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	<title>Friesland-Phase - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T17:05:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friesland-Phase&amp;diff=2800746&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Auswirkungen auf die Vegetation */ BKL Fix</title>
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		<updated>2024-09-11T09:42:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Auswirkungen auf die Vegetation: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friesland-Phase&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine Periode rasanter [[Klima]]erwärmung zu Beginn des [[Holozän]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Friesland-Phase (bzw. Frieslandphase), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friesland-Schwankung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friesland-Oszillation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war 1973 von [[Johannes Iversen (Paläoökologe)|Johannes Iversen]] in [[Dänemark]] eingeführt worden. Er geht auf seine [[Typlokalität]] [[Friesland]] zurück. Iversen hatte ihn damals noch mit der [[Präboreale Schwankung|Präborealen Schwankung]] gleichgesetzt, welche jedoch später ablief. Als Friesland-Schwankung war der Begriff bereits 1966 von [[Karl-Ernst Behre]] definiert worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=K.-E. Behre |Titel=Untersuchungen zur spätglazialen und frühpostglazialen Vegetationsgeschichte Ostfrieslands |Sammelwerk=Eiszeitalter und Gegenwart |Band=17 |Datum=1966 |Seiten=69–84}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitliche Stellung ==&lt;br /&gt;
Mit der Friesland-Phase beginnt das [[Präboreal]] und somit das Holozän. Sie folgt unmittelbar auf die [[Jüngere Dryas]] und wird von der [[Präboreale Schwankung|Präborealen Schwankung]] (Rammelbeek-Phase) abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datierung ==&lt;br /&gt;
Der Beginn des Holozäns und damit der Friesland-Phase wird gewöhnlich mit der Zeitspanne 9700 bis 9610 [[v. Chr.]] angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S.O. Rasmussen, u. a. |Titel=A new Greenland ice core chronology for the last glacial termination |Sammelwerk=Journal of Geophysical Research |Band=111, D06102 |Datum=2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Neukalibrierung wird auch der Zeitraum 9530 bis 9500 v. Chr. ins Auge gefasst. Das Ende der Friesland-Phase wird mit dem Zeitraum 9480 bis 9400 v. Chr. datiert bzw. neukalibriert 9430 bis 9350 v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Hauptmerkmal der Friesland-Phase ist eine sehr rasche Erwärmung, verdeutlicht im Anstieg der [[Temperatur|Sommerdurchschnittstemperaturen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. van Geel, S.J.P. Bohncke, H. Dee |Titel=A palaeoecological study of an upper Lateglacial and Holocene sequence from “De Borchert,” The Netherlands |Sammelwerk=Review of Palaeobotany and Palynology |Band=31 |Datum=1981 |Seiten=367–448}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Temperaturanstieg ermittelten Bos u.&amp;amp;nbsp;a. (2007) anhand von Pflanzenvergesellschaftungen einen Julidurchschnittswert von bis zu 3&amp;amp;nbsp;°C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bos&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bos, Johanna A. A. u. a. |Titel=Preboreal climate oscillations in Europe: Wiggle-match dating and synthesis of Dutch high-resolution multi-proxy records |Sammelwerk=[[Quaternary Science Reviews]] |Band=26 |Datum=2007 |Seiten=1927–1950}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die δ&amp;lt;sup&amp;gt;18&amp;lt;/sup&amp;gt;O-Werte in den [[Eisbohrkern]]en [[Grönland]]s zeigen bis zirka 9570 v. Chr. einen jähen Anstieg um 5 ‰, um dann wieder langsam abzufallen (mit Minimum bei 9440 v. Chr.).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. J. Johnsen, u. a. |Titel=The 18O record along the Greenland Ice Core Project deep ice core and the problem of possible Eemian climate instability |Sammelwerk=Journal of Geophysical Research |Band=102 |Datum=1997 |Seiten=26397–26410}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine vergleichbare Entwicklung besitzen die Δ&amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;C-Werte, auch sie steigen anfangs um rund 20 ‰ an und kehren dann allmählich wieder in ihre Ausgangslage zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=van der Plicht, J. u. a. |Titel=The Preboreal climate reversal and a subsequent solar-forced climate shift |Sammelwerk=[[Journal of Quaternary Science]] |Band=19 |Nummer=3 |Datum=2004 |Seiten=263–269}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleichbar ist auch die Entwicklung von δ&amp;lt;sup&amp;gt;15&amp;lt;/sup&amp;gt;N und δ&amp;lt;sup&amp;gt;40&amp;lt;/sup&amp;gt;Ar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R.B. Alley, u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Visual-stratigraphic dating of the GISP2 ice core: Basis, reproducibility, and application |Sammelwerk=J. Geophys. Res. Oceans |Band=102 |Datum=1997 |Seiten=26367–26381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig kam es aber auch zu einer Erhöhung des [[Niederschlag]]s,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W.Z. Hoek, S.J.P. Bohncke |Titel=Climatic and environmental events over the Last Termination, as recorded in The Netherlands; a review |Sammelwerk=Netherlands Journal of Geosciences |Band=81 |Datum=2002 |Seiten=123–137}}&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch zeigen die [[Schnee]]akkumulationswerte in Grönland eigenartigerweise ein Minimum zwischen 9470 und 9420 v. Chr. Die Temperaturerhöhung bedingte ihrerseits einen Anstieg in der biologischen Produktion und einen Übergang zu in organischem Kohlenstoff angereicherten Sedimenten. Der Anstieg verlief nicht einheitlich, sondern wurde nochmal von einem kurzzeitigen Kälterückfall unterbrochen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S.J.P. Bohncke, W.Z. Hoek |Titel=Multiple oscillations during the Preboreal as recorded in a calcareous gyttja, Kingbeekdal, The Netherlands |Sammelwerk=Quaternary Science Reviews |Band=26 |Datum=2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der zu Auflichtungen im Birkenwald führte. Gegen Ende der Friesland-Phase (Zeitraum 9500 bis 9450 v. Chr.) hatten im westlichen Zentraleuropa [[See]]n einen hohen Wasserspiegel erreicht&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Magny, u. a. |Titel=Early-Holocene climatic oscillations recorded by lake-level fluctuations in west-central Europe and in central Italy |Sammelwerk=Quaternary Science Reviews |Band=26 |Datum=2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die atmosphärische [[Kohlenstoffdioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-]]Konzentration war stark angestiegen (von 260 auf 330 ppmv).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=F. Wagner, u. a. |Titel=Century-scale shifts in Early Holocene atmospheric CO2 concentrations |Sammelwerk=Science |Band=284 |Datum=1999 |Seiten=1971–1973}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswirkungen auf die Vegetation ===&lt;br /&gt;
Generell kam es während der Friesland-Phase zu einem starken Anstieg der [[Baum|Baum-]] und [[Strauch]]pollen, rückläufig waren [[Süßgräser]] (Poaceae) und Kräuter höhergelegener Standorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Niederlande]]n antwortete die Vegetation unmittelbar nach der schlagartigen Erwärmung mit einer Ausdehnung des borealen [[Birken]]waldes im Zeitraum 9580 bis 9350 v. Chr.,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bos&amp;quot; /&amp;gt; darunter vorwiegend &amp;#039;&amp;#039;[[Betula pubescens]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Betula nana]]&amp;#039;&amp;#039;, aber auch [[Pappel]]n (&amp;#039;&amp;#039;Populus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bos, J.A.A. u. a. |Titel=Early Holocene environmental change in the Kreekrak area (Zeeland, SW-Netherlands): a multi-proxy analysis |Sammelwerk=Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology |Band=227 |Datum=2005 |Seiten=259–289}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem unmittelbar vorausgegangen war ein kräftiger Anstieg der [[Wacholder]]pollen (&amp;#039;&amp;#039;Juniperus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=T. van der Hammen, T.A. Wijmstra |Titel=The Upper Quaternary of the Dinkel Valley (Twente, Eastern Overijssel, The Netherlands) |Sammelwerk=Mededelingen Rijks Geologische Dienst, Nieuwe Serie |Band=22 |Datum=1971 |Seiten=55–213}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Kiefern]]bestände und die Nichtbaumpollen, darunter [[Krähenbeeren]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Empetrum]]&amp;#039;&amp;#039;), waren generell rückläufig und die [[Heidekrautartige]]n (Ericales) verschwanden (in [[Ostfriesland|Ost-]] und in [[Provinz Friesland|Westfriesland]] hatten die Kiefern zu Beginn der Friesland-Phase jedoch noch einen kurzzeitigen Vorstoß). Ehemalige Kiefernflächen wurden allmählich von Birken besetzt. Während des kurzzeitigen Kälterückfalls kam es stellenweise erneut zur Bildung offener Vegetation mit Zwergsträuchern und [[Krautige Pflanze|Kräutern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Ausdehnung des Waldes wurde zu Beginn der Rammelbeek-Phase jäh unterbrochen und es dominierten von nun an [[Gras]]landschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Da kein externer Forcierungsmechanismus die starke Erwärmung ab dem Ende der Jüngeren Dryas ausreichend erklären kann, muss die Ursache in der internen Dynamik des [[Meer|Weltmeeres]] gesucht werden. Es wird davon ausgegangen, dass die [[Meeresströmung|ozeanische Zirkulation]] im Atlantik zwei stabilen Moden folgt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. Rahmstorf |Titel=Ocean circulation and climate during the past 120,000 years |Sammelwerk=Nature |Band=419 |Datum=2002 |Seiten=207–214}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des letzten [[Würm-Kaltzeit|Glazials]] hatte sich das Weltmeer vorwiegend in einem kühleren Zirkulationsmodus stabilisiert. Ganopolski und [[Stefan Rahmstorf|Rahmstorf]] (2001) konnten aber nachweisen, dass es für den Umschwung vom kühleren zum wärmeren Modus nur einer geringfügigen Forcierung bedarf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Ganopolski, S. Rahmstorf |Titel=Rapid changes of glacial climate simulated in a coupled climate model |Sammelwerk=Nature |Band=409 |Datum=2001 |Seiten=153–158}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erwärmung wird durch einen positiven [[Rückkoppelung]]smechanismus verstärkt, die so genannte &amp;#039;&amp;#039;advektive Rückkoppelung&amp;#039;&amp;#039;. Hierbei wird [[Salinität|salzreiches Wasser]] der niederen Breiten durch die aufgrund der Erwärmung neu in Gang gekommene Zirkulation zu den Absinkgebieten gezogen – was seinerseits den Sinkprozess jedoch nur weiter verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jüngere Dryaszeit]]&lt;br /&gt;
* [[Präboreale Schwankung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quartär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wärmeanomalie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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