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	<title>Fritz Usinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Usinger&amp;diff=309009&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jordi: klarer (war 1915 schon 32)</title>
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		<updated>2026-02-03T18:12:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;klarer (war 1915 schon 32)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fritz-Usinger-Platz (Friedberg) 01.JPG|mini|Erinnerungstafel am Fritz-Usinger-Platz in Friedberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fritz Usinger Firma.jpg|mini|Unterschrift von Fritz Usinger]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Usinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. März]] [[1895]] in [[Friedberg (Hessen)|Friedberg]], [[Hessen]]; † [[9. Dezember]] [[1982]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Schriftsteller]], [[Lyrik]]er, [[Essay]]ist und [[Übersetzer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fritz Usinger WW1.jpg|mini|Fritz Usinger (Mitte) als Soldat im Ersten Weltkrieg mit zwei Freunden in Friedberg]]&lt;br /&gt;
Fritz Usingers gleichnamiger Vater Friedrich Usinger war [[Gehörlosenpädagogik|Taubstummenlehrer]] in Friedberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LAGIS&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.lagis-hessen.de/pnd/118625675 Usinger, Fritz]&amp;#039;&amp;#039;, in: Hessische Biografie (Stand: 15. April 2021).&amp;lt;/ref&amp;gt; Fritz studierte nach dem Abitur [[Germanistik]], [[Romanistik]] und [[Philosophie]]. 1913 lebte er in München und lernte dort [[Hans Schiebelhuth]], [[Karl Wolfskehl]], [[Emil Preetorius (Grafiker)|Emil Preetorius]] und [[Ernst Moritz Engert]] kennen. 1914 setzte er sein Studium in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und Gießen fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 wurde er Soldat im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und nahm als [[Infanterie|Infanterist]] am [[Serbienfeldzug der Mittelmächte]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsche Verlustlisten des Ersten Weltkrieges]]: Ausgabe 818 vom 3. Dezember 1915 (Preußen 395), S.&amp;amp;nbsp;10531 („[[Infanterie-Regiment „Generalfeldmarschall von Mackensen“ (3. Westpreußisches) Nr. 129|Infanterie-Regiment 129]]. [https://des.genealogy.net/search/show/3436624 Usinger, Friedrich – Friedberg, Hessen – leicht verwundet.]“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach war er als Redakteur in [[Metz]] tätig. Dort befreundete er sich mit [[Carlo Mierendorff]] und [[Theodor Haubach]], die ihn einluden, bei der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Dachstube]]&amp;#039;&amp;#039; mitzuarbeiten. Im Verlag der Dachstube erschienen seine ersten Gedichtbände &amp;#039;&amp;#039;Der ewige Kampf&amp;#039;&amp;#039; (1918) und &amp;#039;&amp;#039;Große Elegie&amp;#039;&amp;#039; (1920). 1918 nahm Usinger sein Studium in [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Gießen]] wieder auf und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] dort 1921 mit einer begriffshistorischen Studie zur französischen Romanliteratur. Nach dem Referendariat an der Justus-Liebig-Schule in [[Darmstadt]] unterrichtete er als [[Studienrat (Deutschland)|Studienrat]] über 25 Jahre lang [[Deutschunterricht|Deutsch]] und [[Französischunterricht|Französisch]] an höheren Schulen in Bingen, Mainz, Offenbach am Main und Bad Nauheim. In dieser Zeit entstanden seine Gedichtbände und Essaysammlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Albert Einstein]]s Auftritt in [[Bad Nauheim]] im Jahr 1920 und das radikal neue Weltbild der [[Relativitätstheorie]] machten einen starken Eindruck auf die vom Weltkrieg traumatisierte Gelehrten- und Künstlergeneration und inspirierten Usinger und zeitgenössische Künstler wie [[Paul Hindemith]] oder [[Rudolf Kassner]] zu neuen Gedankengängen und Utopien von friedlichen, klugen [[Weltbürger]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Auf dem Planetenwanderweg. Einsteins Weltbild: Physik, Musik und Dichtung für den Frieden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;7. Mai 2017. Ein Tag für die Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Hessischer Literaturrat, [[hr2-kultur]] (Programmheft), S. 23.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://ios-hybrid.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/friedbergbadnauheim/Wetterau-Volkssternwarte-Wanderung-und-Vortrag-am-Sonntag;art472,251054 Volkssternwarte: Wanderung und Vortrag am Sonntag.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gießener Allgemeine]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. Mai 2017. Beide abgerufen am 7. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Befreundet war Usinger auch mit [[Wilhelm Michel (Schriftsteller)|Wilhelm Michel]], [[Karl Wolfskehl]], [[Albert H. Rausch|Henry Benrath]] und [[Gustav Steinbömer|Gustav Hillard]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ecki&amp;quot;&amp;gt;Eckart Ullrich: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.eckhard-ullrich.de/jahrestage/3960-fritz-usinger-marie-luise-kaschnitz Fritz Usinger: Marie Luise Kaschnitz.]&amp;#039;&amp;#039; Onlinepublikation 2020, gelesen im Juni 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 1932 hielt er einen 35-minütigen Vortrag im [[Hessischer Rundfunk#Anfänge als Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG|Frankfurter Radio (SWR)]] über &amp;#039;&amp;#039;Die Form des deutschen Geistes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://dienste.dra.de/schriftsteller/autoren.php?buchst=U&amp;amp;aname=Fritz%20Usinger |wayback=20210607182808 |text=Fritz Usinger. |archiv-bot=2025-03-04 10:34:38 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriftsteller im Rundfunk – Autorenauftritte im Rundfunk der Weimarer Republik 1924–1932.&amp;#039;&amp;#039; [[Deutsches Rundfunkarchiv]], Abruf im Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er nahm auch in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] am Kulturbetrieb teil und beteiligte sich z.&amp;amp;nbsp;B. zusammen mit [[Hermann Graf Keyserling]] und anderen Schriftstellern und Künstlern 1937 an der örtlichen Gau-Kulturwoche der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] in Darmstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://dfg-vk-darmstadt.de/Lexikon_Auflage_2/DeppertKarl.htm Deppert, Karl]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Von Adelung bis Zwangsarbeit – Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. [[Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen]], Gruppe Darmstadt (Stand: 1. Juni 2021).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein im Sommer 1939 erschienener Aufsatz Usingers beschäftigt sich unter Anknüpfung an ein Thema der kunstphilosophischen Ästhetik [[Hans W. Fischer]]s mit [[Gestalttheorie]], Grenzen der [[Psychotechnik]] und Auswüchsen der [[Massenpsychologie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Usinger: &amp;#039;&amp;#039;Gestalt und Antlitz. Zur Wesensdeutung des heutigen Menschen und seiner möglichen Kunst/Grenzen der Psychotechnik. Über Auswüchse der Massenpsychologie.&amp;#039;&amp;#039; Kulturbeilage der &amp;#039;&amp;#039;Zeit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; 290, 12. Juni 1939. Nchw.: Michael Herkenhof u.&amp;amp;nbsp;a. (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Nachlass Erich Rothacker (1888–1965). Inhaltsverzeichnis zum wissenschaftlichen Teil des Nachlasses.&amp;#039;&amp;#039; Handschriftenabteilung der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, Bonn 2016, S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] veröffentlichte er in der von [[Baldur von Schirach]] herausgegebenen offiziösen nationalsozialistischen Jugendzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Wille und Macht&amp;#039;&amp;#039; 1943 das Gedicht „Die Heroen“. Nach dem Konzept der Herausgeber sollte der kämpfenden männlichen Jugend nach Ausrufung des „[[Totaler Krieg|totalen Krieges]]“ in der [[Sportpalastrede]] von [[Joseph Goebbels]] mittels Heldendichtung klassischen Stils ein Deutungsmuster für ihre Erlebnisse nahegebracht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schroers&amp;quot;&amp;gt;Theodor Schroers: [https://d-nb.info/1123478821/34 &amp;#039;&amp;#039;Die Rezeption griechischer Helden in der nationalsozialistischen Jugendzeitschrift&amp;#039;&amp;#039; Wille und Macht.] [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau]], Januar 2013, S. 49–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit setzte sich Usinger sehr für seinen ehemaligen Kreis &amp;#039;&amp;#039;Die Dachstube&amp;#039;&amp;#039; ein und gab u.&amp;amp;nbsp;a. Werksammlungen seiner Freunde Hans Schiebelhuth (der 1944 in der Emigration verstorben war) und Carlo Mierendorff (der sich im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]] betätigt hatte und 1943 bei einem Bombenangriff auf Leipzig umgekommen war) heraus. Er war auch mit [[Erich Kästner]], [[Carl Zuckmayer]] und [[Hans Arp]] befreundet und erhielt 1946 als erster Schriftsteller in [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegsdeutschland]] den [[Georg-Büchner-Preis]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;LAGIS&amp;quot; /&amp;gt; Die Laudatio hielt der Darmstädter Journalist [[Rosemarie Heyd-Burkart|Kurt Heyd]], ein früheres [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Mitglied und ehemaliger Schüler Usingers. Mit der eher konservativen Jury-Entscheidung knüpfte man demonstrativ an die Vorkriegstradition des Preises bis 1933 an. Über dessen lokale Verwurzelung im Darmstädter Kulturleben hinaus war die Wahl Usingers Ausdruck eines Bedürfnisses der Zeit nach Klassizität, Ausgewogenheit und Ordnung, das sich auch auf die vom Nationalsozialismus verrohte und verunstaltete Sprache richtete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ulmer&amp;quot;&amp;gt;Judith S. Ulmer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Georg-Büchner-Preises. Soziologie eines Rituals.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-019069-9, S. 100–102.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 gab Usinger den Lehrerberuf auf und wurde freier Schriftsteller. Er gehörte im selben Jahr zu den Gründungsmitgliedern der [[Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung|Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]] in Darmstadt. Von 1953 bis 1965 war er Mitglied der Jury des den Georg-Büchner-Preises und bis 1966 einer der Vizepräsidenten der Akademie. Außerdem war er Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften und der Literatur]] in Mainz und korrespondierendes Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Academia Goetheana&amp;#039;&amp;#039; in [[São Paulo]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.geheli.de/autoren/usinger-fritz.html Fritz Usinger.]&amp;#039;&amp;#039; Autorenprofil der Gesellschaft hessischer Literaturfreunde, Abruf im Juni 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Usinger stand als junger Literat und später wiederum in den Jahrzehnten nach 1945 in engem brieflichen und persönlichen Austausch mit zeitgenössischen [[Bildende Kunst|bildenden Künstlern]], die er als Mentor betreute, in Essays und Katalogartikeln würdigte, als Redner zu Ausstellungen begleitete und deren Werke er vielfach sammelte. Auf diese Weise entstand seine Sammlung von über 200 Werken mit ihm befreundeter Künstler wie Hans Arp, [[Ernst Wilhelm Nay]], [[Hermann Goepfert]] (dessen Deutschlehrer Usinger in Bad Nauheim gewesen war), [[Lucio Fontana]] und zahlreicher weiterer Künstlerinnen und Künstler, die heute im [[Wetterau-Museum]] in Friedberg aufbewahrt und gezeigt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Museum&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.wetterau-museum.de/index_main.php?unid=746 Arp, Fontana, Goepfert, Nay. Die Sammlung Fritz Usinger.]&amp;#039;&amp;#039; Homepage des Wetterau-Museums, Abruf im Juni 2021 (Stand: 21. Mai 2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinem 80. Geburtstag fand 1975 eine umfangreiche Ausstellung über sein Leben und Werk in der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt (heute: [[Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt]]) statt. Drei Jahre zuvor hatte er der im [[Residenzschloss Darmstadt|Darmstädter Schloss]] ansässigen Bibliothek bedeutendes Material (Briefe, Manuskripte, seltene Buchausgaben) aus seinem Besitz mit Bezug zur Gruppe &amp;#039;&amp;#039;Die Dachstube&amp;#039;&amp;#039; überlassen, darunter seine teils umfangreichen Briefkorrespondenzen mit Darmstädter Autoren. Sein Nachlass wird im [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Literaturarchiv Marbach am Neckar]] verwahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.ulb.tu-darmstadt.de/media/ulb/alter_webauftritt/spezialabteilungen/handschriften_1/nachlaesse_1/Usinger.PDF |wayback=20210607171655 |text=Bestandsbeschreibung |archiv-bot=2025-03-04 10:34:38 InternetArchiveBot }} (PDF; 870&amp;amp;nbsp;kB) der [[Technische Universität Darmstadt|TU Darmstadt]] (Stand 1998).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Wohnung in der [[Burg Friedberg (Friedberg)|Friedberger Burg]] lebte Usinger bis zu seinem Tod im Alter von 87 Jahren inmitten seiner Sammlung moderner Kunst, die einen bewussten Kontrast zu seinem alten Mobiliar aus hochwertigen Antiquitäten herstellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Museum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Fritz Usinger veröffentlichte mehr als zehn Gedichtbände, darunter seine bekannteste Nachkriegsanthologie &amp;#039;&amp;#039;Der Stern Vergeblichkeit&amp;#039;&amp;#039; (1962), und vierzehn Bände mit Essays. Außerdem übersetzte er Gedichte aus dem [[Französische Sprache|Französischen]] und [[Englische Sprache|Englischen]]. Seine Lyrik steht in der klassischen Tradition von [[Friedrich Hölderlin|Hölderlin]], [[Rainer Maria Rilke|Rilke]] und [[Stefan George|George]] und umfasst [[Hymne]]n, [[Elegie]]n, [[Sonett]]e und [[Ode]]n, die thematisch besonders um das Verhältnis des Einzelnen zur Welt und die Beziehung Gottes zu den Dingen kreisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ulmer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://feltas.de/bio/usinger-fritz.html Fritz Usinger]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Feltas]], abgerufen im Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Ausdrucksformen reichen von kurzen Sprüchen in wenigen Strophen und schlichten Reimen über streng komponierte Sonettfolgen, [[alkäische Strophe]]n und [[Hexameter]] bis zu ausladenden [[Sinfonische Dichtung|symphonischen Gedichten]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://wetterauer-nachrichten.de/index.php/2019/12/14/fritz-usinger-im-alten-hallenbad-erinnerungen-an-den-buechner-preistraeger-aus-friedberg/ |wayback=20210607111002 |text=Fritz Usinger im Alten Hallenbad – Erinnerungen an den Büchner-Preisträger aus Friedberg. |archiv-bot=2025-03-04 10:34:38 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wetterauer Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. Februar 2018, abgerufen am 7. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Thematisch nimmt die Auseinandersetzung mit der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] in seinem Werk breiten Raum ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schroers&amp;quot; /&amp;gt; Sein Essayband &amp;#039;&amp;#039;Geist und Gestalt&amp;#039;&amp;#039; (1939) enthält weltanschauliche und kulturkritische Aufsätze, die teilweise [[Völkische Bewegung|völkisch]] gefärbt sind. Als grundlegend wird seine Analyse der Dichtung von [[Marie Luise Kaschnitz]] wahrgenommen, die er in einem Essay Ende der 1950er Jahre veröffentlichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ecki&amp;quot; /&amp;gt; [[Wolfram Knauer]] hat darauf hingewiesen, dass Usinger in einem 1948 entstandenen und 1953 veröffentlichten Essay die in Deutschland damals vielfach noch abgelehnte amerikanische [[Jazz]]musik trotz seiner klassizistischen Prägung gleichberechtigt neben die [[Klassische Musik|Musik der klassischen Moderne]] stellte. Auch Essays zur [[Moderne Kunst|modernen Kunst]] und [[Moderne (Architektur)|Architektur]] machten ihn bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kollmer: &amp;#039;&amp;#039;[https://android-hybrid.wetterauer-zeitung.de/regional/wetteraukreis/friedbergbadnauheim/Wetterau-Wenn-Musik-zur-Gefahr-wird;art472,564244 Wenn Musik zur Gefahr wird.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wetterauer Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. März 2019, abgerufen am 7. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1946: [[Georg-Büchner-Preis]]&lt;br /&gt;
* 1960: [[Goethe-Plakette des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst|Goethe-Plakette]] des Landes Hessen&lt;br /&gt;
* 1966: [[Bundesverdienstkreuz|Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
* 1980: [[Humboldt-Gesellschaft|Humboldt-Plakette als Ehrengabe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
* Usinger ist eine wichtige, aber stets im Hintergrund bleibende Figur in [[Andreas Maier (Autor)|Andreas Maiers]] Roman &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis&amp;#039;&amp;#039; (2016).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:In der Burg 28 (Friedberg) 04.JPG|mini|Gedenktafel, In der Burg 28, Friedberg]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der ewige Kampf&amp;#039;&amp;#039;, mit 4 Original-Lithografien von [[Carl Gunschmann]]. Die Dachstube, Darmstadt 1918.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Große Elegie&amp;#039;&amp;#039;. Die Dachstube, Darmstadt 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die französischen Bezeichnungen des Modehelden im 18. und 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag des Romanischen Seminars, Gießen 1921 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Irdisches Gedicht&amp;#039;&amp;#039;, mit 4 Original-Radierung von [[Carl Gunschmann]]. Die Dachstube, Darmstadt 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sonette. Aufsätze zu Bildern&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Friedberg 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wort&amp;#039;&amp;#039;. Darmstädter Verlag, Darmstadt 1931 (Neuauflage 1938).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stimmen&amp;#039;&amp;#039;. Darmstädter Verlag, Darmstadt 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geheimnisse&amp;#039;&amp;#039;. Darmstädter Verlag, Darmstadt 1937 (Neuauflage 1938).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geist und Gestalt. Essays&amp;#039;&amp;#039;. Darmstädter Verlag, Darmstadt 1939. Rauch, Jena 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Medusa. Aufsätze zu Bildern&amp;#039;&amp;#039; Rauch, Dessau 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erfüllung und Grenze. Worte der Weisung&amp;#039;&amp;#039; Rauch, Dessau/Leipzig 1940. (Zitatesammlung)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermes&amp;#039;&amp;#039;. Darmstädter Verlag, Darmstadt 1942&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Glück&amp;#039;&amp;#039;. Darmstädter Verlag, Darmstadt 1947&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleine Biographie des Jazz&amp;#039;&amp;#039;. Liselotte-Kumm-Verlag, Offenbach 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Stern Vergeblichkeit. Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. Johannesdruck, München 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Sinn und das Sinnlose. Notizen zum zwanzigsten Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Bernhart, Darmstadt 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Planet. Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. Bernhart, Darmstadt 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Opal und Pfauenfeder. Englische Gedichte deutsch&amp;#039;&amp;#039;. Calatra Press Willem Enzinck, Lahnstein 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Himmlische Heimkehr. Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. Calatra Press Willem Enzinck, Lahnstein 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meerstern. Französische Gedichte deutsch&amp;#039;&amp;#039;. Calatra Press Willem Enzinck, Lahnstein 1978.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwei Freunde, Carl Zuckmayer und Fritz Usinger. Ein Briefwechsel (1919–1976)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Blätter der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 10, Heft 1), Mainz 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Werke&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1–6 (Friedberger Ausgabe), herausgegeben von [[Siegfried Hagen]]. Waldkircher Verlagsgesellschaft, Waldkirch 1984–1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Claus Netuschil]]: &amp;#039;&amp;#039;Usinger, Fritz.&amp;#039;&amp;#039; In: Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 935 [https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/u/usinger-fritz.html (online)].&lt;br /&gt;
* Christine Rosemary Barker: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Usinger. Poet, Essayist and Critic. An investigation of his work.&amp;#039;&amp;#039; [[University of Hull]] (Diss.), 1975.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Schuder]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Literatur-Kalender.&amp;#039;&amp;#039; 58. Jahrgang. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1981, S.&amp;amp;nbsp;1116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Hagen]]: &amp;#039;&amp;#039;Vortrag zur Ausstellung Fritz Usinger, Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Rasch, Bramsche 1975.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Vortrag wurde am 8. März 1975 zur Eröffnung der Fritz-Usinger-Ausstellung in der Landesbibliothek Darmstadt gehalten [http://ulbiblio.ulb.tu-darmstadt.de/247/ (bibliografische Information der TU Darmstadt)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Siegfried Hagen: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Usinger. Endlichkeit und Unendlichkeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen zur Kunst, Musik- und Literaturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 138). Bouvier, Bonn 1973.&lt;br /&gt;
* Siegfried Hagen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Götter lesen nicht. Fritz Usinger zum 80. Geburtstag am 5. März 1975&amp;#039;&amp;#039;. Bouvier, Bonn 1975.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Nentwich]]: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Usinger Bibliographie&amp;#039;&amp;#039; (herausgegeben von der Forschungsstelle &amp;#039;&amp;#039;Literarische Kultur in Oberhessen&amp;#039;&amp;#039; am Fachbereich Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen). Waldkircher Verlagsgesellschaft, Waldkirch 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118625675}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dla-marbach.de/index.php?id=448&amp;amp;ADISDB=PE&amp;amp;WEB=JA&amp;amp;ADISOI=00039297 Gesamtinformation zu Fritz Usingers Nachlass] im [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchiv Marbach]]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118625675|titel=Usinger, Fritz|datum=2025-03-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118625675|LCCN=n/50/46507|VIAF=111508062}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Usinger, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Kunstsammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Friedberg (Hessen))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Usinger, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Usinger, Friedrich Wilhelm (vollständiger Name); FU (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller, Lyriker, Essayist und Übersetzer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. März 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Friedberg (Hessen)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Dezember 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Friedberg (Hessen)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
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