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	<title>Friedrich Wilhelm Gubitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:29:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Wilhelm_Gubitz&amp;diff=1013971&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schibo: korr. und erg. (siehe Weblink), Kat. korr. und erg.</title>
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		<updated>2026-01-04T21:18:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korr. und erg. (siehe Weblink), Kat. korr. und erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Friedrich Wilhelm Gubitz.jpg|miniatur|Friedrich Wilhelm Gubitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Gubitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Februar]] [[1786]] in [[Leipzig]]; † [[5. Juni]] [[1870]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Grafiker]] (Holzstecher), Schriftsteller, Theaterkritiker, Herausgeber und Kunstprofessor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm Gubitz, Sohn des Schriftsetzers [[Johann Christoph Gubitz]] (1754–1826), der 1789 mit seiner Familie nach Berlin gezogen war, besuchte ab 1795 das Gymnasium in [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]. 1801 ging er nach Jena, um sich einem Studium der Theologie zu widmen. Während dieser Zeit entstanden erste Holzschnittarbeiten, die er in Berlin ausstellte und eine längst vergessene Technik wieder bekannt machte. 1805 wurde er – mit 19&amp;amp;nbsp;Jahren – als ordentliches Mitglied und Leiter des Unterrichts in der Holz- und Formschneidekunst an die [[Preußische Akademie der Künste|Berliner Kunstakademie]] berufen und 1818 zum Professor ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort lehrte er die Technik des Holzschnittes. Um den [[Farbholzschnitt]] machte er sich verdient und wirkte mit dieser Kunstmethode in Deutschland in einer Zeit wachsenden Nationalbewusstseins. Er beförderte so die grafische Technik für Bildauflagen (Druck von Porträts), Illustrationen von Büchern und Zeitschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Position hatte er bedeutende Schüler, darunter [[Franz Theodor Kugler]], [[Heinrich Rudolf Genée]], [[Friedrich Unzelmann]] und [[Luise Beck]]. In Berlin war er auch Verleger und Publizist, zusätzlich war sein Haus der Zeit entsprechend eine gesellschaftliche Institution und Treffpunkt für Schüler und Künstler.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gubitz Holzschnitt A.jpg|mini|hochkant|[[Sigibert I.|Sigiberts I.]] Grabmal zu [[Soissons]], Holzschnitt von Gubitz (vor 1815), abgedruckt in einem Buch des Germanisten [[Johann August Zeune|Zeune]] über das [[Nibelungenlied]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann August Zeune]]:  &amp;#039;&amp;#039;Das Nibelungenlied. Die Urschrift nach den besten Lesarten neu bearbeitet, und mit Einleit und Wortbuch zum Gebrauch für Schulen versehen&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Holzschnitt von Gubitz. Maurer, Berlin 1815 ([https://books.google.de/books?id=D19lAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
Im Eigenverlag war er Herausgeber der Anthologie &amp;#039;&amp;#039;Gaben der Milde&amp;#039;&amp;#039; (4 Bde., 1817–1818), in denen unter anderem Beiträge von Goethe sowie die &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Clemens Brentano]] veröffentlicht wurden. Der Vertrieb erfolgte durch Verlosung, der Erlös wurde zu Gunsten der Kriegsverletzten aus dem [[Befreiungskriege|Freiheitskrieg]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Gesellschafter&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte er Gedichte von [[Heinrich Heine]] (1821) und anderen Autoren seiner Zeit. Gubitz schrieb auch für die &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, für die er von 1823 bis zu seinem Tod als Theaterkritiker tätig war. Sein Nachfolger in diesem Amt wurde im Sommer 1870 [[Theodor Fontane]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Karl Goedeke: &amp;#039;&amp;#039;[[Grundrisz zur Geschichte der deutschen Dichtung]]&amp;#039;&amp;#039;. Zweite ganz neu bearbeitete Auflage, Bd. 9, Ehlermann, Dresden 1910, S. 442.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1814 gehörte er zu den 32 Gründungsmitgliedern des [[Berlinischer Künstler-Verein|Berlinischen Künstler-Vereins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gubitz ehelichte am 3. Januar 1815&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Angaben der bei [[FamilySearch]] ausgewerteten Ehestands-Urkunde ([https://www.familysearch.org/ark:/61903/1:1:QPK1-BKKQ Web-Ressource], nach Anmeldung entgeltfrei zugänglich).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Henriette Friederike, geb. Fleck (* 23. April 1797; † 26. August 1873),&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. die Angaben der bei FamilySearch ausgewerteten Sterbeurkunde ([https://www.familysearch.org/ark:/61903/1:1:QPV8-2KPB Web-Ressource], nach Anmeldung entgeltfrei zugänglich).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Tochter des [[Johann Friedrich Ferdinand Fleck]] und war somit Schwiegersohn des bekannten Schauspielers&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Eisenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Großes biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Verlag von [[Paul List]], Leipzig 1903, S. 266, ({{archive.org|ludwigeisenberg00eiseuoft|Blatt=266}})&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Schauspielerin Sophie Louise, geb. Mühl (1777–1846).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm Gubitz starb an Pfingstsonntag 1870 im Alter von 84 Jahren in Berlin. Beigesetzt wurde er auf dem [[Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden]] an der [[Chausseestraße]]. Das Grab ist nicht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1. S.&amp;amp;nbsp;98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Holzstiche, Farbholzschnitte&lt;br /&gt;
* „Hänsel und Gretel“ – eigene Fassung des Märchens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bibliographie seines schriftstellerischen Werkes findet sich bei [[Karl Goedeke]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Goedeke: &amp;#039;&amp;#039;Grundrisz zur Geschichte der deutschen Dichtung&amp;#039;&amp;#039;. Nach dem Tode des Verfassers in Verbindung mit Fachgelehrten fortgeführt von Edmund Goetze. Zweite ganz neu bearbeitete Auflage, Bd. 9., Ehlermann, Dresden 1910, S. 435–447.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobiographisches ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erlebnisse. Nach Erinnerungen und Aufzeichnungen.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bde. Berlin, 1868–1869.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bühnenwerke ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Talentprobe. Lustspiel in einem Akt.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 1813&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lieb’ und Versöhnen oder Die Schlacht bei Leipzig. Schauspiel in einem Akt.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1816. ([[Carl Maria von Weber]] komponierte dazu eine musikalische Einleitung und vertonte zwei Lieder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herausgeber ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, 1817–1848.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gaben der Milde&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bändchen. Berlin, 1817–1818.&lt;br /&gt;
* mit [[Karl von Holtei]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Sachs: &amp;#039;&amp;#039;‘Fürstbischof und Vagabund’. Geschichte einer Freundschaft zwischen dem Fürstbischof von Breslau Heinrich Förster (1799–1881) und dem Schriftsteller und Schauspieler Karl von Holtei (1798–1880). Nach dem Originalmanuskript Holteis textkritisch herausgegeben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 35, 2016 (2018), S. 223–291, hier: S. 280 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch deutscher Bühnenspiele.&amp;#039;&amp;#039; (11.–45. Jahrgang.) Berlin, 1832–1866.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Volks-Kalender. Jahrbuch des Nützlichen und Unterhaltenden&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, 1835–1870.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Monatsschrift für Dramatik, Theater, Musik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, 1846–1848.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lyrik ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedichte. In zwei Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 1860.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;padding-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie vom Sturm verweht,&lt;br /&gt;
So das Leben vergeht;&lt;br /&gt;
Wie der Tag nicht weilt,&lt;br /&gt;
So das Glück enteilt;&lt;br /&gt;
Wie der Abend sinkt,&lt;br /&gt;
So der Tod uns winkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Aphorismen, Zitate, Gedichte, Geschichten und Bauernweisheiten |url=http://www.aphorismen.de/display_aphorismen.php?search=9&amp;amp;sav=8111&amp;amp;hash=30410be149e6771f60881182342452d5 |wayback=20071007144230 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Juni 1910 trägt eine Straße im Berliner [[Bezirk Pankow]], Ortsteil [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]], seinen Namen: [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Prenzlauer Berg#Gubitzstraße*|Gubitzstraße]]. Sie beginnt als Sackgasse an der [[Berliner Ringbahn|Ringbahntrasse]] und verläuft über die Grell- und [[Ostseestraße (Berlin)|Ostseestraße]] zur Paul-Grasse-Straße.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr|art=a|bez=04|id=G688|zlb98=750|kaupert=Gubitzstrasse-10409-Berlin|name=Gubitzstraße}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|10|86|86|Gubitz, Friedrich Wilhelm|[[Robert Dohme]]|ADB:Gubitz, Friedrich Wilhelm}}&lt;br /&gt;
*W. Masjutin: &amp;#039;&amp;#039;Der Gebrauchsgraphiker Friedrich Wilhelm Gubitz Commercial Artist (1786–1870)&amp;#039;&amp;#039;. In: Gebrauchsgraphik, Jg. 7 (1930), Heft 2, S. 30–37 ([https://www.arthistoricum.net/werkansicht/dlf/157340/52 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|247|248|Gubitz, Friedrich Wilhelm|Eberhard Marx|116908327}} (und Korrektur [http://www.ndb.badw.de/ndb_berichtigungen.htm#NDB07 hier])&lt;br /&gt;
* Friedrich Pruskil: &amp;#039;&amp;#039;Der Theaterkritiker Friedrich Wilhelm Gubitz (1786–1870)&amp;#039;&amp;#039;. Elsner, Berlin 1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116908327}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116908327}}&lt;br /&gt;
* [https://adk.de/mitglieder(slideout:akademie/mitglieder/friedrich-wilhelm-gubitz) Friedrich Wilhelm Gubitz]. In: Akademie der Künste, Mitglieder. Abgerufen am 4. Januar 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116908327|LCCN=n86022611|VIAF=49491757}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gubitz, Friedrich Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzschneider (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterkritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Preußische Akademie der Künste)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1786]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1870]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gubitz, Friedrich Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller, Grafiker, Professor an der Kunstakademie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Februar 1786&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juni 1870&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schibo</name></author>
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