<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fritz_Schmelter</id>
	<title>Fritz Schmelter - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fritz_Schmelter"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Schmelter&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T11:20:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Schmelter&amp;diff=2569235&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 31. Dezember 2025 um 11:17 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Schmelter&amp;diff=2569235&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-31T11:17:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Schmelter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. März]] [[1904]] in [[Wrocław-Leśnica|Deutsch-Lissa]], [[Posen]]; † [[12. August]] [[1964]]) war ein deutscher Jurist und Staatsbeamter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fr.Schmelter.jpg|miniatur|Fritz Schmelter während der Nürnberger Prozesse (um 1946).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch studierte Schmelter [[Rechtswissenschaft]]en. Anschließend trat er in den [[Rechtsreferendariat|Juristischen Vorbereitungsdienst]] ein. 1931 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er an der [[Universität Breslau]] mit einer [[Dissertation]] über den Paragraphen 37 des Reichsbahngesetzes und die Baupolizeigenehmigung in Preußen zum [[Doktor der Rechte|Dr. jur.]] Zum 1. Mai 1932 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.197.184).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37890193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Große Juristische Staatsprüfung (Assessorexamen) bestand er 1933 und wurde als Assessor in den Staatsdienst aufgenommen. Nachdem er beim [[Treuhänder der Arbeit]] in [[Berlin]] beschäftigt gewesen war, wurde er im Januar 1938 zum Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen mit Sitz in [[Frankfurt am Main]] ernannt. Dieses Amt behielt er bis 1942 bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Mai 1942 wurde Schmelter auf Vorschlag von [[Albert Speer]] durch den Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz [[Fritz Sauckel]] zum Sondertreuhänder der Arbeit für die [[Organisation Todt]] (OT) ernannt. In dieser Eigenschaft, die er bis zum Kriegsende beibehielt, war er insbesondere mit der Regelung der Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit, Urlaub etc.) aller von der OT beschäftigten deutschen Angestellten betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Absolon: &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmacht im Dritten Reich. 19. Dezember 1941 bis 9. Mai 1945&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig war Schmelter von Mai 1942 bis Dezember 1943 Hauptabteilungsleiter in der Zentrale der Organisation Todt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1943 wurde Schmelter in das [[Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion]] versetzt, in dem er bis Dezember 1944 im Rang eines [[Ministerialdirigent]]en die Hauptabteilung für die Zuweisung von Arbeitskräften leitete. Anschließend unterstand ihm bis Kriegsende die Zentralabteilung für Arbeitseinsatz und Arbeitsleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;Raul Hilberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Vernichtung der europäischen Juden&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, 1990, S. 999.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Eigenschaft gehörte er in der Zeit vom 1. März bis 1. August 1944 dem sogenannten [[Jägerstab]] an, einem zur effektiveren Organisation der Rüstungsanstrengungen des [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reiches]] ins Leben gerufenen Koordinierungsgremium, dem Vertreter der verschiedenen beteiligten Stellen (Rüstungsministerium, SS, Post etc.) angehörten. Schmelter war innerhalb des Jägerstabs der Beauftragte für Arbeitskräftefragen. Um dem Mangel an Arbeitskräften auf dem Gebiet des Baus von Flugzeugfabriken abzuhelfen, entschied der Jägerstab schließlich, dass die Einbeziehung jüdischer KZ-Häftlinge erforderlich sei. Zu diesem Zweck sollten etwa 100.000 der im Sommer 1944 massenhaft ins [[KZ Auschwitz]] deportierten ungarischen Juden mit Einwilligung [[Adolf Hitler]]s in das Bauprogramm des Stabes eingebunden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Raul Hilberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Vernichtung der europäischen Juden&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, S. 999f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schmelter kritisierte im Verlauf dieses Projekts die unzureichende Zufuhr geeigneter Arbeitskräfte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bisher sind zwei Transporte angekommen, die in das SS-Lager Auschwitz gekommen sind. Angeboten wurden für die Jägerbauten nur Kinder, Frauen und Greise, mit denen sehr wenig anzufangen ist. Wenn nicht schon die nächsten Transporte Männer im arbeitsfähigen Alter bringen, dürfte die ganze Aktion nicht sehr erfolgreich werden.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Raul Hilberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Vernichtung der europäischen Juden&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, S. 999f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor Kriegsende geriet Schmelter, der auch der [[Schutzstaffel|SS]] angehörte (SS-Nummer 188.076) und in der er als [[SS-Ehren- und Rangführer zur besonderen Verwendung|Ehrenrangführer]] am 9. November 1941 den Rang eines [[SS-Obersturmbannführer]]s&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dws-xip.pl/reich/biografie/numery/numer188.html Verzeichnis von Beförderungen in der SS]&amp;lt;/ref&amp;gt; erreichte, im April 1945 in [[alliierte]] Gefangenschaft. In der Folgezeit wurde er im Rahmen der [[Nürnberger Prozesse]] als Zeuge vernommen. Insbesondere trat er im Verfahren gegen seinen ehemaligen Kollegen im Jägerstab, den Generalfeldmarschall [[Erhard Milch]], auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Reitlinger: &amp;#039;&amp;#039;The Final Solution. The Attempt to Exterminate the Jews of Europe, 1939-1945&amp;#039;&amp;#039;, 1987, S. 427.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit gehörte Schmelter dem Vorstand der Deutschen Industrie-Finanzierungs AG in Frankfurt am Main an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der 37 des Reichsbahngesetzes und die Baupolizeigenehmigung in Preußen&amp;#039;&amp;#039;, (= &amp;#039;&amp;#039;Öffentliches Recht, Steuerpolitik und Finanzwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3) 1931. (Dissertation)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die wichtigsten arbeitsrechtlichen Bestimmungen insbesondere die Reichstarifordnung für den Güterfernverkehr. Vom 15. Oktober 1936. Mit Einleitung und Erläuterungen&amp;#039;&amp;#039;, 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reichstarifordnung (Tarifordnung) zur Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen für das Hilfspersonal der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Dentisten und Heilpraktiker für das Gebiet des Deutschen Reiches. Vom 1. Febr. 1939&amp;#039;&amp;#039;, 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reichstarifordnung für die besonderen Arbeitsbedingungen der Montagestamm- und Zeitarbeiter in der Eisen-, Metall- und Elektroindustrie vom 7. November 1939-15. April 1940. Stand vom 15.12.1941&amp;#039;&amp;#039;, 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sammlung der Tarifordnungen, Anordnungen und Erlasse für das deutsche Baugewerbe im Ausland. Nach dem Stande vom 1. März 1943&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
*{{BibISBN|3887411161}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer&amp;#039;&amp;#039;, 1962, Bd. 14, S. 1362.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vernehmung des Fritz Schmelter am 19. November 1946, Vernehmung vom 29. April 1947, Vernehmung vom 8. Mai 1947, Vernehmung vom 8. Mai 1948 und Eidesstattliche Erklärung vom 9. Dezember 1946&amp;#039;&amp;#039;. In: Archiv des [[Institut für Zeitgeschichte]], München, Signatur ZS-1432 ([http://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-1432.pdf online], PDF; Protokolle einiger Vernehmungen Schmelters im Rahmen der Nürnberger Prozesse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1052479960|VIAF = 309590868}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schmelter, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirigent (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schmelter, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Staatsbeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Deutsch-Lissa]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. August 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>