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	<title>Fruchtreife - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fruchtreife&amp;diff=622890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KaiKemmann am 26. August 2025 um 12:53 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ripening strawberries.jpg|mini|Verschiedene Reifestadien an einer [[Erdbeeren|Erdbeerpflanze]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fruchtreife&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Reife bzw. den Reifegrad von [[Früchte]]n als die Gesamtheit der Organe, die aus einer Blüte von [[Bedecktsamer]]n (Angiospermen) hervorgehen. Der Begriff wird insbesondere bei [[Obst]] und [[Gemüse]], aber auch abgeleitet verwendet. Die [[Karpologie]] befasst sich wissenschaftlich mit den [[Frucht|Früchten]] von [[Pflanzen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Reifestadien (Milchreife, Teigreife, Gelbreife, Mehlreife, Vollreife, Totreife) im Getreideanbau siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Getreide#Wachstumsstadien]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Samenreife ==&lt;br /&gt;
Der [[Same (Pflanze)|Samen]] ist reif, wenn er sich so weit [[Ontogenese|entwickelt]] hat, dass er ohne weitere Unterstützung durch die Mutterpflanze nach [[Samenausbreitung|Ausbreitung]] und günstigen Bedingungen zur Auskeimung befähigt ist. Generell werden die verbreitungsfördernden Einheiten in der [[Botanik]] [[Diaspore]]n genannt. Bei den fruchttragenden Bedecktsamern entwickeln sich die Samen im [[Fruchtknoten]] (Karpell) und sind von einer Fruchtwand umschlossen, welche sich gleichzeitig zur Frucht entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Neil A. Campbell, Jane B. Reece: &amp;#039;&amp;#039;Biologie&amp;#039;&amp;#039;. 8. Aufl., Pearson, München u. a., 2009, S. 1836.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pflückreife ==&lt;br /&gt;
Die Pflückreife ist ein Reifestatus, bei dem die Früchte [[Ernte|geerntet]] werden müssen. Dadurch werden Krankheiten oder Beeinträchtigungen der Qualität vermieden, beispielsweise Fruchtfall, Faulstellen und [[Geschmack (Sinneseindruck)|Geschmackseinbußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nicht vollreifen Zustand sind sie hingegen länger lagerfähig (beispielsweise [[Kulturapfel|Äpfel]]) oder besser transportfähig (beispielsweise [[Bananen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerreife ==&lt;br /&gt;
Bei der Lagerreife sind die Früchte bei ihrer Ernte noch fest genug, um unter meist kühlen und dunklen Bedingungen transportiert und [[Lagerhaltung|gelagert]] werden zu können und besitzen bereits ausreichend Inhaltsstoffe, um unabhängig von der Mutterpflanze, aber gegebenenfalls unter wärmeren Bedingungen, zur Genussreife [[Klimakterium (Botanik)|nachzureifen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktreife ==&lt;br /&gt;
Die Marktreife wird vor allem durch die [[Nachfrage]] bestimmt. Ist der [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] unterversorgt, können unter bestimmten Voraussetzungen auch weniger reife Früchte und Gemüse gehandelt werden. Diese sind dann weniger ausgewachsen (beispielsweise die Nachfrage nach kleinen Gurken zur Herstellung von [[Essiggurke]]n, mittlerweile wurden Gurkenpflanzen [[Selektion (Evolution)|selektiert]], die hohe Stückzahlen erbringen). „Die Reife wird dann erreicht, wenn der Markt die Ware verlangt.“ In dem Sinn, „ein Produkt sei so weit entwickelt, dass es reif für den Markt sei“, wird der Begriff allgemein in der [[Produktentwicklung]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genussreife ==&lt;br /&gt;
Die Genussreife ergibt sich aus dem Zeitraum der Ausreifung der Frucht entweder am Baum oder durch Nachreifung. Die Genussreife kann mit der Pflückreife übereinstimmen, aber z.&amp;amp;nbsp;B. beim [[Lagerobst]] auch Monate später eintreten. Mitunter ist für die Genussreife ein [[enzym]]atischer Abbau von [[Gerbstoffe]]n ([[Tannine]]) oder [[Fruchtsäure]]n nach [[Frost]]einwirkung nötig (beispielsweise bei [[Kaki]]-Früchten, [[Mispel]]n oder beim [[Speierling]]). Für Äpfel ist der Begriff heute weitgehend obsolet: Früher wurden Spät- oder Lagersorten nicht vollreif geerntet und eine Genussreife für Wochen oder Monate später angegeben. Seit es [[CA-Lager|moderne Obstlager]] gibt, wird eine derart frühe Ernte im Erwerbsobstbau kaum noch praktiziert. Man kann all diese Sorten auch am Baum ausreifen lassen, wodurch sie sofort nach der Ernte genießbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überreife ==&lt;br /&gt;
Bei der Überreife haben die Früchte den Zustand der vollen Reife überschritten.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden: [https://www.duden.de/rechtschreibung/ueberreif &amp;#039;&amp;#039;überreif&amp;#039;&amp;#039;], eingesehen am 14. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind teilweise bereits in [[Fäulnis]] übergegangen und kaum noch transport- und verzehrfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Reifebegriffe ==&lt;br /&gt;
Verarbeitete Lebensmittel kennen weitere Reifebegriffe, zum Beispiel bei Wein die [[Trinkreife]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologische Bedeutung der Fruchtreife ==&lt;br /&gt;
=== Für Pflanzen ===&lt;br /&gt;
Früchte dienen bei Angiospermen in der Regel der Samenausbreitung durch [[Zoochorie]], das ist eine Strategie zur [[Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen|Ausbreitung]] durch Tiere. Dazu entwickelten die Bedecktsamer [[Fruchtblatt|Fruchtblätter]], die sich nach der Befruchtung parallel zur Samenentwicklung zu Früchten umbilden, die Samen umschließend. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten aber nur solche Früchte von Tieren genommen werden, deren Samen soweit gereift sind, dass sie keiner Unterstützung mehr durch die Mutterpflanze benötigen. Das ist in reifen (lagerreifen) Früchten der Fall. Pflanzen signalisieren den Reifegrad ihrer Früchte meist durch besondere Aromen (geschmacklich, geruchlich), Farbgebung und Inhaltsstoffe. Umgekehrt enthalten unreife Früchte meist „unangenehme“ Signale wie Säure, Bitterstoffe, harte Bestandteile und kaum sichtbare Rotanteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Für Tiere ===&lt;br /&gt;
Reife Früchte besitzen generell einen höheren Anteil an verdaulichen Stoffen, [[Zucker]], [[Vitamin C]], [[Carotinoide]], weitere Nährstoffe und Aromastoffen. Daher sind reife Früchte nahrhafter und begehrenswerter. [[Evolution]]är entwickelten die Tiere eine Vorliebe für reife Früchte und erwarben eine entsprechende Bevorzugung dieser Signal-Aromen und dieser Konsistenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkennen des Reifegrades ==&lt;br /&gt;
Meist [[Signal|signalisieren]] Pflanzen durch einen Farbwechsel oder [[Aroma#Aromastoffe|Aromastoffe]] den Reifegrad ihrer Früchte, häufig durch einen vermehrten Rotanteil. Alle Vögel und Insekten, aber nur wenige Säugetieren besitzen die erforderlichen [[Photopsin|Sehpigmente]] für diese optische [[Farbwahrnehmung]] in ausreichendem Maße. Die [[Menschenaffen]] einschließlich des Menschen sind zur Rot-Grün-Unterscheidung gut ausgestattet&amp;lt;ref&amp;gt;Shozo Yokoyama, Jinyi Xing, Yang Liu, Davide Faggionato, Ahmet Altun, William T. Starmer: &amp;#039;&amp;#039;Epistatic adaptive evolution of human color vision&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;PLoS Genetics&amp;#039;&amp;#039;, Band 12, Nr. 10, Dezember 2014, Artikel e1004884, {{doi|10.1371/journal.pgen.1004884}} [https://journals.plos.org/plosgenetics/article/file?id=10.1371/journal.pgen.1004884&amp;amp;type=printable (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Petroc Sumner, John D. Mollon: &amp;#039;&amp;#039;Chromaticity as a signal of ripeness in fruits taken by primates&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Experimental Biology&amp;#039;&amp;#039;, Band 203, Nr. 13, 2000, S. 1987–2000, {{doi|10.1242/jeb.203.13.1987}} [https://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.1013.5555&amp;amp;rep=rep1&amp;amp;type=pdf (PDF)].&amp;lt;/ref&amp;gt; (daher können sie sich natürlicherweise ausreichend mit reifen Früchten versorgen und wurden Vitamin C-abhängig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Verfahren zur Überwachung des Reifegrades werden entwickelt, um die Ernte optimal planen zu können. Dazu gehören optische Auswertungen von Luftbildaufnahmen, aber auch akustisch-chemische.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Brezmes, E. Llobet, X. Vilanova, G. Saiz, X. Correig: &amp;#039;&amp;#039;Fruit ripeness monitoring using an electronic nose&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sensors and Actuators B: Chemical&amp;#039;&amp;#039;, Band 69, Nr. 3, Oktober 2000, S. 223–229, {{doi|10.1016/S0925-4005(00)00494-9}} [https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0925400500004949?casa_token=juASzOkGPQoAAAAA:LHvTn6Y4pW1I1JgvgYlVQsh6ToMCBYK-RG45oxcm7qOv1fhuXG9HNrdw0jpQGfGTgy3scn8-idQ (PDF)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ethen#Biologische Bedeutung|Biologische Bedeutung von Ethen]]&lt;br /&gt;
* [[Klimakterium (Botanik)]]&lt;br /&gt;
* [[Fruktifikation]]&lt;br /&gt;
* [[Reifung (Lebensmittel)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botanik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obstbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemüsebau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KaiKemmann</name></author>
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