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	<title>Friedrich Wilhelm Maier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T01:41:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Wilhelm_Maier&amp;diff=1919711&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ https</title>
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		<updated>2023-12-08T18:43:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Theologen Friedrich Wilhelm Maier. Zum Agrarwissenschaftler siehe [[Friedrich Wilhelm Maier-Bode]]; zu anderen Personen siehe [[Friedrich Wilhelm Meyer]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Maier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. März]] [[1883]] in [[Müllheim im Markgräflerland|Müllheim (Baden)]]; † [[28. November]] [[1957]] in [[Mindelheim]]) war ein deutscher katholischer Theologe und Professor für [[Neues Testament|neutestamentliche]] [[Exegese]] in [[Breslau]] und [[München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schule und Studium ==&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm Maier war Sohn katholischer Eltern; nach neueren Erkenntnissen ist die Feststellung – bisweilen zu lesen –, seine Mutter sei [[Protestant]]in gewesen, zumindest sehr unsicher.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingo Broer: &amp;#039;&amp;#039;Der Münchener Neutestamentler Friedrich Wilhelm Maier – ein Modernist? Neues Licht aufgrund der Personalakte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biblische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 54, Nr. 1, 2010, S. 103–113. {{ISSN|0006-2014}}, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt; Maier besuchte Gymnasien in [[Mannheim]], [[Lahr/Schwarzwald|Lahr]] und [[Freiburg im Breisgau]] und studierte an der Universität [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]] [[Katholische Theologie]], [[Philosophie]] und [[Klassische Philologie]]. Im Jahr 1905 promovierte er in Freiburg zum [[Dr.&amp;amp;nbsp;theol.]]; seine Dissertation behandelte den [[Brief des Judas]]. Nach seiner [[Priesterweihe]] 1906 arbeitete Maier als Seelsorger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Habilitation, erste Lehrtätigkeit und Verurteilung durch Rom ==&lt;br /&gt;
Der Plan einer [[Habilitation]] in Freiburg musste 1907 zunächst verschoben werden, da Maier nach Ansicht der Fakultät nicht über ausreichende Kenntnisse der orientalischen Sprachen verfügte, die er daraufhin durch Studien an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] vervollständigte. Das Vorhaben der Habilitation scheiterte 1908 endgültig – nach Aussagen Maiers weil der Freiburger [[Erzbischof]] [[Thomas Nörber]] ihn für einen [[Modernismus (Katholizismus)|Modernisten]] hielt; ein anderer denkbarer Grund ist allerdings eine gezielte Bevorzugung eines anderen Kandidaten, der damals bereits länger Priester gewesen war. Maier habilitierte sich schließlich 1910 bei [[Ignaz Rohr]] an der [[Universität Straßburg]] und wurde dort [[Privatdozent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1912 verurteilte das [[Konsistorium]] in [[Rom]] auf Rat der [[Päpstliche Bibelkommission|Päpstlichen Bibelkommission]] einen von Maier verfassten Kommentar zu den [[Evangelium (Buch)|Evangelien]], in dem er die [[Zweiquellentheorie]] vertrat, wenn auch zurückhaltend. Sowohl Maier als auch der Herausgeber des Kommentars, [[Fritz Tillmann (Theologe)|Fritz Tillmann]], verloren ihre akademischen Ämter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militär- und Gefängnisgeistlicher ==&lt;br /&gt;
Anders als Tillmann wechselte Maier daraufhin nicht das theologische Fachgebiet, sondern zog es vor, [[Militärgeistlicher]] zu werden. Er wurde Divisionspfarrer in [[Breslau]] und nahm am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil, ab 1917 als Armeeoberpfarrer. Zwischen 1917 und 1919 versuchte er, einen Ruf an die Universität Freiburg zu erlangen und scheiterte dort erneut – nach eigener Darstellung wieder am Einspruch Nörbers. Ab 1921 arbeitete er als [[Gefängnisseelsorge|Gefängnisgeistlicher]] in der [[Justizvollzugsanstalt Siegburg|Strafanstalt Siegburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Professor in Breslau und München ==&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm Maier erhielt 1924 schließlich auf Fürsprache des dortigen Erzbischofs [[Adolf Bertram|Kardinal Bertram]] einen Ruf auf den [[Lehrstuhl]] für Neues Testament an der [[Universität Breslau]], in der Nachfolge Joseph Sickenbergers. Einen Ruf im Jahr 1938 an die [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] lehnte er ab, als dort neue Bedingungen gestellt wurden; bereits 1939 wurde die Theologische Fakultät in München geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] floh Maier unter Zurücklassung seiner theologischen Aufzeichnungen und Unterlagen nach Bayern. Er wurde 1945 auf die [[Professur]] für neutestamentliche Exegese an der Universität München berufen. Im Jahr 1951 wurde Friedrich Wilhelm Maier [[Emeritierung|emeritiert]]. Sein Grab liegt auf dem Friedhof in [[Tussenhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm Maier war ein charismatischer Lehrer. Bereits in seiner Zeit in Breslau war er von großem Einfluss; so verlagerte sich der akademische Schwerpunkt der dortigen Fakultät nach Maiers Ankunft von der Kirchengeschichte zur Exegese. In seinen Lebenserinnerungen beschreibt Joseph Ratzinger, der spätere [[Benedikt&amp;amp;nbsp;XVI.]], ihn als „Star der Fakultät“ in München in den späten 1940er und frühen 1950er Jahren. Trotz seines frühen Vorpreschens im Jahr 1912 und häufiger späterer negativer Kommentare über die einengende Wirkung Roms wird Maier heute nicht als Modernist, sondern als eher konservativer Exeget eingeschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern zählen [[Otto Kuss]], [[Rudolf Schnackenburg]], [[Franz Mußner]], [[Wolfgang Trilling]] und [[Georg May (Theologe)|Georg May]]. Auch Benedikt&amp;amp;nbsp;XVI. hörte in seiner Studienzeit Vorlesungen bei Maier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm Maier hat vor 1912 viele theologische Schriften veröffentlicht; nach der Verurteilung seines Evangelien-Kommentars in diesem Jahr erschien erst 1929 wieder ein Buch von ihm.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die drei älteren Evangelien: Das Matthäusevangelium&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1912. (indiziert, aus dem Handel gezogen)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Israel in der Heilsgeschichte nach Römer 9-11&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 1929&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paulus als Kirchengründer und kirchlicher Organisator&amp;#039;&amp;#039; (herausgegeben von Günter Stachel). Echter, Würzburg 1961 (postum)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jesus – Lehrer der Gottesherrschaft&amp;#039;&amp;#039;. Echter, Würzburg 1965 (postum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ingo Broer: &amp;#039;&amp;#039;Gebremste Exegese: Katholische Neutestamentler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In: Cilliers Breytenbach und Rudolf Hoppe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neutestamentliche Wissenschaft nach 1945. Hauptvertreter der deutschsprachigen Exegese in der Darstellung ihrer Schüler&amp;#039;&amp;#039;. Neukirchener, Neukirchen-Vluyn 2008, ISBN 978-3-7887-2274-6&lt;br /&gt;
* {{BBKL|autor=Ingo Broer|band=31|spalten=824-826}}&lt;br /&gt;
* Ingo Broer: &amp;#039;&amp;#039;Der Münchener Neutestamentler Friedrich Wilhelm Maier – ein Modernist? Neues Licht aufgrund der Personalakte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biblische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 54, Nr. 1, 2010, S. 103–113. {{ISSN|0006-2014}}&lt;br /&gt;
* [[Benedikt XVI.|Joseph Ratzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Leben (1927–1977)&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1998, ISBN 3-453-16509-8&lt;br /&gt;
* [[Benedikt XVI.|Joseph Ratzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Beziehung zwischen Lehramt der Kirche und Exegese im Licht des 100jährigen Bestehens der Päpstlichen Bibelkommission&amp;#039;&amp;#039;. In: [[L’Osservatore Romano]], deutsche Ausgabe, Bd. 33, Mai 2003 [https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/pcb_documents/rc_con_cfaith_doc_20030510_ratzinger-comm-bible_ge.html vatican.va]&lt;br /&gt;
* {{NDB|15|700|701|Maier, Friedrich Wilhelm|Rudolf Schnackenburg|116681039}}&lt;br /&gt;
* Günter Stachel: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Maier&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Jürgen Schultz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tendenzen der Theologie im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Kreuz-Verlag, Stuttgart 1967&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116681039|VIAF=20437825}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maier, Friesrich Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neutestamentler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Militärseelsorger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maier, Friedrich Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher katholischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. März 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Müllheim im MarkgräflerlandMüllheim (Baden)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. November 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mindelheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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