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	<title>Funktion und Begriff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:07:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Funktion_und_Begriff&amp;diff=481450&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von 80.151.51.16 (Diskussion) auf die letzte Version von TenWhile6 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-06-30T07:33:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/80.151.51.16&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/80.151.51.16&quot;&gt;80.151.51.16&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:80.151.51.16&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:80.151.51.16 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:TenWhile6&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:TenWhile6 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;TenWhile6&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Funktion und Begriff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist neben &amp;#039;&amp;#039;[[Über Sinn und Bedeutung]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Über Begriff und Gegenstand]]&amp;#039;&amp;#039; einer der drei kurz hintereinander erschienenen [[Zeitschriftenartikel|Aufsätze]] von [[Gottlob Frege]], in denen er grundlegende Begriffe seiner [[Logik]] und [[Sprachphilosophie]] erläutert. &amp;#039;&amp;#039;Funktion und Begriff&amp;#039;&amp;#039; erschien im Jahr [[1891]] und damit von den genannten Texten als erstes. Frege präsentiert hier u.&amp;amp;nbsp;a. eine Konstruktion, mit der man [[Prädikat (Logik)|Prädikate]] (in Freges Terminologie &amp;#039;&amp;#039;Begriffe&amp;#039;&amp;#039;) als [[Funktion (Mathematik)|Funktionen]] auffassen kann. Diese Idee legte einen der Grundsteine für die moderne Analyse natürlicher Sprache mittels formaler Logik, wie sie u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Max Cresswell]] und [[Richard Montague]] durchgeführt wurde ([[Montague-Grammatik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsangabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frege klärt zunächst den Begriff Funktion. Um einen &amp;quot;Funktionsausdruck&amp;quot; zu erhalten, muss man in einem &amp;quot;Rechnungsausdruck&amp;quot; das &amp;quot;Zeichen des Arguments&amp;quot; entfernen. Wird zum Beispiel im Rechnungsausdruck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;2 \cdot \mathrm{x}^3 + \mathrm{x}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das &amp;quot;x&amp;quot; entfernt, enthält man den Funktionsausdruck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;2 \cdot ( )^3 + ( )&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Argument ist eine Funktion demnach &amp;quot;unvollständig, ergänzungsbedürftig oder ungesättigt zu nennen&amp;quot;. Wird eine Funktion durch ein Argument ergänzt, nennt Frege das Ergebnis &amp;quot;Wert&amp;quot; der Funktion. Ergänzt man obige Funktion mit der Zahl 2 erhält man also als Wert 18. Ergeben zwei Funktionen für jedes Argument denselben Wert, dann haben sie nach Frege denselben &amp;quot;Werteverlauf&amp;quot;. Ein Beispiel für Funktionen mit demselben Werteverlauf wären demnach die Funktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;2 (\mathrm{x} + 2)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;2 \mathrm{x} + 4&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Funktionen ergeben immer denselben Wert, gleichgültig welches Argument man für x einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich einen Werteverlauf als eine Zuordnung der entsprechenden Gegenstände, hier Zahlen, vorstellen. Im Falle der zuletzt genannten Funktionen wird also der 1 die 6 zugeordnet, der 2 die 8 usw. Graphisch veranschaulichen ließe sich der Werteverlauf hier mit einem [[Koordinatensystem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriffe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffe in der Mathematik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frege weitet nun den Bereich der Zeichen, die &amp;quot;zur Bildung des Funktionsausdrucks dienen&amp;quot; aus, indem er &amp;quot;Zeichen wie &amp;quot;=&amp;quot;, &amp;quot;&amp;gt;&amp;quot; und &amp;quot;&amp;lt;&amp;quot;&amp;quot; hinzunimmt. Er kann nun &amp;quot;von der Funktion &amp;lt;math&amp;gt;x^2 = 1&amp;lt;/math&amp;gt; sprechen&amp;quot;. Setzt man hier für &amp;quot;x&amp;quot; Zahlen ein, so stellt man fest, dass der Ausdruck für 1 und −1 wahr und für alle anderen Zahlen falsch wird. Nach Frege ist der Wert dieser Funktion &amp;quot;ein Wahrheitswert&amp;quot;, d.&amp;amp;nbsp;h. einer der beiden Werte &amp;quot;das Wahre&amp;quot; und &amp;quot;das Falsche&amp;quot;. Funktionen, &amp;quot;deren Wert immer ein Wahrheitswert ist&amp;quot;, nennt Frege auch &amp;quot;Begriffe&amp;quot;. Obige Funktion ist also gleichzusetzen mit dem Begriff &amp;quot;Quadratwurzel aus 1&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Zulassen von wahrheitsfähigen Ausdrücken ([[Logische Aussage|Aussagen]]) als Funktionsausdrücken und die gleichzeitige Einführung von Wahrheitswerten hat Frege den Weg geebnet für eine Behandlung der Mathematik mit Mitteln der Logik. Dies ist der Grundgedanke des [[Logizismus|logizistischen Programms]], das Frege in &amp;quot;[[Die Grundlagen der Arithmetik]]&amp;quot; formuliert hat. Die fregeschen &amp;quot;Begriffe&amp;quot; werden im heute gängigen Sprachgebrauch der Logik als &amp;quot;Prädikate&amp;quot; bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frege nennt den Werteverlauf einer solchen Funktion einen &amp;quot;Begriffsumfang&amp;quot;. Den Begriffsumfang des Begriffs &amp;quot;Quadratwurzel aus 1&amp;quot; kann man sich also als die Zuordnung des Wahrheitswerts &amp;quot;das Wahre&amp;quot; zu 1 und zu −1 und des Werts &amp;quot;das Falsche&amp;quot; zu allen anderen Zahlen vorstellen. Die Fregeschen Begriffsumfänge werden in der modernen Mathematik &amp;quot;[[Indikatorfunktion|charakteristische Funktionen]]&amp;quot; genannt. Jeder charakteristischen Funktion und damit jedem Begriffsumfang entspricht genau eine [[Menge (Mathematik)|Menge]], nämlich die Menge derjenigen Objekte, denen die Funktion den Wert &amp;quot;wahr&amp;quot; zuordnet. Dem Begriffsumfang des Begriffs &amp;quot;Quadratwurzel aus 1&amp;quot; entspricht demnach die Menge {1,-1}. Aufgrund dieser [[Logische Äquivalenz|Äquivalenz]] von Begriffsumfängen und Mengen kann Freges Theorie als Fortführung und gleichzeitig Präzisierung der [[Georg Cantor|cantorschen]] [[Mengenlehre]] angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Natürlichsprachliche Begriffe ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frege geht nun noch einen Schritt weiter und lässt auch natürlich-sprachliche Ausdrücke als Funktionsausdrücke zu. Der Satz &amp;quot;Caesar eroberte Gallien&amp;quot; kann beispielsweise in den Ausdruck &amp;quot;Caesar&amp;quot; und die Funktion, genauer gesagt, den Begriff &amp;quot;x eroberte Gallien&amp;quot; zerlegt werden. Die Funktion &amp;quot;x eroberte Gallien&amp;quot; ergibt also den Wahrheitswert das Wahre, wenn sie auf das Argument Caesar angewendet wird und das Falsche, wenn sie beispielsweise auf Hannibal angewendet wird. Es werden also hier auch raum-zeitliche Gegenstände (Personen) als Argumente zugelassen. Solche können auch Funktionswerte sein, z.&amp;amp;nbsp;B. der Funktion &amp;quot;die Hauptstadt von x&amp;quot;. Erhält diese Funktion Deutschland als Argument, liefert sie die Stadt Berlin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein ist ein Gegenstand für Frege „alles, was nicht Funktion ist, dessen Ausdruck also keine leere Stelle mit sich führt“. Beispiele sind [[Zahl]]en, raum-zeitliche Gegenstände wie Orte (Städte) und Personen, sowie auch die logischen Gegenstände Wahrheitswerte und Wertverläufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Logische Konstanten als Funktionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frege führt einige grundlegende Notationen seiner [[Begriffsschrift]], also der von ihm entwickelten [[Prädikatenlogik]] 2. Stufe, als Funktionen ein. Der &amp;quot;Waagerechte&amp;quot; ist eine Funktion, die, wenn sie auf das Wahre angewendet wird, das Wahre liefert und sonst das Falsche. Ähnlich lässt sich die [[Negation]] als Funktion auffassen: Sie liefert angewandt auf das Falsche das Wahre und auf das Wahre das Falsche. Auch die [[Quantor]]en sind Funktionen, allerdings solche, die auf Funktionen angewendet werden, Frege nennt sie &amp;quot;Funktionen zweiter Stufe&amp;quot;. Der Allquantor liefert beispielsweise das Wahre, wenn er auf eine Funktion angewendet wird, die auf einen beliebigen Gegenstand angewendet ihrerseits das Wahre liefert, andernfalls das Falsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frege behandelt auch Funktionen mit mehreren Argumenten wie beispielsweise &amp;quot;x &amp;gt; y&amp;quot;. Er nennt diese &amp;quot;Beziehungen&amp;quot;. Zu diesen gehört die logische Funktion des [[Subjunktion]], die das Falsche liefert, wenn ihr erstes Argument das Wahre, ihr zweites das Falsche ist, sonst das Wahre. Die Argumente einer Funktion mit mehreren Argumenten können &amp;quot;von derselben oder von verschiedenen Stufen sein&amp;quot;, also beispielsweise alles Gegenstände oder sowohl Gegenstände als auch Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gottlob Frege: &amp;#039;&amp;#039;Function und Begriff. Vortrag gehalten in der Sitzung vom 9. Januar 1891 der Jenaischen Gesellschaft für Medicin und Naturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hermann Pohle, Jena 1891 ([https://archive.org/details/functionundbegr00freggoog Digitalisat], abgerufen am 29. Juni 2017).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachphilosophisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottlob Frege]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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