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	<title>Görsbach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T11:48:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%B6rsbach&amp;diff=265101&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%B6rsbach&amp;diff=265101&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-08T13:23:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Gemeinde Görsbach, zum gleichnamigen Fluss in Tschechien siehe [[Jeřice (Fluss)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = &lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 51/27/47/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/56/06/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Görsbach in NDH.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Thüringen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Nordhausen&lt;br /&gt;
|Höhe              = 154&lt;br /&gt;
|PLZ               = 99765&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 036333&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 16062008&lt;br /&gt;
|Adresse           = Straße der Einheit 100&amp;lt;br /&amp;gt;99765 Heringen/Helme&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.stadt-heringen.de/goersbach.html www.stadt-heringen.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Angela Simmen&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel=Bürgermeisterin&lt;br /&gt;
|Partei            = parteilos&lt;br /&gt;
|Erfüllende Gemeinde = [[Heringen/Helme]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Görsbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gemeinde im [[Landkreis Nordhausen]] in [[Thüringen]]. [[Verwaltungsgemeinschaft und erfüllende Gemeinde (Thüringen)|Erfüllende Gemeinde]] für Görsbach ist die Stadt [[Heringen/Helme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Görsbach liegt in einer &amp;#039;&amp;#039;Agrarregion&amp;#039;&amp;#039;. Es ist ein Dorf in der Mitte der [[Goldene Aue|Goldenen Aue]] nordwestlich der [[Talsperre Kelbra]], nördlich der [[Helme]], östlich der Stadt [[Nordhausen]], nördlich der Ortslage erhebt sich ganz allmählich aus der Niederung der Goldenen Aue das Hochland des südlichen Abdachung des [[Alter Stolberg|Alten Stolbergs]], Teil des [[Südharzer Zechsteingürtel]]s, einem dem [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]] vorgelagerten Höhenzug. Im Süden und Südwesten, jenseits der Goldenen Aue erheben sich die Berge der [[Windleite]], im Südosten auf der anderen Seite der Talsperre Kelbra das [[Kyffhäuser]]gebirge.&lt;br /&gt;
[[Datei:Görsbach; Blick zur Kirche Sankt Mauritius.jpg|mini|Görsbach, Blick zur Kirche Sankt Mauritius]]&lt;br /&gt;
Die UTM-Koordinaten des Kirchturms von Sankt Mauritius zu Görsbach sind: 32 U 634,321 km E, 5702,944 km N, (WGS 84).&amp;lt;ref&amp;gt;Satellitenbild von Google Earth vom 6. April 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umliegende Ortschaften ===&lt;br /&gt;
Im Norden von Görsbach befinden sich bereits jenseits des Alten Stolbergs die Ortschaften [[Uftrungen]], [[Rottleberode]] und [[Stempeda]], welche sich bereits im Einzugsgebiet der [[Thyra (Fluss)|Thyra]] befinden. Dort befindet sich auch die Höhle [[Heimkehle]]. Jenseits dieser drei Ortschaften erhebt sich der [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]]. im Osten von Görsbach befinden sich die Ortschaften [[Bösenrode]] und [[Berga (Kyffhäuser)|Berga]], beide am Unterlauf der Thyra gelegen. Im Südosten erstreckt sich der [[Talsperre Kelbra|Stausee Kelbra]], dahinter am gegenüberliegenden Ufer befindet sich die Stadt [[Kelbra (Kyffhäuser)|Kelbra]] mit den Strandbädern, Campingplätzen und Infrastruktur für den Wassersport. Weiter südöstlich hinter Kelbra erhebt sich das [[Kyffhäuser]]gebirge. Nur 1&amp;amp;nbsp;km südlich von Görsbach befindet sich die zu Görsbach zugehörige Aumühle, welche direkt an der [[Helme]] liegt, Aumühle ist ein Ortsteil von Görsbach. Weiter südlich am südlichen Rand der [[Goldene Aue|Goldenen Aue]] liegt [[Auleben]] und im Südwesten [[Hamma]]. Jenseits von Auleben und Hamma erhebt sich der Höhenzug der [[Windleite]]. Etwa in westsüdwestlicher Richtung liegend befindet sich die Stadt Heringen, welche auch von der Helme berührt wird. Zwischen Aumühle und Heringen befindet sich der Zusammenfluss der Helme mit der [[Zorge (Fluss)|Zorge]]. Genau in westlicher Richtung von Görsbach liegt das Dorf [[Windehausen]] an der Zorge. Im Nordwesten liegt das Dorf [[Urbach (Landkreis Nordhausen)|Urbach]], welches sich wie Görsbach im Übergangsgebiet zwischen Goldener Aue und Südabdachung des Alten Stolbergs befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wüstungen ===&lt;br /&gt;
Rings um Görsbach herum gibt es eine Vielzahl von Wüstungen, sowohl in der einst sumpfigen aber fruchtbaren Goldenen Aue als auch nördlich von Görsbach auf der trockeneren Abdachung des Alten Stolberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich von Görsbach, rings um das Forsthaus Rodeberg gab es die folgenden abgegangenen Ortschaften: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amelsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nicolausrode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Crimderode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Timmenrode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trockenbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Östlich von Görsbach, etwa auf halbem Weg nach Berga lag einst das Dorf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tütchenwende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Im Südosten in unmittelbarer Nähe von Aumühle lag auf der Nordseite der [[Helme]] der Ort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorrieth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, südlich der Helme Richtung Auleben &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Langenrieth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Im Südwesten auf halbem Weg nach Hamma am Unterlauf des Hammaer Bachs lag &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, nördlich davon der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riethhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, noch weiter nördlich davon bereits nördlich der Helme und östlich des Zusammenflusses von dieser mit der Zorge gab es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lanne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berrungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; westlich des Zusammenflusses der Zorge aber östlich von Windehausen gab es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Othstedt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Auf halbem Wege nach Urbach lag &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Libiz;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; westlich von Urbach gab es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ebersborn und Grumbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und nördlich Urbachs lag einst &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wärsdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Karte des Helmegaus, entworfen und gezeichnet von Karl Meyer, Nordhausen. Scan: nordhausen-wiki.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Die [[Bundesautobahn 38]] streift die Gemarkung des Dorfes nördlich. Görsbach selbst befindet sich an der [[Landesstraße]] L3080 / L151, welche die Kreisstädte [[Nordhausen]] und [[Sangerhausen]] miteinander verbindet und in diesem Abschnitt die einstige [[Bundesstraße 80]] ersetzt. Von Görsbach aus nach Süden verläuft die Landstraße L2079, welche über Aumühle nach Auleben, dann an Hamma vorbei zur Stadt Heringen führt. Nach Norden führt ein befestigter aber nicht asphaltierter Fahrweg nach Uftrungen und zur Heimkehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf hat einen [[Haltepunkt]] an der [[Bahnstrecke Halle–Hann. Münden|Bahnstrecke Halle–Kassel]]. Öffentlichen Busverkehr gibt es nach Nordhausen mit der Linie 20 über Auleben, Hamma, Heringen, Uthleben und Sundhausen, und mit der Linie 21 der Nordhäuser Stadtwerke über Urbach, Windehausen, Bielen ebenso nach Nordhausen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadtwerke-nordhausen.de/verkehr/bus-strassenbahn/fahrplan/ |titel=Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH, Bus und Strassenbahnfahrpläne |hrsg=Nordhäuser Verkehrsbetriebe GmbH |datum=2021 |abruf=2021-05-02 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturschutzgebiete (NSG) ===&lt;br /&gt;
In der näheren Umgebung Görsbachs liegen die folgenden 2 Naturschutzgebiete, die durch die politische Teilung der Region auf 4 Naturschutzgebiete bzw. 4 FFH-2000-Gebiete, 3 Vogelschutzgebiete und 1 Ramsar-Schutzgebiet aufgeteilt wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schutzgebiet (1);&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Im Norden Görsbachs, um den Alten Stolberg herum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- NSG: [[Alter Stolberg]] mit 6,233 km², Nummer 20 730 (Nordhang und Westhang des Alten Stolbergs um Stempeda und Steigerthal). Dieses Gebiet ist identisch mit dem &amp;#039;&amp;#039;Vogelschutzgebiet&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;FFH (Flora-Fauna-Habitat) 2000 Gebiet &amp;quot;Alter Stolberg.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- NSG [[Alter Stolberg (Sachsen-Anhalt) und Grasburger Wiesen|Alter Stolberg und Grasburger Wiesen]], mit 0,2426 km² mit der Nummer 162 121 (in unmittelbarer Nähe westlich von Rottleberode). Dieses Gebiet bildet gemeinsam mit dem NSG Gipskarstlandschaft Heimkehle ein gemeinsames &amp;#039;&amp;#039;FFH-2000 Gebiet &amp;quot;Alter Stolberg und Heimkehle im Südharz&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, mit 0,86 km²&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- NSG [[Gipskarstlandschaft Heimkehle]], mit 0,6286 km², und der Nummer 163 254 (Südlich von Rottleberode, östlich von Uftrungen am Osthang des Alten Stolberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- &amp;#039;&amp;#039;FFH-2000-Gebiet &amp;quot;Reesberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: die &amp;#039;&amp;#039;westliche&amp;#039;&amp;#039; Erweiterung des NSG Gipskarstlandschaft Heimkehle; dieses FFH-Gebiet ist weder als NSG noch als Vogelschutzgebiet ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schutzgebiet (2)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;;&amp;#039;&amp;#039; Im Südosten Görsbachs, um den Stausee Kelbra herum und seiner westlichen Erweiterung als Hochwasserrückhaltebecken bzw. Feuchtgebiet, einschließlich der Salzwiesen östlich von Auleben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-NSG [[Schloßberg - Solwiesen|Schlossberg-Solwiesen]], mit 5,415 km² und der Nummer 165 423, welches sich vor allem in der Gemarkung Badra und Auleben befindet, sich über Teile des Helmestausees und der Salzwiesen in der Niederung der Goldenen Aue, aber auch über die südlich befindlichen die Höhen der Badraer Schweiz erstreckt. Dieses NSG befindet sich innerhalb des größeren &amp;#039;&amp;#039;FFH-Gebiets Kyffhäuser - Badraer Schweiz-Solwiesen&amp;#039;&amp;#039;, welches eine Fläche von 33,82 km² aufweist, und weitere 4 NSG beinhaltet, welche aber von Görsbach aus weiter entfernt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-&amp;#039;&amp;#039;Vogelschutzgebiet Helmestausee Berga-Kelbra&amp;#039;&amp;#039; mit 7,85 km². Dieses Vogelschutzgebiet beschränkt sich ausschließlich auf die Fläche des Kelbraer Stausees innerhalb der Gemarkungen von Kelbra und Berga. Ist weder als NSG oder FFH-Gebiet ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- &amp;#039;&amp;#039;Vogelschutzgebiet Kyffhäuser - Badraer Schweiz-Helmestausee&amp;#039;&amp;#039; mit 37,91 km². Dieses Vogelschutzgebiet erstreckt sich über die restliche Fläche des Stausees Kelbra, aber auch die Feuchtgebiete westlich davon, einschließlich dem gesamten oben genannten FFH-2000-Gebiet Kyffhäuser-Badraer Schweiz-Solwiesen, einschließlich dem darin befindlichen NSG Schlossberg-Solwiesen.und den anderen 4 NSG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- &amp;#039;&amp;#039;Ramsar-Schutzgebiet Nummer 176 Helmestausee Berga-Kelbra&amp;#039;&amp;#039;, seit 1978; mit 14,53 km² Ausdehnung, welches das gesamte Vogelschutzgebiet Helmestausee Berga-Kelbra und den nördlichen in der Niederung der Goldenen Aue befindlichen Teil des Vogelschutzgebietes Kyffhäuser-Badraer Schweiz-Helmestausee mit einschließt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundesamt für Naturschutz |url=https://geodienste.bfn.de/schutzgebiete?lang=en |titel=Schutzgebiete in Deutschland |hrsg=Bundesamt für Naturschutz |datum=2015 |abruf=2021-05-03 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas kompliziert, aber die Flächen decken sich weitgehend, und bilden praktisch 2 unterschiedliche Schutzgebiete mit unterschiedlicher Gesetzgebung und Bewirtschaftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Görsbach St. Mauritius 01.jpg|mini|links|Kirche St. Mauritius in Görsbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 772 als &amp;#039;&amp;#039;Gerhelmesbach&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ortschronik&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort lag wie alle anderen Orte in der Goldenen Aue im mittelalterlichen thüringischen [[Helmegau]]. Ursprünglich von einer Mauer umgeben, bezogen sich Gebietsangaben auf Ober- und Untertor. Mit der Zuwanderung der Flamen im 12. Jahrhundert nördlich der Mauer auf ödem Land kam die Gebietsbezeichnung Hofestatt hinzu. Die [[Flamen]] und [[Mönche]] vom [[Kloster Walkenried]] meliorierten die Aue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hohnsteiner (vor 1413) ===&lt;br /&gt;
Görsbach hat sehr wahrscheinlich vor dem [[Fleglerkrieg]] und der Heldrunger Fehde im Jahre 1413 zur [[Grafschaft Hohnstein]], Linie Kelbra-Heingen, bzw. Heringen gehört, aus welchem das spätere sächsische bzw. noch spätere preußische [[Amt Heringen]] hervorging, zu welchem Görsbach gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wettiner, Schwarzburger und Stolberger (1413–1806) ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1413 kamen die Dörfer des Amts Heringen an die [[Landgrafen von Thüringen]] aus dem [[Haus Wettin|Hause Wettin]], welche sie in den folgenden Jahren als Pfand weiterhin existierender Regionalherrscher weitergaben: der [[Grafschaft Stolberg]] und [[Schwarzburg (Adelsgeschlecht)|Schwarzburg]] zu gleichen Teilen. Gleiches geschah auch mit dem benachbarten [[Amt Kelbra]]. Lehnsherr waren die Thüringer Landgrafen des Hauses Wettin, nach der [[Leipziger Teilung]] im Jahre 1485 die Linie der [[Albertiner]] des gleichen Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische Zeit (1806–1815) ===&lt;br /&gt;
Mit der Schaffung des [[Rheinbund]] im Jahre 1806, dem [[Königreich Westphalen]] (1807) und der Schaffung des [[Königreich Sachsen]] (1806), dank eines Bündnisses des Kurfürstentums Sachsen mit Napoleon; lag das Amt Heringen mit umliegenden Dörfern im Rheinbund und somit durchgehend unter der Kontrolle Napoleons. Auf den historischen Karten aus dieser Zeit ist ersichtlich, dass Heringen weder im Königreich Westphalen, noch im Königreich Sachsen lag, aber ganz in ihrer Nähe und innerhalb des Rheinbundes, an welche sich spätestens im Jahre 1808 auch Schwarzburg und Stolberg angeschlossen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Preußische &amp;#039;&amp;#039;Provinz Sachsen&amp;#039;&amp;#039; (1815–1945) ===&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg über Napoleon erfolgte der [[Wiener Kongress]] (1814–1815), wo die großen Siegerstaaten sich reichlich mit Territorien selbst bedienten. [[Preußen]] [[Annexion|annektierte]] nicht nur weite Gebiete des Königreiches Sachsen, aus welchem die Albertinischen Territorien seit 1806 hervorgingen, sondern auch bis dahin auch selbstständige Städte, geistliche Territorien und Kleinstaaten Thüringens, Hessens und des Rheinlandes; hier im Gebiet der Goldenen Aue die Grafschaft Stolberg, die freie [[Reichsstadt Nordhausen]] und die bisher unter gemeinschaftlicher Schwarzburger und Stolberger Herrschaft stehenden Ämter Heringen und Kelbra. Sämtliche ehemals sächsischen- und thüringischen Annexionen wurden in der neu entstandenen preußischen [[Provinz Sachsen]] zusammengefasst. Beide Ämter gemeinsam mit der gesamten Grafschaft Stolberg und somit auch Görsbach kamen an den 1816 gebildeten preußischen [[Regierungsbezirk Merseburg]] und dort an den [[Landkreis Sangerhausen (Provinz Sachsen)]], während die Grafschaft [[Schwarzburg-Rudolstädter Unterherrschaft|Schwarzburg-Rudolstadt Unterherrschaft Frankenhausen]] für den Verlust beider Ämter von Preußen eine Abfindung erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetische Besatzung und DDR-Zeit (1945–1990) ===&lt;br /&gt;
Unter der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|sowjetischen Militäradministration]] wurde 1945 aus den preußischen Regierungsbezirken Merseburg und [[Regierungsbezirk Magdeburg|Magdeburg]], dem dazwischenliegenden [[Freistaat Anhalt]] und den [[Herzogtum Braunschweig|Braunschweigischen]] Territorien um [[Calvörde|Calförde]] und [[Blankenburg (Harz)|Blankenburg (Harz]]) kurzfristig eine neue „Provinz Sachsen“ gegründet, aus welcher mit der Auflösung Preußens 1947 erstmals ein Land [[Sachsen-Anhalt]] geschaffen wurde. So kam auch die Ämter Heringen und Kelbra mit all ihren Dörfern als Teil des [[Landkreis Sangerhausen (Provinz Sachsen)|Landkreises Sangerhausen]] des Regierungsbezirk Halle-Merseburg in dieses neue Land Sachsen-Anhalt. Der preußische [[Regierungsbezirk Erfurt]] mit der [[Nordhausen|Stadt Nordhausen]] und dem umliegenden [[Landkreis Grafschaft Hohenstein|Kreis Grafschaft Hohnstein]] kam nach [[Thüringen]]. Am 7. Oktober 1949 wurde die DDR gegründet, am 23. Juli kam das „Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern in der Deutschen Demokratischen Republik“, in welchem die damaligen Länder ihre Kreise neu zu gliedern hatten und diese in mehrere Bezirke zusammenzufassen, um dann ihre Aufgaben auf diese zu übertragen. Dies wurde bereits zum 25. Juli 1952 umgesetzt. Es entstanden 14 [[Bezirk (DDR)|Bezirke]], aus 132 Kreisen wurden 217. ([[Kreisreformen in der DDR]]). Dabei wurde der westliche Teil des [[Landkreis Sangerhausen (Provinz Sachsen)|Landkreises Sangerhausen]] einschließlich dem gesamten historischen [[Amt Heringen]] mit zugehörigem Görsbach dem neu gegründeten DDR [[Kreis Nordhausen]] übertragen und kam somit zum Bezirk Erfurt. Das benachbarte [[Amt Kelbra]] blieb im verkleinerten [[Kreis Sangerhausen]] und kam zum [[Bezirk Halle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1952 erfolgte auch in Görsbach die [[Zwangskollektivierung]] der bäuerlichen Betriebe. Es wurde eine [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]] gegründet. Durch die verbesserte Arbeitsteilung und Spezialisierung in der Landwirtschaft wurden immer mehr Menschen in der Industrie bzw. Dienstleistungssektor beschäftigt. Es gab einen starken täglichen Arbeitspendler-Verkehr in die nahen Städte vor allem nach Heringen, Nordhausen, aber auch nach Rossla und Sangerhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bau der Talsperre Kelbra (eingeweiht 1966) wurde die Bahnlinie zwischen Heringen und Berga-Kelbra umgeleitet. Der einstige Bahnhof Aumühle wurde geschlossen und 600 m nördlicher und näher an die Ortslage von Görsbach heran entstand an dem neuen Abschnitt der neue Bahnhof Görsbach, zum Vorteil für die Einwohner des Dorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Görsbach nach der Wiedervereinigung (1990–heute) ===&lt;br /&gt;
Kurz vor der Wiedervereinigung wurden die neuen Länder gegründet. Der gesamte Bezirk Erfurt, einschließlich dem Kreis Nordhausen mit dem Dorf Görsbach wurde dem Bundesland Thüringen zugeordnet. Mit der Wiedervereinigung wurden viele Betriebe geschlossen, es gab eine hohe Arbeitslosigkeit. Und es begann die Zeit der wöchentlichen, bzw. monatlichen Arbeitspendler in westdeutsche Großstädte und ins europäisches Ausland, wie die Niederlande oder Belgien, und dort vor allem im Baugewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 wurde das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde nach dem Pfarrer und Wegbereiter der Reformation Cyriacus Taubenthal (1497–1563) benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baudenkmäler ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf der Goethestrasse zu Görsbach.jpg|mini|Aud der Goethestrasse zu Görsbach]]&lt;br /&gt;
Zu den Sehenswürdigkeiten in Görsbach zählt vor allem die Kirche [[St. Mauritius (Görsbach)|St. Mauritius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf in seiner Gesamtheit hat viele schöne alte Fachwerkhäuser, einschließlich alter Ställe und Scheunen, komplette Bauernhöfe aufzuweisen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gärten von Görsbach- Im Hintergrund Sankt Mauritius.jpg|mini|Sankt Mauritius zu Görsbach]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmale in Görsbach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] in Görsbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die seit der [[Kommunalwahlen in Thüringen 2024|Kommunalwahl 2024]] alle vom Bürgerkomitee Görsbach gestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&amp;amp;wJahr=2024&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;auswertung=3&amp;amp;wknr=062&amp;amp;gemnr=62008&amp;amp;terrKrs=&amp;amp;gemteil=000&amp;amp;buchstabe=&amp;amp;Langname=&amp;amp;wahlvorschlag=&amp;amp;sort=&amp;amp;druck=&amp;amp;XLS=&amp;amp;anzahlH=-1&amp;amp;Nicht_existierende=&amp;amp;x_vollbildDatenteil=&amp;amp;optik=&amp;amp;aktual=&amp;amp;ShowLand=&amp;amp;ShowWK=&amp;amp;ShowPart= |titel=Gemeinderatswahl 2024 in Thüringen – Görsbach. |werk=wahlen.thueringen.de |sprache=de |abruf=2024-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bürgermeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeisterin ist seit 2016 Angela Simmen vom Bürgerkomitee Görsbach. Sie wurde zuletzt 2022 mit 97,1 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&amp;amp;wJahr=2022&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=062&amp;amp;gemnr=62008 |titel=Bürgermeisterwahl 2024 in Thüringen – Görsbach. |werk=wahlen.thueringen.de |sprache=de |abruf=2024-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partnergemeinden ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Görsbach besitzt seit 1992 eine Partnerschaft mit [[Kaisersesch]] in Rheinland-Pfalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Moritz Steinmetz]] (* 27. April 1529 in Görsbach; † 1. Juli 1584 in Leipzig), Gelehrter und Professor an der Universität Leipzig&lt;br /&gt;
* [[Valentin Steinmetz]] (* um 1547 in Görsbach; † ca. 1597 in Tunzenhausen), deutscher evangelischer Pfarrer, Astronom und Kalenderherausgeber&lt;br /&gt;
* Aegidius Müller (* 2. Juli 1766 bei Görsbach; † 14. August 1841 in Braunschweig), Kammermusiker, Vater der [[Gebrüder Müller]], eines bekannten [[Streichquartett]]s des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts am [[Braunschweiger Opernhaus]].&lt;br /&gt;
* Cyriacus Taubenthal (* um 1497 in Görsbach; † 1563 in Wolfenstedt), Pfarrer und Wegbereiter der Reformation im Kyffhäusergebiet, großzügiger Gönner seines Geburtsortes&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Kirchner; Rudolf Schuhmann: &amp;#039;&amp;#039;Cyriacus Taubenthal – ein Görsbacher in den Stürmen der deutschen frühbürgerlichen Revolution&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen&amp;#039;&amp;#039;, H. 14, 1989, S. 15 ff. [https://nordhausen-wiki.de/wiki/Beitr%C3%A4ge_zur_Heimatkunde_aus_Stadt_und_Kreis_Nordhausen_(Heft_14/1989) Inhaltsverzeichnis BGNDH 1989]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= |Herausgeber= Rat der Gemeinde Görsbach |Titel= Festschrift 1200 Jahre Görsbach |Ort= Görsbach |Jahr= 1973 |Seiten= 95 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=R. Schuhmann |Herausgeber= Rat der Gemeinde Görsbach |Titel= Festschrift 1225 Jahre Görsbach vom 4.–12. Juli 1998 |Ort=o.&amp;amp;nbsp;O. |Jahr= 1998 |Seiten= 88 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4355433-7}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-heringen.de/goersbach.html Stadt Heringen – Görsbach]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Nordhausen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4355433-7|VIAF=249329965}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gorsbach}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Nordhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 772]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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