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	<title>Funktionale Musik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T19:51:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wilske: klein</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;klein&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Funktionale Musik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;funktionelle Musik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)  ist ein Sammelbegriff für [[Musik]], die bestimmte Aufgaben in gesellschaftlichen Zusammenhängen erfüllt. Ihr Gegenteil wird meist [[autonome Musik]] genannt. Innerhalb von musikalischen Zusammenhängen wird der Ausdruck Funktion ebenfalls verwendet: Man spricht zum Beispiel in der [[Funktionstheorie]] von der Funktion von [[Akkorde]]n. Die funktionale Musik erfüllt demgegenüber &amp;#039;&amp;#039;außermusikalische&amp;#039;&amp;#039; Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Der Begriff entstand im Zusammenhang mit dem Aufstreben der [[Musiksoziologie]] in den 1930er Jahren und versuchte, die Genres der [[Unterhaltungsmusik]], die sich in den Augen der Zeit noch unbestritten von der [[Kunstmusik]] unterschieden, in einen systematischen Zusammenhang zu bringen. Im Unterschied zum älteren Terminus [[Gebrauchsmusik]], der ein Schlagwort der 1920er Jahre gewesen war und etwa von [[Paul Nettl]] verwendet wurde, steht bei der „funktionalen“ Musik die soziologische Differenzierung ihres Gebrauchs im Vordergrund. Die ideologische Instrumentalisierung von Musik in den Diktaturen der 1930er Jahre und ihr kommerzieller Einsatz in den [[Massenmedien]] waren Themen der Zeit. [[Albrecht Riethmüller]] bekräftigt in diesem Zusammenhang: „Musik in der [[nationalsozialistisch]]en Feier ist im strengen Sinne ‚funktionale Musik‘.“&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Riethmüller: &amp;#039;&amp;#039;Komposition im Deutschen Reich um 1936.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Musikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 38, 1981, S. 241–278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1934 wurde das amerikanische Unternehmen [[Muzak (Marke)|Muzak]] gegründet, was eine rege Diskussion über kommerzielle Musik auslöste. [[Theodor W. Adorno]] betonte den Charakter der funktionalen Musik als „Ware“ und hielt die fehlende Bewusstheit beim Hören für ein zentrales Merkmal des Funktionalen. So erklärte er um 1937, dass der [[Jazz]] „als Begleitung zum Tanz oder als Hintergrund zum Gespräch“ nicht den „Anspruch einer synthetischen Einheit der [[Apperzeption]]“ erhebe und deshalb eine „konstitutiv unbewusste“ Funktion habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodor W. Adorno]]: &amp;#039;&amp;#039;Über Jazz. Oxforder Nachträge&amp;#039;&amp;#039; [1937]. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997, Band 17, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heinrich Besseler]] bevorzugte seit den 1950er Jahren den Begriff der „Umgangsmusik“ für Gebrauchsmusik in gesellschaftlichen Situationen, den er von der „Darbietungsmusik“ abgrenzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Besseler: &amp;#039;&amp;#039;Umgangsmusik und Darbietungsmusik im 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Musikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 16, 1959, S. 21–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ideologische Funktionen waren aus dieser Betrachtungsweise ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans Heinrich Eggebrecht]] setzte sich für den Terminus funktionale Musik ein, aber wollte ihn nur im Unterschied zur sogenannten [[Autonome Musik|Autonomen Musik]] gelten lassen, wodurch er etwa gleichbedeutend mit [[Trivialmusik]] wird. Eggebrecht bezeichnete die Musik, die in bestimmten gesellschaftlichen Zusammenhängen gehört wird wie [[Tanzmusik]], [[Tafelmusik]], Arbeitsmusik, [[Werbemusik]], als funktionale Musik. Ausdrücklich bezog er moderne Genres im Jahr seiner Niederschrift 1973 wie „[[Popmusik|Pop]], [[Beatmusik|Beat]], [[Psychedelische Musik]]“ mit ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Heinrich Eggebrecht: &amp;#039;&amp;#039;Funktionale Musik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Musikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 30, 1973, S. 1–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Albrecht von Massow (Musikwissenschaftler)|Albrecht von Massow]] unterscheidet in seiner Überblicksdarstellung von 1993 die funktionale Musik im engeren Sinne als Bezeichnung für „[[Hintergrundmusik]] wie Arbeits- oder Kaufhausmusik“ und im weiteren Sinne als Klassifikation für „jede an konkrete gesellschaftliche Zwecke gebundene Kompositionsart wie Tanz- und Marschmusik“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albrecht von Massow (Musikwissenschaftler)|Albrecht von Massow]]: &amp;#039;&amp;#039;Funktionale Musik&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der musikalischen Terminologie&amp;#039;&amp;#039;, 22. Auslieferung 1993, auch in: Hans Heinrich Eggebrecht: &amp;#039;&amp;#039;Terminologie der Musik im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Steiner, Stuttgart 1995, S. 157–163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Unterschied zu Eggebrecht erklärt Massow: „Funktion als grundsätzliche Kategorie rückt jegliche Musik ohne Ausnahme ins Blickfeld einer soziologischen Betrachtung“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albrecht von Massow (Musikwissenschaftler)|Massow]] in: Eggebrecht: &amp;#039;&amp;#039;Terminologie der Musik im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Funktionale Musik&amp;#039;&amp;#039; (2017) werden Formen und Anwendungsbereiche von Musik im Zusammenhang mit [[Kraftfahrzeug]]en, [[Telefon]] (einschließlich der Musik in Telefonschleifen), [[Filmmusik|Film]] oder [[Videospiel]] geschildert. Ein Kapitel widmet sich der [[Musiktherapie]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/referencework/10.1007%2F978-3-658-14362-6 Onlineversion des &amp;#039;&amp;#039;Handbuchs Funktionale Musik.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 3. März 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Heute muss man wohl eher erklären, was es mit dem „autonomen“ Gegenpol zur funktionalen Musik auf sich hat: Bis zum 18. Jahrhundert ist auch die europäische Musik ausschließlich funktional, das heißt den gesellschaftlichen Ereignissen in Kirche, Theater, Tanzboden, aristokratischer oder bürgerlicher „Kammer“ untergeordnet. In Zusammenhängen, bei denen während der Musik nicht geredet, gebetet, gegessen oder getanzt wurde, entwickelte sich eine weniger „dienende“, selbstbewusste Musik, die auch sorgfältiger ausgestaltet war – hauptsächlich die als Untermalung des aristokratischen Kartenspiels dargebotene Musik (die sogenannte [[Kammermusik]]). Aus der Musik [[Joseph Haydn]]s kann man zum Beispiel recht genau schließen, mit welchem Grad der Aufmerksamkeit seiner Hörer er jeweils rechnete. Diese Tendenz zur höheren Aufmerksamkeit führte in der Frühzeit des bürgerlichen Konzerts seit etwa 1800 zu einer Musik, auf die idealerweise die volle Konzentration stummer und unbeweglicher Zuhörer gerichtet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch diese Musik konnte gesellschaftliche Funktionen haben, etwa als Vorwand zur Zusammenkunft oder als Demonstration erworbener Bildung. Der Ausdruck „funktionale Musik“ in der Verwendung von Adorno oder Eggebrecht versucht ähnlich wie „unterhaltende Musik“ ein Ideal, das es in der angestrebten Autonomie möglicherweise nie gegeben hat, als gegeben hinzustellen, um von ihm die übrige Musik abzugrenzen. [[Carl Dahlhaus]] hat den Begriff daher als „Phantom“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Dahlhaus: &amp;#039;&amp;#039;Über die „mittlere Musik“ des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In: Helga de la Motte-Haber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Triviale in Literatur, Musik und bildender Kunst&amp;#039;&amp;#039;. Klostermann, Frankfurt am Main 1972, S. 131–147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Rösing: &amp;#039;&amp;#039;Funktionelle Musik. Fragen zur Begriffsbestimmung und Wirkungsweise&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Musicologica Austriaca. Jahresschrift der österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 3, 1985, S. 85–99.&lt;br /&gt;
* Hans Heinrich Eggebrecht: &amp;#039;&amp;#039;Terminologie der Musik im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Stuttgart 1995, ISBN 3-515-06727-2.&lt;br /&gt;
* Günther Rötter (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Funktionale Musik. Psychologie – Technik – Anwendungsgebiete.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 2017, ISBN 978-3-658-14362-6 (Print); ISBN 978-3-658-14362-6 (Online)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikalische Gattung nach Funktion| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikästhetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wilske</name></author>
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