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	<title>Fritz Wingen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Wingen&amp;diff=1985539&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Link</title>
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		<updated>2024-08-10T10:11:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Wingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Mai]] [[1889]] in [[Holpe]]; † wahrscheinlich [[23. Januar]] [[1944]] im [[Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek|KZ Majdanek]]) war ein deutscher Kirchenmaler des [[Expressionismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fritz Wingen, dessen Eltern Josef und Bertha 1908 mit ihren Kindern nach [[Kempen]] zogen, entschied sich zunächst, Lehrer zu werden. Von 1910 bis 1921 unterrichtete er an eine Schule in [[Altenessen|Essen-Altenessen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Cordt, Annette Schwarzer, Peter Goßens: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Wingen. Ein Leben zwischen Kempen und Berlin 1889–1944&amp;#039;&amp;#039;. 2005, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch dann gab er das Lehramt auf, um sich ganz der [[Bildende Kunst|Bildenden Kunst]] und dem Komponieren widmen zu können. Er absolvierte ein Studium an der [[Kunstakademie Düsseldorf]] und wurde Maler und Holzschnitzer. An der Düsseldorfer Akademie war [[Franz Xaver Wimmer]] sein Lehrer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kempen.de/de/inhalt/fritz-wingen-strasse/ &amp;#039;&amp;#039;Fritz-Wingen-Straße&amp;#039;&amp;#039;], biografische Webseite im Portal &amp;#039;&amp;#039;kempen.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Morsbach - Sankt Gertrud 05 ies.jpg|mini|St. Gertrud, Detail]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fritz_Wingen_Paradiesszene 1917.jpg|mini|hochkant|Fritz Wingen: Paradiesszene, 1917]]&lt;br /&gt;
1923 schuf er Wandmalereien in der [[Morsbach]]er Pfarrkirche St. Gertrud, die 1922 durch einen Blitzeinschlag schwer beschädigt worden war. Die nackten alttestamentlichen Gestalten lösten jedoch Unbehagen bei manchen Gemeindemitgliedern aus. Dies führte zunächst zu einem Anschlag auf die Gemälde, die dabei mit schwarzer Schuhwichse überschmiert wurden. Später wurde der Innenraum der Kirche weiß übertüncht. Nur in den [[Hohlkehle]]n der Seitenaltäre sind noch Spuren von Wingens Gemälden erhalten geblieben. Weitere Kirchen, die Wingen neu gestaltete, waren [[St. Peter (Recklinghausen)|St. Peter]] in [[Recklinghausen]] und die [[Liebfrauenkirche (Duisburg-Bruckhausen)|Liebfrauenkirche]] in [[Bruckhausen|Duisburg-Bruckhausen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Cordt, Annette Schwarzer, Peter Goßens: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Wingen. Ein Leben zwischen Kempen und Berlin 1889–1944&amp;#039;&amp;#039;. 2005, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1925/1926 unternahm er eine achtzehnmonatige Studienreise durch Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Cordt, Annette Schwarzer, Peter Goßens: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Wingen. Ein Leben zwischen Kempen und Berlin 1889–1944&amp;#039;&amp;#039;. 2005, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hauptwerk Wingens war die Ausmalung der Kirche [[St. Matthias (Berlin)|St. Matthias]] in Berlin 1931, zu der ihn Pfarrer [[Albert Coppenrath]] eingeladen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Cordt, Annette Schwarzer, Peter Goßens: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Wingen. Ein Leben zwischen Kempen und Berlin 1889–1944&amp;#039;&amp;#039;. 2005, S. 97–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. Dezember 1939 wurde Wingen, der sich zu einem Besuch bei seiner Tochter Eva Kurz in [[Lambach]] aufhielt, von [[Margarete Pausinger|Margarethe von Pausinger]] und [[Anton Reinthaller|Theresia Reinthaller]] wegen regimekritischer Äußerungen angezeigt. Er wurde zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Leo Furtlehner: &amp;#039;&amp;#039;Braune Flecken in Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; In: Context XXI, {{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://ns-ooe.contextxxi.at/item4.html |wayback=20101118033031}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1942 kam Wingen erneut vor Gericht, nachdem er ein [[Adolf Hitler|Hitlerplakat]] abgerissen und auf die Rückseite eine Kirche gemalt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Cordt, Annette Schwarzer, Peter Goßens: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Wingen. Ein Leben zwischen Kempen und Berlin 1889–1944&amp;#039;&amp;#039;. 2005, S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde als Staatsfeind verurteilt und kam zunächst nach [[Plötzensee]], dann in das [[KZ Sachsenhausen]] und schließlich ins KZ Majdanek nahe [[Lublin]], wo er wahrscheinlich am 23. Januar 1944 [[Gaskammer (Massenmord)|vergast]] wurde oder an einer von den KZ-Ärzten absichtlich herbeigeführten [[Typhus]]-Infektion starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellung ==&lt;br /&gt;
Eine Gedächtnisausstellung mit 100 Werken Wingens fand im Jahr 2005 in Kempen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
Fritz Wingens Eintragung ins [[Martyrologium]] der katholischen Kirche als [[Märtyrer|Blutzeuge]] der Gewaltherrschaft der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wurde verworfen, nachdem bekannt geworden war, dass er uneheliche Kinder hatte. Wingens Tochter Eva Caro, geb. Kurz und andere versuchten, den Gemeinderat von Lambach zu bewegen, der Denunziantin ihres Vaters postum die Ehrenbürgerwürde abzuerkennen und eine Straße, die nach Pausinger benannt war, umzutaufen. Dies wurde zunächst abgelehnt; außerdem wurde durch das Oberösterreichische Landesarchiv darauf hingewiesen, dass Wingen wegen Sittlichkeitsdelikten vorbestraft gewesen sei. Nach massiven Protesten und weiteren Ermittlungen wurde 2005 die Margarethe-von-Pausinger-Straße in Siedlungsstraße umbenannt, nicht aber über die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft entschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Eiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Konflikt um die Ehrenbürgerschaft der NS-Denunziantin Margarethe Pausinger.&amp;#039;&amp;#039; In: Context XXI, {{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://ns-ooe.contextxxi.at/item14.html |wayback=20110823111830}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bürgermeister von Lambach veröffentlichte 2006 eine [[Ehrenerklärung]], in der er sich entschuldigte und darauf hinwies, dass die Fritz Wingen in den 1930er Jahren vorgeworfenen homosexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen nach heutigem Recht nicht strafbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Ilk |Titel=Ehrenerklärung |Sammelwerk=Nachrichten der Marktgemeinde Lambach |Band=61 |Nummer=1 |Datum=2006-01 |Seiten=3 |Online=[https://www.lambach.ooe.gv.at/gemeindeamt/download/200601_J%C3%A4n.pdf#page=3 Online] |Format=PDF |KBytes=1730 |Abruf=2021-08-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
* Der Heimatverein Holpe und die Gemeinde Morsbach haben in Erinnerung an den 1889 in Holpe geborenen und aufgewachsenen Maler, Bildhauer und Komponisten Fritz Wingen einen Platz mit Gedenkstein in der Dorfmitte von Holpe nach dem Künstler benannt. Durch eine großzügige Spende der Oberbergischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und weiterer Unterstützer wurde am 11. Mai 2019, vor der Grundschule Holpe, offiziell der „Fritz-Wingen-Platz“ eingeweiht und ein Gedenkstein enthüllt.&lt;br /&gt;
* In Kempen wurde eine Straße nach Fritz Wingen benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Margret Cordt, Annette Schwarzer, Peter Goßens: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Wingen. Ein Leben zwischen Kempen und Berlin 1889–1944&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Leben und Werk niederrheinischer Künstler&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 5). Boss Druck und Medien, Krefeld / Kleve 2005, ISBN 3-933969-47-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.morsbach.de/wp-content/uploads/2015/08/ausgabe92_vom_09042005.pdf#page=12 Biographie und Bilder des Künstlers] im amtlichen Mitteilungsblatt von Holpe, Ausgabe 92 (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12987602X|LCCN=nb/2006/23507|VIAF=3564786}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wingen, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler des Expressionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Majdanek]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wingen, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wingen, Gottfried&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Maler und Holzschnitzer des Expressionismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Holpe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=unsicher: 23. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Majdanek]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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