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	<title>Fritz Jensen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Jensen&amp;diff=782199&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Arthur Bidulski: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-03-16T02:30:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den österreichischen Schriftsteller und Arzt Fritz Jensen. Für den norwegischen Geistlichen, Maler und Theaterdirektor siehe [[Frederik Nicolai Jensen]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Jensen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (chinesischer Name: &amp;#039;&amp;#039;Yǎn Fěidé&amp;#039;&amp;#039; 严斐德; geboren als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Albert Jerusalem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[26. Dezember]] [[1903]] in [[Prag]], [[Österreich-Ungarn]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Mettenleiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Selbstzeugnisse, Erinnerungen, Tagebücher und Briefe deutschsprachiger Ärzte. Nachträge und Ergänzungen III (I–Z).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 2003, S. 269–305, hier: S. 269 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;; gestorben [[11. April]] [[1955]]) war ein [[österreich]]ischer [[Schriftsteller]], [[Arzt]] und [[Kommunismus|Kommunist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fritz Jerusalem wurde 1903 in Prag in einer liberalen [[Judentum|jüdischen]] Fabrikantenfamilie geboren. Er war der Sohn der erfolgreichen österreichischen Schriftstellerin [[Else Jerusalem]]. 1913 zog seine Familie nach Wien um, wo er zur Schule ging und zunächst das Piaristengymnasium besuchte und nach einem aus disziplinarischen Gründen erteilten Schulverweis an die Maroltinger-Gymnasium wechselte, wo er 1923 die Matura ablegte.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Mettenleiter: &amp;#039;&amp;#039;Selbstzeugnisse, Erinnerungen, Tagebücher und Briefe deutschsprachiger Ärzte. Nachträge und Ergänzungen III (I–Z).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 2003, S. 269–305, hier: S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fritz Jerusalem studierte von 1923 bis 1929 Medizin, verkehrte in fortschrittlichen Intellektuellenkreisen (die „Felonen“, [[Elias Canetti]], [[Karl Kraus]] etc.) und stieß zur Arbeiterbewegung. 1929 wurde er promoviert, trat der Kommunistischen Partei bei und gründete die [[Agitprop]]-Gruppe „Stoßbrigade“. 1930 wurde er Mitglied im &amp;#039;&amp;#039;Bund der proletarisch-revolutionären Schriftsteller Österreichs&amp;#039;&amp;#039;. Im selben Jahr begann er eine Tätigkeit als Sekundararzt in Kassel und 1931 wurde er Assistenzarzt im Krankenhaus Lainz. 1933 heiratete er [[Ruth Tassoni|Ruth Domino]], die Ehe scheiterte nach wenigen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Aufstandes gegen den [[Austrofaschismus]] im Februar 1934 richtete Fritz Jerusalem in Wien einen Sanitätsdienst ein, der schwer verwundete [[Republikanischer Schutzbund|Schutzbündler]] heimlich im [[Lainzer Krankenhaus]] unterbrachte und besonders gefährdete Kämpfer mit seinem Motorrad in die Tschechoslowakei schmuggelte. Im Juli 1934 wurde Fritz Jerusalem verhaftet und im [[Anhaltelager Wöllersdorf]] interniert, wo er Kampfsport- und Studienzirkel leitete. Nach seiner Freilassung im April 1935 ließ er sich als praktischer Arzt in Wien nieder und kämpfte als Chefarzt der [[XIII. Internationale Brigade|XIII. Internationalen Brigade]] und der 42. Division ab August 1936 mit den [[Internationale Brigade|Internationalen Brigaden]] auf der Seite der Republik im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Jensen flüchtete über Frankreich und Großbritannien im Mai 1939 nach [[Republik China (1912–1949)|China]], wo er für das [[Rotkreuzgesellschaft von China|Chinesische Rote Kreuz]] arbeitete und schließlich in die von der [[Kommunistische Partei Chinas|Kommunistischen Partei Chinas]] befreiten Gebiete gelangte, wo er im [[Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg|Widerstandskrieg]] gegen Japan und später im [[Bürgerkrieg]] am Aufbau einer medizinischen Grundversorgung arbeitete. Dort lernte er die Chinesin Wang Wuan (王務安, zeitgenössische Umschrift: Wang Wu An, 1921–2009)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://m.krzzjn.com/show-2030-97582.html |titel=王务安 - 新四军六师抗战巾帼英雄 |werk=抗日战争纪念网 |datum=2019-06-18 |sprache=zh |abruf=2025-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kennen. Die beiden heirateten im April 1945 im Haus von [[Zhou Enlai]] in [[Chongqing]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;81.cn&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.81.cn/yljnt_208627/ylml/Y_208629/16284231.html |titel=严斐德：从“西班牙医生”到中国人民一分子 - 中国军网 |abruf=2025-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1946 trat Friedrich eine Stelle bei der United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA) in [[Jiangsu]] an, mit dem Ziel, die gerechte Verteilung internationaler Hilfsgüter an notleidende Bevölkerungsschichten sicherzustellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;81.cn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1947 kehrten er und seine Frau nach Österreich zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;81.cn&amp;quot; /&amp;gt; Dort arbeitete er als Redakteur für die &amp;#039;&amp;#039;[[Volksstimme (Österreich)|Volksstimme]],&amp;#039;&amp;#039; das Organ der [[Kommunistische Partei Österreichs|Kommunistischen Partei Österreichs]]. In Wien und Berlin erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;China siegt&amp;#039;&amp;#039; über den chinesischen Bürgerkrieg. Er übersiedelte 1953 jedoch wieder nach China. Von dort reiste er 1953 nach Korea, wo er als Journalist an der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens teilnahm. Weitere Reisen führten ihn 1954 nach Vietnam und Genf unternahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;81.cn&amp;quot; /&amp;gt; In Vietnam interviewte er [[Hồ Chí Minh]] und österreichische Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1955 trat er als Korrespondent der &amp;#039;&amp;#039;Volksstimme&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland|Neuen Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; einen Flug von [[Hongkong]] nach [[Bandung]] in [[Indonesien]] an, um von der [[Bandung-Konferenz|Konferenz asiatischer und afrikanischer Staaten]] zu berichten. Ursprünglich sollte sich in dem Flugzeug auch [[Zhou Enlai]] befinden. Nach fünf Stunden Flug explodierte im Maschinenraum eine Zeitbombe und ein Brand brach aus. Bei dem Versuch, im Wasser notzulanden, zerbrach das Flugzeug. Mit Fritz Jensen starben zehn weitere Passagiere, vor allem chinesische Delegationsteilnehmer und Journalisten, sowie fünf der acht Besatzungsmitglieder. Den Anschlag hatte der taiwanesische Geheimdienst verübt.&amp;lt;ref&amp;gt;Steve Tsang: &amp;#039;&amp;#039;Target Zhou Enlai: The “Kashmir Princess” Incident of 1955&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The China Quarterly&amp;#039;&amp;#039;, September 1994, Nummer 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt Indizien, dass die CIA im Vorfeld Kenntnis von dem Anschlag hatte oder gar der Initiator gewesen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Wendell Minnick: &amp;#039;&amp;#039;I Was a CIA Agent in India. An Analysis&amp;#039;&amp;#039;. Createspace, United States, 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Fritz Jensen wurde auf dem Heldenfriedhof Babaoshan in [[Peking]] bestattet. Ein chinesischer Nachruf seiner Frau erschien am 23. Mai 1955 auf der dritten Seite der Volkszeitung ([[Renmin Ribao]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=王务安 |Titel=悼念我最亲爱的人——严斐德 |Sammelwerk=人民日報 |Datum=1955-05-23 |Seiten=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;China siegt&amp;#039;&amp;#039; (Wien, Stern 1949; Berlin, Dietz 1950).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Brücke von Berlin nach Peking&amp;#039;&amp;#039; (Berlin, Kongreß 1951).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erlebtes Vietnam&amp;#039;&amp;#039; (Wien, Stern 1955; Berlin, Dietz 1955; Wien, Buchgemeinde 1955).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Opfer und Sieger&amp;#039;&amp;#039; (Berlin, Dietz 1955).&lt;br /&gt;
* Hu Tschiau-mu [Hu Qiaomu]: &amp;#039;&amp;#039;30 Jahre Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas&amp;#039;&amp;#039; (Berlin, Dietz 1954); übersetzt von Fritz Jensen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
(chronologisch)&lt;br /&gt;
* [[Alfred Kantorowicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;. Kindler, München 1961.&lt;br /&gt;
* Kurt Böttcher (Gesamtredaktion): &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Schriftstellerlexikon|Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller]] von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1974, S. 424&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jensen, Fritz&amp;#039;&amp;#039;. In: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 333.&lt;br /&gt;
* Eva Barilich: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Jensen. Arzt an vielen Fronten.&amp;#039;&amp;#039; Globus, Wien 1991, ISBN 3-85364-213-6 (Biografische Texte zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 5).&lt;br /&gt;
* Wendell Minnick: &amp;#039;&amp;#039;I Was a CIA Agent in India. An Analysis.&amp;#039;&amp;#039; Createspace, United States 2015, ISBN 978-1-5078-9240-4.&lt;br /&gt;
* Eduard März: &amp;#039;&amp;#039;Der große Auftritt mit der Schnur. Eine wenig schmeichelhafte Erinnerung an Elias Canetti&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wiener Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Juli 2005; {{Webarchiv |url=http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/132269_Der-grosse-Auftritt-mit-der-Schnur.html |text=wienerzeitung.at |wayback=20161219184658}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir waren drei Ärzte, die im Jahre 1939 nach China reisten&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rote Fahne|Rote Fahne]]&amp;#039;&amp;#039;, 14. März 2005; {{Webarchiv |url=http://www.mlpd.de/rf0515/rfart21.htm |text=mlpd.de |wayback=20051007212756}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119008971}}&lt;br /&gt;
* Katharina Kniefacz: [http://gedenkbuch.univie.ac.at/index.php?id=435&amp;amp;no_cache=1&amp;amp;person_single_id=40291 Fritz Jensen.] Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien.&lt;br /&gt;
* [http://news.xinhuanet.com/english/2005-04/11/content_2815170.htm China marks journalists killed in premier murder plot 50 years ago.] news.xinhuanet.com&lt;br /&gt;
* Zhāng Lí 张黎: [http://military.people.com.cn/GB/42964/3585262.html &amp;#039;&amp;#039;Tā céng bēnfù kàngrì zhànchǎng – jì Àodìlì yǒurén Yǎn Fěidé&amp;#039;&amp;#039; 他曾奔赴抗日战场———记奥地利友人严斐德] [[Renmin Ribao]], 2. August 2005.&lt;br /&gt;
* [http://news.xinhuanet.com/mil/2005-08/31/content_3425936.htm &amp;#039;&amp;#039;Guójì yuán Huá yīliáoduì yǔ Zhōngguó rénmín bìngjiān kàngzhàn gōngjì yǒngzǎi shǐcè&amp;#039;&amp;#039; 国际援华医疗队与中国人民并肩抗战功绩永载史册] [[Xinhua]], 31. August 2005.&lt;br /&gt;
* [http://english.chinamil.com.cn/site2/special-reports/2005-08/26/content_281902.htm Int&amp;#039;l friends not forgotten after victory in anti-Japanese war.] PLA Daily, 26. August 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119008971|LCCN=n92060902|VIAF=64808290}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jensen, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interbrigadist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jensen, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Schriftsteller, Arzt und Kommunist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Dezember 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. April 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Arthur Bidulski</name></author>
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