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	<title>Fritz Wildung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T16:17:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Wildung&amp;diff=795235&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grissef: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-04-27T18:59:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Friedrich Wilhelm) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wildung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegistereintrag StA Berlin-Steglitz Nr. 1598/1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[19. Dezember]] [[1872]] in [[Neuenkirchen (Lüneburger Heide)|Tewel]]; † [[23. September]] [[1954]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Politiker]] und [[Funktionär|Sportfunktionär]]. Er war der Vater der späteren [[Bundestagspräsident]]in [[Annemarie Renger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fritz Wildung stammte aus Tewel in der [[Lüneburger Heide]]. Er besuchte die dortige Dorfschule und verdiente sein erstes Geld im Alter von acht Jahren mit dem Hüten von Schafen. Nach der Schule absolvierte er eine Tischlerlehre in [[Soltau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Jahrhundertwende ging Wildung nach Berlin. Dort gehörte er zu den Mitbegründern des Turnvereins &amp;#039;&amp;#039;[[Fichte Berlin|TV Fichte Berlin]]&amp;#039;&amp;#039; und schloss sich einer [[Gewerkschaft]] an. Ab 1893 besuchte er in Berlin die Abendkurse der Arbeiterbildungsschule, deren 2.&amp;amp;nbsp;Vorsitzender er wurde. Im Jahre 1907 übernahm er die Funktion des leitenden Redakteurs der Arbeiter-Turnzeitung, dem Bundesorgan des [[Arbeiter-Turn- und Sportbund|ATB]] in Leipzig. Dieses Amt bekleidete er bis 1922. Sein Artikel &amp;#039;&amp;#039;Aufforderung zum Ungehorsam&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;[[Vorwärts (Deutschland)|Vorwärts]]&amp;#039;&amp;#039;, mit dem er sich gegen das Reichsvereinsgesetz wandte, führte zur Anklage gegen ihn, die jedoch mit einem Freispruch vor dem [[Reichsgericht]] endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1920 bis 1923 war er Leiter des ersten Stadtamtes für Leibesübungen in Leipzig. 1924 siedelte die Familie wieder nach Berlin über, da Fritz Wildung das Amt des Generalsekretärs der [[Zentralkommission für Sport und Körperpflege]] übernommen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;The German way of worker sports&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Arnd Krüger]], [[James Riordan]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Story of Worker Sport&amp;#039;&amp;#039;. Human Kinetics, Champaign IL 1996, ISBN 0-87322-874-X, S. 1–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihm wurde die Gesamtleitung der [[Arbeiterolympiade#Frankfurt 1925|1. Arbeiterolympiade 1925 in Frankfurt am Main]] übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|aze|26|07|1925|9|Die Arbeiterolympiade. Die Leitung der Olympiade|HERVORHEBUNG=Die&amp;amp;#32;Leitung&amp;amp;#32;der&amp;amp;#32;Olympiade}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er zählte zu den Mitbegründern der [[Eiserne Front|Eisernen Front]] und schrieb für diese ein [[Kampflied]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „Machtergreifung“ durch die [[Nationalsozialisten]] wurde Wildung mehrfach verhaftet und verhört. Später stand er unter polizeilicher Meldepflicht. Nach der Auflösung der Zentralkommission wurde Wildung arbeitslos und verlor sämtliche Funktionen im [[Arbeitersport in Deutschland|Arbeitersport]] sowie in der Politik. Im weiteren Verlauf wurde ihm von Seiten der Nazis eine Stelle im Referat „Sport“ angeboten. Diese lehnte er jedoch ab, obwohl dies gravierende negative Auswirkungen auf die ökonomische Situation seiner Familie hatte, die später alleine von Arbeitslosenunterstützung leben musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 zog er in seine alte Heimat nach Soltau. Wildung war in den folgenden Jahren maßgeblich am Aufbau des Sports beteiligt. 1946 wurde er bei der Wiedergründung der SPD in Hannover im Alter von 74 Jahren Sportreferent der SPD und war seit 1949 Mitglied des [[Nationales Olympisches Komitee|Nationalen Olympischen Komitees]]. Später wurde er zum Ehrenmitglied des NOK sowie des [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]] ernannt. Fritz Wildung verstarb am 23. September 1954 in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte der 1920er Jahre hatte sich trotz der unterschiedlichen politischen Grundorientierungen eine freundschaftliche Beziehung zwischen Wildung und [[Carl Diem]] entwickelt, die auch die gesamte NS-Zeit weiterbestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheiratet war er mit Martha Wildung (* 1881). Beide hatten sieben Kinder, darunter [[Annemarie Renger]], Präsidentin des Deutschen Bundestages. Drei Söhne starben im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Wildung war überzeugter Sozialdemokrat und Republikaner. Laut Aussagen seiner Tochter, Annemarie Renger, habe es Wildung stets in die „große Politik“ gezogen und weniger zum Sport. Dennoch ist er seinen Aufgaben im deutschen Arbeitersport treu geblieben, „weil der davon überzeugt war, mit dieser „Körperkultur“ könne man gesellschaftspolitisch und geistig-politisch den breiten Schichten der arbeitenden Bevölkerung zu Selbstbewusstsein und aktiver politischer Teilhabe verhelfen.“ Auf Wildungs Initiative erfolgte im Jahre 1926 die Einrichtung eines Reichstagsausschusses zur Förderung der Leibesübungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Seit 1980 verleiht der Deutsche Sportbund die &amp;#039;&amp;#039;Fritz-Wildung-Plakette&amp;#039;&amp;#039;. Sie zeichnet damit Vereine oder Verbände aus, die ein vorbildliches Modell der sozialen Hilfe im oder durch Sport aufgebaut hat. Zudem erhält der Verein eine Prämie von 2500 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dosb.de/de/start/details/news/fritz_wildung_plakette_fuer_vereine_an_tv_dienheim_und_tsv_ettlingen_verliehen/ Hinweise des DOSB zur Plakette], abgerufen am 5. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1968 wurde anlässlich seines 96. Geburtstages der &amp;#039;&amp;#039;[[Ewald von Lochow#Auszeichnungen|Lochowdamm]]&amp;#039;&amp;#039; an den Sportanlagen in [[Berlin-Wilmersdorf]] in &amp;#039;&amp;#039;Fritz-Wildung-Straße&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr|art=a|bez=09|id=F547|zlb98=622|kaupert=Fritz-Wildung-Strasse-14199-Berlin|name=Fritz-Wildung-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Fritz-Wildung-Straße&amp;#039;&amp;#039; in [[Bremen]]-[[Vegesack]] wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* 2016 aufgenommen in das Ehrenportal des [[Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte|Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Fritz Wildung verfasste die erste zusammenfassenden Publikation über den Arbeitersport (1929), die 1931 auch in einer Ausgabe in der Buchgemeinschaft [[Der Bücherkreis]] erschien. Das Buch &amp;#039;&amp;#039;Arbeitersport&amp;#039;&amp;#039; wurde 1933 verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Oliver Kersten: &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben für den deutschen Arbeitersport. Der Sportfunktionär und Naturfreund Fritz Wildung (1872–1954)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;NaturfreundIn&amp;#039;&amp;#039;, 2008, H. 4, S. 24.&lt;br /&gt;
* [[Michael Ruck (Politikwissenschaftler)|Michael Ruck]]: &amp;#039;&amp;#039;Wildung, Friedrich Wilhelm (called Fritz) (1872–1954)&amp;#039;&amp;#039;. In: A. Thomas Lane u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographical Dictionary of European Labor Leaders&amp;#039;&amp;#039;, Band 2. Westport CT / London 1995, ISBN 0-313-29900-5, S.&amp;amp;nbsp;1037–1038.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fritz Wildung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Franz Osterroth]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon des Sozialismus]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Hannover 1960, S. 335–336.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=140257500|LCCN=no/2008/183792|VIAF=65025797}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wildung, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turnfunktionär (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Arbeitersport)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Arbeiterbewegung (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitersport (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wildung, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wildung, Friedrich Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker und Sportfunktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Dezember 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neuenkirchen (Lüneburger Heide)|Tewel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. September 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grissef</name></author>
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