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	<title>Fugu-Plan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T03:47:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fugu-Plan&amp;diff=1487862&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-66703-4: /* Flucht nach Japan */geografische Formulierungs-Korrektur</title>
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		<updated>2025-10-02T17:24:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Flucht nach Japan: &lt;/span&gt;geografische Formulierungs-Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fugu-Plan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja-Hani|河豚計画}}, &amp;#039;&amp;#039;Fugu keikaku&amp;#039;&amp;#039;, engl.: Fugu Plot – ‚Fugu-Komplott‘) wird die Idee des [[Japanisches Kaiserreich|Japanischen Kaiserreichs]] bezeichnet, [[Juden|jüdische]] [[Flüchtling]]e in größerem Stil während der 1930er Jahre aus dem [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] nach [[Japan]] [[Immigration|immigrieren]] zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Fugu-Plan&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von der japanischen Spezialität [[Fugu]] ab, die aus dem Muskelfleisch des Kugelfisches besteht. Dieser enthält jedoch hochgiftige Bestandteile, die vor dem Kochen entfernt werden müssen, da der Genuss sonst tödlich enden kann. Die Bezeichnung wird in dem 1979 erschienenen Roman von Marvin Tokayer &amp;#039;&amp;#039;The Fugu-Plan – The untold story of the Japanese and the Jews during World War II&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Der Fugu-Plan – Die ungeschriebene Geschichte der Japaner und Juden im Zweiten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;) erstmals verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|author=Marvin Tokayer, Mary Swartz|title=The Fugu Plan: The Untold Story of the Japanese and the Jews During World War II|url=https://books.google.com/books?id=5dCY1mp2R2gC|year=1979|publisher=Paddington Press|isbn=0-448-23036-4 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird im Roman als historischer Ausspruch dem japanischen Marinekapitän [[Koreshige Inuzuka]] (犬 塚 惟 重, 1890–1965, Leiter des Shanghaier „Bureau for Jewish Affairs“ (engl.: Büro für jüdische Angelegenheiten) von März 1939 bis April 1942) in den Mund gelegt. Die [[Metapher]] „blowfish“ (Kugelfisch) steht in Inuzukas Rede explizit für die [[Juden]], die in den Augen eines japanischen [[Imperialismus|Imperialisten]] sehr nützlich, aber auch gefährlich sind. Die Vorgänge sind in einigen streng vertraulichen Kriegsdokumenten des japanischen Außenministeriums archiviert, welche nach dem Krieg von den [[Alliierte]]n beschlagnahmt und in die [[Library of Congress]] in [[Washington, D.C.|Washington]] verlegt worden sind. In diesen sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Kogan Papers&amp;#039;&amp;#039; ist jedoch nur von „settlement plans“ ([[Englische Sprache|engl.]]: Siedlungsplänen) und der Gründung eines „jüdischen autonomen Staats“ die Rede. Der Analyse von Wei Zhuang zufolge handele es sich bei der metaphorischen Bezeichnung des „Fugu-Plans“ höchstwahrscheinlich um eine literarische Erfindung Tokayers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|author=Wei Zhuang|title=Die Erinnerungskulturen des jüdischen Exils in Shanghai (1933-1950)|url=https://books.google.com/books?id=bgi5CgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA61|year=2015|publisher=LIT Verlag Münster|isbn=978-3-643-12910-9|pages=61–63 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
Mit dem Plan sollte das Potential der jüdischen [[Intelligenzija|Intellektuellen]] für den ökonomischen, technologischen und wissenschaftlichen Aufschwung des japanischen Imperiums genutzt sowie möglicherweise Kontakte zu wohlhabenden jüdischen Geschäftsleuten in der westlichen Welt geschaffen werden. Der Plan wurde jedoch nach der Unterzeichnung des [[Dreimächtepakt]]s 1940 verworfen, da man Deutschland nicht provozieren und die Allianz nicht gefährden wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Marvin Tokayer, Mary Swartz|Titel=Fugu Plan: The Untold Story of the Japanese and the Jews During World War Two|Verlag=Diane Pub Co|Ort=|Datum=1979|ISBN=0-7567-5101-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Initiatoren ==&lt;br /&gt;
Initiatoren dieses Plans waren die Offiziere Inuzuka Koreshige und [[Yasue Norihiro]]. Sie hatten während ihrer [[Sibirische Intervention|Teilnahme]] im [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]] von den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Protokolle der Weisen von Zion|Protokollen von Zion]]&amp;#039;&amp;#039; gehört und waren fasziniert von der angeblichen Macht der jüdischen Kreise. Diese Offiziere lasen zusammen mit anderen Kollegen und Geschäftsleuten viele weitere antisemitische Publikationen und galten später in Japan ironischerweise als Spezialisten für das Judentum. Es reifte der Gedanke, Juden auf japanischem Boden anzusiedeln. Anfang der Dreißigerjahre wurde der Fugu-Plan zum ersten Mal ernsthaft von der japanischen Regierung in Erwägung gezogen, als man die [[Mandschurei-Krise|Invasion der Mandschurei]] durchführte. Dort gab es schon eine nennenswerte jüdische Population, und die Japaner fragten sich, inwiefern man vielleicht neue jüdische Siedler anlocken könnte, um das neu eroberte Gebiet aufzubauen. Diese Erwägungen wurden aber fallen gelassen, als Repressionen der [[Kaiserlich Japanische Armee|Kaiserlich Japanischen Armee]] gegen die jüdischen Bewohner in [[Harbin]] bekannt wurden. Eine Kooperation dieser Menschen mit den Japanern war für die nächsten Jahre somit ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fünf-Minister-Rat ==&lt;br /&gt;
1938 fand eine Konferenz des Fünf-Minister-Rats statt, der sich aus dem Ministerpräsidenten [[Konoe Fumimaro]], dem Heeresminister [[Itagaki Seishirō]], dem  Marineminister [[Yonai Mitsumasa]], dem Außenminister [[Arita Hachirō]] und dem Finanzminister [[Shigeaki Ikeda]] zusammensetzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mof&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|title=Question 戦前の日本における対ユダヤ人政策の基本をなしたと言われる「ユダヤ人対策要綱」に関する史料はありますか。また、同要綱に関する説明文はありますか.|publisher=Ministry of Foreign Affairs of Japan|url=https://www.mofa.go.jp/mofaj/annai/honsho/shiryo/qa/senzen_03.html |language=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;gosho&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|title=猶太人対策要綱|work=Five ministers council|publisher=[[Nationalarchiv von Japan|Japan Center for Asian Historical Record]]|url=https://www.jacar.go.jp/english/index.html|page=36/42|date=1938-12-06 |language=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts der [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogrome]] sah man die Zeit gekommen, etwas zu unternehmen, allerdings wollte man auch nicht die wachsenden Beziehungen zu Deutschland in Gefahr bringen. Die Konferenz endete mit dem Beschluss, dass Juden nicht aus Japan ausgewiesen werden. Ferner sollten sämtliche in Japan ankommenden jüdischen Flüchtlinge in [[Kōbe]] angesiedelt werden. Diese Flüchtlinge mussten später, nach dem [[Angriff auf Pearl Harbor|Überfall auf Pearl Harbor]], nach [[Shanghai]] übersiedeln und wurden auf Drängen der mit Japan verbündeten Deutschen im [[Shanghaier Ghetto]] untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flucht nach Japan ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte der Juden in Japan}}&lt;br /&gt;
Der [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt]] brachte neue Schwierigkeiten für den [[Transitverkehr|Transit]] von Juden nach Japan. In dem seit Sommer 1940 von der Sowjetunion besetzt gehaltenen [[Litauen]] stellte der japanische [[Konsul]] [[Chiune Sugihara]] ohne offizielle Erlaubnis der japanischen Regierung [[Visum|Transit-Visa]] an jüdische Flüchtlinge aus. Diese Leute konnten anschließend nach [[Wladiwostok]] reisen und sich nach [[Tsuruga]] einschiffen, sofern sie ein Ausreisevisum von der Sowjetunion erhalten hatten. Offiziell hätten diese Flüchtlinge von Japan aus weiterreisen müssen, aber Tausende Juden konnten sich in Kōbe niederlassen. Als Deutschland am 22. Juni 1941 [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|die Sowjetunion überfiel]], gab es zwischen Japan und der Sowjetunion keinen Schiffsverkehr mehr, so dass der Flüchtlingsstrom vom sowjetischen Festland in Fernost zum Erliegen kam. Dies war auch der letzte inoffizielle Höhepunkt des Fugu-Planes. Ab 1942 wurden per Regierungsbeschluss jegliche Bemühungen in dieser Richtung untersagt, um die Allianz mit den anderen [[Achsenmächte]]n nicht zu gefährden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vincas Bartusevičius, Joachim Tauber u. Wolfram Wette, &amp;#039;&amp;#039;Holocaust in Litauen. Krieg, Judenmorde und Kollaboration im Jahre 1941&amp;#039;&amp;#039;, Wien, Böhlau Verlag, 2003.&lt;br /&gt;
* Martin Kaneko, &amp;#039;&amp;#039;Die Judenpolitik der japanischen Kriegsregierung&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, Metropol-Verlag, 2008. ISBN 978-3-938690-91-8.&lt;br /&gt;
* Miriam Bistrović, &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus und Philosemitismus in Japan&amp;#039;&amp;#039;, Essen, Klartext Verlagsges., 2011. ISBN 978-3-8375-0499-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte nach Staat|Japan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Japanisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Japanisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migrationsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-japanische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migrationsgeschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-66703-4</name></author>
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