<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fritz_Kranefu%C3%9F</id>
	<title>Fritz Kranefuß - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fritz_Kranefu%C3%9F"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Kranefu%C3%9F&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T09:57:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Kranefu%C3%9F&amp;diff=468144&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 15. März 2024 um 23:36 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Kranefu%C3%9F&amp;diff=468144&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-03-15T23:36:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Carl Arthur Kranefuß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Oktober]] [[1900]] in [[Herford]]; † angeblich [[1945]]), kurz &amp;#039;&amp;#039;Fritz Kranefuß&amp;#039;&amp;#039;, war ein deutscher Industrieller und gehörte in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] zum Kreis der [[Wehrwirtschaftsführer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee335&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 335.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Gymnasiums im Jahr 1918 wurde er Marinesoldat auf einem Schulschiff.&amp;lt;ref&amp;gt;Lebenslauf von Kranefuß vom 30. August 1937 im [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]], früher [[Berlin Document Center]], zusammengefasst in: Bütow, Bindernagel: &amp;#039;&amp;#039;Ein KZ in der Nachbarschaft&amp;#039;&amp;#039;. Köln 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Offizieranwärter strebte er eine Laufbahn in der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] an. In den Wirren der Umwälzung am Ende des Krieges wurde er Angehöriger eines [[Freikorps]], was seine politische Orientierung wesentlich beeinflusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der „Heidelberger Gelatine-Fabrik Stoess &amp;amp; Co. GmbH.“ in Ziegelhausen bei Heidelberg absolvierte er bei deren Mit-Geschäftsführer [[Wilhelm Keppler]] zu Beginn der 1920er Jahre eine kaufmännische Ausbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Henkel: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Stoess. Ein Pionier der Fotogelatine&amp;#039;&amp;#039;, in: Peter Blum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pioniere aus Technik und Wirtschaft in Heidelberg&amp;#039;&amp;#039;. Aachen 2000, S. 94ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch war er in seinem Lebenserwartungen weiterhin der Seefahrt verbunden, wobei er allerdings auch der Politik seine Aufmerksamkeit widmete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem verblieb er im Bereich der Wirtschaft, wobei er mehrfach den Wohnort und auch die Art der Beschäftigung wechselte. Schließlich lehnte er sich in der Lebensführung wieder an Keppler an, der inzwischen Mitinhaber und Co-Direktor der Gelatinefabrik „Chemische Werke Odin GmbH“ in Eberbach geworden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu 50 % im Besitz der Eastman Kodak Ltd., London. Vgl. Martin Henkel: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Stoess. Ein Pionier der Fotogelatine&amp;#039;&amp;#039;, in: Peter Blum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pioniere aus Technik und Wirtschaft in Heidelberg&amp;#039;&amp;#039;. Aachen 2000, S. 94ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier betätigte sich Kranefuß als Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Tätigkeit ging der ausgebildete Kaufmann nach [[Hamburg]] und arbeitete dort drei Jahre in einer Seereederei. Danach war er fünf Jahre in [[Hannover]] bei einer Bank – in jüdischem Besitz – tätig. Kranefuß trat zum 1. März 1932 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 964.992).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/22801208&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee335&amp;quot;/&amp;gt; Seit 1932 gehörte er dem Keppler-Kreis an, den er 1934 in den [[Freundeskreis Reichsführer SS]] umwandelte. Hier wurde Kranefuß der unumschränkte &amp;#039;&amp;#039;Generalsekretär&amp;#039;&amp;#039;, der Wirtschaftsführer zur Beförderung in der SS vorschlagen konnte und die Geschäfte des Freundeskreises mit [[Karl Wolff (SS-Mitglied)|Karl Wolff]], Chef des Persönlichen Stabes von [[Heinrich Himmler]], leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ Anfang 1933 nahm Kranefuß eine leitende Stellung in der Wirtschaftsabteilung der NSDAP ein, wobei er direkt [[Rudolf Heß]] unterstand. Dieser Verbindungsstab diente als Vermittlerorgan zwischen der NSDAP und den Reichsministerien und der [[Reichskanzlei]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Longerich]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Stellvertreter. Führung der Partei und Kontrolle des Staatsapparates durch den Stab Heß und die Partei-Kanzlei Bormann&amp;#039;&amp;#039;. München 1992, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über diese Vermittlerposition gewann Kranefuß eine beachtliche Stellung in Wirtschaftskreisen, wenn im NS-Regime ein Unternehmer eine erfolgreiche Maßnahme anstrebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser gewachsene Einfluss zeigte sich, als er im November 1934 in den Vorstand der Braunkohle-Benzin-AG ([[Brabag]]) berufen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eintritt in die [[Schutzstaffel|SS]] erfolgte im März 1933 (SS-Nummer 53.092), wobei er auch im [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]] bei [[Reinhard Heydrich]] diente. Im Herbst 1933 wurde Kranefuß vor einem Parteigericht der NSDAP wegen seiner Arbeit in einem jüdischen Bankhaus in Hannover angeklagt. Diese Beschuldigung konnte er durch Fürsprache von Himmler abwenden. Himmlers Duzfreund Keppler „verbürgte“ sich für Kranefuß’ Zuverlässigkeit als Nationalsozialist. Dass ihm das Verfahren in keiner Weise geschadet hat, ergab sich allein schon daraus, dass er Ende 1933 zweimal innerhalb der SS befördert wurde und sogar Anfang 1934 in den [[SS-Hauptämter#Persönlicher Stab Reichsführer SS|Persönlichen Stab Reichsführer SS]] aufgenommen wurde, dem er bis Kriegsende angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Aufstieg war die Stellung als Adjutant Himmlers verbunden, der ihm großes Vertrauen entgegenbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Staatssekretär [[Paul Körner (Politiker)|Paul Körner]] arbeitete er 1936 und 1937 in der Behörde für den [[Vierjahresplan]]. Im März 1941 wurde er Gründungsmitglied im Aufsichtsrat der [[Continentale Öl|Continentale Öl AG]] (Conti-Öl), die halbstaatliche Aufgaben wahrnahm. Im [[Reichsamt für Wirtschaftsausbau]] leitete er zunächst die Personalabteilung im Sektor Mineralöl sowie von Juli bis Oktober 1942 die &amp;#039;&amp;#039;Generalabteilung für Bewirtschaftung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt/Main 2003, S. 335.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde Kranefuß als &amp;#039;&amp;#039;Sonderbeauftragter des RFSS&amp;#039;&amp;#039; in den besetzten Gebieten tätig. Während der [[Westfeldzug|Besetzung der Niederlande]] reiste er im Juni 1940 für zwei Monate nach [[Den Haag]], wo er den [[SS- und Polizeiführer|HSSPF]] [[Hanns Albin Rauter]] bei der politischen Gleichschaltung und NS-Ausrichtung in den [[Niederlande]]n unterstützte. Daneben unterhielt er enge Beziehungen zu dem niederländischen Wirtschaftsführer [[Meinoud Rost van Tonningen]] aufrecht, die auch bei seiner späteren Tätigkeiten in Berlin fortgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Oktober 1941 fuhr er mit Himmler in die [[Ukraine]], wo sie in [[Mykolajiw|Nikolajew]] von [[Otto Ohlendorf]], Befehlshaber des [[Einsatzkommando]]s 11a, einen Bericht über die [[Holocaust|Ausrottungsmaßnahmen]] der SS gegen die jüdische Bevölkerung erhielten und am 5. Oktober nach Berlin zurückkehrten. Im folgenden Monat fuhr Kranefuß wieder in die Niederlande, um mit dem [[SS-Standartenführer]] [[Wilhelm Harster]], welcher das [[Eichmannreferat|Sonderreferat „J“]] leitete, in dem die Maßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung geplant wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. September 1942 besuchte Kranefuß den Staatssekretär [[Albert Ganzenmüller]], der leitend mit den organisatorischen Maßnahmen der Judendeportationen beauftragt war. Dabei kamen die Transportkosten der Deportationszüge der SS zur Sprache. Ganzenmüller stimmte zu, dass sein Vorgänger Kleinmann weiterhin den Ansprechpartner der SS blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisherigen Tätigkeiten für Himmler fanden dessen Anerkennung, so dass Kranefuß am 30. Januar 1944 zum [[SS-Brigadeführer]] befördert wurde. Bis zum Ende des Krieges befasste sich Kranefuß mit den Fragen der Versorgung mit Betriebsstoffen und dem Einsatz von Häftlingen in der Produktion, u.&amp;amp;nbsp;a. in der Brabag. Im Mai 1945 soll er verhaftet und in den Osten abtransportiert worden sein, wie es in einem Prozess um die Brabag in den 60er Jahren behauptet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Brabag-Archiv im Landesarchiv Berlin und Aussage von Erich Würzner, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Brabag&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tobias Bütow, Franka Bindernagel: &amp;#039;&amp;#039;Ein KZ in der Nachbarschaft. Das Magdeburger Außenlager der Brabag und der „Freundeskreis Himmler“.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Böhlau, Köln 2003, ISBN 3-412-04904-2. ([http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2004-1-007 Rezension von Christine Wolters] bei [[H-Soz-u-Kult]])&lt;br /&gt;
* Stephan Jegielka: &amp;#039;&amp;#039;Monopole und Gestapo – Der Konzernabwehrbeauftragte der Braunkohle Benzin A. G.&amp;#039;&amp;#039; Rundbrief 1 BAG Antifaschismus 2016, ISSN 1864-3833.&lt;br /&gt;
* [[Dienstalterslisten der SS|SS-Dienstalterliste]] vom Stand 1. Oktober 1934, Buchdruckerei Birkner, vorm. Hermes, München 1934, S. 22, Nr. 512.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.fritz-bauer-institut.de/rezensionen/nl26/neander.htm&lt;br /&gt;
* [http://www.hsozkult.de/searching/id/rezbuecher-3757?title=f-bindernagel-u-a-das-magdeburger-aussenlager-der-brabag&amp;amp;q=Bindernagel&amp;amp;sort=&amp;amp;fq=&amp;amp;total=19&amp;amp;recno=18&amp;amp;subType=reb „Freundeskreis Himmler“ Rez. des Bindernagel-Buches]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126524084|VIAF=3467945}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kranefuss, Friedrich Carl Arthur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freundeskreis Himmler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrwirtschaftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Niederlande 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kranefuß, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kranefuß, Friedrich Carl Arthur&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Wirtschaftsführer in der Zeit des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Oktober 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Herford]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>