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	<title>Fritz Molden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Morgenröte: +bild</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fritz Molden.jpg|mini|hochkant|Fritz Molden (2010)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz P. Molden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. April]] [[1924]] in [[Wien]]; † [[11. Januar|11. Jänner]] [[2014]] in [[Schwaz]], [[Tirol (Bundesland)|Tirol]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse110114&amp;quot;&amp;gt;Hans Werner Scheidl: [https://diepresse.com/home/kultur/medien/1544661/Widerstandskaempfer-und-Verleger-Fritz-Molden-ist-tot &amp;#039;&amp;#039;Widerstandskämpfer und Verleger Fritz Molden ist tot.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse|diepresse.com]]&amp;#039;&amp;#039;. 11. Jänner 2014, abgerufen am 12. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Fidler]]: [https://derstandard.at/1388650219237/Widerstandskaempfer-Zeitungsmacher-Buchverleger-Fritz-Molden-starb &amp;#039;&amp;#039;Widerstandskämpfer, Zeitungsmacher, Buchverleger Fritz Molden starb.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Standard|derstandard.at]]&amp;#039;&amp;#039;. 11. Jänner 2014, abgerufen am 12. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war österreichischer [[Widerstandskämpfer]], [[Journalist]], [[Autor]], [[Verleger]] und [[Diplomat]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=_DS3oAEACAAJ&amp;amp;dq=K%C3%BCrschners+Deutscher+Literatur-Kalender+2014&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=z9MFVKfjKrKM4gSRuoGgCQ &amp;#039;&amp;#039;Fritz Molden.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kürschners Deutscher Literatur-Kalender]] 2014/2015: Band I: A-O. Band II: P-Z.&amp;#039;&amp;#039; Walter De Gruyter Incorporated, 2014, S. 709–710, ISBN 978-3-11-033720-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fritz Molden, mit vollständigem Namen Friedrich Peter Ernst Richard Gabriel Hildebrand Molden,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verstorbenensuche Wien |Name=Friedrich Peter Ernst Richard Gabriel Hildebrand |Jahr=2014}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde geboren als Sohn von [[Ernst Molden (Journalist)|Ernst Molden]], [[Chefredakteur]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Freie Presse|Neuen Freien Presse]]&amp;#039;&amp;#039;, und [[Paula Preradović]], Verfasserin des Textes der [[Land der Berge, Land am Strome|österreichischen Bundeshymne]], und wuchs in großbürgerlichen Wiener Verhältnissen auf. Zuletzt war Molden in vierter Ehe mit der Übersetzerin und Autorin [[Hanna Molden]] verheiratet und Vater von fünf Kindern, darunter [[Ernst Molden (Schriftsteller)|Ernst Molden]], der wie sein gleichnamiger Großvater als Autor tätig ist, und der Historiker Berthold Molden. Fritz Moldens Bruder war [[Otto Molden]], sein Cousin [[Nikolaus Preradovich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Widerstand gegen das NS-Regime ==&lt;br /&gt;
Im Alter von 14 Jahren wurde Molden zum ersten Mal verhaftet, weil er kurz nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] als Mitglied des katholischen Untergrunds an Aktionen gegen den [[Nationalsozialismus]] teilnahm. Mehrere Male landete er deswegen im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1942, während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], wurde er zu einem [[Strafbataillon]] an der russischen Ostfront versetzt, wo er verwundet wurde. 1944 bei einer [[Wehrmacht]]seinheit in Mittelitalien stationiert, durfte er im Frühjahr Urlaub in Wien machen. Molden war bereits über Generalmajor [[Erwin von Lahousen|Lahousen]] mit Mitgliedern einer deutschen Offiziers-Widerstandsgruppe in Kontakt gekommen und erhielt in Wien über [[Alfons Stillfried]] den Auftrag, sich für den Widerstand für eine Mission in die Schweiz zur Verfügung zu halten. Wieder zurück in Italien, musste er nach wenigen Wochen fliehen, weil Mitverschworene in seiner Einheit durch Verrat enttarnt und verhaftet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst versteckte sich Molden bei [[Partisan]]en im [[Apennin]], dann gelang ihm die Flucht über [[Mailand]] in das [[Kanton Tessin|Tessin]]. In der [[Schweiz]] wurde er gleich durch die Schweizer Polizei verhaftet. Er konnte jedoch mit [[Max Waibel (Offizier)|Max Waibel]], dem Chef des schweizerischen militärischen Nachrichtendienstes, ein Abkommen treffen, das im Sommer 1944 auch schriftlich festgehalten wurde: Mitglieder des österreichischen Widerstands durften sich in der Schweiz ungehindert bewegen, im Austausch dafür würden sie die Schweiz über alle die Schweiz betreffenden Pläne und Vorbereitungen der Wehrmacht auf dem Laufenden halten. Damals ging dort nämlich die Angst vor einem möglicherweise geplanten deutschen &amp;#039;&amp;#039;letzten [[Reduit|Festungsreduit]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Alpenfestung]]) um und einem damit verbundenen Einmarsch in die Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Verbindungsstelle Schweiz&amp;#039;&amp;#039; von [[Kurt Grimm (Rechtsanwalt)|Kurt Grimm]] und [[Hans Thalberg]] konnte Molden schließlich mit den [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|Alliierten]] in Kontakt treten und fungierte fortan als Mittelsmann zwischen jenen und der [[O5|österreichischen Widerstandsbewegung O5]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Molden |Titel=Die Feuer in der Nacht – Opfer und Sinn des österreichischen Widerstandes 1938 - 1945 |Verlag=Amalthea |Ort=Wien |Datum=1988 |ISBN=978-3-85002-262-0 |Seiten=125–127}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[Office of Strategic Services]] bekam Molden den Codenamen &amp;#039;&amp;#039;Agent K-28&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Siegfried Beer]] |Titel=&amp;quot;Arcel/Cassia/Redbird&amp;quot;: Die Widerstandsgruppe Maier-Messner und der amerikanische Kriegsgeheimdienst OSS in Bern, Istanbul und Algier 1943/44 |Hrsg=[[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes|DÖS]] |Sammelwerk=Jahrbuch 1993: Schwerpunkt Widerstand |Datum=1993 |Seiten=75}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Molden kehrte im September 1944 aus der Schweiz nach Österreich zurück, um nach nicht verhafteten Mitgliedern der [[Gruppe Maier-Messner-Caldonazzi|Widerstandsgruppe Maier-Messner-Caldonazzi]] zu suchen. Mithilfe des Studenten Harald Frederiksen fand er den Kontakt zu diesen, und es gelang ihnen, ein Nachrichtennetz mit etwa 40 Leuten aufzubauen. Bis zu seiner Verhaftung im Jänner 1945 konnte Frederiksen so wöchentlich wichtige Informationen an die Alliierten in der Schweiz schicken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Radomír Luža]] |Titel=Der Widerstand in Österreich 1938–1945. |Verlag=Österreichischer Bundesverlag |Ort=Wien |Datum=1983 |Seiten=198 |ISBN=3-215-05477-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Innsbruck]] war für die Kurierdienste zwischen Wien und der Schweiz eine günstige Zwischenstation. Ab Ende November 1944 konnte Molden in Innsbruck das Haus seines Patenonkels [[Richard Heuberger der Jüngere|Richard Heuberger]] als Unterkunft nutzen, später auch als Treffpunkt für Besprechungen der O5 und sogar, um darin ein Funkgerät und kurzfristig zwei französische Verbindungsoffiziere zu verbergen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Roland Steinacher |url=https://homepage.univie.ac.at/r.steinacher/downloads/Heuberger/Heuberger%20und%20der%20NS.pdf#page=7 |titel=Richard Heuberger und der Nationalsozialismus |werk=univie.ac.at |datum=2007-03-31 |seiten=7 f. |zugriff=2017-10-09 |format=PFD; 237 kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171010005501/http://homepage.univie.ac.at/r.steinacher/downloads/Heuberger/Heuberger%20und%20der%20NS.pdf#page=7 |archiv-datum=2017-10-10 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sein Engagement im Zweiten Weltkrieg wurde Fritz Molden 1947 von den Vereinigten Staaten die [[Medal of Freedom (1945)|Medal of Freedom]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere als Journalist, Herausgeber und Diplomat ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Molden Sekretär des am 26. September 1945 von der [[Provisorische Staatsregierung Renner 1945|Staatsregierung Renner]] bestellten und in den folgenden Bundesregierungen bis 26. November 1953 amtierenden Außenministers [[Karl Gruber (Politiker, 1909)|Karl Gruber]], bei dem er unter anderem für die Pressearbeit zuständig war. 1946 wurde er Auslandsredakteur der von seinem Vater Ernst Molden wiedergegründeten Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse]]&amp;#039;&amp;#039;, Nachfolgerin der 1939 eingestellten &amp;#039;&amp;#039;Neuen Freien Presse&amp;#039;&amp;#039;. 1948 / 1949 war Molden als Diplomat in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], wo er im Informationsdienst des Österreichischen Generalkonsulats in [[New York City|New York]] arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 heiratete er Joan Dulles, die Tochter des Leiters des [[Office of Strategic Services|OSS]] und späteren [[CIA]]-Chefs [[Allen Welsh Dulles]]; im April 2009 wurde bekannt, dass der Chefredakteur der &amp;#039;&amp;#039;Presse&amp;#039;&amp;#039;, [[Otto Schulmeister]], jahrzehntelang für die CIA gearbeitet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christa Zöchling]]: [https://www.profil.at/home/ex-presse-chef-dienste-cia-otto-schulmeister-geheimdienst-239634 &amp;#039;&amp;#039;Ex-„Presse“-Chef im Dienste der CIA&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Profil (Zeitschrift)|Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;profil&amp;#039;&amp;#039;]]. Wien, 18. April 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 übernahm Molden die kaufmännischen Agenden der &amp;#039;&amp;#039;Presse&amp;#039;&amp;#039; als Verlagsdirektor und gründete im selben Jahr die &amp;#039;&amp;#039;[[Wochenpresse]]&amp;#039;&amp;#039;. 1958 gründete er im Rahmen der Auseinandersetzungen im sogenannten [[Wiener Zeitungskrieg]] gemeinsam mit dem späteren [[Österreichischer Rundfunk|ORF]]-Generalintendanten [[Gerd Bacher]] die Boulevardzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Express (österreichische Zeitung)|Express]]&amp;#039;&amp;#039;, die in bis zu drei Ausgaben pro Tag erschien. 1960 kaufte er das &amp;#039;&amp;#039;Wiener Wochenblatt&amp;#039;&amp;#039; („WiWo“) von [[Fritz Herrmann (Publizist)|Fritz Herrmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Kronen Zeitung, Redaktionsgebäude.JPG|mini|Das von Fritz Molden 1963 errichtete „Pressehaus“ im [[Döbling|19.&amp;amp;nbsp;Wiener Gemeindebezirk]]; aktuell (2026) die Zentrale der [[Kronen Zeitung]]]]&lt;br /&gt;
Im Alter von 36 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Verlegerkarriere, war Molden der damals wohl größte und wichtigste Zeitungsherausgeber des Landes. Seine Zeitungen sollen kurzzeitig einen Marktanteil von 28 Prozent gehalten haben. Anfang der 1960er Jahre, Molden war bis 1961 noch Herausgeber und Chefredakteur, wurde er als einer der möglichen Käufer für die &amp;#039;&amp;#039;[[Kronen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; gehandelt. Die [[Creditanstalt-Bankverein|Creditanstalt]], eine verstaatlichte Bank, gewährte Molden jedoch nicht den zum Kauf nötigen Kredit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Molden war zu dieser Zeit auch politisch sehr engagiert und trat friedlich für die Autonomiebewegung in [[Südtirol]] ein. Bis zum Jahr 1960 verhandelte er als Mitglied im Politischen Komitee des [[Befreiungsausschuss Südtirol|Befreiungsausschusses Südtirol]] mit Österreichern und US-Amerikanern. Folgenden Satz wiederholte er mehrmals: „Man muß für Südtirol das Selbstbestimmungsrecht verlangen, damit man wenigstens die Regionalautonomie bekommt.“ Er vertrat auch oftmals den Südtirolreferenten der Tiroler Landesregierung, [[Aloys Oberhammer]], da dieser in Italien Einreiseverbot hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43067952.html &amp;#039;&amp;#039;Freikorps Fleischmarkt&amp;#039;&amp;#039;.] In: Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg, Nr. 52 / 1960.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem der Kampf für ein autonomes Südtirol blutig geworden war&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse110114&amp;quot; /&amp;gt; und zunehmend von rechtsradikalen Kräften rund um [[Norbert Burger (Politiker, 1929)|Norbert Burger]] vereinnahmt worden waren, beendete Molden sein Engagement. Er bewertete allerdings im Rückblick die Auswirkungen auf das letztendliche Zustandekommen des [[Autonomie Südtirols|Südtirol-Pakets]] als positiv.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.profil.at/home/terror-tirol-feuernaechte-folterknechte-296765 |titel=Terror um Tirol: Feuernächte und Folterknechte |werk=profil.at |hrsg=Dr. Christian Rainer |datum=14.05.2011 |sprache=de |abruf=2021-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Weggefährte Gerd Bacher räumte hingegen eine persönliche Beteiligung an der logistischen Vorbereitung der Anschläge ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.diemedien.at/cv/bacher-gerd |wayback=20140201203254 |text=Gerd Bacher}} in dieMedien.at, 25. Oktober 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren machte sich Molden als Präsident des [[Auslandsösterreicher-Weltbund|Auslandsösterreicher-Weltbundes (AÖWB)]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://onb.digital/result/BAG_14893991 &amp;#039;&amp;#039;Weltbund der Auslandsösterreicher: Fritz Molden, Dante Bernardin und Werner Götz&amp;#039;&amp;#039;], Text vom 4. September 1986 auf einer Website der Österreichischen Nationalbank, abgerufen am 11. Jänner 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; immer wieder für eine breitere Regelung der [[Doppelstaatsbürgerschaft]] sowie für die Einführung der [[Briefwahl]] stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere als Verleger und Berater ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1964 erfüllte sich der als risikofreudig bekannte Molden mit der Gründung eines eigenen Buchverlages, des [[Molden Verlag|Fritz Molden Verlags]], einen langgehegten Traum. Bald wurde der Verlag, der Memoiren, Sachbücher und auch moderne Bestseller herausbrachte, durch seine auffallende Werbung und die namhaften Autoren international bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch trotz mehrerer Bestseller – darunter [[Hildegard Knef]]s [[Hildegard Knef#Veröffentlichungen von Hildegard Knef|&amp;#039;&amp;#039;Der geschenkte Gaul&amp;#039;&amp;#039;]] (1970), &amp;#039;&amp;#039;[[Der Pate]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Mario Puzo]] (1969) und &amp;#039;&amp;#039;[[Papillon (Buch)|Papillon]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Henri Charrière]] (1970) – schlitterte der Verlag 1982 in den [[Insolvenz|Konkurs]]. Die Ursachen der Pleite lagen in den teuren Werbekampagnen für Moldens Bücher, den riskanten Investitionen in Lizenzen für amerikanische Bestseller, die sich mehrfach als Flops erwiesen, sowie nicht zuletzt in Moldens kostspieligem Lebensstil.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/kultur/obagfalln-a-26cfa6c8-0002-0001-0000-000014338989 &amp;#039;&amp;#039;Obagfalln&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Mai 1982, abgerufen am 30. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/kultur/kaviar-und-konkurs-a-bb294d19-0002-0001-0000-000013509480 &amp;#039;&amp;#039;Kaviar und Konkurs&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Spiegel]], 19. Februar 1984, abgerufen am 30. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Großteil der Buchrechte wurde an [[Bertelsmann]] verkauft. Molden verlor, abgesehen von seinem Privathaus in [[Tirol (Bundesland)|Tirol]], seinen gesamten Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Der Konkurs&amp;#039;&amp;#039; verarbeitete Molden seine Erlebnisse und wagte einen Neuanfang. Er produzierte im Auftrag des [[ORF]] die TV-Serie &amp;#039;&amp;#039;Auf rot-weiß-roten Spuren&amp;#039;&amp;#039;, in der es um [[Auslandsösterreicher]] geht. Außerdem widmete sich Molden wieder seiner eigenen Schriftstellerei. 1987 übernahm er diplomatische Sondermissionen und reiste mit dem Ziel, das durch die [[Waldheim-Affäre]] angekratzte Image Österreichs wieder aufzupolieren, durch Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 beriet Molden [[Oscar Bronner]] bei der Gründung der Wiener Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Standard]]&amp;#039;&amp;#039; und stand ihm bis 1995 als Berater zur Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jänner 2005 gab er seinen Molden-Verlag, den er 1995 neu gegründet hatte, an den Steuerberater Bernhard Vanas ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 11 Zentralfriedhof Grab Paula Preradovic a.jpg|mini|Grabstätte auf dem Wiener Zentralfriedhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Molden starb am 11. Jänner 2014 in Schwaz. In den darauffolgenden Tagen zierte er die Titelseiten vieler österreichischer Zeitungen. Auch einige deutsche Medien berichteten. Unter anderem änderte der ORF nach Bekanntwerden des Todes sein Programm und widmete ihm eine Sondersendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Molden wurde am 20. Jänner 2014 im Rahmen eines großen Begräbnisses beigesetzt. Zu den Trauergästen zählten hohe Prominenz aus der Politik sowie bekannte Unternehmer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Harald Fiedler |url=https://derstandard.at/1389857651972/Molden-war-ein-oesterreichischer-Held |titel=Molden „war ein österreichischer Held“ |werk=derstandard.at |datum=2014-01-20 |zugriff=2019-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ruht gemeinsam mit seinen Eltern Ernst Molden und Paula Preradović und seinem Bruder Otto in einem [[Ehrengrab]] auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] (Gruppe 32C, Nummer 42) sehr nahe der Gruft der [[Bundespräsident (Österreich)|Bundespräsidenten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1947: [[Medal of Freedom (1945)|Medal of Freedom]] der Vereinigten Staaten&lt;br /&gt;
* 1977: [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs]]&lt;br /&gt;
* 1979: [[Tiroler Adler-Orden|Großer Tiroler Adler-Orden]]&lt;br /&gt;
* 1979: [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
* 1986: [[Ehrenzeichen des Landes Steiermark|Großes Ehrenzeichen des Landes Steiermark]]&lt;br /&gt;
* 1992: [[Ehrenzeichen des Landes Burgenland|Großes Ehrenzeichen des Landes Burgenland]]&lt;br /&gt;
* 1999: [[Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien|Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien]]&lt;br /&gt;
* 2002: [[Bundes-Ehrenzeichen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bmeia.gv.at/das-ministerium/presse/aussendungen/2002/ferrero-waldner-verleiht-erstmalig-bundes-ehrenzeichen/ | titel=Ferrero-Waldner verleiht erstmalig Bundes-Ehrenzeichen |hrsg=[[Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres|BMEIA]] |datum=2002-11-20 |zugriff=2019-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;für ehrenamtliche Leistungen im Bereich der Außenpolitik Österreichs&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2005: [[Berufstitel]] „Professor“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vielgeprüftes Österreich: Meine politischen Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Amalthea Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-85002-614-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufgewachsen hinter grünen Jalousien. Vergessene Geschichten aus Österreichs bürgerlicher Welt&amp;#039;&amp;#039;. Ibera &amp;amp; Molden, Wien 1997, ISBN 3-900436-32-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Besetzer, Toren, Biedermänner. Ein Bericht aus Österreich 1945–1962&amp;#039;&amp;#039;. Goldmann, München 1982, ISBN 3-442-26743-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fepolinski und Waschlapski auf dem berstenden Stern. Bericht einer unruhigen Jugend&amp;#039;&amp;#039;. Ibera &amp;amp; Molden, Wien 1997, ISBN 3-900436-42-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feuer in der Nacht. Opfer und Sinn des österreichischen Widerstandes 1938–1945&amp;#039;&amp;#039;. Amalthea-Verlag, Wien 1988, ISBN 3-85002-262-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Konkurs. Aufstieg und Fall eines Verlegers&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1984, ISBN 3-455-08630-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Österreicher oder Die Macht der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Langen-Müller, München 1987, ISBN 3-7844-2116-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ungarns Freiheitskampf&amp;#039;&amp;#039;. Libertas Verlag, Wien 1957 (zusammen mit [[Eugen Géza Pogany]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Austria. A Summary in Facts and Figures.&amp;#039;&amp;#039; New York 1949.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph Braendle]]: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Molden. Ein österreichischer Held, Romanbiographie&amp;#039;&amp;#039;. Styria, Graz 2001, ISBN 3-222-12897-9.&lt;br /&gt;
* [[Karel Schwarzenberg|Karl zu Schwarzenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Fepolinski revisited. Fritz Molden zum 75. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Ibera &amp;amp; Molden, Wien 1999, ISBN 3-85485-029-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=118583301 |Name=Molden, Fritz |NDB-online=1 |Autor=Maria Wirth |Datum=2025-10-1}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118583301}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Molden,_Fritz}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mediathek.at/portalsuche/?q%5B%5D=Fritz+Molden Aufnahmen mit Fritz Molden] im Online-Archiv  der [[Österreichische Mediathek|Österreichischen Mediathek]] (Radiobeiträge, Gespräche, Porträts)&lt;br /&gt;
* [https://derstandard.at/1923492/Kopf-des-Tages-Fritz-Molden-Ueberlebender-des-Widerstandes-gegen-die-Nazis derstandard.at – Kopf des Tages: Fritz Molden]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=7OcgUl3PeqM Fritz Molden – Von der Milchreisschlacht zum Kampf um die Zweite Republik] (Oral Video History. Österreicherinnen und Österreicher im Widerstand gegen das Dritte Reich. Projekt am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, 1988 bis 1996.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118583301|LCCN=n79046285|VIAF=264564458}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Molden, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Die Presse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrmachtsdeserteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Widerstandskämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befreiungsausschuss-Südtirol-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Office of Strategic Services)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Professor (Berufstitelträger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Befreiung Österreichs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Tiroler Adler-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Ehrenzeichens des Landes Burgenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Medal of Freedom (1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2014]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chefredakteur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Molden, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Molden, Friedrich Peter Ernst Richard Gabriel Hildebrand (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Widerstandskämpfer, Journalist, Verleger und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. April 1924&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Januar 2014&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schwaz]], [[Tirol (Bundesland)|Tirol]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Morgenröte</name></author>
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