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	<title>Friedrich Wilhelm Strieder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T07:47:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Miriquidus0980: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2025-12-31T18:13:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Strieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. März]] [[1739]] in [[Rinteln]]; † [[13. Oktober]] [[1815]] in [[Kassel]]) war ein deutscher Bibliothekar, Lexikograph und Historiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn des Universitätsbuchhändlers Nicolaus Strieder und dessen Frau Dorothee Elisabeth (geb. Hellermann, aus Minden), Tochter eines Buchdruckers, besuchte anfänglich die Schule seiner Heimatstadt. Bereits im 13. Lebensjahr, am 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 1752, bezog er die [[Universität Rinteln]], um ein Studium der Theologie zu absolvieren. Er hörte die Vorlesungen von [[Johann Nicolaus Funck]] in Latein und Geographie, [[Wilhelm Christian Justus Chrysander|Justus Chrysander]]  in Logik, [[Friedrich Wilhelm Pestel]] in Metaphysik und Ethik, [[Gottfried Schwarz (Theologe)|Gottfried Schwarz]] in dogmatischer Theologie, hebräischer Analytik und Kirchengeschichte, [[Balthasar Ludwig Eskuche]] (1710–1755) in griechischer Sprache und [[Johann Jakob Plitt]] in Homiletik, ohne jedoch über eine ausreichende Vorbildung zu verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher verließ er 1758 die Universität und ließ sich als Soldat für das hessische Regiment Mansbach anwerben. 1765 nahm er als Fähnrich seinen Abschied, war kurze Zeit Steuereinnehmer und erhielt am 13. Dezember desselben Jahres die Stelle eines Registrators an der Bibliothek in Kassel. Nachdem der Tod des Landgrafen [[Friedrich II. (Hessen-Kassel)|Friedrich II. von Hessen-Kassel]] dem gewissenlosen Treiben des Marquis [[Jean-Louis Barbot de Luchet]], der seit 1776 auch die Bibliothek zu ihrem großen Schaden verwaltet hatte, ein Ende gemacht hatte, wurde Strieder am 22. März 1786 zum Rat und wirklichen ersten Bibliothekar ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landgraf [[Wilhelm I. (Hessen-Kassel)|Wilhelm IX.]] schätzte Strieder wegen seiner Gewissenhaftigkeit und ernannte ihn 1788 zum Hofrat und Hofbibliothekar, zudem 1790 zum Geheimen Kabinettsarchivar, als er diese Institute auf dem [[Schloss Wilhelmshöhe|Schloss Weißenstein]] einrichtete. Während der Franzosenherrschaft von 1806 bis 1813 soll Strieder aus Hass auf die Besatzung keinen Schritt aus seinem Hause getan haben. 1808 wurde er aus seinen Ämtern entlassen. Er erlebte noch die Rückkehr seines geliebten Kurfürsten, der ihm am 18. Januar 1814 abermals die Leitung der Kasseler Bibliothek sowie der Bibliothek und des geheimen Kabinettsarchivs in Wilhelmshöhe übertrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strieders am 20. März 1766 geschlossene Ehe mit Wilhelmine Sophie, der Tochter des Kapitäns Gerlach Tschakermann, blieb kinderlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Strieders Hauptwerk ist die &amp;#039;&amp;#039;Grundlage zu einer hessischen Gelehrten und Schriftsteller Geschichte. Seit der Reformation bis auf gegenwärtige Zeiten&amp;#039;&amp;#039;. Dieses mit großer Sorgfalt erarbeitete hessische Gelehrtenlexikon ist bis heute eine unentbehrliche Quelle für die Genealogie, Kultur- und Bildungsgeschichte des 16. bis 18. Jahrhunderts in Hessen.  Die ersten 15 Bände (von A bis Steuber) gab Strieder von 1781 bis 1806 selbst heraus. Den 16. Band veröffentlichte 1812 [[Ludwig Wachler (Literaturhistoriker)|Ludwig Wachler]] und [[Karl Wilhelm Justi]] vollendete das Werk 1819 mit dem 17. und 18. Band. Nachträge und Fortsetzungen über das Jahr 1806 hinaus enthielten der 1831 ebenfalls von Justi veröffentlichte 19. Band und der 1863 erschienene 20. Band, den [[Otto Gerland]] (1835–1922) bearbeitete. Neben diesem Hauptwerk sind besonders zu nennen das &amp;#039;&amp;#039;Genealogische Handbuch von dem fürstl. Hause Hessen&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Stamm- und Rangliste vom hochfürstl. hess. Corps&amp;#039;&amp;#039; und das Werk &amp;#039;&amp;#039;Grundlage zur Militärgeschichte des landgräfl. hess. Corps&amp;#039;&amp;#039;. Auch verbesserte er 1776 vorübergehend die &amp;#039;&amp;#039;Kasselsche Staats- und Gelehrtenzeitung&amp;#039;&amp;#039;, von 1766 bis 1788 die &amp;#039;&amp;#039;Kasselsche Polizei- und Commerzienzeitung&amp;#039;&amp;#039; und seit 1783 den &amp;#039;&amp;#039;Staats- und Adreßkalender&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Monopolien.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1779.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch von dem gesamten fürstlichen Hause Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Kassel 1780, 1804.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundlage zu einer Hessischen Gelehrten und Schriftsteller Geschichte&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt;, seit der Reformation bis auf gegenwärtige Zeiten.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** 1. Band (A–Brand), Göttingen u. Kassel 1781, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735212_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 2. Band (Brand–Dau), Göttingen u. Kassel 1782, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735213_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 3. Band (De–Est), Göttingen u. Kassel 1783, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735214_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 4. Band (Eu–Goed), Barmeier, Göttingen, und Cramer, Kassel 1784, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735215_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 5. Band (Göd–Hert), Kassel 1785, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735216_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 6. Band (Hertz–Kahr), Kassel 1786, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735217_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 7. Band (Kal–Ler), Kassel 1787, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735218_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 8. Band (Leu–Meur), Kassel 1788, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735219_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 9. Band (Meus–Myl), Kassel 1794, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735220_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 10. Band (Na–Pfaff), Kassel 1795, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735221_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 11. Band (Pfaffm–Roh), Kassel 1797, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735222_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 12. Band (Rohd–Schir), Kassel 1799, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735223_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 13. Band (Schl–Schröd), Kassel 1802, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735224_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 14. Band (Schröt–Seyb), Kassel 1804, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735225_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 15. Band (Seyl–Steuber), Kassel 1806, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735226_00005.html online] &amp;lt;br&amp;gt; Fortsetzung durch andere Herausgeber:&lt;br /&gt;
** 16. Band (Steuber–von dem Werder), hrsg. von Ludwig Wachler, Marburg 1812, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735227_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 17. Band (Werner–Zwilling), hrsg. von Karl Wilhelm Justi, Marburg 1819, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735228_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 18. Band (Ergänzungen und Gesamtregister), hrsg. von Karl Wilhelm Justi, Marburg 1819, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735229_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 19. Band (Fortsetzung und Nachträge von 1806 bis 1830), hrsg. von Karl Wilhelm Justi, Marburg 1831, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735230_00005.html online]&lt;br /&gt;
** 20. Band (Fortsetzung von 1831 bis auf die neueste Zeit), hrsg. von Otto Gerland, Kassel 1863, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10735231_00005.html online]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber nebenverdienstliche Arbeiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Museum.&amp;#039;&amp;#039; 1777, S. 510 u. ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stamm- und Rangliste vom hochfürstl. hess. Corps.&amp;#039;&amp;#039; 1798 u. 1799 (nach preußischem Muster).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundlage zur Militärgeschichte des landgräflich hessischen Corps.&amp;#039;&amp;#039; 1798.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber teutschen Gerichtsstyl.&amp;#039;&amp;#039; In:  &amp;#039;&amp;#039;Hess. Beyträge zur Gelehrsamkeit.&amp;#039;&amp;#039; St. 3, S. 434 u. ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Typographische Monumente der Casseler öffentlichen Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hess. Beyträge zur Gelehrsamkeit.&amp;#039;&amp;#039; St. 6 u. 7 (1786).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|36|589|589|Strieder, Friedrich Wilhelm|[[Johannes Kretzschmar (Archivar)|Johannes Kretzschmar]]|ADB:Strieder, Friedrich Wilhelm}}&lt;br /&gt;
* [[Georg Christoph Hamberger]], [[Johann Georg Meusel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller.&amp;#039;&amp;#039; Fünfte Ausgabe Mayerische Buchhandlung, Lemgo, 1798, Bd. 7, S. 703, ([https://books.google.de/books?id=v4wIAAAAQAAJ&amp;amp;vq=Strieder&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA703&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online]); 1803, Bd. 10, S. 722, ([https://books.google.de/books?id=y042AAAAIAAJ&amp;amp;vq=Strieder&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA722&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online]); 1805, Bd. 11, S. 713, ([https://books.google.de/books?id=Jk82AAAAIAAJ&amp;amp;vq=Strieder&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA713&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online]), 1811, Bd. 15; S. 562, ([https://books.google.de/books?id=L9AezA6VE6AC&amp;amp;vq=Strieder&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA562&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online]), 1825, Bd. 20, S. 673, ([https://books.google.de/books?id=DU-7TP0Vu-IC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA673&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online])&lt;br /&gt;
* [[Karl Wilhelm Justi]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundlage zu einer hessischen Gelehrten und Schriftsteller Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Bayerhoff, Marburg, 1819, 18. Bd., S. 453 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10735229?page=463 digitale-sammlungen.de]; [https://books.google.de/books?id=2WtHAAAAYAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=RA2-PA453#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online]).&lt;br /&gt;
* Brigitte Pfeil: &amp;#039;&amp;#039;Das Vermächtnis eines hessischen Patrioten. Friedrich Wilhelm Strieder und seine Grundlagen einer hessischen Gelehrten- und Schriftstellergeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Holger Th. Gräf]],    [[Andreas Hedwig]], [[Alexander Jendorff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsschreibung in Hessen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Brüche – Kontinuitäten – Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; Historische Kommission für Hessen, Marburg 2024 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen; 94), ISBN 978-3-942225-58-8, S. 106–127.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117318701}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117318701}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=117318701|titel=Strieder, Friedrich Wilhelm|datum=2025-02-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117318701|LCCN=no90011527|VIAF=8162438}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strieder, Friedrich Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Rinteln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1739]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1815]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Strieder, Friedrich Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bibliothekar und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. März 1739&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rinteln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Oktober 1815&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miriquidus0980</name></author>
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