<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fritz_Klatt</id>
	<title>Fritz Klatt - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fritz_Klatt"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Klatt&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-22T00:13:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Klatt&amp;diff=2187615&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Klatt&amp;diff=2187615&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-26T13:29:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Klatt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Mai]] [[1888]] in [[Berlin]] als Friedrich Albert Klatt&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsregister StA Berlin III Nr. 923/1888&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[26. Juli]] [[1945]] in [[Wien]]) war ein deutscher [[Reformpädagogik|Reformpädagoge]], [[Schriftsteller]] und [[Zeichner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Im Berliner [[Westend]] im bürgerlichen Milieu aufgewachsen, studierte er nach dem Abitur ab 1908 in [[Genf]] und Berlin [[Geschichte]], [[Philosophie]], [[Kunst]] und [[Literatur]], unter anderem bei [[Heinrich Wölfflin]], [[Alois Riehl]], [[Gustav von Schmoller (Ökonom)|Gustav von Schmoller]], [[Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff]] und [[Kurt Breysig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klatt zählt zu den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;verlorenen Söhnen des Bürgertums&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Preuß, &amp;#039;&amp;#039;Verlorene Söhne des Bürgertums. Linke Strömungen in der deutschen Jugendbewegung 1913-1919&amp;#039;&amp;#039;, 1991&amp;lt;/ref&amp;gt;, die sich im Zuge ihres Engagements in der [[Jugendbewegung|freideutschen Jugendbewegung]] sozialistisch orientierten. Nach dem frühen Tod seines Vaters und einer schweren Kriegsverletzung als Kriegsfreiwilliger im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] lebte er wieder in der elterlichen Villa in Berlin, wo er zusammen mit weiteren Mitgliedern des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Westender Kreis]]es&amp;#039;&amp;#039; (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Hans Koch (Unternehmer)|Hans Koch-Dieffenbach]], [[Alfred Kurella]]) den Sommer über in einer Wohnkommune lebte, während die Mutter auf dem Lande weilte. Um 1914 gehörten zu diesem Kreis, der den linken Flügel der bürgerlichen [[Jugendbewegung]] zusammenführte,&amp;lt;ref&amp;gt;Anna M. Lazzarino Del Grosso: &amp;#039;&amp;#039;Armut und Reichtum im Denken Gerhohs von Reichersberg&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1973. S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch [[Walter Benjamin]], [[Ernst Joëll]], die Brüder [[Hans Koch (Unternehmer)|Hans]] und Walter Koch, [[Hans Kollwitz (Mediziner)|Hans Kollwitz]], [[Erich Krems]] und [[Alexander Rüstow]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koch&amp;quot;&amp;gt;Ulrike Koch: &amp;#039;&amp;#039;„Ich erfuhr es von Fritz Klatt“ – Käthe Kollwitz und Fritz Klatt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Käthe Kollwitz und ihre Freunde: Katalog zur Sonderausstellung anlässlich des 150. Geburtstages von Käthe Kollwitz&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, Lukas Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-8673-2282-9, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Februar 1917 auch [[Hans Blüher]], [[Kurt Hiller]], [[Karl Jerosch]], [[Jaap Kool]] sowie [[Friedrich Bauermeister]]. Klatt war wahrscheinlich der geistige und publizistische Motor dieses Bundes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts ihrer politischen Gefährdung und der allgemeinen Ernährungslage beteiligte sich Klatt 1918/19 am Aufbau der Siedlung [[Blankenburg (Nordendorf)|Blankenburg]] (heute [[Nordendorf]]) in der Nähe von [[Augsburg]]. Aufgrund einer Denunziation, es handele sich bei den Siedlern um Kommunisten, verbrachte auch er einige Tage im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klatt schloss das Zeichenlehrerexamen ab, heiratete die spätere Kinderbuchautorin [[Edith Klatt|Edith Klatt, geb. Mischke]] und übernahm 1919 für kurze Zeit die Schriftleitung der von [[Knud Ahlborn]] herausgegebenen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Junge Menschen&amp;#039;&amp;#039;. Bis 1921 arbeitete er mit Unterbrechungen an der [[Folkwang-Schule]] in [[Hagen]] und promovierte gleichzeitig an der Berliner Universität mit seinen kunsthistorischen &amp;#039;&amp;#039;Beiträgen zur Geschichte und Darstellung des Gebirges in der schweizerischen Malerei&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gründete von 1921 an in mehreren Schritten das Volksschulheim [[Prerow]]. Dort rief er zum Jahreswechsel 1924/25 seinen Kreis zusammen, um eine Denkschrift zur Lehrerbildung zu erarbeiten. Er gehörte zum Beraterkreis des Kultusministers [[Carl Heinrich Becker]]. Ab 1925 gehörte er zum [[Hohenrodter Bund]]. Klatt blieb während dieser pädagogischen Arbeit der [[Jugendbewegung]] immer verbunden. 1930 wurde er Professor für Pädagogik an der [[Pädagogische Akademie zu Hamburg|Pädagogischen Akademie zu Hamburg]] und gab von 1930 bis 1933 gemeinsam mit [[Paul Tillich]] und [[Eduard Heimann]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Blätter für den Sozialismus|Neuen Blätter für den Sozialismus]]&amp;#039;&amp;#039; heraus. 1931 wurde schließlich die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Prerower Formel&amp;#039;&amp;#039; zur freien Erwachsenenbildung verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Scheibe, &amp;#039;&amp;#039;Die reformpädagogische Bewegung, 1900-1932&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 369&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „Machtergreifung“ geriet Klatt erneut durch eine Denunziation in Schwierigkeiten und musste das Volksschulheim 1934 in „Freizeit- und Erholungsheim“ umbenennen. Als solches blieb es unter Verzicht auf politische Themen bis 1939 bestehen. Er gehörte zum Kreis um [[Anna von Gierke]]. 1941/1942 siedelte Klatt dann nach Wien über, wo er von seinen Vorträgen, dem Verkauf von Gemälden und der Unterstützung von Freunden mehr schlecht als recht leben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Er gilt als Initiator der berufspolitischen Diskussion und, nachdem er in den 1920er Jahren den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Freizeitpädagogik&amp;#039;&amp;#039; eingeführt hatte, der modernen Freizeitpädagogik.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst W. Opaschowski, &amp;#039;&amp;#039;Pädagogik der freien Lebenszeit&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 272&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Jean Paul als Verkünder von Frieden und Freiheit, 1919; 1947&lt;br /&gt;
* Die schöpferische Pause, Eugen Diederichs Verlag, 1917, Jena 1921, 3. – 5. Tsd. 1922&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gutenberg.org/files/55999/55999-h/55999-h.htm &amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen zur Transkription&amp;#039;&amp;#039;], zum Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Schöpferische Pause&amp;#039;&amp;#039; von Fritz Klatt auf gutenberg.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ja, nein und trotzdem&amp;#039;&amp;#039;. Gesammelte Aufsätze, Eugen Diederichs Verlag, Jena, 1924&lt;br /&gt;
* Beruf und Bildung, 1929&lt;br /&gt;
* Freizeitgestaltung, 1929&lt;br /&gt;
* Die geistige Wendung des Maschinenzeitalters, 1930&lt;br /&gt;
* Rainer Maria Rilke. Sein Auftrag in heutiger Zeit, 1936&lt;br /&gt;
* [[Hans Carossa]] – Seine geistige Haltung und sein Glaubensgut; Bartholdi’sche Buchhandlung, Hermann Rhein, Wismar 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sieg über die Angst : die Weltangst des modernen Menschen und ihre Überwindung durch Rainer Maria Rilke&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Lambert Schneider, 1940&lt;br /&gt;
* Lebensmächte. Gesetze der geistigen Entwicklung, 1941&lt;br /&gt;
* Griechisches Erbe, 1943&lt;br /&gt;
* [[Rainer Maria Rilke]]. Band 1 der Gesamtausgabe der Werke von Fritz Klatt, Amandus-Edition, Wien 1948&lt;br /&gt;
* Sprache und Verantwortung, 1960&lt;br /&gt;
* Biographische Aufzeichnungen, 1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ullrich Amlung, Nicole Hoffmann, Bettina I. Reimers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Adolf Reichwein und Fritz Klatt. Ein Studien- und Quellenband zu Erwachsenenbildung und Reformpädagogik in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;, 2007, ISBN 978-3-7799-1619-2 (darin: Nicole Hoffmann, Nadja Opper, &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Kurzportrait: Fritz Klatt&amp;#039;&amp;#039;, S. 95ff.)&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|710|711|Klatt, Fritz|[[Winfried Böhm]]|116205938}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116205938|LCCN=n/2008/60713|VIAF=17350484|NDL=00469623}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Klatt, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Klatt, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Klatt, Friedrich Albert (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Reformpädagoge, Schriftsteller und Zeichner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Mai 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juli 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>