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	<title>Fritz Katzmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T17:13:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Katzmann&amp;diff=314201&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Ax: Personen besser positioniert. Vorher wusste man nicht genau wer Katzmann ist.</title>
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		<updated>2025-11-19T22:25:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Personen besser positioniert. Vorher wusste man nicht genau wer Katzmann ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Warzok, Katzmann, Himmler at Janowska, occupied Poland.jpg|mini|Rechts [[Heinrich Himmler]], neben ihm Fritz Katzmann. Links Lagerkommandant Friedrich Warzok. Offizieller Besuch im [[Zwangsarbeitslager Lemberg-Janowska]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Katzmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Katzmann&amp;#039;&amp;#039;, (* [[6. Mai]] [[1906]] in [[Langendreer]]; † [[19. September]] [[1957]] in [[Darmstadt]]) war ein deutscher [[SS-Gruppenführer]] und [[Generalleutnant]] der [[Waffen-SS]] und der Polizei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beginn der Karriere im Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Katzmann, Sohn eines Bergmanns, besuchte die [[Volksschule]] und absolvierte danach eine Ausbildung zum [[Zimmerer|Zimmermann]]. Der [[Sturmabteilung|SA]] gehörte Katzmann von Anfang Dezember 1927 bis Anfang Juli 1930 an. Zum 1. September 1928 trat Katzmann in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 98.528) und zum 1. Juli 1930 in die [[Schutzstaffel|SS]] ein (SS-Nummer 3.065).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/534705&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sandkühler426ff&amp;quot;&amp;gt;Thomas Sandkühler: &amp;#039;&amp;#039;Endlösung in Galizien. Der Judenmord in Ostpolen und die Rettungsinitiativen von Berthold Beitz 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1996, S. 426 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 5. Dezember 1930 wurde er zum [[SS-Scharführer]], am 23. Januar 1931 zum [[SS-Truppführer]], am 20. August 1931 zum [[SS-Sturmführer]], am 1. Dezember 1932 zum [[SS-Hauptsturmführer]], am 20. April 1933 zum [[SS-Sturmbannführer]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1928 bis 1933 war Katzmann arbeitslos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pohl416&amp;quot;&amp;gt;Dieter Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien, 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. München 1997, S. 416.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der „[[Machtergreifung]]“ der Nationalsozialisten war er von Anfang April 1933 bis Anfang April 1934 Ratsherr in [[Duisburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sandkühler426ff&amp;quot; /&amp;gt; Katzmann kandidierte auf dem Wahlvorschlag für die NSDAP auf Platznummer 643 bei der Wahl zum Deutschen Reichstag am 12. November 1933, zog aber nicht in den [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|nationalsozialistischen Reichstag]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1934 diente er hauptamtlich in der SS. Die Beförderung zum [[SS-Obersturmbannführer]] erfolgte am 30. Januar 1934. Vom 4. April 1934 bis zum 21. März 1938 befehligte er die 75.&amp;amp;nbsp;SS-Standarte „Widukind“ an ihrem Standort [[Berlin]]. Am 17. August 1934 wurde Katzmann zum [[SS-Standartenführer]] ernannt. Von Mitte August 1936 bis Mitte August 1942 war er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Berlin. In der gleichen Zeit gehörte er als Beisitzer dem [[Volksgerichtshof]] an. Am 21. März 1938 wurde er Kommandeur des SS-Abschnitt&amp;amp;nbsp;VI in [[Breslau]]. Am 9. November 1938 wurde er zum [[SS-Oberführer]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er von November 1939 bis Juli 1941 [[SS- und Polizeiführer]] im [[Distrikt Radom]] des [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutsch besetzten Polens]]. Die Ernennung zum [[SS-Brigadeführer]] erfolgte am 21. Juni 1941. Danach war er bis zum 20. April 1943 SS- und Polizeiführer von [[Distrikt Galizien|Galizien]] mit Sitz in [[Lemberg]] (Lwow). Die Beförderung zum [[Generalmajor]] der Polizei erfolgte am 26. September 1941, die Ernennung zum [[SS-Gruppenführer]] und [[Generalleutnant]] der Polizei am 30. Januar 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines Kommandos in [[Galizien]] war er maßgeblich am [[Holocaust]] beteiligt. Mit Unterstützung seines Stabes und der zugehörigen [[Hauptamt Sicherheitspolizei|Sicherheitspolizei]] wurden bis zum Sommer 1943 die meisten Juden in Ostgalizien ermordet. In einem [[Katzmann-Bericht|Bericht]] mit dem Titel „Lösung der Judenfrage im Distrikt Galizien“&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständiger Bericht in: Internationaler Militärgerichtshof Nürnberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof&amp;#039;&amp;#039;. Nachdruck München 1989, ISBN 3-7735-2527-3, Band 37, S. 391–431 (Dok. 018-L) – Zitat S. 401.&amp;lt;/ref&amp;gt; vom 30. Juni 1943 an den Höheren SS- und Polizeiführer [[Friedrich-Wilhelm Krüger]] des [[Generalgouvernement]] beschrieb er detailliert seine Maßnahmen und den dabei auftretenden jüdischen Widerstand:&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert auch bei Josef Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich und seine Vollstrecker.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 1989., S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Katzmann-Report-(1).jpg|mini|Der sogenannte „[[Katzmann-Bericht]]“]]&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In der Zwischenzeit wurde die weitere Aussiedlung energisch betrieben, sodass mit Wirkung vom 23. Juni 1943 sämtliche Judenwohnbezirke aufgelöst werden konnten. Der Distrikt Galizien ist damit, bis auf die [[Juden]], die sich unter der Kontrolle des SS- und Polizeiführers in Lagern befinden,&amp;lt;span style=&amp;quot;letter-spacing:0.3em&amp;quot;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;[[judenfrei]]&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/span&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die noch vereinzelt aufgegriffenen Juden werden von den jeweiligen [[Ordnungspolizei]]- und Gendarmerieposten [[Sonderbehandlung|sonderbehandelt]]. Bis zum 27. Juni 1943 waren insgesamt 434&amp;amp;nbsp;329 Juden ausgesiedelt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin richtete Katzmann und sein Stab ein Netz von Lagern mit [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeitern]] in Ostgalizien ein, darunter [[KZ Janowska|Janowska]] in Lemberg, in [[Drohobytsch|Drogobytsch]]-[[Boryslaw]] und an der [[Durchgangsstraße&amp;amp;nbsp;IV]]. Vom 20. April 1943 bis zum 8. Mai 1945 befehligte Katzmann den SS-Oberabschnitt [[Weichsel]]/[[Danzig-Westpreußen]] im [[Wehrkreis]]&amp;amp;nbsp;XX mit Sitz in Danzig und war dort als Nachfolger des Höheren SS- und Polizeiführers [[Richard Hildebrandt]]. Am 1. Juli 1944 wurde er zum [[Generalleutnant]] der Waffen-SS befördert. Unter seinem Kommando stand die Räumung des [[KZ Stutthof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Katzmann erlebte das Kriegsende auf der Insel [[Fehmarn]]. Er verschaffte sich einen falschen Ausweis und lebte im Württembergischen unerkannt unter dem Namen „Bruno Albrecht“ weiter. Katzmann wurde durch die SS-Ehemaligenorganisation [[Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS|HIAG]] unterstützt. Eine geplante Flucht nach [[Argentinien]] scheiterte, weil Katzmann schwer erkrankte. 1953 offenbarte Katzmann in [[Ludwigsburg]] seine wahre Identität gegenüber einer Krankenschwester, die dieses Wissen aber für sich behielt und erst nach seinem Tode preisgab. 1955 arbeitete Katzmann im Vertrieb eines holzverarbeitenden Betriebes in [[Wächtersbach]]. Im März 1956 war er als „Bruno Albrecht“ in [[Griesheim]] gemeldet, wo inzwischen seine Familie lebte. Katzmann starb 1957 im [[Alice-Hospital Darmstadt]]; seine Identität wurde erst durch den Hinweis einer Krankenschwester aufgedeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sandkühler426ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ruth Bettina Birn]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Höheren SS- und Polizeiführer. Himmlers Vertreter im Reich und in den besetzten Gebieten.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1986. ISBN 3-7700-0710-7&lt;br /&gt;
* Andrzej Bodek; Thomas Sandkuehler: &amp;#039;&amp;#039;Der „Katzmann-Bericht“ – Bilanz des Judenmordes im Distrikt Galizien.&amp;#039;&amp;#039; Edition Hentrich, Berlin 1995, ISBN 978-3-89468-198-2&lt;br /&gt;
* Thomas Sandkühler: &amp;#039;&amp;#039;Endlösung in Galizien. Der Judenmord in Ostpolen und die Rettungsinitiativen von Berthold Beitz 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Nachfolger, Bonn 1996, ISBN 3-8012-5022-9.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Pohl (Historiker)|Dieter Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien, 1941–1944 Organisation und Durchführung eines Massenverbrechens.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1997, ISBN 3-486-56233-9 ([https://link.bsb-muenchen.de/BV010915041 Volltext digital verfügbar]).&lt;br /&gt;
* [[Joseph Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich und seine Vollstrecker. Wiesbaden 1989.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-598-04603-0.&lt;br /&gt;
* Institut für Nationales Gedenken: &amp;#039;&amp;#039;Lösung der Judenfrage im Distrikt Galizien / Solving the Jewish Question in the District of Galicia.&amp;#039;&amp;#039; (deutsch, englisch, polnisch – der Katzmann-Report).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118920197}}&lt;br /&gt;
* 171 Original-Dokumente von und über Fritz Katzmann im Simon Wiesenthal Center Los Angeles.Institute of Documentation Israel Tuviah Friedman ({{Webarchiv|url=http://motlc.specialcol.wiesenthal.com/instdoc/d03c03/index.html | wayback=20070623220601 | text=Internet Archive}})&lt;br /&gt;
* Weitere 220 Dokumente über Fritz Katzmann und andere Kriegsverbrecher in Radom ({{Webarchiv|url=http://motlc.specialcol.wiesenthal.com/instdoc/d03c04/index.html | wayback=20070623220601 | text=Internet Archive}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118920197|LCCN=no/96/58568|VIAF=39607217}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Katzmann, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Volksgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS- und Polizeiführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Katzmann, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Albrecht, Bruno; Katzmann Friedrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Gruppenführer, Generalleutnant der Waffen-SS (Polizei) und Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Mai 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Langendreer]] bei [[Bochum]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. September 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Ax</name></author>
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