitung in das Umland möglich. Diese Ausbreitung ist beispielsweise bereits an den von Berlin ausgehenden Autobahnen zu beobachten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik&amp;quot; /&amp;gt; Bisher ist die Art in Deutschland außerhalb der Städte selten und in auffallender Weise an Bahnlinien und große Straßen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Autobahnen gebunden. Auch in Großstädten wie Berlin&amp;lt;ref&amp;gt;I. Kowarik, R. Böcker: &amp;#039;&amp;#039;Zur Verbreitung, Vergesellschaftung und Einbürgerung des Götterbaumes (Ailanthus altissima (Mill.) Swingle) in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tuexenia.&amp;#039;&amp;#039; 4, 1984, S. 9–29, [https://www.tuexenia.de/publications/tuexenia/Tuexenia_1984_NS_004_0009-0029.pdf PDF (6 MB)].&amp;lt;/ref&amp;gt; und Wien&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Punz, Martin Kober, Katrin Armeanu, Robert Kugler, Manfred Engenhardt, Ingeborg Schinninger, Helmuth Sieghardt, Rudolf Maier: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ökophysiologie von Ailanthus altissima im Raum Wien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verh. Zool.-Bot. Ges. Österreich.&amp;#039;&amp;#039; 141, 2004, S.&amp;amp;nbsp;1–11.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die im Stadtzentrum sehr häufige Art zum Stadtrand hin immer seltener (in Berlin von 92,2 % besetzter Rasterfelder auf 3,2 %). In Nordwestdeutschland war sie bis in die 2000er Jahre recht selten, vermutlich wegen zu geringer [[Wärmesumme]] während der Vegetationsperiode. So trat sie im Ruhrgebiet nur vereinzelt auf.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Fuchs, I. Hetzel, G. H. Loos, P. Keil: &amp;#039;&amp;#039;Verwilderte Zier- und Nutzgehölze in naturnahen Wäldern des Ruhrgebietes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;AFZ – Der Wald.&amp;#039;&amp;#039; 12/2006, S. 622–625.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Nordamerika halten Albright u.&amp;amp;nbsp;a. eine deutliche Ausweitung der Verbreitung für sehr wahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas P. Albright, Hao Chen, Lijun Chen, Qinfeng Guo: &amp;#039;&amp;#039;The ecological niche and reciprocal prediction of the disjunct distribution of an invasive species: the example of Ailanthus altissima.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biol Invasions.&amp;#039;&amp;#039; 12, 2010, S.&amp;amp;nbsp;2413–2427 ([http://www.srs.fs.usda.gov/pubs/35514 Abstract und Link zum Volltext]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Götterbaum wurde aufgrund seines Ausbreitungspotenzials und der Schäden in den Bereichen [[Biodiversität]], Gesundheit bzw. Ökonomie in die [[Schwarze Liste der invasiven Neophyten der Schweiz]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bundesamt für Umwelt BAFU |Titel=Invasive gebietsfremde Arten |Online=https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/fachinformationen/erhaltung-und-foerderung-von-arten/invasive-gebietsfremde-arten.html |Abruf=2019-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. Buholzer, M. Nobis, N. Schoenenberger, S. Rometsch |Hrsg=Infoflora |Titel=Liste der gebietsfremden invasiven Pflanzen der Schweiz |Online=https://www.infoflora.ch/de/neophyten/listen-und-infobl%C3%A4tter.html |Abruf=2019-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde in den Anhang 2.2 der Freisetzungsverordnung aufgenommen, wodurch sein Verkauf ab September 2024 verboten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/86380.pdf |titel=Bundesrat verbietet Inverkehrbringen gewisser invasiver gebietsfremder Pflanzen |werk=Bundesrat |datum=2024-03-01 |abruf=2024-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verordnung über den Umgang mit Organismen in der Umwelt (Freisetzungsverordnung, FrSV) |TitelErg=Änderungen vom 1. März 2024 |Hrsg=Schweizerischer Bundesrat |Datum=2024-03-01 |Online=https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/86380.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Götterbaum wurde am 25. Juli 2019 auf die [[Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2019|1262|typ=Durchführungsverordnung|titel=der Kommission vom 25. Juli 2019 zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 2016/1141 zwecks Aktualisierung der Liste invasiver gebietsfremder Arten von EU-weiter Bedeutung |abruf=2019-11-24 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit verbunden ist unter anderem ein Handelsverbot in der [[Europäische Union|Europäischen Union]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |werk=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/wissen/umwelt-giessen-experte-ausbreitung-des-goetterbaums-in-naturschutzgebieten-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190926-99-38520 |titel=Experte: Ausbreitung des Götterbaums in Naturschutzgebieten |autor= |hrsg= |datum=2019-09-26 |abruf=2019-11-24 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Götterbaum als Nahrung für Pflanzenfresser ==&lt;br /&gt;
Aus dem indigenen Areal in China werden 46 [[Arthropoden]], 16 pflanzenpathogene Pilzarten und ein Virus angegeben, die den Götterbaum attackieren.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Q. Ding, Y. Wu, H. Zheng et al.: &amp;#039;&amp;#039;Assessing potential biological control of the invasive plant, tree-of-heaven, Ailanthus altissima.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biocontrol Science and Technology.&amp;#039;&amp;#039; 16, 2006, 547–566, {{DOI|10.1080/09583150500531909}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Davon wurden die [[Rüsselkäfer]]arten &amp;#039;&amp;#039;[[Eucryptorrhynchus brandti]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Eucryptorrhynchus chinensis]]&amp;#039;&amp;#039;, die nur auf dem Götterbaum vorkommen, für eine Einführung in die USA zur biologischen Bekämpfung getestet (vgl. Abschnitt Bekämpfung).&lt;br /&gt;
Der Götterbaum wird aber in den Regionen, in denen er vom Menschen eingeschleppt wurde, nur von wenigen [[Pflanzenfresser]]n als Nahrung akzeptiert, dies wurde ursprünglich sogar als Vorteil für seine Anpflanzung gesehen und ist typisch für Neophyten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik &amp;amp; Säumel 2007&amp;quot; /&amp;gt; In Nordamerika ist der Schmetterling &amp;#039;&amp;#039;Atteva aurea&amp;#039;&amp;#039; (früher: &amp;#039;&amp;#039;Atteva punctella&amp;#039;&amp;#039;) (Attevidae, [[Yponomeutoidea]]), der vorher an einer anderen Baumart der Familie in Florida heimisch war, auf den Götterbaum übergegangen und wird nun als „Ailanthus webworm“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;John James Wilson, Jean-François Landry, Daniel H. Janzen et al.: &amp;#039;&amp;#039;Identity of the ailanthus webworm moth (Lepidoptera, Yponomeutidae), a complex of two species: evidence from DNA barcoding, morphology and ecology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ZooKeys.&amp;#039;&amp;#039; 46, 2006, 41–60, {{DOI|10.3897/zookeys.46.406}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einziger in Europa auf die Art übergegangener Pflanzenfresser ist der [[Amerikanischer Webebär|Amerikanische Webebär]] (&amp;#039;&amp;#039;Hyphantria cunea&amp;#039;&amp;#039;), selbst eine neozoische Art.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik &amp;amp; Säumel 2007&amp;quot; /&amp;gt; Der zu den [[Pfauenspinner]]n gehörende [[Ailanthus-Spinner]] (&amp;#039;&amp;#039;Samia cynthia&amp;#039;&amp;#039;) ernährt sich von den Blättern des Götterbaums. Aus seinem Kokon lässt sich eine Seide produzieren, die haltbarer und preisgünstiger ist als die übliche Seide. Der Ailanthus-Spinner wurde in mehrere Stadtgebiete der östlichen [[USA]] sowie in [[Wien]] eingeführt, um eine Seidenindustrie zu begründen. Einführungszeitpunkt in Wien war 1856; seit 1924 wird der Ailanthus-Spinner in Österreich als [[Neozoon]] betrachtet. In seiner Verbreitung ist er jedoch an die Götterbäume und damit an überwärmte Stadtgebiete gebunden. Auch im Osten der USA findet man diesen Spinner nur in Stadtnähe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik &amp;amp; Säumel 2007&amp;quot; /&amp;gt; Das Auftreten des Ailanthus-Spinners ist ein Beispiel, dass ein eingeführter und verbreiteter Neophyt auch seine Schadinsekten nach sich ziehen kann. Im Falle des Ailanthus-Spinners war an dessen Ausbreitung allerdings der Mensch sehr stark beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzenpathogene Pilze der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Verticillium]]&amp;#039;&amp;#039; verursachen beim Götterbaum die Pflanzenkrankheit [[Verticillium-Welke]]. Neben dem weit verbreiteten &amp;#039;&amp;#039;Verticillium dahliae&amp;#039;&amp;#039; wurde in absterbenden Götterbäumen in Europa und Nordamerika auch die neu beschriebene Art &amp;#039;&amp;#039;Verticillium nonalfalfae&amp;#039;&amp;#039; nachgewiesen, von dem einige Stämme wirtsspezifisch sind. &amp;#039;&amp;#039;Verticillium&amp;#039;&amp;#039;-Arten werden in den USA und in Österreich (hier im Versuchsstadium)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halm&amp;quot; /&amp;gt; bereits als hoch wirksame Mykoherbizide gegen Götterbaum eingesetzt, ein Einsatz in der Schweiz wird erwogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mélanie Siegrist, Ottmar Holdenrieder: &amp;#039;&amp;#039;Die Verticillium-Welke – eine Option zur Bekämpfung des Götterbaumes in der Schweiz?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen.&amp;#039;&amp;#039; 167(5), 2016, 249-257, {{DOI|10.3188/szf.2016.0249}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung von Götterbäumen wurde oft beobachtet, dass die Keimung anderer Pflanzenarten und das Bodenleben gehemmt erscheinen. Dafür wird, neben anderen sekundären Pflanzenstoffen, die [[Allelopathie|allelopathisch]] wirkende Substanz [[Ailanthon]] verantwortlich gemacht; diese wird allerdings im Lauf der Zeit von Bodenbakterien abgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Samantha Sasnow: &amp;#039;&amp;#039;Examination of the Soil Bacteria Responsible for the Decomposition of Ailanthone, an Inhibitory Chemical in Ailanthus altissima.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;DePaul Discoveries.&amp;#039;&amp;#039; 1(1), 2012, article 10, [https://via.library.depaul.edu/depaul-disc/vol1/iss1/10 download].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekämpfung des Götterbaumes ==&lt;br /&gt;
Die Bekämpfung des Götterbaumes verursacht im Mittelmeerraum bereits hohe Kosten, da er nach dem Schnitt rasch wieder austreibt und dichte Bestände bildet. Eine fünfjährige Studie von 2010 empfahl als wirksamste Methode, die Bäume zu fällen und den Austrieb mit [[Glyphosat]] zu behandeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Soraya Constán-Nava, Andreu Bonet, Estrella Pastor, María José Lledó: &amp;#039;&amp;#039;Long-term control of the invasive tree Ailanthus altissima: Insights from Mediterranean protected forests.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forest Ecology and Management.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 260, Nr. 6, 2010, S. 1058–1064, [[doi:10.1016/j.foreco.2010.06.030]].&amp;lt;/ref&amp;gt; In Österreich bewirkten &amp;#039;&amp;#039;[[Verticillium]]&amp;#039;&amp;#039;-Präparate in Versuchen sehr hohe Mortalitätsraten und wirken besonders gut an flächigen Beständen, die durch Wurzelbrut entstanden und über die Wurzeln verbunden sind. Mit ihnen ist, im Vergleich zum ebenfalls praktikablen [[Ringelung|Ringeln]] (dem ringförmigem Einschneiden der Rinde), eine effektive und kostengünstige Bekämpfung möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Halm&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nordamerika wurde der spezialisierte [[Rüsselkäfer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Eucryptorrhynchus brandti]]&amp;#039;&amp;#039; getestet, um den Götterbaum biologisch zu bekämpfen.&amp;lt;ref&amp;gt;N. J. Herrick, T. J. McAvoy, A. L. Snyder, S. M. Salom, L. T. Kok: &amp;#039;&amp;#039;Host-range testing of Eucryptorrhynchus brandti (Coleoptera: Curculionidae), a candidate for biological control of tree-of-heaven, Ailanthus altissima.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Environ Entomol.&amp;#039;&amp;#039; 41(1), 2012, S. 118–124, (PMID 22525066).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Larven der Art können in China Bäume durch Rindenfraß zum Absterben bringen. Sie bevorzugen allerdings klar beschädigte oder geschwächte Pflanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;T. J. McAvoy, S. M. Salom, B. Yu et al.: &amp;#039;&amp;#039;Occurrence and development of Eucryptorrhynchus brandti and E. chinensis (Coleoptera: Curculionidae) on Ailanthus altissima trees subjected to different levels of mechanical damage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biocontrol Science and Technology.&amp;#039;&amp;#039; 24(1), 2014, 65–79, {{DOI|10.1080/09583157.2013.847902}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Essigbaum]] sieht dem Götterbaum ähnlich und wächst frei in denselben Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 644.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ingo Kowarik]]: &amp;#039;&amp;#039;Biologische Invasionen: Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3924-3. (2., erweiterte Auflage. 2010, ISBN 978-3-8001-5889-8).&lt;br /&gt;
* Ingo Kowarik, Ina Säumel: &amp;#039;&amp;#039;Biological Flora of Central Europe: Ailanthus altissima (Mill.) Swingle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Perspectives in Plant Ecology, Evolution and Systematics.&amp;#039;&amp;#039; 8, 2007, {{ISSN|1433-8319}}, S. 207–237.&lt;br /&gt;
* Ingo Kowarik, Ina Säumel: &amp;#039;&amp;#039;Ailanthus altissima (Mill.) SWINGLE, 1916.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Andreas Roloff]], Horst Weisgerber, Ulla Lang, Bernd Stimm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Holzgewächse. Handbuch und Atlas der Dendrologie.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-VCH, Weinheim 2013, ISBN 978-3-527-32141-4, 30. Ergänzungslieferung 04/13, S. 1–24.&lt;br /&gt;
* [[Mario Ludwig]], Harald Gebhard, Herbert W. Ludwig, Susanne Schmidt-Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Neue Tiere &amp;amp; Pflanzen in der heimischen Natur – Einwandernde Arten erkennen und bestimmen.&amp;#039;&amp;#039; BLV Verlagsgesellschaft, München 2000, ISBN 3-405-15776-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Ailanthus altissima|Götterbaum (&amp;#039;&amp;#039;Ailanthus altissima&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|131}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|66}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|131}}&lt;br /&gt;
* {{InfoFlora|ID=1442|WissName=Ailanthus altissima|Abruf=2015-12-04}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Hauptgruppen/ailanthus.htm#Dr%C3%BCsiger%20G%C3%B6tterbaum Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
* [http://www.giftpflanzen.com/ailanthus_altissima.html &amp;#039;&amp;#039;Die Giftpflanze Götterbaum&amp;#039;&amp;#039;] auf giftpflanzen.com.&lt;br /&gt;
* [https://neobiota.bfn.de/handbuch/gefaesspflanzen/ailanthus-altissima.html &amp;#039;&amp;#039;Ailanthus altissima&amp;#039;&amp;#039;] auf neobiota.de, Bundesamt für Naturschutz.&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/wissenschaft/article200854712/Goetterbaum-Wie-bekaempft-man-Goetterbaeume-nachhaltig.html Verfluchter Götterbaum!]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7735293-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gotterbaum}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bittereschengewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanze auf der Liste der invasiven Neophyten (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neophyt in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-16854-62</name></author>
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