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	<title>Gögginger Tor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T12:04:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-11-06T12:36:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gögginger Tor 1862.jpg|mini|hochkant=1.5|Das Gögginger Tor mit dem Torturm von Elias Holl kurz vor seinem Abbruch 1862]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gögginger Tor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Göggingertor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben) war ein Stadttor der [[Stadtbefestigung Augsburg|äußeren Stadtumwallung]] im Westen der [[Augsburg]]er Innenstadt. Es befand sich an der Stelle des heutigen [[Königsplatz (Augsburg)|Königsplatzes]] am &amp;#039;&amp;#039;Göggingerwall&amp;#039;&amp;#039; und diente als Stadtausgang nach Südwesten, über [[Memmingen]] zum Fernverkehr zum [[Bodensee]], in die [[Schweiz]] und nach [[Frankreich]]. Es ist nach dem in dieser Richtung vor Augsburg gelegenen Dorf [[Augsburg-Göggingen|Göggingen]] benannt, das 1969 zur Stadt erhoben wurde und heute ein eingemeindeter Stadtteil Augsburgs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abtragung des Göggingertors.jpg|mini|Abtragung der Erdbastion des Gögginger Tors, um 1860]]&lt;br /&gt;
Das Gögginger Tor wurde mehrfach im Lauf der Geschichte um- und neugebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zunächst einfach gehaltene erste bekannte Torbau wurde ungefähr im 12. Jahrhundert errichtet und 1320 bis 1332 völlig neu aufgebaut. Meister Hermann bemalte das Gögginger Tor im Jahr 1362. 1368–1369 und 1388 erfolgten Erweiterungen des Tors mit Graben und Schlagbrücke. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde ein Gefängnis angeschlossen und 1443–1445 der Turm erhöht. 1447 wurde das Gögginger Tor durch [[Hans Mang]] neu bemalt und 1458 mit glasierten Ziegeln eingedeckt. Der Turm wurde 1498 durch [[Peter Apt]] erneut bemalt. 1544 erfolgte zunächst der Bau der [[Bastei (Festung)|Rundbastei]], im Jahr 1581 dann der Neubau des Torturmes mit Vortor durch [[Martin Zwickel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Augsburger Stadtbaumeister [[Elias Holl]] begann 1605 mit dem Bau der Brücke und der Erweiterung der Bastei. Vermutlich 1622 erbaute er nach Abbruch des Turms auch den Torturm neu, fast in Kopie des [[Rotes Tor (Augsburg)|Roten Tors]], das er kurz zuvor fertiggestellt hatte. Bei einer Beschießung im [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] wurde das Tor im Dezember 1703 beschädigt, danach wiederhergestellt. Die Bastei wurde 1704 abgebrochen, jedoch 1732 wieder errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abriss des Gögginger Tors ==&lt;br /&gt;
Nachdem zur Mitte des 19. Jahrhunderts westlich der Altstadt der [[Augsburg Hauptbahnhof|Augsburger Hauptbahnhof]] angelegt wurde und die Bahn immer mehr an Bedeutung gewann, entstand der Wunsch, die Stadt besser mit dem Bahnhof zu verbinden; gleichzeitig wollte man die als beengend empfundene mittelalterliche Stadtbefestigung abbrechen. Im März 1860 gab König [[Maximilian II. Joseph|Maximilian II.]] sein [[Plazet]] nach jahrelangem Insistieren der Fuggerstädter. Die „sofortige Einlegung der Festungsbauwerke beim Gögginger Tor“ wurde als erstes gestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Hermann Kießling| Titel=Türme – Tore – Bastionen | Verlag=Brigitte Settele Verlag | Ort=Augsburg| Jahr=1987 | ISBN= | Seiten=40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdbastion wurde ab dem Herbst 1860 abgetragen und der Stadtgraben an dieser Stelle verfüllt. Im Januar 1861 lag dann das Zugeständnis vor, Wälle, Gräben und Stadtmauer zu beiden Seiten des Gögginger Tores auf eine Länge von 500 Schritt zu schleifen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAZ2006-03-23&amp;quot;&amp;gt;„Augsburger Allgemeine“ vom 23. März 2006: &amp;#039;&amp;#039;Statt Bastei ein „Königsplatz“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1862 fiel der Torturm. König [[Ludwig II. (Bayern)|Ludwig II.]] hob am 12. Januar 1866 schließlich endgültig die Festungseigenschaft Augsburgs auf. Als Dank für die Erlaubnis zum Abbruch der Stadtbefestigung gaben die Augsburger dem neu entstandenen Areal (bis dato „Gögginger-Tor-Platz“ genannt) am 17. Juli 1869 den Namen „[[Königsplatz (Augsburg)|Königsplatz]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Abriss ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinrelief zur Erinnerung an das abgerissene Gögginger Tor 02.jpg|mini|Steinrelief zur Erinnerung an das abgerissene Gögginger Tor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundamente beim ehemaligen Gögginger Tor.jpg|mini|hochkant|Mauerfundamente am ehemaligen Gögginger Tor (2014)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bürgermeister-Fischer-Straße (Augsburg)|Bürgermeister-Fischer-Straße]], die den ehemaligen Standort des Gögginger Tors am Königsplatz mit dem [[Moritzplatz (Augsburg)|Moritzplatz]] verbindet, war im 19. Jahrhundert noch nicht vorhanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&amp;amp;p=79&amp;amp;Daten=150377 Messtischkarte von Augsburg südlicher Teil 1:5000] aus dem Jahr 1816, Bürgermeister-Fischer-Straße mit Bleistift darüber skizziert&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Bau, der den Abbruch von 30 Häusern auslöste, wurde 1903 beschlossen und die neue Straße wurde 1906 durchgebrochen. Die vom Königsplatz aus gesehene linke Seite der Bürgermeister-Fischer-Straße flankiert der von [[Hans Schnell (Architekt)|Hans Schnell]] 1912–1915 erbaute fünfgeschossige &amp;#039;&amp;#039;Riegele-Block&amp;#039;&amp;#039;, die ehemalige Brau- und Gaststätte des [[Brauhaus Riegele]]. Ihm gegenüber wurde der von Walter Krauss und Hermann Dürre ebenfalls fünfgeschossige &amp;#039;&amp;#039;Königsbau&amp;#039;&amp;#039; errichtet, der ein Kaufhaus beherbergt. Beide Gebäude stehen heute [[Liste der Baudenkmäler in Augsburg-Innenstadt, St. Ulrich–Dom|unter Denkmalschutz]]. Über der Eingangstüre zur Adresse Bürgermeister-Fischer-Straße 9–11 wurde eine steinerne Reliefplatte eingelassen, die an das abgerissene Gögginger Tor erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1905 entstand an der Stelle des ehemaligen Gögginger Tors ein [[Straßenbahn Augsburg|Straßenbahndreieck]], in dessen Mitte 1914 ein runder Pavillon errichtet wurde, der seiner Form wegen als „Pilz“ bekannt war. Er diente zum Fahrkartenverkauf und als Wartehäuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976–1977 wurde das Straßenbahndreieck an die Südseite des Königsplatzes umverlegt und der „Pilz“ abgerissen. An seiner Stelle wurde im Jahr 1985 zur 2000-Jahr-Feier der Stadt Augsburg der [[Manzù-Brunnen]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Hermann Kießling| Titel=Türme – Tore – Bastionen | Verlag=Brigitte Settele Verlag | Ort=Augsburg| Jahr=1987 | ISBN= | Seiten=49}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/21/58.78/N |EW=10/53/40.92/E |type=landmark |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goggingertor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Torturm in Augsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augsburg-Bahnhofs- und Bismarckviertel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1860er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Augsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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