<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fritz_Raschig</id>
	<title>Fritz Raschig - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fritz_Raschig"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Raschig&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T16:47:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Raschig&amp;diff=288354&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Leben und Werk */ Weblink aktualisiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Raschig&amp;diff=288354&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-29T19:24:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk: &lt;/span&gt; Weblink aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fritz Raschig.jpg|mini|hochkant|Fritz Raschig]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RaschigAG.jpg|mini|Fabrik der &amp;#039;&amp;#039;Keramische Werke Raschig AG&amp;#039;&amp;#039; (Grafik, 1920er Jahre)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Raschig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Juni]] [[1863]] in [[Brandenburg an der Havel]]; † [[4. Februar]] [[1928]] in [[Duisburg]]; vollständiger Name: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich August Raschig&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Chemiker]], [[Unternehmer]] und [[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Fritz Raschig war das älteste von 13 Kindern des [[Leiste (Bauteil)|Leisten]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;fabrikanten &amp;#039;&amp;#039;August Raschig&amp;#039;&amp;#039;. Sein Vater entstammte einer alten [[Tuchmacher]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;familie aus [[Jessen (Elster)]] und hatte 1862 seine Fabrik in der [[Neustadt Brandenburg|Neustadt von Brandenburg (Havel)]] gegründet, die von einem Bruder Raschigs mindestens bis in die 1920er Jahre fortgeführt wurde. Fritz Raschig entwickelte früh ein starkes Interesse an den Naturwissenschaften, besonders an [[Chemie]], so dass ihm der Vater sogar ein kleines Labor einrichtete. Auch der Besuch des [[Realgymnasium]]s [[Saldria (Institution)|Saldria]] in [[Brandenburg an der Havel]] förderte ihn darin, was ihn später zu Stiftungen von hochwertigen Unterrichtsmitteln bewegte. Nach dem Abitur 1881 studierte er Chemie an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]], zwischenzeitlich ein Semester an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]. An der Heidelberger Universität war er Schüler des renommierten Chemikers [[Robert Wilhelm Bunsen]]. 1884 wurde er in Berlin mit dem Thema „Einwirkung von Kupferchloriden auf Schwermetalle“ zum &amp;#039;&amp;#039;Dr. phil.&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Schon als [[wissenschaftlicher Assistent]] in Berlin von 1885 bis 1887 schrieb Raschig eine viel beachtete Arbeit „Über das Verhalten der salpetrigen zur schwefeligen Säure“. Mit [[Schwefel]] und [[Nitrate#Salpeter|Salpeter]] beschäftigte er sich sein Leben lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er ab 1887 jahrelang bei der &amp;#039;&amp;#039;Badischen Anilin- und Sodafabrik ([[BASF]])&amp;#039;&amp;#039; tätig gewesen war (zuletzt als Betriebsleiter für die Synthesebereiche von [[Benzoesäure]], [[Phenol|Karbolsäure (Phenol)]] und [[Pikrinsäure]]), gründete er 1891 die nach ihm benannte Chemische Fabrik [[Raschig (Unternehmen)|Raschig]], die heute noch in Ludwigshafen-[[Mundenheim]] ansässig ist. Diese Fabrik errichtete er zur Darstellung reiner Teerbestandteile, wie z. B. [[Anthracen]], [[Naphthalin]], [[Phenol|Roh-Karbolsäure (Phenol)]], [[Toluol]] und [[Benzol]]. Er verwendete bei der Fraktionierung einen besonderen [[Füllkörper]], der unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Raschig-Ring&amp;#039;&amp;#039; 1914 [[patent]]iert wurde und heute in der ganzen Welt bekannt ist. Vorher wurde diese Entwicklung geheim gehalten, um den Vorteil der Reindarstellung des Phenols großtechnisch voll zu nutzen. Nach Fritz Raschigs Tod wurde das Unternehmen zunächst von seinen zwei Söhnen, Kurt Raschig und Claus Raschig fortgeführt, danach von deren Söhnen Gert (1934–1993; Sohn von Kurt) und Friedrich Raschig (Sohn von Claus). Nach dem Tod von Gert Raschig verkauften dessen Erbengemeinschaft und Friedrich Raschig das Unternehmen 1996 an die US-amerikanische PMC-Gruppe [[PMC Global]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Raschig schenkte der Stadt [[Ludwigshafen am Rhein]] im Jahr 1916 ein Gelände von 200.000&amp;amp;nbsp;m² für Kriegsheimkehrer, was zur Gründung der [[Ludwigshafen-Gartenstadt|Ludwigshafener Gartenstadt]] führte. Dazu regte er auch den Zusammenschluss der existierenden Baugenossenschaften an. Die dort befindliche &amp;#039;&amp;#039;Raschigstraße&amp;#039;&amp;#039; wurde ihm zu Ehren benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 verlieh ihm die [[Technische Universität Darmstadt|Technische Hochschule Darmstadt]] die [[Ehrendoktor]]würde (als &amp;#039;&amp;#039;Dr.-Ing. E. h.&amp;#039;&amp;#039;), 1918 folgte die Ehrendoktorwürde der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (als &amp;#039;&amp;#039;Dr. phil. h. c.&amp;#039;&amp;#039;). Raschig engagierte sich im &amp;#039;&amp;#039;Verein zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1926 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt, 1927 wurde er mit der [[Liebig-Denkmünze]] des [[Verein Deutscher Chemiker|Vereins Deutscher Chemiker]] ausgezeichnet. Er war Mitglied des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereins Deutscher Ingenieure]] (VDI) und des Mannheimer Bezirksvereins des VDI.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Mitgliederverzeichnis 1914 |Hrsg=Verein Deutscher Ingenieure |Ort=Berlin |Datum=1914 |Seiten=277}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Raschigs wissenschaftlichen Leistungen gehören vor allem:&lt;br /&gt;
* die Entwicklung und Anwendung von [[Füllkörper]]n für lose Schüttungen („Raschig-Ringe“),&lt;br /&gt;
* die Entdeckung der Verwendungsmöglichkeiten des [[Kresol]]s,&lt;br /&gt;
* die Entwicklung des para-Chlor-meta-Kresols (Raschit) zu Desinfektionsmitteln,&lt;br /&gt;
* die kontinuierliche [[Teer]]-Destillation,&lt;br /&gt;
* das Kiton-Verfahren beim Straßenbau (Teer + Ton + Wasser-Suspension)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |author=Otto Lueger |title=Teermakadam |work=Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Band&amp;amp;nbsp;9 |location=Stuttgart / Leipzig |date=1914 |publisher=Zeno.org |access-date=2026-04-29 |url=http://www.zeno.org/Lueger-1904/A/Teermakadam}}&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
* die Herstellung von [[Kunstharz]]en aus Phenol und [[Formaldehyd]] (z.&amp;amp;nbsp;B. für Billardbälle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Versorgung mit Rohteer zu sichern, erwarb er im Jahr 1918 die [[Dachpappenfabrik Raschig|Teerdestillation &amp;#039;&amp;#039;Chemische Fabrik Dr. Wirth, Waldthausen &amp;amp; Schulz&amp;#039;&amp;#039;]] in [[Werne (Bochum)|Werne]] bei [[Bochum]] und ließ 1910/11 in [[Bad Krozingen|Krozingen]] nach Erdöl bohren. Bei diesen Bohrungen wurde eine [[Kohlensäure]]quelle entdeckt, die Grundlage für den Kurbetrieb in diesem südbadischen Ort wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Raschig betätigte sich auch politisch und war 1919/20 Mitglied der [[Weimarer Nationalversammlung]]. Später saß er von [[Reichstagswahl Dezember 1924|Dezember 1924]] bis zu seinem Tode als Abgeordneter der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]] im Deutschen [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] in Berlin. Daneben war er von 1900 bis zu seinem Tode Mitglied des Ludwigshafener Stadtrats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|158|159|Raschig, Fritz|[[Claus Priesner]]|123035317}}&lt;br /&gt;
* Frank Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Raschig, ein gebürtiger Brandenburger Erfinder, Unternehmer und Politiker.&amp;#039;&amp;#039; In: Historischer Verein Brandenburg (Havel) e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;8.&amp;amp;nbsp;Jahresbericht 1999.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;10–15.&lt;br /&gt;
* Arthur Rosenheim: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Raschig (8. Juni 1863 bis 4. Februar 1928)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;62, Nummer&amp;amp;nbsp;11, S.&amp;amp;nbsp;A109–A126.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123035317}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|123035317}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123035317|LCCN=n/89/667187|VIAF=32893714}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Raschig, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Ludwigshafen am Rhein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Darmstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Raschig, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Raschig, Friedrich August (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker, Unternehmer und Politiker (DDP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Juni 1863&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brandenburg an der Havel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Februar 1928&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Duisburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
	</entry>
</feed>