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	<title>Fritz Stippel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Stippel&amp;diff=2581369&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: lf</title>
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		<updated>2025-12-08T12:45:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Stippel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Januar]] [[1915]] in [[München]]; † [[3. August]] [[1974]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Pädagogik]]professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fritz Stippel studierte nach dem Abitur 1934 am [[Wittelsbacher-Gymnasium München|Wittelsbacher-Gymnasium]] in München [[Klassische Philologie]], [[Germanistik]] und [[Geschichte]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität]] in München und war dann fast zwei Jahrzehnte als [[Gymnasiallehrer]] in seiner Heimatstadt tätig. 1939 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er an der LMU München mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Ehre und Ehrerbietung in der Antike&amp;#039;&amp;#039; zum [[Dr. phil.]] Seit 1946 lehrte er mit einem Lehrauftrag für Geschichte der Pädagogik an der Universität München. Nach der [[Habilitation]] 1949 wirkte er neben dem Gymnasialschuldienst auch an der Lehrerbildungsanstalt [[Freising]] sowie an der Universität München, zunächst als [[Privatdozent]], später auch als [[außerplanmäßiger Professor]] für Pädagogik. Als die Lehrerausbildung 1958 ihre Akademisierung erfuhr, folgte er dem Ruf als Professor für Pädagogik an die [[Pädagogische Hochschule]] in München-[[Pasing]], die 1972 als Erziehungswissenschaftliche Fakultät in die Universität München eingegliedert wurde. Dort wirkte er bis zu seinem frühen Tod 1974. In den 50er- und 60er-Jahren prägte er in München die Ausbildung vieler [[Volksschullehrer]] im Hinblick auf ihr pädagogisches Fundament und ihre Werteorientierung sehr nachhaltig.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Peter Horn: &amp;#039;&amp;#039;Erziehungswissenschaft in Deutschland im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Stippels pädagogisches Denken war fest im [[Christentum|christlichen]] Glauben und in der Gedankenwelt der [[Abendländische Philosophie|abendländischen Philosophie]] fundiert – wie denn der Pädagoge in seinen Augen überhaupt und ständig auf philosophisches und auch auf theologisches Fragen verwiesen bleibt, „wenn er nicht Gefahr laufen will, im rein Deskriptiven sich zu erschöpfen oder infolge der Unreflektiertheit und Verwaschenheit seiner Begriffe ins Gerede zu verfallen“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zum Geleit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte der Bildung.&amp;#039;&amp;#039; 1966, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein zentrales Bemühen war die Mitarbeit an der Begründung und Entfaltung einer [[Erziehung]]stheorie auf der Basis einer Lehre vom Menschen, die diesen als &amp;#039;&amp;#039;Person&amp;#039;&amp;#039; begreift und interpretiert – die Mitarbeit am Auf- und Ausbau einer &amp;#039;&amp;#039;personalen Pädagogik&amp;#039;&amp;#039;. Dies er- schien ihm insbesondere auf dem Hintergrund der Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus als überaus bedeutsam. Der Bewältigung dieser Aufgabenstellung galt sein gesamtes Schaffen, vor allem seine 1957 erschienene kritische Studie zur [[nationalsozialistisch]]en Pädagogik &amp;#039;&amp;#039;Die Zerstörung der Person&amp;#039;&amp;#039;, in der er aufzuzeigen versuchte, „wohin ein [[Hypertrophie|hypertrophischer]] National[[kollektivismus]] gerade in der Pädagogik führt“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Zerstörung der Person.&amp;#039;&amp;#039; 1957, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1958 veröffentlichte er seinen richtungsweisenden Aufsatz über die &amp;#039;&amp;#039;Grundlinien personaler Pädagogik&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Pädagogik.&amp;#039;&amp;#039; Heft 3/1958.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1961 folgte ein ansehnlicher Band &amp;#039;&amp;#039;Ausgangspunkte pädagogischen Denkens&amp;#039;&amp;#039;, den er zusammen mit Schülern erarbeitet hatte und in dem er im Rahmen einer gewichtigen Studie die [[Konsequenz]]en des [[Existentialismus]] als „Ausdruck einer bedeutsamen und tiefgreifenden philosophischen Metanoia“ für die Pädagogik aufzeigte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ausgangspunkte pädagogischen Denkens.&amp;#039;&amp;#039; 1961, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1966 schließlich publizierte er – wieder zusammen mit Schülern und Kollegen erstellt und zugleich als Festschrift für den Philosophen [[Max Müller (Philosoph)|Max Müller]] gedacht – ein Bändchen mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Aspekte der Bildung&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;s.&amp;amp;nbsp;o.&amp;lt;!-- ? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem er nochmals seine Ansichten über das [[Anthropologie|anthropologische]] Fundament und die wichtigsten Grundbegriffe der Pädagogik zusammenfasst und in dem er den Titelbegriff seines Aufsatzes folgendermaßen beschrieb: „Bildung ist niemals etwas &amp;#039;Abgerundetes&amp;#039;, etwas &amp;#039;Harmonisches&amp;#039;, insofern personal Existieren nichts anderes meint als je immer neues Hinaus- und Hineintreten in die Ungewißheit, in das Wagnis, in den möglichen Konflikt, ja in den Zusammenbruch des Scheiterns. […] Der sich Bildende ist wahrlich der Homo viator, der zu einer in der [[Hoffnung]] und nur in ihr ahnbaren dereinstigen [[Vollkommenheit|Vollendung]] hin, die sich der Mächtigkeit unseres Wollens und unseres Zugriffs absolut entzieht, lebenslang auf dem Wege ist. So bleibt Bildung stets [[Fragment]], wie ja auch unsere Existenz durchaus fragmentarisch ist ...“&amp;lt;ref&amp;gt;s.&amp;amp;nbsp;o.&amp;lt;!-- ? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Plagiatsfall ==&lt;br /&gt;
1960 erhob der Münsteraner Professor [[Heinrich Döpp-Vorwald]] die Anschuldigung, Stippel habe wesentliche Gedanken und Zitate aus &amp;#039;&amp;#039;Die Zerstörung der Person&amp;#039;&amp;#039; aus seinen eigenen Arbeiten übernommen, ohne dies kenntlich zu machen. Stippel wies den Vorwurf eines Plagiats zurück und gab an, er habe Döpp-Vorwalds Arbeiten nicht gekannt. Eine Unterlassungsklage Stippels gegen Döpp-Vorwald wurde abgewiesen. Das Gericht urteilte, dass &amp;quot;[d]ie Behauptung des Beklagten, die Übereinstimmung zwischen seinem Buch und dem Werk des Klägers könne nicht zufällig sein, ... eine erwiesene Tatsachenfeststellung&amp;quot; ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bayern: Von wem hat der Professor abgeschrieben? |Sammelwerk=[[Die Zeit]] |Nummer=21/1961 |Datum=1961-05-19 |Online=[https://www.zeit.de/1961/21/von-wem-hat-der-professor-abgeschrieben online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Fritz Stippel war Mitglied in der [[KBStV Rhaetia München|Katholischen Bayerischen Studentenverbindung Rhaetia München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ehre und Ehrerziehung in der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Konrad Triltsch, Würzburg 1938, {{DNB|571594018}}. (Kulturphilosophische, philosophiegeschichtliche und erziehungswissenschaftliche Studien, Band 7)&lt;br /&gt;
* als Hrsg. mit Heinrich Lades und Friedrich Scheck: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Jugendwohlfahrt.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Steinebach, München/Düsseldorf 1950, {{DNB|451804198}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Zerstörung der Person. Kritische Studie zur nationalsozialistischen Pädagogik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Ludwig Auer, Donauwörth 1957, {{DNB|454894015}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausgangspunkte pädagogischen Denkens – Beiträge zur Gegenwartspädagogik.&amp;#039;&amp;#039; Ehrenwirth, München 1961, {{DNB|450180395}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aspekte der Bildung.&amp;#039;&amp;#039; Auer, Donauwörth 1966, {{DNB|455565279}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erziehung, Anspruch, Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Die Aufklärung.&amp;#039;&amp;#039; mit Werner Raith. Werner Raith Verlag, Starnberg 1971, ISBN 3-921121-15-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus-Peter Horn: &amp;#039;&amp;#039;Erziehungswissenschaft in Deutschland im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2003, ISBN 3-7815-1271-1, S. 353.&lt;br /&gt;
* Fritz März: &amp;#039;&amp;#039;Pädagogenprofile. Miniaturen großer Erzieher und bedeutender pädagogischer Denker.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Auer, Donauwörth 1984, ISBN 3-403-01614-5, S. 156 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1194103626|VIAF=61914618}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stippel, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in der K.B.St.V. Rhaetia zu München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stippel, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pädagogikprofessor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Januar 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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