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	<title>Fritz Saxl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T02:41:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Saxl&amp;diff=332546&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Peter Gröbner: /* Leben */ Tausendertrennzeichen geschützt; der Punkt wird zwar von den Richtlinien als üblich angegeben, ich habe aber die Schreibweise so weit wie möglich beibehalten.</title>
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		<updated>2025-10-07T09:26:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Tausendertrennzeichen geschützt; der Punkt wird zwar von den &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/260282477#Zifferngruppierung&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/260282477&quot;&gt;Richtlinien&lt;/a&gt; als üblich angegeben, ich habe aber die Schreibweise so weit wie möglich beibehalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fritz Saxl Foto.jpg|mini|hochkant|Fritz Saxl in der Kunsthistorischen Bibliothek Warburg, Hamburg, ca. 1924]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich „Fritz“ Saxl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[8. Januar]] [[1890]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben am [[22. März]] [[1948]] in [[Dulwich (London)|Dulwich]], England) war ein [[Österreich|österreichischer]] [[Kunsthistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saxl bemühte sich erfolgreich darum, [[Aby Warburg]]s Kulturwissenschaftliche [[Bibliothek]] nach der [[Machtergreifung]] durch die Nationalsozialisten von Deutschland nach [[Warburg Institute|England]] zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://warburg.sas.ac.uk/ |titel=The Warburg Institute |zugriff=2017-03-21 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem galt er als derjenige Mitarbeiter Warburgs, der dessen Theorien am reinsten verfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn des Hof- und Gerichtsadvokaten Ignaz Saxl geboren, wuchs Fritz Saxl in einer gutgestellten jüdischstämmigen Familie auf. Während die Großeltern noch jüdischen Glaubens waren, konvertierte der Vater, ohne jedoch seine Wurzeln zu verleugnen. Friedrich Saxl konvertierte 1908 zum römisch-katholischen Glauben.&amp;lt;ref&amp;gt;Anna L. Staudacher: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;… meldet den Austritt aus dem mosaischen Glauben&amp;quot;. 18000 Austritte aus dem Judentum in Wien, 1868–1914: Namen – Quellen – Daten.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main : Peter Lang, 2009, ISBN 978-3-631-55832-4, S. 512&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saxl studierte [[Archäologie]] und [[Geschichte]] in [[Wien]], [[Berlin]] und [[Rom]]. Dabei zählte er in Wien zu dem engen Schülerkreis von [[Franz Wickhoff (Kunsthistoriker)|Franz Wickhoff]], [[Julius von Schlosser]] und [[Max Dvořák]]. In Berlin studierte er hauptsächlich bei [[Heinrich Wölfflin]]. Bereits im Alter von 22 Jahren legte er seine [[Dissertation]] zu [[Rembrandt van Rijn|Rembrandt]] bei seinem Doktorvater Dvořák vor. Kurz zuvor hatte er Aby Warburg privat kennengelernt, zu dessen Schülern er fortan zählte. 1912/13 absolvierte er ein akademisches Jahr in Rom, wo er speziell mittelalterliche Texte zur [[Mythologie]] und zur [[Astrologie]] analysierte. Dieser Aufenthalt wurde Saxl durch ein Stipendium des &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichisches Historisches Institut in_Rom|Instituts für österreichische Geschichtsforschung zu Rom]]&amp;#039;&amp;#039; ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1913 heiratete er [[Elise Bienenfeld]] und zog nach [[Hamburg]], wo er als Forschungsassistent von Aby Warburg die Arbeit in dessen [[Aby Warburg#Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg|Kulturwissenschaftlicher Bibliothek]] aufnahm. Dort befreundete er sich mit [[Percy Ernst Schramm]], dem Schüler von Aby Warburg. In der Folge übernahm er Thesen Warburgs, der in der [[Kunstgeschichte]] ein Fortleben antiker mythologischer und künstlerischer Themen und Bildformeln erkannte, und wandte sich von seinem ursprünglichen Interessengebiet, der Kunst des [[Barock]], ab. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde er als Soldat eingezogen und diente als [[Offizier]] in der Armee [[Österreich-Ungarn]]s, wo er ab 1915 als Leutnant in [[Italien]] eingesetzt wurde und in den beiden letzten Kriegsjahren als Ausbilder und Lehrer. Danach organisierte er in Wien Ausstellungen im Rahmen der Volksbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 kehrte Saxl zu Warburg zurück, der mittlerweile ernsthaft erkrankt war und bis 1924 in eine geschlossene Anstalt eingewiesen worden war, sodass Saxl mit seiner Kollegin [[Gertrud Bing]] die Leitung und Organisation der Bibliothek, die etwa 20&amp;amp;nbsp;000 Bände umfasste, übernahm. In den 1920er Jahren arbeitete er zunächst als [[Privatdozent]] und bis 1933 als außerordentlicher Professor an der [[Universität Hamburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saxl hatte die Weitsicht, die [[Machtergreifung der Nationalsozialisten]] als Bedrohung des akademischen Deutschlands zu begreifen, um Kontakte zum Mäzen [[Samuel Courtauld]] in England zu knüpfen, damit die Bibliothek Warburgs erhalten werden konnte. Auch ihm selbst gelang 1933 die Ausreise nach England. Seit 1940 besaß er die [[britische Staatsbürgerschaft]]. Seit dem Jahr 1944 ist die Bibliothek offizieller Teil der Universitätsbibliothek von [[London]] ([[Warburg Institute]]); sie wurde dem [[Courtauld Institute of Art]] der [[Universität London]] eingegliedert und ist dort heute noch benutzbar. 1944 wurde er zum Mitglied ([[Fellow]]) der [[British Academy]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.thebritishacademy.ac.uk/documents/2528/Deceased_Fellows.pdf| titel=Deceased Fellows| hrsg=British Academy| zugriff=2020-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1946 gründete Saxl gemeinsam mit dem Kunsthistoriker [[Richard Krautheimer]] und dem Archäologen [[Karl Lehmann (Archäologe)|Karl Lehmann]] den [[Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Census.&amp;#039;&amp;#039; In: {{Webarchiv|url=http://www.census.de/census/projekt |wayback=20210414035047 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2023-05-06 12:13:55 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saxls Bemühungen galten in erster Linie der Warburg-Bibliothek und der Pflege von Warburgs Andenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Vorträge der Bibliothek Warburg.&amp;#039;&amp;#039; 9 Bände. Leipzig/Berlin 1921–1931.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Studien der Bibliothek Warburg.&amp;#039;&amp;#039; 21 Bände. 1922–1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis astrologischer und mythologischer illustrierter Handschriften des lateinischen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: C. Winter, Heidelberg 1915, Band 2: ebenda 1927 (Band 3–4 hrsg. von Hans Meier, Harry Bober und Patrick McGurk).&lt;br /&gt;
* mit [[Raymond Klibansky]] und [[Erwin Panofsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Saturn and Melancholy. Studies in the History of Natural Philosophy, Religion and Art.&amp;#039;&amp;#039; London 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A Heritage of Images: A Selection of Lectures by Fritz Saxl.&amp;#039;&amp;#039; Introduction by E. H. Gombrich. 2 Bände. Penguin, Harmondsworth, Middlesex 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The History of Warburg’s Library.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ernst Gombrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Aby Warburg.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage.Phaidon Press, Oxford 1986, S. 325–338.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gebärde, Form, Ausdruck, vorgestellt von Pablo Schneider.&amp;#039;&amp;#039; diaphanes, Zürich/Berlin 2010, ISBN 978-3-03734-131-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postum ===&lt;br /&gt;
* mit [[Erwin Panofsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Classical Mythology in Mediaeval Art.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Metropolitan Museum Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, 1953, S. 228–280.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;English sculpture of the 12th century.&amp;#039;&amp;#039; 1954.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lectures.&amp;#039;&amp;#039; 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausreiten der Ecken. Die Aby Warburg – Fritz Saxl Korrespondenz 1910 bis 1919.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Dorothea McEwan. München 1998, ISBN 3-930802-79-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wanderstrassen der Kultur. Die Aby Warburg – Fritz Saxl Korrespondenz 1920 bis 1929.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Dorothea McEwan. München 2004, ISBN 3-935549-85-7.&lt;br /&gt;
* Brief von [[Helmut Kuhn (Philosoph)|Helmut Kuhn]] an Fritz Saxl, 18. Juni 1937, Warburg Archive GC, London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|10|7||Saxl Friedrich (Fritz)|[[Ernst Gombrich|E. H. Gombrich]]}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|480|481|Saxl, Fritz|[[Charlotte Schoell-Glass]]|118804898}}&lt;br /&gt;
* Donald J. Gordon (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fritz Saxl (1890-1948)&amp;#039;&amp;#039;. Nelson, London 1957.&lt;br /&gt;
* Eric M. Warburg, The Transfer of the Warburg Institute to England, from: The Warburg Institute Annual Report 1952–1953.&lt;br /&gt;
* [[Ulrike Wendland]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil. Leben und Werk der unter dem Nationalsozialismus verfolgten und vertriebenen Wissenschaftler.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;L–Z.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1999, ISBN 3-598-11339-0, S. 586–592.&lt;br /&gt;
* Dorothea McEwan: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Saxl – Eine Biografie. Aby Warburgs Bibliothekar und erster Direktor des Londoner Warburg Institutes&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2012, ISBN 978-3-205-78863-8 ([http://www.oapen.org/search?identifier=459331 Volltext zum Download]).&lt;br /&gt;
* Hellwig, Karin. &amp;#039;&amp;#039;Aby Warburg und Fritz Saxl enträtseln Velázquez. Ein spanisches Intermezzo zum Nachleben der Antike&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin/Boston Sept. 2015, ISBN 978-3-11-042052-4 (E-Book).&lt;br /&gt;
* Ernst Müller u. Barbara Picht (Hg.): »Vorträge der Bibliothek Warburg«. Das intellektuelle Netzwerk der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg. Göttingen: Wallstein Verlag 2023 (auch im OA: https://doi.org/10.46500/83535345)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118804898}}&lt;br /&gt;
* [http://arthistorians.info/saxlf &amp;#039;&amp;#039;Saxl, Friedrich „Fritz“&amp;#039;&amp;#039;] im [[Dictionary of Art Historians]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118804898|LCCN=n/85/231466|NDL=00455405|VIAF=66486297}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Saxl, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warburg Institute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der British Academy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus Österreich-Ungarn im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Saxl, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Saxl, Friedrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Kunsthistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Januar 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. März 1948&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dulwich (London)|Dulwich]], England&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Peter Gröbner</name></author>
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