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	<title>Fritz Neuland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Neuland&amp;diff=517695&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-11728-00: EN: Autor, Werk, Datum, Wikilink, Abruf</title>
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		<updated>2026-03-04T14:57:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EN: Autor, Werk, Datum, Wikilink, Abruf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Neuland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Januar]] [[1889]] in [[Bayreuth]]; † [[4. November]] [[1969]] in [[München]]) war ein [[Juden in Deutschland|jüdischer deutscher]] [[Rechtsanwalt]] aus München. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Neulands Eltern waren der Bayreuther Geschäftsmann Salomon „Sali“ Neuland und dessen Ehefrau Albertine (geb. Lehmann). Zwischen 1899 und 1908 besuchte er die [[Volksschule]] und das [[Gymnasium Christian-Ernestinum|Humanistische Gymnasium]] in Bayreuth. Von 1908 bis 1912 studierte Neuland [[Rechtswissenschaft|Jura]] an der [[Universität München]] und legte 1912 dort die 1. Staatsprüfung ab. Danach leistete er Vorbereitungsdienst beim Amtsgericht und [[Landgericht Bayreuth]] sowie beim Bezirksamt [[Erding]]. 1914 wurde er zum Kriegsdienst einberufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NSBB&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bavariathek.bayern/medien-themen/portale/geschichte-des-bayerischen-parlaments/person/1015601642.html |titel=Neuland, Siegfried (Fritz) |werk=Bavariathek Bayern |abruf=2022-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Neuland als [[Soldat]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teilgenommen hatte – er fiel daher nach der [[Machtergreifung]] der [[NS-Staat|Nationalsozialisten]] 1933 unter das [[Frontkämpferprivileg]] –, absolvierte er 1919 nach anwaltschaftlichem Vorbereitungsdienst die 2. Staatsprüfung. In jenem Jahr wurde er zur Rechtsanwaltskammer München zugelassen. In den 1920er Jahren hatte er in München eine gemeinsame Anwaltskanzlei mit dem späteren bayerischen Ministerpräsidenten [[Wilhelm Hoegner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuland heiratete seine Freundin Margarethe, die vor der Hochzeit zum Judentum übertrat. Sie gebar im Oktober 1932 die gemeinsame Tochter Charlotte, die spätere Präsidentin der [[Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern|Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern]] [[Charlotte Knobloch]]. Unter dem Druck der [[Gestapo]] verließ Margarete 1936 die Familie; Charlotte kam in die Obhut ihrer Großmutter Albertine, die nach dem Tod ihres Mannes Samuel 1939 zu ihrem Sohn Fritz nach München zog. Dieser versuchte vergeblich, seine Mutter zu retten, als sie im Juli 1942 den [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportationsbefehl]] erhielt. Sie verhungerte im Januar 1944 im [[Ghetto Theresienstadt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;AdRdG&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aus dem Reich des Grauens wurde ein Hort des Friedens.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Nordbayerischer Kurier]] vom 29./30. Oktober 2022, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.cicero.de/innenpolitik/das-ganze-dorf-tuschelte/37397 |titel=Das ganze Dorf tuschelte |werk=[[Cicero (Zeitschrift)|Cicero Online]] |datum=2006-05-23 |abruf=2022-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kreszentia Hummel]], eine ehemalige Hausangestellte ihres Onkels, rettete Charlotte vor der Deportation, indem sie das Mädchen im Sommer 1942 auf dem Bauernhof ihrer Eltern im [[Mittelfranken|mittelfränkischen]] [[Arberg]] aufnahm&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Ellen Presser]] |url=http://www.emma.de/ressorts/artikel/juedinnen/charlotte-knobloch/ |titel=Knobloch ist gewählt |werk=[[Emma (Zeitschrift)|Emma]] |hrsg=4/2006 |datum=2006-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20101225104343/http://www.emma.de/ressorts/artikel/juedinnen/charlotte-knobloch/ |archiv-datum=2010-12-25 |abruf=2026-03-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und es als eigenes uneheliches Kind ausgab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AdRdG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1938 zwangen ihn die Behörden, den Vornamen „Siegfried“ anzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BR2021&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.br.de/themen/religion/juden-bayern-juedisches-leben134.html |titel=Jüdisches Leben in Bayern: Vom alten Municher zum neuen Zentrum |werk=[[Bayerischer Rundfunk|BR Religion &amp;amp; Orientierung]] |datum=2021-01-01 |abruf=2018-03-21 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zulassung als Anwalt wurde ihm entzogen, von Februar 1939 an hatte er als [[Rechtskonsulent]] nur noch das Vertretungsrecht für Juden. Ab 1942 leistete er [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeit]] in einem Rüstungsbetrieb, wo er 1944 wegen Krankheit entlassen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NSBB&amp;quot; /&amp;gt; Anfang 1945 tauchte er unter und versteckte sich bei Freunden. Nach dem Ende des [[Drittes Reich|„Dritten Reichs“]] holte er seine Tochter ab und kehrte mit ihr nach München zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AdRdG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erreichte er 1945 die Wiederzulassung als Rechtsanwalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NSBB&amp;quot; /&amp;gt; Er kehrte nach München zurück und gründete am 19. Juli 1945 die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) neu. Der bekannte Kinderarzt [[Julius Spanier]] wurde zum Präsidenten, Neuland zum ersten Vizepräsidenten gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BR2021&amp;quot; /&amp;gt; 1951 wurde Neuland selbst Präsident der [[Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern|Israelitischen Kultusgemeinde in München]] und übte dieses Amt bis 1969 aus. Von 1953 bis 1957 war er zudem Vorsitzender des Landesausschusses des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, von 1951 bis zu seinem Tod 1969 Mitglied des [[Bayerischer Senat|Bayerischen Senats]]. Am 15. Dezember 1959 wurde er mit dem [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerischen Verdienstorden]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuland war ein begeisterter Musiker, der [[Kontrabass]] und [[Klavier]] spielte. Als begeisterter [[Richard Wagner|Wagnerianer]] besuchte er regelmäßig die [[Bayreuther Festspiele|Aufführungen]] im [[Richard-Wagner-Festspielhaus|Bayreuther Festspielhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb am 4.&amp;amp;nbsp;November 1969 in München.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AdRdG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helga Schmöger (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Der Bayerische Senat. Biographisch-statistisches Handbuch. 1947–1997&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 10). Droste, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-5207-2, S.&amp;amp;nbsp;229–230&lt;br /&gt;
* Robert Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Rechtsanwaltskammer München. Festschrift zum 100. Jahrestag des Inkrafttretens der Rechtsanwaltsordnung vom 1. Juli 1878.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1979, ISBN 3-406-07443-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|1015601642|Siegfried Neuland}}&lt;br /&gt;
* [https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/neuland-siegfried-597 Eintrag im Online-Lexikon] des [[NS-Dokumentationszentrum München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1015601642|VIAF=180155924}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Neuland, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Senats]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neuland, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Neuland, Siegfried&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in München und bayerischer Senator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Januar 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bayreuth]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. November 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-11728-00</name></author>
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