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	<title>Göring-Kahn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T06:19:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=G%C3%B6ring-Kahn&amp;diff=1852750&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Msohn: Korrrekturen zum Versenkungsdatum des Hennigsdorfer Kahns nach neuesten Aktenfunden des DSRK aus Magdeburg</title>
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		<updated>2026-02-24T11:14:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrrekturen zum Versenkungsdatum des Hennigsdorfer Kahns nach neuesten Aktenfunden des DSRK aus Magdeburg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kahnwrack Hennigsdorf 1.JPG|mini|Wrack eines hölzernen Kahns mit Breslauer Maß (vermutlich Göring-Kahn) in der Havel bei Hennigsdorf. Dort 1969 von den DDR-Grenztruppen versenkt zur Befestigung der Grenzanlagen und Fluchtverhinderung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Göring-Kahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwedenkahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde eine Serie hölzerner Frachtkähne bezeichnet, die Anfang der 1940er Jahre in [[Uddevalla]] ([[Schweden]]) auf deutsche Rechnung für die [[Reichswerke Hermann Göring|Reichswerke AG für Binnenschiffahrt „Hermann Göring“]] gebaut wurden. Der Begriff tauchte unter Binnenschiffern in der Zeit während und nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in Deutschland auf. Zugeordnet wurden sie der am 25.&amp;amp;nbsp;April&amp;amp;nbsp;1942 in Berlin –&amp;amp;nbsp;mit Sitz in Braunschweig und einer Niederlassung in Ruhrort&amp;amp;nbsp;– gegründeten Kanal-Verkehr AG. Unter diesem Oberbegriff wurden die im [[Aufteilung des Reichsvermögens|Reichseigentum]] befindlichen bzw. die Reichsbeteiligungen an Binnenreedereien und -werften zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform und Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
Zeichnungen oder Bauunterlagen dieser Kähne sind derzeit nicht überliefert. Aus Aussagen von Schiffern und Schiffbauern und von einem vermutlich letzten erhaltenen Wrack in der Havel bei [[Hennigsdorf]] (Land Brandenburg) ist auf eine ungewöhnlich aufwändige und robuste Holzbauweise zu schließen. Die Bordwände sind teilweise diagonal beplankt und mit besonders vielen Nägeln verbolzt worden. Der Ladeboden (Strau) war als Parkettboden verlegt. Später wurde der Bugbereich außenbords mit Eisenplatten versehen wegen eventuellen Eisgangs im Kanal. Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse wurden in Schweden zehn Holzkähne gleicher Bauart erstellt. Fünf dieser Kähne sind im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verloren gegangen. Vier Schiffe hatte die Kanal-Verkehr-A.G. Duisburg-Ruhrort (K.V.A.G.), eine Gründung der Hermann-Göring-Werke AG, der späteren [[Salzgitter AG]], bis 1950 noch in Fahrt mit den Registrierungen &amp;#039;&amp;#039;SK K.V.A.G. 3 / 5 / 7 und 9&amp;#039;&amp;#039;. Ein Kahn wurde motorisiert und lief unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Lux&amp;#039;&amp;#039; mit Heimathafen [[Dortmund]].&amp;lt;ref&amp;gt;Beschreibung der Kähne durch einen ehemaligen Binnenschiffer im Binnenschifffahrtsforum&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Erinnerungen von Binnenschiffern, Registerlisten und aus dem auf dem Foto abgebildeten Wrack selber lassen sich die Abmessungen mit etwa 55 Meter Länge, 8,2 Meter Breite und 550 bis 600 Tonnen Tragfähigkeit herleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bei dem Oberbegriff &amp;#039;&amp;#039;Göring-Kahn&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich jedoch nicht nur um einen Bautyp, sondern um einen zusammenfassenden Oberbegriff für jene Schiffe, die im Dienste der Reichswasserstraßenämter im Einsatz waren und später in den Kriegsjahren dem Reichsarbeitsdienst als Arbeits-, Bau- und Versorgungsschuten zugeordnet waren. Somit kann die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Göring-Kähne&amp;#039;&amp;#039; nicht eindeutig einem Bautyp zugeordnet werden. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Göring-Kahn&amp;#039;&amp;#039; verfestigte und etablierte sich besonders in der nach dem Krieg im Neuaufbau befindlichen Binnenschiffsflotte, insbesondere in der [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]], der späteren [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], und kennzeichnete Arbeitsschiffe, die aus den Besitzverhältnissen der Reichswerke AG stammten und nach 1945 auf dem Territorium der Sowjetischen Besatzungszone verblieben waren. Diese Schiffe wurden zwangsenteignet und beschlagnahmt. Teile dieser Schiffsflotte wurden direkt dem sowjetischen Militär unterstellt, genannt die &amp;#039;&amp;#039;Rote Flotte&amp;#039;&amp;#039;, der Rest wurde per Befehl Nr. 29 des [[Sowjetische Militäradministration|SMAD]]&amp;lt;ref&amp;gt;H-W. Dünner, H-Ch. Knoll: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Deutsche Binnenreederei&amp;#039;&amp;#039;. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 1999, ISBN 3-7822-0757-2. Befehl der Sowjetischen Militäradministration S. 13 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Arbeitsgemeinschaft Binnenschiffahrt, dann &amp;#039;&amp;#039;Grüne Flotte&amp;#039;&amp;#039; genannt, übergeben. Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Rote&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Grüne Flotte&amp;#039;&amp;#039; entstanden durch die Farbe des neu ausgestellten Schiffspasses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der anfangs umgangssprachliche Begriff &amp;#039;&amp;#039;Göring-Kahn&amp;#039;&amp;#039; wurde erstmals offiziell bei der Neuformierung und Neuregistrierung der Binnenschiffsflotte in der damaligen sowjetischen Besatzungszone Deutschlands bei der Generaldirektion Schiffahrt (abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;GDS&amp;#039;&amp;#039;) / Abteilung &amp;#039;&amp;#039;S&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039; um den 7. Juli 1947 zur Festlegung der Schiffspassnummern für die &amp;#039;&amp;#039;Grüne Flotte&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ddr-binnenschifffahrt.de/historie-registrierung.htm Erläuterung zur Schiffsregistrierung in der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Zuordnung der Arbeitsschiffe für die Technische Flotte verwendet. Die &amp;#039;&amp;#039;Göring-Kähne&amp;#039;&amp;#039; wurden hauptsächlich der Technischen Flotte zugeordnet und den Wasserstraßenämtern zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Göring-Kahn.jpg|miniatur|Zwei Göring-Kähne im Schleppverband um 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Göring-Kahn Bug.jpg|miniatur|Vorschiff]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Göring-Kahn Heck.jpg|miniatur|Achterschiff mit Wohnung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterung zu den Fotos ==&lt;br /&gt;
Der hier auf den Fotos abgebildete Schleppkahn wurde nach 1945 zur Enttrümmerung Berlins eingesetzt und dann im Zuge der Neugründung der Binnenschiffsflotte als Arbeitsschiff der Technischen Flotte den Wasserstraßenämtern zugeordnet. Nach Aktenfunden des DSRK ist es der Kahn mit der Kennung 10B 11-25 und dem 1951 erteilten Eichzeichen H.Bg 254. Das Schiff entstammt der Flotte des Wasserstraßenhauptamtes Berlin (Ost).&lt;br /&gt;
Im Zuge der Absicherung der Sektorengrenzen sowie des DDR-Staatsgebietes wurde es 1969 zur Grenzübergangsstelle in Hennigsdorf verlegt und versenkt. Diese entstand am Abzweig des [[Oder-Havel-Kanal]]s zum [[Havelkanal]] in Fahrtrichtung [[Potsdam]] zum einen, und in Fahrtrichtung Berlin-West zum anderen. Um eine Zwangskanalisierung zu erreichen, wurden durch das damalige Wasserstraßenhauptamt mehrere eiserne Arbeitsschuten, die aus den Übernahmebeständen der &amp;#039;&amp;#039;Göring-Kähne&amp;#039;&amp;#039; stammten, schon 1961 im angrenzenden Seengebiet in Fahrtrichtung Berlin-West im [[Nieder Neuendorf|Nieder Neuendorfer See]] versenkt und mittels Bauschutt und Erdauffüllung zu einer künstlichen Mole verbaut. Daher bezeichnet man diese dort liegenden Schiffe umgangssprachlich auch als &amp;#039;&amp;#039;Molenkähne&amp;#039;&amp;#039;. Der hölzerne Kahn kam erst fünf Jahre später hinzu, um eine freigespülte Lücke in den Grenzanlagen zu schließen. Amerikanische Luftaufnahmen dieser Zeit bestätigen dies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Koordinaten ==&lt;br /&gt;
Die Koordinaten geben die Lage des auf dem Foto abgebildeten hölzernen früheren Schleppkahnes im Bereich der ehemaligen Grenzübergangsstelle in der [[Havel-Oder-Wasserstraße]] unmittelbar am Abzweig des [[Havelkanal]]s zwischen der DDR und Westberlin wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* S. Zesewitz, Th. Grötschel: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit in der deutschen Binnenschiffahrt 1940–1945&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Navalis.&amp;#039;&amp;#039; 1/06, Berlin 2006, S. 19, knoll maritim Verlag, {{ISSN|1613-3846}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oxly.de/Boot/Reviere/Brandenburg/NiederneuendorferSee201206.htm Fotos von den Kähnen im Niederneuendorfer See], abgerufen am 24. Februar 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |article=DMS|NS= 52/37/03.01/N|EW= 13/12/41.31/E|type= landmark|elevation= |dim= |name= Lage eines Schleppkahnes im Niederneuendorfer See an der ehemaligen Grenzkontrollstelle Hennigsdorf|region= DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goringkahn}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Binnenschiffstyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kahntyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Binnenschifffahrtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hermann Göring]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzboot]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Msohn</name></author>
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