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	<title>Fritz Dorls - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fritz_Dorls&amp;diff=136321&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Tätigkeit nach dem SRP-Verbot */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-10-17T13:36:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tätigkeit nach dem SRP-Verbot: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fritz Dorls (Politiker).png|mini|hochkant=0.8|Fritz Dorls (1952)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Dorls&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. September]] [[1910]] in [[Brilon]]; † [[25. Januar]] [[1995]] in [[Opponitz]], [[Niederösterreich]]) war ein [[Rechtsextremismus|rechtsextremer]] [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Deutsche Konservative Partei – Deutsche Rechtspartei|DKP-DRP]], dann SRP). Er war Vorsitzender der 1952 [[Parteiverbot|verbotenen]] [[Neonazismus|nationalsozialistisch ausgerichteten]] [[Sozialistische Reichspartei|SRP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Nach dem Studium der Geschichte und der Promotion arbeitete Dorls als Land- und [[Forstwirt]] auf dem väterlichen Gut. Zum 1. Juli 1929 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 141.822).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/6711077&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner war er [[Sturmabteilung|SA-Mitglied]].&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Gewalt:  {{Webarchiv|text=Angehörige des Bundestags / I.–X. Legislaturperiode ehemaliger NSDAP- &amp;amp; / oder Gliederungsmitgliedschaften |url=http://www.niqel.de/bredel/news/mdb.pdf |wayback=20120118095711}} (PDF-Datei, abgerufen am 22. November 2011; 63&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz starker Sympathien für den „[[Nationaler Sozialismus|nationalen Sozialismus]]“ von [[Otto Strasser]] blieb er Parteimitglied, als Strasser mit mehreren tausend Anhängern 1930/31 die NSDAP verließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Stöss: &amp;#039;&amp;#039;Vom Nationalismus zum Umweltschutz. Die Deutsche Gemeinschaft/Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Opladen 1980, S. 58, Anm. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsdienst (1939–1945) während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er ab März 1945 Geschichtslehrer an der [[Deutsche Arbeitsfront|DAF]]-Reichsschule in [[Erwitte]]. Im Mai 1945 wurde er verhaftet und anschließend im [[Internierungslager Staumühle|britischen CIC 5 Staumühle]] interniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Tätigkeit bis 1949 ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Freilassung 1946 trat Dorls der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] bei und wurde 1947 [[Redakteur|Schriftleiter]] des Parteiblattes &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;. Im Frühjahr 1949 gründete er mit Justus Krause, [[Gerhard Krüger (NS-Funktionär)|Gerhard Krüger]], [[Joachim von Ostau]] und Franz Richter (alias [[Fritz Rößler]]) die [[Gemeinschaft unabhängiger Deutscher]] (GuD), die zur [[Bundestagswahl 1949|Bundestagswahl]] ein Wahlbündnis mit der [[Deutsche Konservative Partei – Deutsche Rechtspartei|DKP-DRP]] in [[Niedersachsen]] schloss und so in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] einzog. Auch Dorls wurde Abgeordneter. Nach der Wahl schloss sich die GuD der DKP-DRP dann auch organisatorisch an. Bereits am 2.&amp;amp;nbsp;Oktober 1949 wurde Dorls gemeinsam mit Krüger und [[Otto Ernst Remer]] aus der DKP-DRP ausgeschlossen und gründete am selben Tag mit diesen sowie [[Bernhard Gericke]] und [[Wolf von Westarp|Wolf Graf von Westarp]] die &amp;#039;&amp;#039;Sozialistische Reichspartei&amp;#039;&amp;#039; (SRP), deren Vorsitzender er bis zum Parteiverbot durch das [[Bundesverfassungsgericht]] am 23. Oktober 1952 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als SRP-Vorsitzender ==&lt;br /&gt;
Im März 1950 versuchte Dorls über Kontakte zu Franz Richter, Walter Kniggendorf und Johann Guth, die [[Deutsche Reichspartei (1950)|DRP]] zu spalten, um ganze Kreisverbände zum Übertritt in die SRP zu bewegen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, weil nach Bekanntwerden dieser Aktion Kniggendorf und Guth aus der DRP ausgeschlossen wurden und Richter seine Parteiämter niederlegen musste. Etwa zur selben Zeit versuchte er, den neofaschistischen Flügel der [[Nationaldemokratische Partei (Hessen, 1945–1950)|NDP]] unter [[Karl-Heinz Priester]], der sich der Vereinigung mit der DKP-DRP zur DRP verweigert hatte, in die SRP zu überführen. Aber auch dieser Plan scheiterte, wohl aufgrund persönlicher Animositäten zwischen Dorls und Priester. Trotzdem gelang es, einen Großteil der Aktivisten dieses NDP-Flügels zum Übertritt in die SRP zu bewegen. Im Sommer 1951 scheiterte ein Versuch von Dorls, Richter und dem [[Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (Partei)|WAV]]-Vorsitzenden [[Alfred Loritz]], SRP und WAV zu fusionieren, an den WAV-[[Mitglied des Deutschen Bundestages|Bundestagsabgeordneten]]. Dorls verließ daraufhin die WAV-Gruppe im Bundestag, der er sich vorübergehend zur Fusionsvorbereitung angeschlossen hatte, am 26. September 1951 wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Mai 1951 wurde Dorls [[Mitglied des Landtages|Landtagsabgeordneter]] der 2. Wahlperiode des [[Niedersächsischer Landtag|Niedersächsischen Landtages]] und dort am 13. Juli 1951 SRP-Fraktionsvorsitzender, legte dieses Mandat jedoch bereits zum 31. Dezember 1951 wegen Arbeitsüberlastung nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit nach dem SRP-Verbot ==&lt;br /&gt;
Durch das Parteiverbot verlor Dorls auch sein Bundestagsmandat und die damit verbundene [[politische Immunität]]. Um seiner Verhaftung zu entgehen, floh er ins Ausland. 1953 trat Dorls in die von [[Otto Skorzeny]] geleitete Madrider Vertretung von [[Herbert Lucht]]s Firma Cominbel ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=25657548 |Titel=Fritz Dorls |Jahr=1953 |Nr=38 |Datum=1953-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1954 hielt er sich in Ägypten auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher232&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|9783000207037 |Titel=Dorls, Fritz |Fundstelle=D |Seiten=232 |KBytes=212}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Zeit wurde Dorls wegen verschiedener strafbarer Handlungen von zwei Staatsanwaltschaften gesucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=41758588 |Titel=Diplomaten-Händel. Präventive Maßnahmen |Jahr=1957 |Nr=37 |Datum=1957-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie sich später herausstellte, war Dorls in dieser Zeit auch für den deutschen [[Verfassungsschutz]] in [[Ägypten]] tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Diplomaten-Händel. Präventive Maßnahmen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Der Spiegel]], 5. Juni 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seiner Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland wurde er 1955 verhaftet und 1957 wegen Rädelsführerschaft in einer verfassungsfeindlichen Organisation, Beleidigung [[Konrad Adenauer]]s als „Sowjetzonenmachthaber“ sowie [[Betrug (Deutschland)|Betrugs]] zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil wurde 1964 revidiert und auf sieben Monate Haft herabgesetzt, die durch die Untersuchungshaft bereits abgegolten waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher232&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Versuche Dorls’, noch vor dem Verbot eine SRP-Nachfolgeorganisation zu schaffen, wurden entweder frühzeitig bekannt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21977412.html |titel=SRP: Wenn das Verbot kommt |werk=[[Der Spiegel]] |datum=1952-08-13 |seiten=7 |zugriff=2018-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder direkt verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Baldow: &amp;#039;&amp;#039;Die Naumann-Affäre&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, FU Berlin 2008, S. 177 – im Internet abrufbar.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der mit der [[Deutsche Gemeinschaft (Deutschland)|Deutschen Gemeinschaft]] (DG) abgestimmte Wahlantritt von ehemaligen SRP-Mitgliedern in Nordrhein-Westfalen&amp;lt;ref&amp;gt;Dies wurde notwendig, weil in NRW zu den Kommunalwahlen keine Wählergemeinschaften zugelassen wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt; (und Hessen) zu den Kommunalwahlen 1952 endete mit dem Verbot dieser DG-Wahllisten,&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Baldow: &amp;#039;&amp;#039;Die Naumann-Affäre&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, FU Berlin 2008, S. 193 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso das Auftreten als freie Wählergemeinschaften in Niedersachsen. Daraufhin wurde die Kooperation mit der DG eingestellt, was diese aber nicht davon abhielt, nunmehr vor allem in Niedersachsen gezielt ehemalige SRP-Mitglieder zu umwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Baldow: &amp;#039;&amp;#039;Die Naumann-Affäre&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, FU Berlin 2008, S. 193 f. Diese Vorgehensweise der DG führte dann im März 1953 zum Verbot des niedersächsischen Landesverbandes.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein letzter Versuch mit dem Kreis um den ehemaligen Vorsitzenden der [[Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (Partei)|Wirtschaftlichen Aufbau-Vereinigung]], [[Alfred Loritz]], als Deutsche Aufbauvereinigung zur BTW in Niedersachsen und Hessen anzutreten, endete, obwohl Dorls wieder erfolgreich als Redner auftrat,&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Baldow: &amp;#039;&amp;#039;Die Naumann-Affäre&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, FU Berlin 2008, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem letztendlichen Wahlverzicht der DAV, da es nicht gelang, erfolgversprechende Direktkandidaten aufzustellen,&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Baldow: &amp;#039;&amp;#039;Die Naumann-Affäre&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, FU Berlin 2008, S. 184.&amp;lt;/ref&amp;gt; und somit eine Kandidatur in nur zwei Bundesländern angesichts einer bundesweit geltenden 5-%-Klausel keinerlei Aussicht auf Erfolg gehabt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorls stellte daraufhin seine Bemühungen um die Schaffung einer neuen neofaschistischen Wahlpartei ein. Er beteiligte sich in den 1960er Jahren auch nicht an der Bildung der [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]], weil ihm deren Protagonisten wie [[Adolf von Thadden]] nicht revolutionär genug erschienen. Noch bis in die 1980er Jahre war er Autor in den rechtsextremen &amp;#039;&amp;#039;Unabhängigen Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Barbara Simon (Archivarin)|Barbara Simon]]: &amp;#039;&amp;#039;Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 77.&lt;br /&gt;
* [[Richard Stöss]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Nationalismus zum Umweltschutz. Die Deutsche Gemeinschaft/Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Opladen 1980.&lt;br /&gt;
* Martin Will: &amp;#039;&amp;#039;Ephorale Verfassung. Das Parteiverbot der rechtsextremen SRP von 1952, Thomas Dehlers Rosenburg und die Konstituierung der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2017, ISBN 978-3-16-155893-1 (Biographie von Dorls auf S. 76 ff.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=103471032X|VIAF=303031243}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dorls, Fritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Nachkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fraktionsvorsitzender (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DKP-DRP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SRP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Brilon)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dorls, Fritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DKP-DRP, SRP), MdL, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. September 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brilon]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Opponitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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