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	<title>Frutigen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
|BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Frutigen 2010.png&lt;br /&gt;
|BILDPFAD_WAPPEN = CHE Frutigen COA.svg&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-BE&lt;br /&gt;
|BILD = Frutigen Ortsansicht 01 09.jpg&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG = Sicht von der [[Tellenburg]]&lt;br /&gt;
|BEZIRK = [[Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental|Frutigen-Niedersimmental]]&lt;br /&gt;
|IMAGEMAP = Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental&lt;br /&gt;
|BFS = 0563&lt;br /&gt;
|PLZ = 3714 Frutigen&amp;lt;br /&amp;gt;3724 [[Ried (Frutigen)|Ried]]&amp;lt;br /&amp;gt;3725 [[Achseten]]&lt;br /&gt;
|UN/LOCODE = CH FTN&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 46.583332&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 7.649995&lt;br /&gt;
|HÖHE = 800&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 72.28&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|GEMEINDEPRÄSIDENT = Hans Schmid ([[Schweizerische Volkspartei|SVP]])&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.frutigen.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frutigen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Berner Oberländisch|berneroberländisch]] [{{IPA|ˈfrutɪgə}}],&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnb&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Ortsnamenbuch des Kantons Bern]].&amp;#039;&amp;#039; Band I/1: &amp;#039;&amp;#039;A – F.&amp;#039;&amp;#039; Franke, Bern 1976, S.&amp;amp;nbsp;171.&amp;lt;/ref&amp;gt; französisch veraltet [[Liste französischer Bezeichnungen von Schweizer Orten|Frutenges]]) ist eine [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] und der Hauptort des [[Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental|Verwaltungskreises Frutigen-Niedersimmental]] des [[Schweiz]]er [[Kanton Bern|Kantons Bern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt im [[Kandertal (Schweiz)|Kander]]- und [[Engstligental]] und erstreckt sich von der [[Niesen (Berg)|Niesenkette]] bis zum [[Gehrihorn]]. Frutigen ist in acht [[Bäuert]]en (Ortsteile) aufgeteilt, darunter [[Achseten]] und [[Elsigbach]] im Engstligental.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ostflanke der Niesenkette heisst &amp;#039;&amp;#039;Spissen,&amp;#039;&amp;#039; was von &amp;#039;&amp;#039;Spiss&amp;#039;&amp;#039; «schmales Stück Land» kommt. Auf 1000 bis {{Höhe|1200|CH}} sind die kleinen Siedlungen &amp;#039;&amp;#039;Rinderwald, Ladholz, Lintern, Kratzern, Gempelen, Zwischenbäch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ried&amp;#039;&amp;#039; auf abfallenden Terrassen angeordnet, darunter führen bewaldete Steilhänge bis zur Talsohle. Die einzelnen Spissen sind vom Tal her durch Waldsträsschen erschlossen, als Querverbindungen gibt es durch die Tobel nur schmale, ausgesetzte Bergwanderwege.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://peter-hug.ch/spissen &amp;#039;&amp;#039;Spissen&amp;#039;&amp;#039;] im eLexikon, S. 45663.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Frutigen-LBS H1-027181.tif|mini|Luftbild (1967)]]&lt;br /&gt;
Eine Lappenaxt aus der [[Bronzezeit]] ist die erste Spur von Bewohnern in Frutigen. Münzen und eine eiserne Pflugschar belegen eine [[Römisches Reich|römische]] Besiedlung des Kandertales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 8. oder im 9. Jahrhundert wurde die erste Kirche in Frutigen gebaut, der älteste Beleg einer Kirche stammt von 1228. Die heutige Kirche wurde nach einem Brand 1727 neu aufgebaut. 1228 findet sich die Ortschaft als &amp;#039;&amp;#039;Frutenges&amp;#039;&amp;#039; erstmals erwähnt, 1234 folgt die Nennung als &amp;#039;&amp;#039;Frutingen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dringende Schulden begleichen zu können, verkaufte [[Herren von Turn|Anton von Turn]] im Jahr 1400 für 6200 [[Florentiner (Währung)|Florentiner Gulden]] die Herrschaft Frutigen an den [[Schultheiß|Schultheissen]] von [[Bern]]. Das Kandertal wurde eine Bernische [[Landvogt#Schweiz|Landvogtei]], verwaltet durch einen Kastlane (Landvogt) mit Sitz auf der [[Tellenburg]]. Die Tellenburg wurde im 12. Jahrhundert durch [[Berthold V. (Zähringen)|Berchthold&amp;amp;nbsp;V.]] von [[Zähringer|Zähringen]] als [[Burg|Wehrburg]] gebaut und ist heute zu einer Ruine verfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das übrige [[Berner Oberland|Oberland]] widersetzte sich 1528 auch Frutigen der von Bern eingeführten [[Reformation]], musste aber nach dem Zusammenbruch des [[Interlaken|Interlakner]] Aufstandes den neuen Glauben annehmen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Gegend ein Zentrum der reformierten Erweckung im Berner Oberland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] von 1798 bis 1803 war Frutigen der Hauptort des Distrikts Frutigen im [[Kanton Oberland]]. Danach war das Kandertal wieder ein bernisches Oberamt und ab 1831 ein [[Amtsbezirk Frutigen|Amtsbezirk]]. 1850 spaltete sich [[Kandergrund]] von Frutigen ab, das zu einer eigenen Gemeinde wurde, zu der bis 1909 auch [[Kandersteg]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alptransit LBT Frutigen north portal.jpg|mini|Das Nordportal des Lötschberg-Basistunnels bei Frutigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. August 1827 zerstörte ein Dorfbrand 82 Häuser und 48 Scheunen, ausser der Kirche blieben nur sechs Wohnhäuser unversehrt. Ab 1804 verkehrte ein [[Postkutsche|Postwagen]] von Frutigen nach [[Thun]]. Mit dem Ausbau der Verkehrswege öffnete sich das Kandertal dem Tourismus und der Industrialisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vor 1850 gewobene Frutigtuch aus der Wolle der einheimischen Schafe war &amp;quot;so stark, dass es zwei bis drei Menschenalter standhielt&amp;quot;. Nach Angaben eines Tuchhändlers wurden zu Anfang des 19. Jahrhunderts jährlich ungefähr 50 Kilometer meist blaues Tuch gewoben. 1856 begann man anstelle der Tücher auch die Schafe zu prämieren, da immer weniger Schafe gehalten wurden. Die Menschen wollten immer mehr leichtere Stoffe als das dichte Frutigtuch.&amp;lt;ref&amp;gt;https://kulturgutstiftung.ch/themen-2/industrie/frutigtuch/ Das Frutigtuch - Kulturstiftung Frutigland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrie bediente sich auch der [[Kinderarbeit]], so hatte sogar ein [[Landjäger (Polizei)|Landjäger]] seine eigenen Kinder um 1879 in die Frutiger Zündholzfabrik&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Claudia Aufdermauer |Titel=Vergiftete Schweiz. Eine andere Geschichte der Industrialisierung |Verlag=Hier und Jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte |Ort=Zürich |Datum=2024 |ISBN=978-3-03919-625-8 |Seiten=55–66}}&amp;lt;/ref&amp;gt; geschickt, wie das Eidgenössische Fabrikinspektorat feststellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 wurde Frutigen durch die Eisenbahn mit Spiez verbunden; die Weiterführung durch den [[Lötschbergtunnel]] nach Brig erfolgte 1913. 1917 verkehrte der erste Postautokurs nach [[Adelboden]]. Das Nordportal des 2007 in Betrieb genommenen [[Lötschberg-Basistunnel]]s liegt auf Frutiger Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frutigen ist seit 1865 Sitz einer [[Sekundarschule]], [[Berufsschule]]n und eines Bezirksspitals&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spitalfrutigen.ch/ Website des Spitals Frutigen].&amp;lt;/ref&amp;gt; (1907) sowie seit 2010 Hauptort des neu gebildeten Verwaltungskreises Frutigen-Niedersimmental.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Schweiz im Zweiten Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde der [[Militärflugplatz Frutigen]] im Rahmen des [[Schweizer Réduit|Réduit]] gebaut. Heute ist der Militärflugplatz Frutigen eine Gewerbezone und wird als Parkplatz verwendet. Jährlich findet auch das [[Country-Festival Frutigen]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Der Land[[säckelmeister]] Friedrich Schneider errichtete 1850 die erste Zündholzfabrik, 15 Jahre später gab es bereits 15 Betriebe mit insgesamt 332 Angestellten. In den 1920er-Jahren übernahm der schwedische Zündholzriese [[Swedish Match|Svenska Tändsticks AB]] die meisten überlebenden Firmen und legte sie still. Seit Mitte der Dreissigerjahre gab es in Frutigen nur noch zwei grosse Zündhölzchenhersteller.&amp;lt;ref name=&amp;quot;egli&amp;quot;&amp;gt;Hans Egli: [https://blog.nationalmuseum.ch/2025/12/frutigen-und-die-giftigen-zuendhoelzer/ &amp;#039;&amp;#039;Frutigen und die giftigen Zündhölzer&amp;#039;&amp;#039;] Im Blog des [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseums]] vom 30. Dezember 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; 1972 wurde die Zündholzherstellung eingestellt. Boten aus dem Zündholzzeitalter gibt es noch deren zwei. Eine davon ist die &amp;#039;&amp;#039;Bühler Holzspan&amp;#039;&amp;#039;, die ein Spanschachtelmuseum führt: Eine Heimarbeit war die Herstellung von Zündholzschachteln aus Holzspänen gewesen. Als diese in der Industrie durch Kartonschachteln ersetzt wurden, organisierte sich 1916 in Frutigen die Heimindustrie-Genossenschaft Frutigen und stellte nun grössere Behälter aus Holzspänen einer mechanischen Holzspranmaschine.&amp;lt;ref&amp;gt;https://kulturgutstiftung.ch/themen-2/industrie/holzspan/ Holzspan-Industrie&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Streichholz]]-Herstellung mit [[Phosphor|gelbem Phosphor]] war hoch gesundheitsschädlich, auch Verbrennungen waren häufig. Jungen Erwachsenen mit [[Phosphornekrose]] musste später oft chirurgisch der [[Oberkiefer|Ober]]- oder [[Unterkiefer]] entfernt werden. Die Betroffenen erwartete ein kurzes Leben. Einer dieser Fabriken gehörte einem gewissen Ferdinand Gehring. Der im bis 1850 zu Frutigen gehörenden Kandergrund tätige Zündholzfabrikant Peter Wandfluh († 1906) beschäftigte wohl ebenfalls Kinder in seiner Produktion. [[Edmund Nüsperli]], [[Wilhelm Klein (Politiker, 1825)|Wilhelm Klein]], [[Fridolin Schuler]] versuchten, wenigstens die Kinder zu schützen. Die Industriellen waren jedoch gegen das Verbot von Zündhölzchen aus gelbem Phosphor, da sie sich schlechter verkauften als die teureren «schwedischen» Sicherheitsstreichhölzer aus dem ungiftigen [[Roter Phosphor|roten Phosphor]]. Sie kippten ein bereits erlassenes [[Bundesrat (Schweiz)|bundesrätliches]] Verbot gegen den Willen der Inspektoren in der [[Bundesversammlung (Schweiz)|Bundesversammlung]]. Später nahmen viele Fabrikanten die nun illegale Gelb-Phosphor-Produktion wieder auf. Die Illegalität im häuslichen Umfeld förderte die Ausbreitung der Phosphornekrose. Schätzungen gehen davon aus, dass jeder vierte Beschäftigte daran erkrankte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Mit einem Bundesgesetz wurde der gelbe Phosphor auf den 1. Juli 1900 endlich verboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;egli&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Die Bauwirtschaft spielt in Frutigen eine einflussreiche Rolle. Dabei ist es in der Vergangenheit auch zu Konflikten betreffend Raumplanungsfragen der teilweise im [[Ortsbildschutz]]-Gebiet gelegenen Gemeinde gekommen. 2012 machte Frutigen wegen des seit 2010 beobachteten «Bau-Booms» Schlagzeilen, der neue Einwohner und Firmen anlockte und Diskussionen um den Zonenplan und die [[Nachverdichtung|Verdichtung]] im Dorf nach sich zog.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/bau-boom-in-frutigen?urn=urn:srf:video:9c5c4c33-09d9-41e6-9b73-6e37a2fb7542 |titel=Schweiz aktuell - Bau-Boom in Frutigen - Play SRF |abruf=2024-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gemeinde Frutigen |url=https://www.nau.ch/ort/frutigen/ueo-kern-in-frutigen-wird-uberarbeitet-65981861 |titel=Überbauungsordnung Kern in Frutigen wird überarbeitet |sprache=de |abruf=2024-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2014 formierte sich in der Bevölkerung Widerstand in Zusammenhang mit dem geplanten Bau einer [[Recyclinghof|Recycling]]-Anlage für Bauabfall mitten auf einer Kuhweide in der [[Landwirtschaft]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;szone.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/frutigen-aerger-um-recycling-anlage?urn=urn:srf:video:a27bed76-6d02-46ba-90c0-24a294d00697 |titel=Schweiz aktuell - Frutigen: Ärger um Recycling-Anlage - Play SRF |abruf=2024-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Vorwürfen im Jahr 2022, wonach die Gemeindebehörde Bauprojekte eines Grossunternehmers bevorzugt habe, wurden im April erneut Klagen laut, wonach im beschaulichen Dorf «Bauzonen-[[Anarchie]]» herrsche:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Jetzt droht der Kanton mit Zwangsverwaltung.&lt;br /&gt;
In Frutigen BE herrscht Bauzonen-Anarchie |Sammelwerk=Blick |Datum=2024-04-26 |Online=https://www.blick.ch/schweiz/bern/jetzt-droht-der-kanton-mit-zwangsverwaltung-in-frutigen-be-herrscht-bauzonen-anarchie-id19677976.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.baerntoday.ch/bern/kanton-bern/frutigen-fast-50-faelle-illegaler-bauten-von-statthalteramt-geprueft-156942222 |titel=Kanton droht Frutigen mit Zwangsverwaltung: Gemeinde hat baupolizeiliche Pflichten vernachlässigt |datum=2024-04-24 |sprache=de-ch |abruf=2024-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; «Seit Jahren ist die Gemeinde immer wieder mit &amp;lt;Baugeschichten&amp;gt; in den Schlagzeilen. Das zuständige Verwaltungspersonal kommt und geht. Wichtige Vorhaben wie der [[Hochwasserschutz]] ziehen sich in die Länge. Abstimmungen über Bauprojekte müssen wiederholt werden.»&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frutiglaender.ch/gemeinden-zwischen-nicht-wollen-und-nicht-koennen |titel=Gemeinden zwischen nicht Wollen und nicht Können |abruf=2024-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Folge davon drohte der Kanton zuletzt mit der Einführung einer Zwangsverwaltung, sollte die Gemeinde 35 hängige [[Bauaufsichtsbehörde|Baupolizei]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;fälle «mit dringendem Handlungsbedarf» nicht bis Oktober 2024 bearbeitet haben. Als ein möglicher Grund für das auch in der weiteren Region beobachtete Malaise wird für die jüngste Zeit der [[Fachkräftemangel]] in Politik und Verwaltung genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frutiglaender.ch/gemeinden-zwischen-nicht-wollen-und-nicht-koennen |titel=Gemeinden zwischen nicht Wollen und nicht Können |abruf=2024-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Wie in den meisten Alpengebieten beruht die Landwirtschaft hauptsächlich auf Grasanbau und [[Viehwirtschaft]]. Frutigen hatte schon im 14. Jahrhundert einen Viehmarkt. Die Viehzucht war ein bedeutender Erwerbszweig, bis 1866 gab es eine eigene Viehrasse, den &amp;#039;&amp;#039;Frutigschlag&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Jahrhunderten war das Kandertal das Land der Schafweiden. Sämtliche Wolle wurde im Tal selbst verarbeitet, zum &amp;#039;&amp;#039;Frutigtuch&amp;#039;&amp;#039;, das für [[Tracht (Kleidung)|Trachten]] im ganzen Bernbiet sehr gefragt war. Der Höhepunkt der Tuchfabrikation war im 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anbau von Getreide war gemäss Urkunden aus dem 15. Jahrhundert unbedeutend. Es standen zwar bis ins 17. Jahrhundert zwölf Mühlen im Tal, die aber ihr Korn hauptsächlich im Unterland einkauften. Für den Anbau von Kartoffeln waren die Verhältnisse bedeutend günstiger und sie fanden deshalb rasch weiteste Verbreitung. Die ersten Kartoffeln wurden 1729 angepflanzt. Für die Anbauschlacht beim [[Plan Wahlen]] wurden die Ackerflächen noch einmal ausgedehnt. Heute gibt es in Frutigen fast keinen Ackerbau mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tropenhaus Frutigen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Tropenhaus Frutigen}}&lt;br /&gt;
Der [[Lötschberg-Basistunnel]] gibt auf der Nordseite pro Sekunde etwa 100 Liter rund 20&amp;amp;nbsp;°C warmes Bergwasser ab. Die Idee, das Bergwasser für eine Störzucht und die Produktion von tropischen Früchten zu nutzen, wurde durch das 2009 eröffnete Tropenhaus umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie ===&lt;br /&gt;
Die 91 Industrie-Betriebe beschäftigten 2001 1096 Arbeitnehmer und waren zusammen mit dem Dienstleistungssektor (204 Betriebe mit 1476 Beschäftigten) die hauptsächlichen Arbeitgeber in Frutigen. Der Schieferabbau ist das älteste Bergwerksrecht und geht auf das Jahr 1486 zurück. 1937 war die Blütezeit des Schieferabbaus mit 196 Beschäftigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Industrie setzt vor allem auf die Herstellung von Hydraulikteilen. Rund 700 Angestellte sind im Hydraulikbereich beschäftigt. Die &amp;#039;&amp;#039;Wandfluh AG&amp;#039;&amp;#039; zählt zu den wichtigsten Betrieben im Tal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitswesen ==&lt;br /&gt;
Frutigen verfügt über ein Spital mit 24-Stunden-Notfallversorgung. Es gehört zum Klinikverbund [[Spitäler Frutigen Meiringen Interlaken]] der FMI AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abwasser ==&lt;br /&gt;
Zur Reinigung des Abwassers wurde die Gemeinde an die [[ARA Thunersee]] in der [[Uetendorfer Allmend]] angeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.arathunersee.ch/verband/ |titel=Das Einzugsgebiet der ARA Thunersee |werk=arathunersee.ch |abruf=2022-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Frutigen}}&lt;br /&gt;
Richtung Adelboden, am &amp;#039;&amp;#039;Hostalde&amp;#039;&amp;#039; (Hohstalden), überspannt eine der [[Liste der längsten Hängebrücken#Längste Fußgängerhängebrücken und Seilbrücken|längsten Fussgänger-Hängebrücken]] Europas das Tal der Engstligen in 38 Metern Höhe. Die [[Seilbrücke]] wurde 2006 gebaut, ist 153 Meter lang und mit 30 Tonnen Gewicht belastbar. Sie ist in Privatbesitz, aber tagsüber der Öffentlichkeit zugänglich. Der Innovationspreis Berglandwirtschaft des Berner Oberlandes wurde mit folgender Begründung den Eigentümern verliehen: Es sei «ein abgeschlossenes innovatives Projekt, schaffe neue Arbeitsplätze, verkaufe regionale Produkte und sei touristisch von Nutzen».&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.srf.ch/news/regional/bern-freiburg-wallis/oberlaender-innovationspreis-fuer-die-frutiger-haengebruecke &amp;#039;&amp;#039;Oberländer Innovationspreis für die Frutiger Hängebrücke.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizer Radio und Fernsehen|SRF News]].&amp;#039;&amp;#039; 10. Januar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; An dem der Strasse gegenüberliegenden Brückenende besteht eine bescheidene Einkehrmöglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Die Führungsaufgaben ([[Exekutive]]) übernehmen der [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderat]] und der [[Gemeindepräsident|Gemeinderatspräsident]], Hans Schmid. Die parteipolitische Situation im Gemeinderat setzt sich seit der Wahl vom 8. November 2021 ab 2022 wie folgt zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.plattformj.ch/artikel/194831/ &amp;#039;&amp;#039;Die fünf Bisherigen sind wiedergewählt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jungfrau Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 8. November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Volkspartei|SVP]]: 4 (unv.)&lt;br /&gt;
* [[Liberales Frutigen]]: 2 (−1)&lt;br /&gt;
* [[Evangelische Volkspartei|EVP]]: 1 (unv.)&lt;br /&gt;
* [[Eidgenössisch-Demokratische Union|EDU]]: 1 (unv.)&lt;br /&gt;
* [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]]: 1 (+1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Beschriftung = Sitze&lt;br /&gt;
| Land = CH&lt;br /&gt;
| float = center&lt;br /&gt;
|SPS|LF|EVP|SVP|EDU&lt;br /&gt;
| SPS = 1&lt;br /&gt;
| LF = 2&lt;br /&gt;
| LF Farbe = FF9955&lt;br /&gt;
| EVP = 1&lt;br /&gt;
| SVP = 4&lt;br /&gt;
| EDU = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Gemeindepräsident präsidiert die [[Legislative]] der Gemeinde, die [[Gemeindeversammlung]]. Er hat hauptsächlich repräsentative Funktionen und ist Ombudsstelle der Gemeinde. Gemeindepräsident ist Faustus Furrer ([[Parteiloser|parteilos]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 2023|Nationalratswahlen 2023]] betrugen die Wähleranteile in Frutigen (in Klammern die Veränderung im Vergleich zu den [[Schweizer Parlamentswahlen 2019|Wahlen 2019]] in Prozentpunkten): [[Schweizerische Volkspartei|SVP]] 41,33 % (+0,17), [[Eidgenössisch-Demokratische Union|EDU]] 17,23 % (+5,53), [[Grünliberale Partei|glp]] 10,90 % (−1,46), [[Evangelische Volkspartei|EVP]] 8,59 % (−1,63), [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]] 7,63 % (+1,11), [[Die Mitte|Mitte]] 4,56 % (−1,25), [[FDP.Die Liberalen|FDP]] 3,66 % (−0,28), [[Grüne Schweiz|Grüne]] 2,91 % (−0,99), [[Schweizer Demokraten|SD]] 0,42 % (+0,09).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |url=https://opendata.swiss/de/dataset/eidg-wahlen-2023 |titel=Eidgenössische Wahlen 2023, NR – Ergebnisse Parteien (csv) |werk=opendata.swiss |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Frutigen-BE.jpg|Frutigen&lt;br /&gt;
 Frutigen 1895.tiff|Frutigen um 1900&lt;br /&gt;
 Frutigen-Kirche-R.jpg|Reformierte Dorfkirche&lt;br /&gt;
 Frutigen-Kirche-K.jpg|Katholische Kirche&lt;br /&gt;
 Tellenburg2.jpg|[[Tellenburg]]&lt;br /&gt;
 Frutigen-Bruecken.jpg|links: alter Viadukt, rechts erweiterte Zuglinie&lt;br /&gt;
 SBB Historic - F 122 00400 007 - Frutigen BLS Bahnhofgebaeude Strassenseite.jpg|Bahnhof Frutigen, Strassenseite (2012)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Gottlieb Schneider (Politiker)|Gottlieb Schneider]] (1828–1884), Jurist und Politiker, Nationalrat&lt;br /&gt;
* [[Christoph Drollinger]] (1861–1943), deutscher evangelischer Geistlicher und Begründer der Schweizer Gemeinde für Urchristentum&lt;br /&gt;
* [[Berta Rosin]] (1874–1942), Schriftstellerin&lt;br /&gt;
* [[Albert Steiner (Fotograf)|Albert Steiner]] (1877–1965), Fotograf&lt;br /&gt;
* [[Oscar Kambly]] (1887–1957), Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Maria Lauber]] (1891–1973), Lehrerin und Mundartautorin&lt;br /&gt;
* [[Lorenz Giovanelli]] (1915–1976), Volksmusiker und Komponist&lt;br /&gt;
* [[Martin Alfred Klopfenstein]] (1931–2016), reformierter Theologe&lt;br /&gt;
* [[Eduard Klopfenstein]] (* 1938), Japanologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Walter Donzé]] (* 1946), Nationalrat (EVP)&lt;br /&gt;
* [[Denis Müller]] (* 1947), Theologieprofessor und Ethiker, Universität Lausanne (Heimat Frutigen)&lt;br /&gt;
* [[Hansruedi Wandfluh]] (* 1952), Nationalrat (SVP), Direktor + VR-Delegierter Wandfluh AG, Hydraulik + Elektronik&lt;br /&gt;
* [[Peter Grossen]] (* 1961), Volksmusiker&lt;br /&gt;
* [[Albert Rösti]] (* 1967), Bundesrat (SVP)&lt;br /&gt;
* [[Jürg Grossen]] (* 1969), Nationalrat (glp), Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[William White (Sänger)|William White]] (* 1972), Sänger&lt;br /&gt;
* [[Emanuel Oppliger]] (* 1975), Snowboarder&lt;br /&gt;
* [[Heinz Inniger]] (* 1980), Snowboarder&lt;br /&gt;
* [[Christoph Kunz (Skirennfahrer)|Christoph Kunz]] (* 1982), Olympiasieger und Silbermedaillengewinner Paralympics Abfahrt, Riesenslalom&lt;br /&gt;
* [[Mike Schmid]] (* 1984), Skicross Olympiasieger&lt;br /&gt;
* [[Nadine Zumkehr]] (* 1985), Beachvolleyballspielerin&lt;br /&gt;
* [[Simon Trummer]] (* 1989), Rennfahrer&lt;br /&gt;
* [[Michael Schärer]] (* 1996), Snowboarder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|321|Frutigen (Gemeinde)|Autor=[[Anne-Marie Dubler]]}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen.&amp;#039;&amp;#039; II. Abteilung: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsquellen des Kantons Bern.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Teil: &amp;#039;&amp;#039;Rechte der Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: Hermann Rennefahrt: &amp;#039;&amp;#039;Das Statutarrecht der Landschaft Frutigen bis 1798.&amp;#039;&amp;#039; Aarau 1937 ([http://www.ssrq-sds-fds.ch/online/BE_II_2/index.html#p_III online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ischt net mys Tal emitts. Maria Lauber (1891–1973). Lesebuch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Kulturgutstiftung Frutigland, Zytglogge, Bern 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://www.frutigen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Frutigen]&lt;br /&gt;
* {{ISOS|1111|Rybrügg / Hasli (Frutigen)|Abruf=|Sprache=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4093359-3|LCCN=n92038192|VIAF=159587182}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frutigen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Bern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1234]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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