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	<title>Fritz Hellwig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grubenhagener: /* Leben */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fritz Hellwig 1967.jpg|miniatur|Fritz Hellwig (1967)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Hellwig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. August]] [[1912]] in [[Saarbrücken]]; † [[22. Juli]] [[2017]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marc Beise]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/nachruf-ein-europaeer-1.3603590 Ein Europäer]&amp;#039;&amp;#039;, Nachruf auf sueddeutsche.de, 25. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Bonn]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] (CDU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hellwig stammte aus dem südlichen, später zum [[Saarland]] gehörenden Teil der [[Rheinprovinz]]. Sein Vater &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Hellwig&amp;#039;&amp;#039; (1875–1933), bei dem er nach der Scheidung der Eltern lebte, war [[Schulrat (Titel)|Schulrat]].&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; Koblenz 2021, S. 62. ([https://www.burschenschaftsgeschichte.de/pdf/biographisches-lexikon-deutsche-burschenschaft-dvorak-kaupp-politiker-nachtrag.pdf Online-PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hellwig besuchte ab 1918 eine Knabenschule und ab 1921 das Saarbrücker Reform-Realgymnasium (ab 1976 [[Gymnasium am Schloss]]), an dem er Ostern 1930 das Abitur „mit Auszeichnung“ bestand. In seiner Schulzeit war er in der von [[Hermann Röchling]] geleiteten Jugendgruppe der [[Liberale Volkspartei (Saarland)|liberalen Deutsch-Saarländischen Volkspartei]] tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; Koblenz 2021, S. 62. ([https://www.burschenschaftsgeschichte.de/pdf/biographisches-lexikon-deutsche-burschenschaft-dvorak-kaupp-politiker-nachtrag.pdf Online-PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommersemester 1930 begann er an der [[Philipps-Universität Marburg]] Geschichte, Philosophie, Erdkunde, Anglistik und Volkswirtschaftslehre zu studieren. Zu Beginn seines Studiums wurde er 1930 Mitglied der [[Marburger Burschenschaft Rheinfranken]], für die ihn einer seiner Lehrer am Reform-Realgymnasium, Professor Adolf Burmeister, ein [[Alter Herr (Studentenverbindung)|Alter Herr]] der Burschenschaft, geworben hatte und der er bis zu seinem Tode angehören sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oldenhage2012&amp;quot;&amp;gt;Klaus Malettke, Klaus Oldenhage (2012)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;In memoriam Fritz Hellwig.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Burschenschaftliche Blätter]], 132. Jg. (2017), H. 3, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wechselte nach einigen Semestern an die [[Universität Wien]], wo er bei [[Heinrich Srbik|Heinrich von Srbik]] hörte, und auf dessen Empfehlung hin an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]]. Im Dezember 1933 wurde er dort bei [[Hermann Oncken]] mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um die Saar 1860-1870. Beiträge zur Rheinpolitik Napoleons III.&amp;#039;&amp;#039; [[summa cum laude]] zum [[Dr. phil.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um die Saar 1860–1870 – Beiträge zur Rheinpolitik Napoleons III.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=qDjJ6gcgRpM |titel=Fritz Hellwig - Burschenschaft Rheinfranken Marburg |sprache=de-DE |abruf=2023-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hellwig absolvierte ab 1931 eine Wehrausbildung beim [[Reichskuratorium für Jugendertüchtigung]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-V/21803&amp;lt;/ref&amp;gt; und begann im April 1933 eine Ausbildung zum [[Wehrsport]]-Hilfslehrer und Gruppenführer in der Geländesportschule [[Truppenübungsplatz Döberitz]], von der er zum Examen beurlaubt wurde. Zum 1. Juni 1933 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 2.680.654).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/14661753&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Gewalt: {{Webarchiv|text=Angehörige des Bundestags / I. - X. Legislaturperiode ehemaliger NSDAP- &amp;amp; / oder Gliederungsmitgliedschaften |url=http://www.niqel.de/bredel/news/mdb.pdf |wayback=20160103123739}} (PDF-Datei, abgerufen am 19. November 2011; 61&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1933 tat er in Berlin bis zu seiner Übersiedlung nach Saarbrücken kurze Zeit Dienst bei der [[Sturmabteilung|SA]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hellwig war möglicherweise auch Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]]. Sein von ihm am 25. April 1935 bei der [[Reichsschrifttumskammer]] ausgefüllter Personalbogen ist an der Stelle uneindeutig markiert. Bundesarchiv R 9361-V/21803&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Saargebiet]] war er auch Mitglied der [[Deutsche Front|Deutschen Front]] und Agitator für die [[Saarabstimmung|Saar-Abstimmung]] 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1933 trat Hellwig als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in die Geschäftsführung der [[Industrie- und Handelskammer des Saarlandes|Industrie- und Handelskammer Saarbrücken]] ein, für die er neben seiner politischen Tätigkeit bis 1939 im Saar-Wirtschaftsarchiv arbeitete. Daneben war er seit 1937 als Dozent an der Saarbrücker [[Hochschule für Lehrerbildung]] tätig. Gleichzeitig übernahm er für die Landesleitung der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]] Aufgaben als Referent im Kulturbeirat. 1934 leitete er zudem die Saar-Ausstellung in Köln. 1936 erfolgte in Heidelberg die [[Habilitation]] mit einer Biographie zum einhundertsten Geburtstag des preußischen Industriellen [[Carl Ferdinand von Stumm-Halberg]], die er nach eigenen Angaben unter der „Verpflichtung, die ihm die Forderung nach historischer Treue und die soziale Einheit des Volkes als alleiniger Standort auferlegten“,&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Hellwig: &amp;#039;&amp;#039;Carl Freiherr von Stumm-Halberg&amp;#039;&amp;#039;, 1936, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; erstellte. Bertha Gräfin Sierstorpff, eine Tochter Stumm-Halbergs, schrieb das Geleitwort für Hellwigs umfangreiche Lebensbeschreibung. 1939/40 war Hellwig Geschäftsführer der Organisation der Eisenwirtschaft in [[Düsseldorf]] und anschließend bis 1943 der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie, Bezirksgruppe Südwest, zu der auch die [[Westfeldzug#Frankreich|1940 vom Deutschen Reich okkupierten]] montanindustriellen Gebiete Frankreichs gehörten. Ende 1942 erfolgte die Ernennung zum [[Kriegsverwaltungsrat]] in der [[Wirtschaftsorganisation Ost|Wirtschaftsinspektion Mitte der Ostfront]]. Er wurde im Februar 1943 als [[Panzergrenadier]] zum Kriegsdienst in der Wehrmacht einberufen. Seine Einheit war zunächst in [[Heidelberg]] und später in [[Bitsch]] stationiert. Er wurde 14 Wochen nach der Einberufung zum [[Gefreiter|Gefreiten]] befördert. Im Oktober 1943 geriet Hellwig an der [[Italienfeldzug (Zweiter Weltkrieg)|Italienfront]] in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er später in amerikanische Kriegsgefangenschaft überstellt wurde. Er wurde in ein Vernehmungslager in [[Washington, D.C.|Washington]] und später in das [[Arbeitslager|Straflager]] („Correction Camp for non-cooperative people“) in [[Alva (Oklahoma)|Alva]], [[Oklahoma]] verbracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=qDjJ6gcgRpM |titel=Fritz Hellwig - Burschenschaft Rheinfranken Marburg |sprache=de-DE |abruf=2023-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt. Nach der Entlassung aus der [[Kriegsgefangenschaft]] 1947 war Hellwig zunächst als beratender Volkswirt in Düsseldorf und [[Duisburg]] tätig; im (französisch besetzten) [[Saarland 1947 bis 1956]] war er [[persona non grata]]. Von 1951, bis 1953 gemeinsam mit [[Otto Mejer (Journalist)|Otto Mejer]], bis 1959 war er Geschäftsführender Direktor des Deutschen Industrieinstituts in [[Köln]], des nachmaligen [[Institut der deutschen Wirtschaft|Instituts der deutschen Wirtschaft]]. Er wurde Gründungs-[[Alter Herr (Studentenverbindung)|Alter Herr]] der am 23. November 1951 in Saarbrücken gegründeten [[Saarbrücker Burschenschaft Germania]]&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Sambale: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf Fritz Hellwig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Burschenschafter. Periodikum der [[Allgemeine Deutsche Burschenschaft|Allgemeinen Deutschen Burschenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Jg. (2018), H. 1, S. 84–85.&amp;lt;/ref&amp;gt; und war Vorsitzender des &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Saarbund|Deutschen Saarbundes]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oldenhage2012&amp;quot; /&amp;gt; Seine Analysen waren ein Korrektiv der Saarpolitik von [[Konrad Adenauer]], der die Saarfrage für „zweitrangig“ hielt, einer „Europäisierung der Saar“ das Wort redete und den Verlust des Saargebiets in Kauf nahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grobe2017&amp;quot;&amp;gt;Frank Grobe: &amp;#039;&amp;#039;Mit korporierter Hilfe. Vor sechzig Jahren wurde das Saarland wieder deutsch&amp;#039;&amp;#039;. Studentenkurier I/17, S. 4–5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Saarland kam nach [[Geschichte des Saarlandes#Volksbefragung 1955 und Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland 1957/59|einer Volksabstimmung]] wieder zu Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hellwig war Mitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik|Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]] und wohnte in der Nähe von Bonn. Er starb im Juli 2017 wenige Tage vor seinem 105. Geburtstag und ist der älteste ehemalige Bundestagsabgeordnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war verheiratet mit der promovierten Historikerin Margarete Hellwig, geb. Werners (1911–2009).&amp;lt;ref&amp;gt;https://saarbruecker-zeitung.trauer.de/traueranzeige/margarete-hellwig&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Sohn von Hellwig ist der [[Frankfurt am Main|Frankfurter]] Rechtsanwalt, CDU-Politiker und [[Stadtältester|Stadtälteste]] Hans-Jürgen Hellwig (*&amp;amp;nbsp;1940), ein weiterer der Ökonom und Hochschullehrer [[Martin Hellwig]] (* 1949).&amp;lt;ref&amp;gt; siehe [[Winand von Petersdorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Der zornige Professor&amp;#039;&amp;#039;, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 5. Mai 2013 (Artikel über Martin Hellwig) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:KAS-Hellwig, Fritz-Bild-2436-2.jpg|miniatur|Kandidatenplakat Fritz Hellwigs zur Bundestagswahl 1953]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat 1947 in die [[Christlich Demokratische Union Deutschlands]] (CDU) ein und wurde noch im selben Jahr Mitglied des Wirtschaftspolitischen Ausschusses für das [[Rheinland]]. Später wurde er auch in den Bundesausschuss für Wirtschaftspolitik und den [[CDU-Bundesvorstand]] gewählt. Hellwig gehörte zu den Mitautoren der &amp;#039;&amp;#039;Düsseldorfer Leitsätze&amp;#039;&amp;#039; der CDU von 1949. Sein innerparteilicher Förderer war nach eigenen Angaben in dieser Zeit [[Franz Etzel]], der sich auch für eine Aufstellung Hellwigs zur Bundestagswahl einsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=qDjJ6gcgRpM |titel=Fritz Hellwig - Burschenschaft Rheinfranken Marburg |sprache=de-DE |abruf=2022-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde bei der [[Bundestagswahl 1953]] im [[Bundestagswahlkreis Solingen – Remscheid – Wuppertal II|Wahlkreis Remscheid – Solingen]] in den [[Deutscher Bundestag|Bundestag]] gewählt und bei der [[Bundestagswahl 1957]] [[Bundestagswahlkreis Köln II|im Wahlkreis Köln II]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 21.&amp;amp;nbsp;September 1956 an war er Vorsitzender des Bundestagsausschusses für [[Wirtschaftspolitik]]. Von 1953 bis 1956 war Hellwig auch stellvertretender Delegierter für den [[Europarat]]. Vom 25.&amp;amp;nbsp;Februar bis zum 14.&amp;amp;nbsp;September 1959 gehörte er auch dem [[Europaparlament]] an. Er legte sein Bundestagsmandat zum 30. November 1959 nieder, um Mitglied der Hohen Behörde der [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl|Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl]] zu werden. Als diese 1967 mit den Kommissionen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der [[Euratom]] zusammengelegt wurde, war er (bis 1970) Vizepräsident der neu entstandenen [[Kommission der Europäischen Gemeinschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sammler ==&lt;br /&gt;
Hellwig sammelte über lange Zeit Landkarten, Stiche, Schriften und Bücher über [[Saar-Lor-Lux]] und die anschließenden Regionen. Teile seiner Sammlung schenkte er nach und nach dem [[Landesarchiv Saarbrücken]]. 2002 erhielt es eine Porträtsammlung mit etwa 320 Stichen und Drucken aus der Zeit von 1550 bis 1816. 2008 vermachte er dem Landesarchiv 846 historische Karten, das diese Schenkung mit der grenzüberschreitenden Wanderausstellung &amp;#039;&amp;#039;500 Jahre Saar-Lor-Lux&amp;#039;&amp;#039; würdigte, deren Katalog mit beinhaltendem Findbuch Fritz Hellwig gewidmet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Linsmayer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;500 Jahre Saar-Lor-Lux. Die Kartensammlung Fritz Hellwig im Saarländischen Landesarchiv.&amp;#039;&amp;#039; Historische Beiträge des Landesarchivs Saarbrücken. Quellen und Inventare 2. Herausgegeben im Auftrag der Vereinigung zur Förderung des Landesarchivs Saarbrücken. Echolot, Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-9811672-4-5&amp;lt;/ref&amp;gt; Digitalisate dieser und weiterer Karten, die von Hellwig in den Folgejahren abgegeben wurden, wurden 2021 auf [[Wikimedia Commons]] eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://archive20.hypotheses.org/10200 David Schnur: Historische Karten für Commons. Ein Beitrag des Landesarchivs Saarbrücken zur Internationalen Archivwoche 2021. In: Archive 2.0 vom 7. Juni 2021].&amp;lt;/ref&amp;gt; 2010 erhielt das Landesarchiv weitere 1175 Stiche und Drucke von Ortsansichten und historischen Geschehnissen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Schenkungen von Porträt- und Stichsammlung (2002 und 2010) an das Landesarchiv siehe Jutta Haag: &amp;#039;&amp;#039;Ortsansichten aus der Sammlung Hellwig&amp;#039;&amp;#039;, in: Unsere Archive 63, 2018, S. 43–46 ([https://www.dilibri.de/rlb/periodical/pageview/2190685 dilibri]).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1997 und 1998 erwarb die [[Rheinische Landesbibliothek Koblenz]] Sammelobjekte aus Hellwigs Besitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Rheinische Landesbibliothek: [https://lbz.rlp.de/de/ueber-uns/besondere-bestaende/sammlung-hellwig/ &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Hellwig&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 1. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um ca. 320 Werke, illustrierte Rheinbücher und Reiseführer bezogen auf den gesamten Rheinlauf. Die Kartensammlung Hellwig, die die Bibliothek 2008 erwarb, umfasst mehr als 300 Karten des Rheinlaufes. Schwerpunkt ist bei beiden der Mittelrhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stiftung ==&lt;br /&gt;
Anlässlich seines 100. Geburtstages stiftete Hellwig am 3. August 2012 einen Preis für wissenschaftliche Forschung zu Funktionsweise und Wirkung von Bürokratien in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, den &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftspreis Bürokratie&amp;#039;&amp;#039;. Der Preis wird seit 2013 alle zwei Jahre vergeben und steht unter Geschäftsführung des [[Institut der deutschen Wirtschaft|Instituts der deutschen Wirtschaft]] in Köln.&amp;lt;ref name= &amp;quot;stiftung_wb&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Preisverleihung mit einer Dotierung von jeweils 5000 Euro erfolgte am 11. Mai 2015; unter den drei Preisträgern war der Politikwissenschaftler [[Thomas König (Politikwissenschaftler)|Thomas König]].&amp;lt;ref name= &amp;quot;iw_20150511&amp;quot;/&amp;gt; Bei der zweiten Preisverleihung am 29. Mai 2017 wurden zwei Publikationen ausgezeichnet, die sich mit der Funktion und Wirkung der Bürokratie auf Staat, Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigen. Der Politikwissenschaftler [[Christoph Knill]] war unter den Preisträgern.&amp;lt;ref name= &amp;quot;iw_20170529&amp;quot;/&amp;gt; Die vierte Preisverleihung fand am 12. November 2021 im Institut der deutschen Wirtschaft in Köln statt – unter den Preisträgern war der Wirtschaftswissenschaftler Markus Kowalski, der für seine Studie „Management von Open-Innovation-Netzwerken“ ausgezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/hubertus-bardt-berichtspflichten-und-open-innovation-netzwerke.html 4. Preisverleihung. Wissenschaftspreis Bürokratie], abgerufen am 4. Januar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um die Saar 1860-1870. Beiträge zur Rheinpolitik Napoleons III.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur neueren und neuesten Geschichte, Heft 3 = Mitteilungen des [[Historischer Verein für die Saargegend|Historischen Vereins für die Saargegend]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft 20), Dissertation, Leipzig 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carl Freiherr von Stumm-Halberg&amp;#039;&amp;#039;. Habilitation Universität Heidelberg 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lothringen-Stahl statt Ruhr-Stahl?&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1947.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die wirtschaftlichen Verflechtungen der Saar.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1947.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frankreich, die Saar und Europa&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaftliche Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 67. Jg. (1952), Heft 4, S. 99–103.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konrad Adenauer. Zum 125. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisch-Politische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039;, Heft 8, 2001, S. 1–10.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Europäische Integration aus historischer Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039; Ein Zeitzeugengespräch mit [[Michael Gehler]], Bonn 2004 {{ISSN|1435-3288}} ISBN 3-936183-29-5 ([https://aei.pitt.edu/1666/01/dp_c129_hellwig.pdf PDF; 0,6 MB]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der korporierten Bundestagsabgeordneten#Burschenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexander Hesse: &amp;#039;&amp;#039;Die Professoren und Dozenten der preußischen Pädagogischen Akademien (1926–1933) und Hochschulen für Lehrerbildung (1933–1941).&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Studien-Verlag, Weinheim 1995, 828 S., ISBN 3-89271-588-2.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Vierhaus]], [[Ludolf Herbst]] (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;A–M.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 325–326.&lt;br /&gt;
* [[Henning Tegtmeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Gespräch mit einem Zeitzeugen über [[August Dresbach]]&amp;#039;&amp;#039;, Bundeszeitung der Grünen Hannoveraner zu Göttingen, Jahrgang 99 [Neue Folge], Göttingen, im Oktober 2009, Nr. 2, S. 30–32; Zeitzeugengespräch mit Fritz Hellwig [http://goettingerburschenschafthannovera.de/?page_id=79 (link zum Artikel)].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leidenschaftlicher Marktwirtschaftler und überzeugter Europäer – Fritz Hellwig zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln, ISBN 978-3-602-14898-1.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Linsmayer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;500 Jahre Saar-Lor-Lux. Die Kartensammlung Fritz Hellwig im Saarländischen Landesarchiv&amp;#039;&amp;#039; (Echolot. Historische Beiträge des Landesarchivs Saarbrücken. Quellen und Inventare 2). Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-9811672-4-5.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Malettke]], Klaus Oldenhage (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fritz Hellwig. Saarländer, Deutscher, Europäer. Eine Festschrift zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, Bd. 20, Heidelberg 2012.&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Rothacher]]. &amp;#039;&amp;#039;Fritz Hellwig&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kommissare. Vom Aufstieg und Fall der Brüsseler Karrieren&amp;#039;&amp;#039;. Nomos, Baden-Baden. 2012, ISBN 978-3-8329-7097-0, S. 81–86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119133563}}&lt;br /&gt;
* {{Saarländische Bibliographie|Fritz+Hellwig}}&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr|3829|Hellwig Fritz}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000006148|Fritz Hellwig||Internationales Biographisches Archiv 31/1987 vom 20. Juli 1987}}&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/politik/article4475807/Friedrich-Merz-haette-ich-lieber-gesehen.html Interview mit Fritz Hellwig vom September 2009 (mit Foto)]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/7e5cedfb-1266-4869-bea8-a811a0696091/ Nachlass Bundesarchiv N 1359]&lt;br /&gt;
* [http://archives.eui.eu/en/oral_history/INT645 INT 635] Interview mit F. Hellwig hinterlegt im [https://www.eui.eu/Research/HistoricalArchivesOfEU/Index.aspx Historischen Archiv der EU] in Florenz&lt;br /&gt;
* [http://www.kas.de/wf/de/37.8149/ Fritz Hellwig im Portal &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der CDU&amp;#039;&amp;#039;], aufgerufen am 28. August 2017.&lt;br /&gt;
* [https://www.hdg.de/lemo/biografie/fritz-hellwig.html Biografie Fritz Hellwig] auf [https://www.dhm.de/lemo/ leMO]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;stiftung_wb&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | autor= &lt;br /&gt;
| url= https://www.deutsches-stiftungszentrum.de/stiftungen/stiftung-wissenschaftspreis-b%C3%BCrokratie&lt;br /&gt;
| titel= Stiftung Wissenschaftspreis Bürokratie | titelerg=&lt;br /&gt;
| hrsg= [[Deutsches Stiftungszentrum]] | werk= | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum=&lt;br /&gt;
| zugriff= 2017-07-27 | sprache= | format= | kommentar=&lt;br /&gt;
| zitat= Die Stiftung wurde im Jahr 2012 durch Herrn Professor Dr. Fritz Hellwig, Bonn, errichtet. | offline=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;iw_20150511&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle| autor=| url=https://www.iwkoeln.de/veranstaltungen/beitrag/1-preisverleihung-wissenschaftspreis-buerokratie-219767| titel=1. Preisverleihung| titelerg=Wissenschaftspreis Bürokratie| hrsg=[[Institut der deutschen Wirtschaft]]| werk=Veranstaltungen| seiten=| datum=2015-05-11| archiv-url=| archiv-datum=| zugriff=2017-07-27| sprache=| format=| kommentar=| zitat=Gewonnen hat ein Beitrag über die Arbeit der Europäischen Kommission.| offline=ja| archiv-bot=2018-04-11 03:02:24 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;iw_20170529&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle| autor=| url=https://www.iwkoeln.de/_storage/asset/342747/storage/master/file/12856456/download/IW-Pressemitteilung_2017_32_Bürokratiepreis.pdf| titel=Wissenschaftspreis| titelerg=Wenn Bürokratie überhandnimmt| hrsg=Institut der deutschen Wirtschaft| werk=Pressemitteilung| seiten=| datum=2017-05-29| archiv-url=https://web.archive.org/web/20170710184452/https://www.iwkoeln.de/_storage/asset/342747/storage/master/file/12856456/download/IW-Pressemitteilung_2017_32_B%C3%BCrokratiepreis.pdf| archiv-datum=2017-07-10| zugriff=2017-07-27| sprache=| format=PDF| kommentar=Pressemitteilung Nr. 32| zitat= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kommission Rey&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kommissare für Forschung, Wissenschaft und Innovation}}&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=119133563|LCCN=n/80/164488|VIAF=120697500}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hellwig, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Deutschland vor 1979]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Kriegsverwaltungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Briten]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2017]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hellwig, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdB, MdEP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. August 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Saarbrücken]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Juli 2017&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grubenhagener</name></author>
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