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	<title>Friedrich Wilhelm Buttel - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Friedrich Wilhelm Buttel.jpg|mini|hochkant=1|Friedrich Wilhelm Buttel.&amp;lt;br /&amp;gt;Ölporträt von [[Wilhelm Unger (Maler)|Wilhelm Unger]], um 1830]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Buttel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Dezember]] [[1796]] in [[Sulęcin|Zielenzig]]; † [[4. November]] [[1869]] in [[Neustrelitz]]) war ein deutscher [[Architekt]] und ranghöchster [[Baubeamter]] des (Teil-)Großherzogtums [[Mecklenburg-Strelitz]]. Als Schüler der Berliner Bauakademie und Mitarbeiter von [[Karl Friedrich Schinkel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sabine Bock]]: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Buttel (1796–1869).&amp;#039;&amp;#039; In: Melanie Ehler, Matthias Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schinkel und seine Schüler.&amp;#039;&amp;#039; Thomas Helms Verlag, Schwerin 2004, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt; prägte er die [[Klassizismus|klassizistische]] und [[Neugotik|neugotische]] Architektur in Mecklenburg-Strelitz mit einer eigenständigen, anmutigen Formensprache. Zugleich entwickelte er zahlreiche praktische Lösungen für das Bauwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Porträt Schinkel1.JPG|mini|hochkant=1|Vorbild:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Karl Friedrich Schinkel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm Buttel war Sohn des Maurermeisters Johann Gottlieb Buttel und dessen Frau, der Tuchmachertochter Anna Dorothea, geb. Schnetzke. Er wuchs in [[Międzyrzecz|Meseritz]] auf und legte dort am 23. November 1813 seine Gesellenprüfung als Maurer ab. Autodidaktisch beschäftigte er sich mit dem Vermessungswesen und erhielt eine Anstellung als &amp;#039;&amp;#039;praktischer Feldmesser&amp;#039;&amp;#039; bei einem königlichen Oberförster namens König in [[Międzychód|Birnbaum]]. Danach meldete er sich als Freiwilliger, um im 1.&amp;amp;nbsp;Pommerschen Infanterie-Regiment gegen [[Napoleon]] zu kämpfen. Dort war er freiwilliger Jäger im Füsilier-Bataillon und kämpfte erfolgreich in der [[Schlacht bei Waterloo]]. Für seine Tapferkeit erhielt er zur Verabschiedung vom [[Mecklenburger Militär|Militärdienst]] am 7. Januar 1816 den Rang eines &amp;#039;&amp;#039;Seconde-Lieutenants&amp;#039;&amp;#039;. Ab dem 15. November 1816 bis 1819 studierte er in Berlin Mathematik, Bildende Künste und Architektur. An der [[Berliner Bauakademie]] lernte er [[Karl Friedrich Schinkel]] kennen, und an der Akademie der Künste wurde er durch den Zeichenunterricht bei [[Johann Gottfried Schadow]] geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Studium beendete er 1819 mit dem Examen als Baukondukteur, das Zeugnis war vom Direktor der Bauakademie [[Johann Albert Eytelwein]] und von Schinkel unterschrieben. Unter dessen Leitung gelangte er in preußische Dienste und wirkte als Regierungsbaukondukteur an der Überbrückung des Opernkanals, dem Bau der [[Neue Wache|Neuen Wache]] sowie am Umbau des [[Berliner Dom]]s mit. Die Stellung dürfte nach heutigem Verständnis einem leitenden Bauingenieur entsprochen haben. Daneben bereitete er sich auf das große Bauexamen vor, doch konnte er dann wegen eines Stellenwechsels in „der Kürze der Zeit die Prüfung zum architektonischen Zeugnis nicht mehr machen“.&amp;lt;ref&amp;gt;So im Brief vom 14. März 1821 an die Großherzogliche Kammer von Mecklenburg-Strelitz&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baumeister in Neustrelitz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg (Mecklenburg-Strelitz).jpg|mini|hochkant=1|Förderer und Regent:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Georg (Mecklenburg)|Großherzog Georg]]]]&lt;br /&gt;
Im Alter von 24 Jahren wurde Buttel durch die Fürsprache Schinkels 1821 als Beamter in die Bauverwaltung der Mecklenburg-Strelitzschen Landesregierung in [[Neustrelitz]] aufgenommen. 1822 heiratete Buttel Emilie Dunckelberg (1801–1861), eine Tochter des Landbaumeisters [[Friedrich Wilhelm Dunckelberg]] (1773–1844). In dieser Ehe wurden elf Kinder geboren, darunter der Jurist und spätere Neustrelitzer Bürgermeister Hermann Buttel (1823–1891). In seiner Freizeit pflegte Buttel seine künstlerischen Talente. Es entstanden Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen. Buttel spielte Klavier, die gemeinsame Liebe zur Musik verband ihn freundschaftlich mit dem Sänger Eduard Ruscheweyh (1792–1868), dem jüngeren Bruder des Kupferstechers [[Ferdinand Ruscheweyh]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Extra Blatt der großherzoglich privilegierten Mecklenburg-Strelitzer Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe No. 5, Jahrgang 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg (Mecklenburg)|Großherzog Georg]] war ein baufreudiger Landesherr, in dessen Diensten der von der [[Schinkelschule]] geprägte Buttel 1823 zum [[Hofbaumeister]] befördert wurde und seine architektonischen und landschaftsgestalterischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte. An zahlreichen Bauprojekten des Großherzogs war Buttel maßgeblich beteiligt und viele Landadlige folgten dem Beispiel ihres Landesherrn und beauftragten den [[Klassizismus|klassizistischen]] Architekten mit der Planung neuer oder der Umgestaltung bestehender Herrenhäuser. 1832 ernannte man ihn zum Baurat. Im selben Jahr begannen die mehrjährigen Bauarbeiten an der [[Marienkirche (Neubrandenburg)|Marienkirche in Neubrandenburg]] unter seiner Leitung. Die Einweihung erfolgte am 12. August 1841. Großherzog Georg dankte Buttel in einem Schreiben für diesen Bau „als eure bedeutendste Leistung, welche euch wahrhaft zur Ehre gereicht“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacob Friedrich Roloff: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Friedrich Wilhelm Buttel.&amp;#039;&amp;#039; Commissionsverlag Gustav Lange, Berlin 1870, S. 14. ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/21829/4/0/ Digitalisat] auf digital.slub-dresden-de, abgerufen am 14. September 2025)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buttel veröffentlichte Artikel im &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgischen Wochenblatt&amp;#039;&amp;#039; sowie zahlreiche Fachaufsätze zu Fragen der Architektur und Technik, so zum Beispiel über die Verbesserung der Feuerungsanlagen, über die Zimmerheizung und über hydraulischen Mörtel. Als wegweisend galt sein Beitrag für die Konstruktion von [[Flachdach|Flachdächern]]. 1841 erschien dazu seine Monographie &amp;#039;&amp;#039;Praktische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben, und einem Anhange über die flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Friedrich Wilhelm Buttel|url=https://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/fullscreen/PPN780025970/7/ |titel=Practische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben, und einem Anhange: über die Anwendung der flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden|werk= |hrsg=Barnewitz |datum=1841|abruf=2025-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hat darin die geteerte [[Dachpappe]] für die Abdeckung klassizistischer Flachdächer beschrieben, war aber mit dieser Methode nicht der erste, denn der jüdisch-preußischer Regierungsbauinspektor [[Salomo Sachs]] beschrieb schon 1837 seine Erfindung aus Papier, Pech und Teer in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Anweisung zur Anfertigung einer neuen völlig feuerfesten und absolut wasserdichten Dachdeckung für ganz flache Dächer (Altane)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Salomo Sachs|Titel=Anweisung zur Anfertigung einer neuen völlig feuerfesten und absolut wasserdichten Dachdeckung für ganz flache Dächer (Altane) |Verlag=Förstner|Ort=Berlin |Datum=1837|ISBN= |Seiten=22|Online=https://books.google.de/books?id=hw9kAAAAcAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=Herr%20Michaut&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA22#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit weiterer Erfolge, Lebensende ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Orangerie Neustrelitz nach der Restaurierung.jpg|mini|[[Orangerie (Neustrelitz)|Orangerie Neustrelitz]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlosskirche (Neustrelitz) Front.jpg|mini|hochkant=1|[[Schlosskirche (Neustrelitz)|Schlosskirche Neustrelitz]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhof Neustrelitz 3 2014 007.JPG|mini|Neuer [[Friedhof Neustrelitz]]: Mausoleum der Familie Buttel]]&lt;br /&gt;
Am 26. Dezember 1848 wurde Buttel Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Bau-Departements&amp;#039;&amp;#039;, das Dezernat in Bauangelegenheiten wurde ihm unterstellt. Schließlich wurde er 1860 zum Oberbaurat befördert. Damit hatte er im kleinen Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz eine ähnliche Stellung wie Schinkel im großen Königreich Preußen: Buttel unterstand das gesamte Bauwesen, er prägte einen eigenständigen regionalen Stil und optimierte die ästhetische Gestaltung der Bauprojekte dieses Landesteils von Mecklenburg. Prestigeträchtig waren dabei insbesondere der Umbau der [[Orangerie (Neustrelitz)|Orangerie Neustrelitz]], die 1842 unter der Beteiligung Schinkels und [[Friedrich August Stüler]]s erfolgte, sowie der Bau der dortigen [[Schlosskirche (Neustrelitz)|Schlosskirche]] von 1855 bis 1859. Die Schlosskirche mit ihren von Albert Wolf modellierten Statuen der vier Evangelisten über dem Portal gilt als Buttels Hauptwerk. Als Inspiration hatte ihm die Kirche im portugiesischen [[Batalha]] gedient.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesamt für Kultur und Denkmalpflege / Landesarchiv / Jahr 2009 / Archivalie des Monats Dezember {{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.kulturwerte-mv.de/cms2/LAKD_prod/LAKD/content/de/_Archiv_Pressespiegel/Landesarchiv/Jahr_2009/Archivalie_des_Monats/Archivalie_des_Monats_Dezember/index.jsp |text= |archivebot=2018-04-11 01:35:30 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 wurde Buttel als Ritter des hannoverschen [[Guelphen-Orden]]s ausgezeichnet. Am 10. Oktober 1866 zeichnete ihn Großherzog [[Friedrich Wilhelm II. (Mecklenburg)|Friedrich Wilhelm]] mit dem Ritterkreuz des [[Hausorden der Wendischen Krone|Hausordens der Wendischen Krone]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Meckl. strel. Offizieller Anzeiger. - Neustrelitz&amp;#039;&amp;#039; (1866–11-04) = Nr. 15. - S. 69. [Nicht bei OHM-HIERONYMUSSEN]&amp;lt;/ref&amp;gt; aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner baumeisterlichen Tätigkeit interessierte sich Buttel auch für technische Problemlösungen: Er entwarf Formsteine und [[Terrakotta|Terrakotten]], entwickelte eine Schlämmaschine für die Radelandziegelei, eine [[Flammofen]]anlage mit zwei Kammern für eine [[Ziegelei]] in Grünow sowie Ofenanlagen für die herzogliche Küche im Schloss von Neustrelitz. Unter seiner Oberleitung entstanden zahlreiche Brücken, neue Brunnenanlagen, [[Schleuse]]n und Wasserleitungen. Er sanierte den neuen Kanal und den Hafen von Neustrelitz. Als Bausachverständiger konnte er bei dem Befall des Hospitals der [[Fränkelsche Stiftung|Fränkelschen Stiftung]] mit [[Echter Hausschwamm|Hausschwamm]] in Breslau erfolgreich helfen, nachdem vorherige kostspielige Versuche fehlgeschlagen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem unternahm er zahlreiche Reisen zur Fortbildung nach Berlin, wo er sich immer wieder mit Schinkel und Stüler beriet, aber auch zur [[Walhalla]] bei Regensburg, zum [[Ulmer Münster]], nach Paris und England, das damals technisch führend war. Dort besuchte er 1863 die Londoner Industrieausstellung, um neue Erkenntnisse für das Fürstentum zu gewinnen. Durch die Empfehlung der Großherzogin erhielt er Zutritt zu Schlössern und technischen Anlagen. Besonders beeindruckte ihn der Themse-Tunnel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buttels Wohnung befand sich im Alten Palais an der Ecke Tiergartenstraße/Schlossstraße. Als man ihn, der das 70. Lebensjahr bereits überschritten hatte, 1869 zusätzlich noch zum Betreuer der Bauten des [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bundes]] in Mecklenburg-Strelitz machte, ging es mit seinen Kräften deutlich bergab. Er sah nur noch schlecht und war stark überarbeitet. Seine Pensionierung war mehrfach verschoben worden. Seine Frau war viele Jahre lang schwer krank und zuletzt bettlägerig. Bauschäden an der Schlosskirche und der Verlust seiner Frau zermürbten ihn derart, dass er dem Druck nicht mehr gewachsen war und sich das Leben nahm. Kurz nach seinem [[Suizid]] erschienen in Berlin anonym die &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Friedrich Wilhelm Buttel&amp;#039;&amp;#039;, verfasst von dem Neustrelitzer Lehrer Jacob Friedrich Roloff (1813–1877). Ein Mausoleum für Buttel und seine Familie steht auf dem neuen Friedhof (Waldfriedhof) von Neustrelitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gotik als deutsche Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marienkirche St. Mary&amp;#039;s Church Neubrandenburg 1860 Geissler.jpg|mini|hochkant=1|[[Marienkirche (Neubrandenburg)|Marienkirche in Neubrandenburg]], saniert und umgestaltet von Buttel]]&lt;br /&gt;
Buttels Auffassung der Baukunst wird besonders deutlich in seinen Reiseberichten zur Walhalla und zum Ulmer Münster. Exemplarisch wehrt er sich gegen die reine Nachformung der Antike im Klassizismus und plädiert für eine Fortführung der [[Gotik|gotischen]] Formensprache:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Mag der [[Leo von Klenze|Herr von Klenze]] literarisch schwätzen, so viel er will, die [[Walhalla]] ist und bleibt eine Copie des [[Parthenon]]s, […] es ist aber kein Ehrendom für große deutsche Geister, denen nach meinem Gefühl auch deutsche Kunst würdiger und angemessener gewesen wäre. […] Im Formen-Gebiet ist die [[griechische Kunst]] vollendet und abgeschlossen, weitere Formen-Entwicklung hat nur zu schlechterer Zeit und Kunst geführt, nicht so abgeschlossen ist die deutsche Kunst, sie ist noch mannigfaltiger Ausbildung fähig.|Friedrich Wilhelm Buttel&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Roloff: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Fr. W. Buttel,&amp;#039;&amp;#039; S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen begeistert er sich für die Gotik des [[Ulmer Münster]]s:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Großes, schönes Bauwerk, deine Formen streben aufwärts, den Geist erhebend, zur Andacht stimmend! Es ist schwer, wahrhaft Großes zu erkennen und wahrhaft Großes mit einfachen Mitteln zu schaffen.|Friedrich Wilhelm Buttel&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Roloff: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Fr. W. Buttel,&amp;#039;&amp;#039; S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spirituelle Dimension der Architektur sieht Buttel vor allem in den Türmen verkörpert, wie aus seiner Ansprache zur Grundsteinlegung des [[Kloster Malchow|Klosterturms von Malchow]] 1842 deutlich wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Auf ihren Zinnen, wo der Blick in weite Fernen schweifen und sich Gottes schöner Natur erfreuen darf, wo auch die Brust reinere Luft atmet und wo der Mensch den Störungen des irdischen Lebens ferner steht, fühlt sich der Geist entfesselt und dem Ewigen und Überirdischen näher als hienieden. […] Türme, deren Spitzen edel geformt und leicht, wie versteinerte Blüten in den blauen Äther hineinwachsen, zeigen, wie der Blick sich himmelwärts wenden soll.|Friedrich Wilhelm Buttel&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Roloff: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Fr. W. Buttel,&amp;#039;&amp;#039; S. 22 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hebe-Tempel (Neustrelitz).jpg|miniatur|Hebetempel im Neustrelitzer Schlosspark (1845, Foto: 2015)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtkirche Fürstenberg Havel.jpg|miniatur|hochkant=1|[[Stadtkirche Fürstenberg/Havel]] (1845–1849) ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaus Neustrelitz.jpg|mini|[[Rathaus Neustrelitz]] (1840–1843)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Belvedere (Neubrandenburg)|Belvedere]] bei [[Neubrandenburg]] (1823)&lt;br /&gt;
* [[Schauspielhaus Neubrandenburg|Schauspielhaus]] (Komödienhaus) in Neubrandenburg, Umbau (1825), inzw. auf den Ursprungszustand zurückgebaut&lt;br /&gt;
* Dorfkirche  in Conow,  Ortsteil von [[Feldberger Seenlandschaft]] (1825/26)&lt;br /&gt;
* [[Schloss Semlow]] um 1825&lt;br /&gt;
* Gymnasium Neubrandenburg an der Marienkirche (1826), Kriegsverlust 1945&lt;br /&gt;
* Turm der [[Stadtkirche Neustrelitz]] (1828–1831)&lt;br /&gt;
* Mädchenschule Neustrelitz (am Markt) (1831–1832)&lt;br /&gt;
* Rathaus [[Burg Stargard|(Burg) Stargard]] (1832/1833), Kriegsverlust 1945&lt;br /&gt;
* [[Marienkirche (Neubrandenburg)|Marienkirche Neubrandenburg]], umgestaltende Restaurierung (1832–1841)&lt;br /&gt;
* [[Backstein]]kirche in [[Wulkenzin]], 1832&lt;br /&gt;
* [[Liste der Baudenkmale in Feldberger Seenlandschaft#Wrechen|Gutshaus Wrechen]] bei Feldberg (1840)&lt;br /&gt;
* [[Kammerkanal]] bei Neustrelitz (1840–1842)&lt;br /&gt;
* [[Neustrelitzer Rathaus]] (1840–1843)&lt;br /&gt;
* [[Orangerie (Neustrelitz)]], grundlegender Umbau (1840–1842)&lt;br /&gt;
* Louisenstift (Neustrelitz), Mühlenstraße (erster Kindergarten in Mecklenburg-Strelitz) (1842)&lt;br /&gt;
* Dorfkirche in Quastenberg, Ortsteil von [[Burg Stargard]] (1842)&lt;br /&gt;
* Herrenhaus in [[Schönhausen (Mecklenburg)|Schönhausen]], 1843&lt;br /&gt;
* [[Artillerie- und Infanteriekaserne Neustrelitz|Kaserne in Neustrelitz]] (1843–1846)&lt;br /&gt;
* [[Kloster Malchow|Klosterkirche Malchow]] (1844–1848), nach Brand 1888–1890 neu errichtet&lt;br /&gt;
* [[Hebetempel (Neustrelitz)|Hebetempel]] im Schlosspark Neustrelitz (1845)&lt;br /&gt;
* [[Stadtkirche Fürstenberg/Havel]] (1845–1849) ({{Coordinate|text=Lage|NS=53.185407|EW=13.144518|type=landmark|region=DE|name=Stadtkirche Fürstenberg, Oberhavel}})&lt;br /&gt;
* Marienpalais Neustrelitz (1850)&lt;br /&gt;
* Umbau Gutshaus [[Liste der Baudenkmale in Neuenkirchen (bei Neubrandenburg)#Ihlenfeld|Ihlenfeld]] bei Neubrandenburg, Tudorgotik-Stil (1850)&lt;br /&gt;
* Umbau [[Liste der Baudenkmale in Lindetal#Leppin|Gutshaus Leppin]] bei Neubrandenburg, Tudorgotik-Stil (1850)&lt;br /&gt;
* Kapelle auf dem [[Friedhof Neustrelitz]] (1850)&lt;br /&gt;
* Karolinenpalais Neustrelitz (1850–1851)&lt;br /&gt;
* [[Jahn-Kapelle Klein Vielen]] (1851)&lt;br /&gt;
* Herrenhaus in [[Galenbeck|Klockow]] (1853)&lt;br /&gt;
* [[Dorfkirche Alt Gaarz]] (1854–1855)&lt;br /&gt;
* Feldsteinkirche in [[Voigtsdorf]] (1855)&lt;br /&gt;
* [[Schlosskirche (Neustrelitz)]] (1855–1859)&lt;br /&gt;
* Friedhofskapelle Neubrandenburg (1864)&lt;br /&gt;
* Kirche in Zierke, Ortsteil von Neustrelitz (1864–1865)&lt;br /&gt;
* Landgericht Neustrelitz (1865) (s. [[Amtsgericht Neustrelitz]])&lt;br /&gt;
* Gutskirche in [[Briggow]] (1866)&lt;br /&gt;
* Kirche Fürstenhagen bei [[Feldberger Seenlandschaft]] (1868/69)&lt;br /&gt;
* Pläne für den [[Marstall (Neustrelitz)|Marstall in Neustrelitz]]&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Herrenhäuser in Mecklenburg zwischen 1836 und 1858&lt;br /&gt;
* Anlage einiger Chausseestraßen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schriften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fr. Buttel: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben, und einem Anhange: über die flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden.&amp;#039;&amp;#039; Barnewitz, Neubrandenburg 1841. ([https://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPN780025970/7/ Digitalisat auf digitale-bibliothek-mv.de], abgerufen am 14. September 2025)&lt;br /&gt;
* Fr. Buttel: &amp;#039;&amp;#039;Practische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben und einem Anhange: über die Anwendung der flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden. H. 2. Über die Anwendung der flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden; enthaltend: den Bau der flachen Theerdächer in Verbindung mit Leinwand oder Löschpapier, nach den neusten Erfahrungen und unter Benutzung verbesserter Constructionen.&amp;#039;&amp;#039; Barnewitz, Neubrandenburg 1842&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
(chronologisch)&lt;br /&gt;
* Jacob Friedrich Roloff: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Friedrich Wilhelm Buttel.&amp;#039;&amp;#039; Commissionsverlag Gustav Lange, Berlin 1870. ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/21829/4 Digitalisat auf digital.slub-dresden-de], abgerufen am 14. September 2025)&lt;br /&gt;
* Hans Müther: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Buttels Leben und seine Kirchenbauten.&amp;#039;&amp;#039; Feller, Neubrandenburg 1936. (Zugleich Dissertation, Technische Hochschule Braunschweig, 1935)&lt;br /&gt;
* Gerlinde Kienitz: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Buttel 1796–1869.&amp;#039;&amp;#039; Museum der Stadt Neustrelitz, Neustrelitz 1996.&lt;br /&gt;
* [[Sabine Bock]]: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Buttel (1796–1869). Strelitzer Hofbaumeister und gefragter Privatarchitekt ritterschaftlicher Herrenhäuser.&amp;#039;&amp;#039; In: Melanie Ehler, Matthias Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schinkel und seine Schüler.&amp;#039;&amp;#039; Thomas Helms Verlag, Schwerin 2004. ISBN 978-3-935749-34-3, S. 129–142.&lt;br /&gt;
* Sabine Bock: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich-Wilhelm Buttel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon für Mecklenburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 5. Schmidt-Römhild, Rostock 2009, S. 94–98.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|236434918}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.heimat-mecklenburgische-seenplatte.de/bauwerke/mausoleum-buttel-ntz-friedhof/mausoleum-buttel-ntz.html |titel=Mausoleum der Familie Buttel auf dem Friedhof in Neustrelitz |abruf=2020-08-27}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.heimat-mecklenburgische-seenplatte.de/kirchen/reg-ntz/f-kapelle-ntz/friedhofskapelle-neustrelitz.htm |titel=Friedhofskapelle der Stadt Neustrelitz |abruf=2020-08-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124694993|VIAF=30477608}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Buttel, Friedrich Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedrich Wilhelm Buttel| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Mecklenburg-Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Neustrelitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Klassizismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofbaumeister (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbaurat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Guelphen-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Hausordens der Wendischen Krone]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1796]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Buttel, Friedrich Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt, Baubeamter im Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Dezember 1796&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sulęcin|Zielenzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. November 1869&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neustrelitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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