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	<title>Fritz Schellong - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Schellong&amp;diff=703607&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 26. September 2025 um 12:26 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fritz Schellong 1950.jpg|mini|Fritz Schellong (um 1950)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Makiri Schellong&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. September]] [[1891]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]; † [[18. Januar]] [[1953]] [[Münster]]) war ein deutscher Internist und Hochschullehrer in Prag und Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fritz Schellong wurde 1891 als dritter von insgesamt fünf Söhnen des Geheimen Sanitätsrats [[Otto Schellong]] und seiner Ehefrau Margarete in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] geboren. Seinen zweiten Vornamen Makiri erhielt er nach einem gleichnamigen [[Indigene Völker|indigenen]] Häuptling im [[Kaiser-Wilhelms-Land]], mit dem sein Vater [[Blutsbrüderschaft]] geschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur am [[Königliches Wilhelms-Gymnasium (Königsberg)|Königsberger Wilhelms-Gymnasium]] studierte er ab 1911 zunächst in [[Jena]] Medizin; 1912 wechselte er an die heimatliche [[Albertus-Universität Königsberg]]. Als junger Student wurde er Mitglied des [[Corps Palatia-Guestphalia#Guestphalia Jena|Corps Guestphalia Jena]] und später (in familiärer Tradition) des [[Corps Masovia Königsberg zu Potsdam|Corps Masovia]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1930, 75/473; 89/1009&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archiv.preussische-allgemeine.de/ow1953/1953_08_01_08.pdf#search=schellong &amp;#039;&amp;#039;Todesanzeige des Altherrenverbandes der Masuren&amp;#039;&amp;#039;], in: Ostpreußenblatt, 1. August 1953, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1914 bis 1918 wurde das Medizinstudium durch den Einsatz als [[Feldunterarzt]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] unterbrochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem 1920 abgelegten Staatsexamen wurde er bei [[Martin Kirschner (Mediziner, 1879)|Martin Kirschner]] in Königsberg zum [[Dr. med.]] promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Ein Beitrag zur Diagnose und operativen Therapie der Paraplegieen infolge Spondylitis tuberculosa&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.ub.unibas.ch/cmsdata/spezialkataloge/ipac/viewer.php?KatalogID=ak2&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;ImageNr=529857 Katalogzettel], Dissertationenkatalog der [[Universitätsbibliothek Basel]], abgerufen am 21. Juli 2016).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er begann seine fachärztliche Weiterbildung an der Medizinischen Klinik der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]] bei [[Alfred Schittenhelm]]. Aus dieser Zeit stammte sein Interesse an der Herzphysiologie und der klinischen Anwendung des [[Elektrokardiogramm]]s, das bei einem einjährigen Studienaufenthalt am [[Universitätsklinikum Würzburg]] bei dem Physiologen [[Maximilian von Frey]] vertieft wurde. Nach [[Kiel]] zurückgekehrt und zum [[Oberarzt]] ernannt, [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1925 mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die physikalischen Grundlagen der Elektrokardiographie&amp;#039;&amp;#039; und wurde 1929 [[außerplanmäßiger Professor]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1933 war Schellong Leiter des &amp;#039;&amp;#039;Krankenhauses [[Speyererhof|Speyerer Hof]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Heidelberg]]. In dieser Zeit entwickelte er den nach ihm benannten [[Schellong-Test]] und die klinische Vektorkardiographie. 1939 wurde er als internistischer Ordinarius der [[Deutsche Universität Prag|Deutschen Universität Prag]] berufen, ein Jahr später in derselben Funktion an die [[Medizinische Fakultät]] der [[Universitätsklinikum Münster|Universität Münster]]. Hier hatte er bis zu seinem Tod den Lehrstuhl für Innere Medizin inne und war zeitweilig auch als [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Medizinischen Fakultät tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schellong trat zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 2.720.451)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37100692&amp;lt;/ref&amp;gt; und war in der [[Sturmabteilung|SA]] als Sturmbannarzt tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://cau.gelehrtenverzeichnis.de/49cf022d-a32d-9548-4158-4d4c6006f0cb |titel=Fritz Schellong |werk=Kieler Gelehrtenverzeichnis der Christian-Albrecht-Universität |hrsg=CAU |datum= |abruf=2020-09-30 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1940 wurde er zum Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|6415|IDName=Fritz Schellong|Kommentar=|Datum=21. Juni 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit seiner Ehefrau, der Ärztin Anneliese geb. Schewe, hatte Schellong vier Kinder, darunter den Mediziner [[Günther Schellong]] und den reformierten Theologen [[Dieter Schellong]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistung ==&lt;br /&gt;
Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit lagen vor allem auf dem Gebiet der Herz- und Kreislauferkrankungen. In den Jahren 1922 bis 1927 betrieb er vorwiegend experimentelle Untersuchungen zu den Grundeigenschaften des Herzmuskels, insbesondere mit den kardialen Aktionsströmen, der Erregungsüberleitung und der Elektrokardiographie. Es folgten Arbeiten über die Wirkungsweise des Zuckerstoffwechsels, kardiale Überleitungsstörungen und die [[Blutdruck]]regulation (1927–1930). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1931 stand vorwiegend die Problematik der Kreislaufregulation und dessen Funktionsprüfung im Vordergrund ([[Schellong-Test]]). Er arbeitete außerdem über die Wirkung von [[Herzglykoside]]n auf die kardiale Erregungsüberleitung, die essentielle [[arterielle Hypertonie]], die elektrokardiographische Diagnostik und die Erfahrungen der Behandlung des [[Diabetes mellitus]] mit [[Soja]]mehlprodukten als Ernährungsalternative. Auf dem Gebiet der Elektrokardiographie beschäftigte er sich zunächst mit [[Herzrhythmus]]störungen und wandte sich später dem Studium des [[QRS-Komplex]]es zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schellong kann als einer der ersten betrachtet werden, der die Ergebnisse der experimentellen Elektrophysiologie der klinischen Anwendung der Elektrokardiographie zugänglich machte. 1936 führte er die [[Vektorkardiographie]] ein und stellte 1937 ein [[orthogonal]]es Ableitungssystem vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
Bereits als Kind ließ Schellong seine ungewöhnliche musikalische Begabung erkennen. Gefördert wurde sie durch umfassenden Unterricht im Klavierspiel und in [[Musiktheorie]]. Dem Wunsch seiner Eltern entsprechend verzichtete er darauf, Musik zu studieren. Die Kompositionsversuche seiner Jugend sind nicht erhalten. Hingegen haben die Manuskripte von 27 im romantischen Stil komponierten [[Lied]]ern (überwiegend aus den Jahren 1910–1916) beide Weltkriege intakt überstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine im Jahr 1941 entstandene Sonate für Cello und Klavier war das letzte Opus, das Schellong komponierte. Der [[Westdeutscher Rundfunk Köln|Westdeutsche Rundfunk]] sendete 1963 in seinem Radioprogramm eine von seinen Söhnen Günther und Dieter eingespielte Aufnahme der Sonate.&amp;lt;ref&amp;gt;Gütersloher Zeitung vom 24. Juli 1963&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arterielle Hypotension&amp;#039;&amp;#039;. Verh. Dtsch. Ges. Inn. Med. 45 (1933), S. 143&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verwendung der Sojabohne in der Heilkost&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Regulationsprüfung des Kreislaufs&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elektrographische Diagnostik von Herzmuskelerkrankungen&amp;#039;&amp;#039;. Verh. Dtsch. Ges. Inn. Med. 48 (1936), S. 288&lt;br /&gt;
* mit S. Heller und E. Schwingel: &amp;#039;&amp;#039;Das Vektordiagramm, eine Untersuchungsmethode des Herzens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Kreislaufforschung]]&amp;#039;&amp;#039;, 29 (1937), S. 497&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Grundzüge einer klinischen Vektordiagraphie des Herzens&amp;#039;&amp;#039;. Ergebn. Inn. Med. Kinderheilk. 56 (1939), S. 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E. Schütz: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Fritz Schellong&amp;#039;&amp;#039;. Zeitschrift für Kreislaufforschung 42 (1953), S. 321–335 [http://books.google.com/books?vid=ISBN3540414312&amp;amp;id=ztSWRKQbNqoC&amp;amp;pg=PA245&amp;amp;lpg=PA245&amp;amp;dq=schellong&amp;amp;sig=lOuDfqvl3RIPFoyVn8D1gb6rHZk Google Book Search]&lt;br /&gt;
* W. Frey: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Fritz Schellong&amp;#039;&amp;#039;. Dtsch. Med. Wochenschr. 78 (1953), S.&amp;amp;nbsp;576&lt;br /&gt;
* G. E. Burch, N. P. DePasquale: &amp;#039;&amp;#039;A history of electrocardiography&amp;#039;&amp;#039;. Year Book, Chicago 1964, S.&amp;amp;nbsp;93&lt;br /&gt;
* K. Pelzner: &amp;#039;&amp;#039;Personalbibliographien von Professoren und Dozenten der Inneren Medizin und der Kinderheilkunde der Deutschen Karl-Ferdinands-Universität in Prag im ungefähren Zeitraum von 1900–1945&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Universität Erlangen 1972&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;75 Jahre Deutsche Gesellschaft für Kardiologie [...]&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 245&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fritz Schellong}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119555743}}&lt;br /&gt;
* [http://www.worldcat.org/search?qt=worldcat_org_all&amp;amp;q=Fritz+Schellong WorldCat]&lt;br /&gt;
* [https://cau.gelehrtenverzeichnis.de/49cf022d-a32d-9548-4158-4d4c6006f0cb Kieler Gelehrtenverzeichnis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119555743|VIAF=27884222}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schellong, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karl-Ferdinands-Universität Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schellong, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schellong, Fritz Makiri (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Internist und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. September 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Januar 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Münster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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