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	<title>Fritz Wüst - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-19T19:06:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem Montanwissenschaftler, für den Althistoriker siehe [[Fritz Rudolf Wüst]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fritz Wüst.jpg|mini|Fritz Wüst]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Wüst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Juli]] [[1860]] in [[Berg (Stuttgart)|Berg bei Stuttgart]]; † [[20. März]] [[1938]] in [[Düsseldorf]]) war ein bedeutender deutscher Eisenhüttenkundler und Gründungsdirektor des [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft|Kaiser-Wilhelm-Instituts]] für Eisenforschung (dem heutigen [[Max-Planck-Institut für Eisenforschung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und erste Berufsstationen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Wüst Burschenschaft Alemannia Stuttgart.jpeg|mini|Fritz Wüst als Mitglied der [[Burschenschaft Alemannia Stuttgart]].|150px]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Fritz Wüst, Nordfriedhof Düsseldorf.jpg|mini|Grabmal Fritz Wüst, von seinen Freunden und Schülern]]&lt;br /&gt;
Fritz Wüst besuchte die [[Oberrealschule]] und studierte anschließend an der [[Universität Stuttgart|TH Stuttgart]] und der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg i. Baden]], an der er 1886 [[Promotion (Doktor)|promovierte]]. Er wurde 1879 Mitglied der [[Burschenschaft Alemannia Stuttgart]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]]: &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 556.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1885 bis 1891 bekleidete er die Stelle eines Chemikers auf dem Königlich Württembergischen Hüttenwerk in [[Wasseralfingen]]. Zum 1. April 1891 trat er eine Stelle als Assistent und Lehrer für [[Analytische Chemie]] an der Maschinenbau- und [[Hüttenschule]] in Duisburg an, wo er [[Wilhelm Borchers]] kennenlernte. 1898 ließ er sich für ein Jahr beurlauben und ging als [[Goldprospektor]] für eine niederländische Bankengruppe nach [[Sumatra]]. Nach seiner Rückkehr nahm er ein weiteres halbes Jahr Urlaub und betätigte sich als Zivilingenieur im Eisengießereiwesen. 1899 erkrankte Wüst an [[Malaria]] und nahm erst zum Sommersemester 1900 seinen Dienst in Duisburg wieder auf. Seit Januar 1901 vertrat er den erkrankten [[Friedrich Dürre]] als Professor für Eisenhüttenkunde an der [[RWTH Aachen|TH Aachen]] und wurde zum 1. Oktober 1901 dessen Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wüsts Zeit in Aachen ==&lt;br /&gt;
1903/04 legte Wüst Entwürfe für die Reform des eisenhüttenkundlichen Studiums und einen Institutsneubau vor und knüpfte enge Beziehungen zum [[Stahlinstitut VDEh]], um dessen Unterstützung zu erhalten. Auf der zweiten Unterrichtskonferenz im Januar 1904 erhielt er die Zusage, seine Pläne weitgehend umsetzen zu können. In der Folge erreichte Wüst gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Wilhelm Borchers, dass das Neubauprojekt auf die [[Metallhüttenkunde]] ausgedehnt und damit erheblich erweitert wurde. 1906 erfolgte die Grundsteinlegung und 1910 die Einweihung des Instituts, das als erste Anstalt Europas gerühmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eröffnung des Institutsneubaus konzentrierte sich Wüst auf die eisenhüttenkundliche Grundlagenforschung und prägte maßgeblich den Verwissenschaftlichungsschub der [[Eisenhüttenkunde]] vor dem Ersten Weltkrieg. 1917 gab Wüst die Anregung zur Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Freunde und Förderer der [[RWTH Aachen|TH Aachen]]&amp;#039;&amp;#039; (Faho), im selben Jahr wurde er zudem zum Gründungsdirektor des [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft|Kaiser-Wilhelm-Instituts]] [[Max-Planck-Institut für Eisenforschung|für Eisenforschung]] bestellt. Dieses war zunächst am Aachener Institut angesiedelt, bevor es 1921 als Provisorium eine Halle der damaligen [[Rheinmetall|Rheinischen Metallwaaren- und Maschinenfabrik]] in Düsseldorf bezog.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Max-Planck-Institut für Eisenforschung Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;. Max-Planck-Gesellschaft Berichte und Mitteilungen 5/93, Hrsg. Max-Planck-Gesellschaft, München 1993, 116 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1921 geriet Wüst in einen heftigen Konflikt mit [[Gustav Krupp von Bohlen und Halbach]], dem Vorsitzenden des Kuratoriums des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eisenforschung, und musste daraufhin seinen Rücktritt „aus gesundheitlichen Gründen“ einreichen (mit Eintritt in den Ruhestand am 31. Dezember 1922&amp;lt;ref&amp;gt;Mitteilungen aus dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Eisenforschung zu Düsseldorf (Hrsg. Friedrich Körber), XXV. Band, Verlag Stahleisen m.b.H. Düsseldorf 1942, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;). 1922 erhielt er vom VDEh die [[Carl-Lueg-Denkmünze]] als erster Vertreter der reinen Wissenschaft verliehen. 1929 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Akademie der Wissenschaften]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 265.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wüst verblieb bis 1933 Honorarprofessor der TH Aachen, er starb am 20. März 1938 in Düsseldorf. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem [[Nordfriedhof (Düsseldorf)]]. Er war Mitglied des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereins Deutscher Ingenieure]] (VDI) und des Aachener Bezirksvereins des VDI.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Mitgliederverzeichnis 1914 |Hrsg=Verein Deutscher Ingenieure |Ort=Berlin |Datum=1914 |Seiten=7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Titel und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1904 [[Roter Adlerorden]] 4. Klasse&lt;br /&gt;
* 1908/09 [[Geheimrat|Geheimer Regierungsrat]]&lt;br /&gt;
* 1909/10 Königlicher [[Kronenorden (Preußen)|Kronenorden]] 3. Klasse&lt;br /&gt;
* 1910 Dr.-Ing. E. h. der TH Stuttgart&lt;br /&gt;
* 1910/11 Kommandeurskreuz des Luxemburgischen [[Orden der Eichenkrone|Ordens der Eichenkrone]]&lt;br /&gt;
* 1911 Dr.-mont. E. h. der [[Montanuniversität Leoben|Montanistischen Hochschule in Leoben]]&lt;br /&gt;
* 1924 Ehrenbürger der TH Aachen&lt;br /&gt;
* 1930 Ehrensenator der TH Aachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 benannte Wüsts ehemaliger Aachener Kollege, Rudolf Schenck, das auch unter dem Namen Eisen(II)-oxid bekannte Mineral nach Fritz Wüst: [[Wüstit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* [[s:Bergbau und Hüttenwesen (1914)|&amp;#039;&amp;#039;Bergbau und Hüttenwesen&amp;#039;&amp;#039;]] in: [[Philipp Zorn]], [[Herbert von Berger]] (Schriftleitung): [[s:Deutschland unter Kaiser Wilhelm II.|&amp;#039;&amp;#039;Deutschland unter Kaiser Wilhelm II.&amp;#039;&amp;#039;]] Hrsg. von Siegfried Körte, [[Friedrich Wilhelm von Loebell]] u. a. 3 Bände. R. Hobbing, Berlin 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Paul Goerens, Friedrich Körber, Otto Petersen|Titel=Nachruf Fritz Wüst|Sammelwerk=Stahl und Eisen|Nummer=58|Jahr=1938|Seiten=449f.}}&lt;br /&gt;
* Stefan Krebs: &amp;#039;&amp;#039;Technikwissenschaft als soziale Praxis. Über Macht und Autonomie der Aachener Eisenhüttenkunde, 1870–1914&amp;#039;&amp;#039;, Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 2009, ISBN 978-3-515-09348-4, &lt;br /&gt;
* Stefan Krebs: &amp;#039;&amp;#039;Genese und Struktur eines technikwissenschaftlichen Feldes: über den Kampf der Aachener Eisenhüttenkunde um Macht und Autonomie 1870–1914&amp;#039;&amp;#039; [https://publications.rwth-aachen.de/record/49855/files/Krebs_Stefan.pdf Dissertation von 2008 online], auf Publikationsserver der RWTH Aachen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117376213}}&lt;br /&gt;
* http://www.iehk.rwth-aachen.de/index.php?id=152&lt;br /&gt;
* [http://www.archiv.rwth-aachen.de/biographischedatenbank/ Biographische Datenbank der RWTH Aachen - Personengruppen - Ehrensenatoren]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117376213|LCCN=n/92/78865|VIAF=74628175}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wust, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metallurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Eichenkrone (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der RWTH Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der RWTH Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Regierungsrat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wüst, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Eisenhüttenkundler und Gründungsdirektor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Juli 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berg (Stuttgart)|Berg bei Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. März 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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