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	<title>Funktionenraum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T17:42:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-01-16T15:48:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:3|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;In der [[Mathematik]] ist ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Funktionenraum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eine Menge von [[Funktion (Mathematik)|Funktionen]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naas&amp;quot;&amp;gt;J. Naas, H. L. Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Mathematisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; B.G. Teubner, Stuttgart 1979, ISBN 3-519-02400-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; die alle denselben [[Definitionsmenge|Definitionsbereich]] besitzen. Allerdings kann der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Funktionenraum&amp;#039;&amp;#039; – ähnlich wie der mathematische Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Raum (Mathematik)|Raum]]&amp;#039;&amp;#039; – nicht scharf abgegrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist ist ein Funktionenraum mit einer Vektoraddition und [[Skalarmultiplikation]] versehen, so dass er einen [[Vektorraum]] bildet, dann spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;linearen Funktionenraum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuser&amp;quot;&amp;gt;H. Heuser: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Analysis Teil 1.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Teubner-Verlag, 1988, ISBN 3-519-42221-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele wichtige lineare Funktionenräume sind [[Dimension (Mathematik)|unendlichdimensional]]. Diese bilden einen wichtigen Untersuchungsgegenstand der [[Funktionalanalysis]]. Lineare Funktionenräume werden häufig mit einer [[Norm (Mathematik)|Norm]] versehen, sodass ein [[normierter Raum]] oder – im Falle der [[Vollständiger Raum|Vollständigkeit]] – sogar ein [[Banachraum]] entsteht. In anderen Fällen werden lineare Funktionenräume durch Definition einer [[Topologie (Mathematik)|Topologie]] zu einem [[Topologischer Vektorraum|topologischen Vektorraum]] oder einem [[Lokalkonvexer Raum|lokalkonvexen Raum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrifflichkeit ==&lt;br /&gt;
Funktionenräume sind im Bereich der [[Lineare Algebra|linearen Algebra]] [[Vektorraum|Vektorräume]], deren Elemente als [[Funktion (Mathematik)|Funktionen]] aufgefasst werden. Hauptsächlich werden Funktionenräume allerdings im Bereich der [[Funktionalanalysis]] betrachtet. Hier wird unter einem Funktionenraum ein Vektorraum mit einer topologischen Struktur verstanden, dessen Elemente als Funktionen aufgefasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der linearen Algebra ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Example for addition of functions.svg|mini|Addition im Funktionenraum: Die Summe der Sinusfunktion und der Exponentialfunktion ist &amp;lt;math&amp;gt;\sin+\exp:\R\to\R&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;(\sin+\exp)(x)=\sin(x)+\exp(x)&amp;lt;/math&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Sei &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[Menge (Mathematik)|Menge]] und &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt; ein Vektorraum über einem [[Körper (Algebra)|Körper]] &amp;lt;math&amp;gt; K&amp;lt;/math&amp;gt;, dann bezeichnet &amp;lt;math&amp;gt;V^D&amp;lt;/math&amp;gt; (auch &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{Abb}(D, V)&amp;lt;/math&amp;gt; oder &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{F}(D,V)&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3540064176|Seite=160}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) die Menge aller Funktionen von &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; nach &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Menge &amp;lt;math&amp;gt;V^D&amp;lt;/math&amp;gt; wird für &amp;lt;math&amp;gt;f, g \in V^D&amp;lt;/math&amp;gt; und für Skalare &amp;lt;math&amp;gt;\lambda \in K&amp;lt;/math&amp;gt; durch die folgenden beiden Verknüpfungen zu einem Vektorraum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Addition: &amp;lt;math&amp;gt;(f + g)\colon D \to V, \, x \mapsto f(x) + g(x)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Skalarmultiplikation]] &amp;lt;math&amp;gt;\lambda f \colon D \to V, \, x \mapsto \lambda \cdot f(x)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vektorraum &amp;lt;math&amp;gt;V^D&amp;lt;/math&amp;gt; und die [[Untervektorraum|Untervektorräume]] von &amp;lt;math&amp;gt;V^D&amp;lt;/math&amp;gt; werden im Bereich der linearen Algebra als &amp;#039;&amp;#039;linearer Funktionenraum&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Topologie ===&lt;br /&gt;
In der Topologie versteht man unter einem Funktionenraum einen [[Topologischer Raum|topologischen Raum]], dessen Elemente Funktionen von einer Menge oder einem topologischen Raum &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; in einen topologischen Raum &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt; sind und dessen Topologie von der Topologie von &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt; und eventuellen Zusatzstrukturen, wie zum Beispiel einer [[Metrischer Raum|Metrik]] oder einer [[Uniformer Raum|uniformen Struktur]], abgeleitet ist. Häufig wird die [[Kompakt-Offen-Topologie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Funktionalanalysis ===&lt;br /&gt;
Sei &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; eine nichtleere Menge, &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt; ein [[topologischer Vektorraum]] (oftmals ein [[Banachraum]] oder [[lokalkonvexer Vektorraum]]) und &amp;lt;math&amp;gt;V^D&amp;lt;/math&amp;gt; der Vektorraum aller Abbildungen von &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; nach &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt;. Ein linearer Funktionenraum im Bereich der [[Funktionalanalysis]] ist ein Untervektorraum von &amp;lt;math&amp;gt;V^D&amp;lt;/math&amp;gt;, der mit einer von &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt; abgeleiteten topologischen Struktur versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Funktionenräume kann in drei Phasen unterteilt werden. Die erste Phase begann etwa zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und dauerte bis in die Mitte der 1930er-Jahre. In dieser Zeit entstanden die Funktionenräume &amp;lt;math&amp;gt;C^k&amp;lt;/math&amp;gt; der &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt;-mal stetig-differenzierbaren Funktionen, genauso wie die klassischen [[Lp-Raum|Lebesgue-Räume]] der &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt;-integrierbaren Funktionen. Außerdem werden noch die Räume der [[Hölderraum|hölderstetigen Funktionen]] und die klassischen [[Hardy-Raum|Hardy-Räume]] zu dieser Phase gerechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;triebelI3335&amp;quot;&amp;gt;Hans Triebel: &amp;#039;&amp;#039;Theory of function spaces.&amp;#039;&amp;#039; Birkhäuser Verlag, 1983, ISBN 3-7643-1381-1, S. 33–35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite, die konstruktive Phase, begann mit den Veröffentlichungen von [[Sergei Lwowitsch Sobolew]] aus den Jahren 1935 bis 1938, in denen er die heute nach ihm benannten (ganzzahligen) [[Sobolew-Raum|Sobolew-Räume]] einführte. Die Theorie der [[Distribution (Mathematik)|Distributionen]] entstand und neue Techniken, wie zum Beispiel [[Einbettung (Mathematik)|Einbettungssätze]], wurden zum Lösen [[Partielle Differentialgleichung|partieller Differentialgleichungen]] entwickelt. In dieser Phase wurden Funktionenräume mit [[Norm (Mathematik)|Normen]] beziehungsweise [[Quasinormierbarer Raum|Quasi-Normen]] ausgestattet. Wichtige neuentwickelte Räume dieser Zeit sind die [[Zygmund-Raum|Zygmund-Räume]] (oder Klassen), die [[Slobodeckij-Raum|Slobodeckij-Räume]], die klassischen [[Besov-Raum|Besov-Räume]] und die [[Bessel-Potenial-Raum|Bessel-Potential-Räume]]. In den 1960er-Jahren wurden außerdem der [[BMO-Raum]] von [[Fritz John]] und [[Louis Nirenberg]] und die [[Reeller Hardy-Raum|reellen Hardy-Räume]] von [[Elias Stein (Mathematiker)|Elias Stein]] und [[Guido Weiss (Mathematiker)|Guido Weiss]] eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;triebelI3335&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Phase, welche als systematische Phase bezeichnet wird, begann in den 1960er-Jahren und überschnitt sich klar mit der konstruktiven Phase. Hier wurden die Techniken der [[Fourier-Analysis]] weiterentwickelt und sogenannte Maximalungleichungen untersucht. Mit Hilfe dieser Werkzeuge wurden die Besov-Lebesgue-Räume &amp;lt;math&amp;gt;B^s_{p,q}&amp;lt;/math&amp;gt; und die [[Lizorkin-Triebel-Raum|Lizorkin-Triebel-Räume]] &amp;lt;math&amp;gt;F^s_{p,q}&amp;lt;/math&amp;gt; entwickelt. Diese beiden Räume lassen sich in den Raum der [[Temperierte Distribution|temperierten Distributionen]] &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; einbetten. Wie ihre Definitionen vermuten lassen, sind diese Räume sehr eng mit Fourier-Analysis verflochten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;triebelI3335&amp;quot; /&amp;gt; Ein ähnliches Konzept, allerdings mit kongruenten statt dyadischen Überdeckungen verfolgen die [[Modulationsraum|Modulationsräume]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Topologie ===&lt;br /&gt;
* Sind &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;N&amp;lt;/math&amp;gt; [[Topologischer Raum|topologische Räume]], so schreibt man &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal C (M, N)&amp;lt;/math&amp;gt; für die Menge der [[Stetige Funktion|stetigen Funktionen]] &amp;lt;math&amp;gt;f\colon M\to N&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Ist auf &amp;lt;math&amp;gt;N&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[Metrischer Raum|Metrik]] &amp;lt;math&amp;gt;d&amp;lt;/math&amp;gt; gegeben, dann kann man sinnvoll von der Menge der beschränkten Funktionen sprechen (auch ohne Topologie auf &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt;). Für diese Abbildungsmenge wird unter anderem die Notation &amp;lt;math&amp;gt;B(M,N)&amp;lt;/math&amp;gt; verwendet. Ist auch auf &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; eine Topologie definiert, schreibt man &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal C_b(M, N)&amp;lt;/math&amp;gt; für die Menge der beschränkten stetigen Funktionen. Auf diesen Räumen wird durch&lt;br /&gt;
:: &amp;lt;math&amp;gt;d_\infty\colon (f, g) \mapsto \sup_{x \in M}d(f(x),g(x))&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: eine Metrik definiert. Alternativ ist auch die Metrik&lt;br /&gt;
:: &amp;lt;math&amp;gt;d&amp;#039;_\infty\colon (f, g) \mapsto \min\{1, \sup_{x \in M}d(f(x), g(x) ) \} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: möglich. Diese beiden Metriken erzeugen aber dieselben [[Offene Menge|offenen Mengen]], sodass sie äquivalent behandelt werden können.&lt;br /&gt;
* Sind die Topologien auf &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;N&amp;lt;/math&amp;gt; durch eine [[Pseudometrik]] oder eine [[Metrischer Raum|Metrik]] gegeben, dann schreibt man &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal C_u (M, N)&amp;lt;/math&amp;gt; für die Menge der [[Gleichmäßige Stetigkeit|gleichmäßig stetigen Funktionen]]. Sind &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;N&amp;lt;/math&amp;gt; [[Uniformer Raum|uniforme Räume]], dann bezeichnet diese Notation die Menge der uniform-stetigen Funktionen, das heißt jener Funktionen, die die uniformen Strukturen respektieren.&lt;br /&gt;
* Ist &amp;lt;math&amp;gt;N&amp;lt;/math&amp;gt; der Körper der [[Reelle Zahl|reellen Zahlen]] oder der [[Komplexe Zahl|komplexen Zahlen]] und ist aus dem Zusammenhang klar, in welchen Körper die Funktionen abbilden, wird dieser bei der Notation meist weggelassen, und man schreibt dann kurz &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal C (M)&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal C_b(M)&amp;lt;/math&amp;gt; bzw. &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal C_u (M)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktionalanalysis ===&lt;br /&gt;
Die meisten Funktionenräume werden in der [[Funktionalanalysis]] untersucht. Die folgende Liste ist eine Auswahl der dort untersuchten Räume. Sei &amp;lt;math&amp;gt; D &amp;lt;/math&amp;gt; die Definitionsmenge der untersuchten Funktionen. Dann ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{C}^p(D)&amp;lt;/math&amp;gt; der Raum der &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt;-fach [[Differenzierbarkeit#Stetige Differenzierbarkeit und höhere Ableitungen|stetig differenzierbaren]] Funktionen mit &amp;lt;math&amp;gt;p \in \mathbb N \cup \{0, \infty\} &amp;lt;/math&amp;gt;. Falls &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; [[Kompakter Raum|kompakt]] ist, ist der Raum für p=0 bezüglich der üblichen Norm&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\|f\|_{\mathcal{C}^p(D)} = \sup_{k \leq p}\, \sup_{x \in D} |f^{(k)}(x)|&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: ein [[Banachraum]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783834812537| Seite=5 und 39f | Kommentar=Beweis nur für &amp;lt;math&amp;gt;p=0&amp;lt;/math&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe [[Differentiationsklasse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{C}^{p,\alpha}(D)&amp;lt;/math&amp;gt; der Raum der &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt;-fach stetig differenzierbaren Funktionen, die [[Hölder-Stetigkeit|hölderstetig]] mit Exponenten &amp;lt;math&amp;gt;\alpha\in (0,1]&amp;lt;/math&amp;gt; sind. Ist &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; kompakt, so ist &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{C}^{p,\alpha}(D)&amp;lt;/math&amp;gt; versehen mit der Norm&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\|f\|_{C^{p,\alpha}}:=\sum_{|\beta|\leq p}{\sup_{x\in D}{\|(D^\beta f)(x)\|}}+\sum_{|\beta|= p}\sup_{x\neq y}{\frac{|(D^\beta f)(x)-(D^\beta f)(y)|}{|x-y|^\alpha}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: ein Banachraum, wobei &amp;lt;math&amp;gt;\beta&amp;lt;/math&amp;gt; ein [[Multiindex]] ist. &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{C}^{p,1}(D)&amp;lt;/math&amp;gt; wird auch als Raum der [[Lipschitz-Stetigkeit|lipschitzstetigen]] Funktionen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;C^\infty_0&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;C^\infty_c&amp;lt;/math&amp;gt; oder &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{D}(D)&amp;lt;/math&amp;gt; der Raum der [[Testfunktion]]en. Er enthält alle glatten Funktionen mit kompaktem Träger und ist mit der Topologie versehen, welche durch den Konvergenzbegriff induziert wird. Eine Folge &amp;lt;math&amp;gt;(\phi_j)_{j \in J}&amp;lt;/math&amp;gt; konvergiert in &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{D}(D)&amp;lt;/math&amp;gt; gegen &amp;lt;math&amp;gt;\phi&amp;lt;/math&amp;gt;, wenn es ein Kompaktum &amp;lt;math&amp;gt;K \subset D&amp;lt;/math&amp;gt; gibt mit &amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{supp}(\phi_j) \subset K &amp;lt;/math&amp;gt; für alle j, und&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\lim_{j \to \infty} \sup_{x \in K} \left|\partial^\alpha_x(\phi_j(x) - \phi(x))\right| = 0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: für alle Multiindizes &amp;lt;math&amp;gt;\alpha \in \N^n&amp;lt;/math&amp;gt; gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;L^p(D)&amp;lt;/math&amp;gt; der Raum der &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt;-fach [[Lebesgue-Integral|Lebesgue-integrierbaren]] Funktionen (siehe [[Lp-Raum|&amp;#039;&amp;#039;L&amp;lt;sup&amp;gt;p&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;]]). Dieser Raum besteht nicht aus einzelnen Funktionen, sondern aus [[Äquivalenzklasse#Äquivalenzklassen|Äquivalenzklassen]] von Funktionen, welche sich nur auf einer Lebesgue-[[Nullmenge]] unterscheiden. Aus diesem Grund ist für &amp;lt;math&amp;gt;p\ge 1&amp;lt;/math&amp;gt; auch die &amp;lt;math&amp;gt;L^p&amp;lt;/math&amp;gt;-Norm&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\|f\|_{L^p (D)} = \left( \int_D |f(x)|^p \, \mathrm{d} x \right)^\frac{1}{p}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: positiv definit und damit wirklich eine Norm. Bezüglich dieser Norm ist der &amp;lt;math&amp;gt;L^p&amp;lt;/math&amp;gt;-Raum auf kompakten Mengen ebenfalls ein Banachraum. Der Spezialfall [[Lp-Raum#Der Hilbertraum L2|&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;]] ist sogar ein [[Hilbertraum]]. Dieser Raum wird in der Quantenmechanik häufig benutzt. Es ist der Raum der Wellenfunktionen. Für &amp;lt;math&amp;gt;0&amp;lt;p&amp;lt;1&amp;lt;/math&amp;gt; kann man die &amp;lt;math&amp;gt;L^p&amp;lt;/math&amp;gt;-Räume analog definieren, jedoch sind diese keine normierten Räume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;L^1_\mathrm{loc}(D)&amp;lt;/math&amp;gt; der Raum der [[Lokal integrierbare Funktion|lokal integrierbaren Funktionen]]. Sei &amp;lt;math&amp;gt;f \colon D \to \R&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[messbare Funktion]]. Lokal integrierbar bedeutet, dass für alle kompakten Teilmengen &amp;lt;math&amp;gt;K \subset D&amp;lt;/math&amp;gt; das Integral&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\int_K | f(x) | \,\mathrm{d} x&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: endlich ist. Genauso wie die &amp;lt;math&amp;gt;L^p&amp;lt;/math&amp;gt;-Räume besteht der Raum &amp;lt;math&amp;gt;L^1_\mathrm{loc}(D)&amp;lt;/math&amp;gt; aus Äquivalenzklassen von Funktionen. Insbesondere sind stetige Funktionen und Funktionen aus &amp;lt;math&amp;gt;L^p&amp;lt;/math&amp;gt; lokal integrierbar. Der Raum &amp;lt;math&amp;gt;L^1_\mathrm{loc}(\R)&amp;lt;/math&amp;gt; wird bei der Betrachtungen [[Reguläre Distribution|regulärer Distributionen]] benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;W^{k,p}(D)&amp;lt;/math&amp;gt; der Raum der [[Schwache Ableitung|schwach differenzierbaren]] Funktionen. Er trägt den Namen [[Sobolew-Raum]]. Dieser Raum wird oft als Ansatzraum zum Lösen von Differentialgleichungen benutzt. Denn jede stetig differenzierbare Funktion ist auch schwach differenzierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;S(\R^n)&amp;lt;/math&amp;gt; der Raum der Funktionen, die schneller fallen als jede [[Polynomfunktion]]. Die Menge heißt [[Schwartz-Raum]], benannt nach dem gleichnamigen, französischen Mathematiker [[Laurent Schwartz]]. Der Raum wurde so konstruiert, dass die [[Kontinuierliche Fouriertransformation|Fourier-Transformation]] ein [[Isomorphismus]] auf ihm ist. Der [[Dualraum]] des Schwartz-Raums ist der Raum der [[Temperierte Distribution|Temperierten Distributionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Indem man reelle oder komplexe [[Folge (Mathematik)|Zahlenfolgen]] als Abbildungen von &amp;lt;math&amp;gt;\N&amp;lt;/math&amp;gt; nach &amp;lt;math&amp;gt;\mathbb R&amp;lt;/math&amp;gt; bzw. &amp;lt;math&amp;gt;\Complex&amp;lt;/math&amp;gt; auffasst, kann man auch jeden Vektorraum von Folgen als Funktionenraum verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{O}(D)&amp;lt;/math&amp;gt; ist der Raum der [[Holomorphie|holomorphen]] Funktionen. Diese Funktionen sind beliebig oft differenzierbar, und ihre [[Taylor-Reihe]] konvergiert gegen die Ausgangsfunktion. Oftmals nennt man holomorphe Funktionen auch analytisch. Manchmal notiert man diesen Raum auch mit &amp;lt;math&amp;gt;C^\omega(D)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;H^p(D)&amp;lt;/math&amp;gt; ist der Raum der holomorphen, integrierbaren Funktionen, er heißt [[Hardy-Raum]] und ist ein Analogon zum &amp;lt;math&amp;gt;L^p&amp;lt;/math&amp;gt;-Raum. Üblicherweise wird als Definitionsmenge die Einheitssphäre verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionenräume in der theoretischen Informatik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier werden insbesondere Funktionenräume im Zusammenhang mit Modellen des [[Lambda-Kalkül]]s verwendet. Dessen Objekte treten gleichermaßen als Funktionen, aber auch als deren Argumente und Resultate auf. Wünschenswert ist daher ein Gegenstandsbereich &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt;, dessen Funktionenraum &amp;lt;math&amp;gt;D^D&amp;lt;/math&amp;gt; isomorph zu &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; selbst ist, was aus Kardinalitätsgründen aber nicht möglich ist. [[Dana Scott]] konnte dieses Problem 1969 durch Einschränkung von &amp;lt;math&amp;gt;D^D&amp;lt;/math&amp;gt; auf stetige Funktionen bzgl. einer geeigneten Topologie auf &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; lösen.&amp;lt;ref&amp;gt;H. P. Barendregt: &amp;#039;&amp;#039;The Lambda Calculus.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier, 1984, ISBN 0-444-87508-5, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bezeichnet &amp;lt;math&amp;gt;[D \rightarrow D]&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Ordnungsrelation#Ordnungstheoretischer Stetigkeitsbegriff|stetigen]] Funktionen einer [[Partielle Ordnung#Vollständige Halbordnung|vollständigen Halbordnung]], dann ist &amp;lt;math&amp;gt;D \cong [D \rightarrow D]&amp;lt;/math&amp;gt;. Diese Form von Funktionenräumen ist heute Gegenstand der [[Bereichstheorie]]. Später konnte ein ebenfalls geeigneter Funktionenraum &amp;lt;math&amp;gt;D^D&amp;lt;/math&amp;gt; als [[Retraktion und Koretraktion|Retraktion]] eines Objekts &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; in einer [[Kartesisch abgeschlossene Kategorie|kartesisch abgeschlossenen Kategorie]] gefunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Triebel: &amp;#039;&amp;#039;Theory of function spaces.&amp;#039;&amp;#039; Birkhäuser Verlag, 1983, ISBN 3-7643-1381-1.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Wen Yuan, [[Winfried Sickel]] und Dachun Yang |Titel=Morrey and Campanato Meet Besov, Lizorkin and Triebel |Hrsg=Springer Berlin, Heidelberg |Ort=Deutschland |Datum=2010 |DOI=10.1007/978-3-642-14606-0 |ISBN=978-3-642-14605-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionalanalysis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Topologischer Raum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vektorraum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Matz2703</name></author>
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