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	<title>Friedrich Wichtl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Wichtl&amp;diff=2892167&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Helmut Reinalter; Kleinkram</title>
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		<updated>2025-09-22T17:23:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Helmut Reinalter; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Friedrich Wichtl (1872-1922).jpg|mini|Friedrich Wichtl]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wichtl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. März]] [[1872]] in [[Wien]]; † [[29. Juli]] [[1921]] ebenda) war ein österreichischer [[Deutschnationalismus|deutschnationaler]] Politiker und Verbreiter von [[Verschwörungstheorie]]n über die [[Freimaurerei]]. Er war von 1911 bis 1918 [[Abgeordnetenhaus (Österreich)|Reichsratsabgeordneter]] der [[Deutschradikale Partei|Deutschradikalen Partei]] sowie vom 21. Oktober 1918 bis zum 16. Februar 1919 Mitglied der [[Provisorische Nationalversammlung für Deutschösterreich|Provisorischen Nationalversammlung für Deutschösterreich]]. Er war zudem Obmann des &amp;#039;&amp;#039;Bundes der Deutschen in Niederösterreich&amp;#039;&amp;#039; (Wien/Josephstadt). Wichtl war Gründer der ersten Privatrechtsschule Österreichs in Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_01479/index.shtml Website des Parlaments der Republik Österreich]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Buchhalters besuchte bis 1893 das [[Gymnasium und Realgymnasium Stubenbastei#Geschichte|Franz-Josef-Gymnasium]] in Wien und studierte bis 1897 [[Rechtswissenschaften]] an der [[Universität Wien]]. Während seines Studiums war er 1894 Mitgründer des &amp;#039;&amp;#039;wehrhaften Vereins Amicitia&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Amicitia war nach seiner Auflösung und Wiederbegründung als &amp;#039;&amp;#039;Arminia&amp;#039;&amp;#039; von 1896–1901 Mitglied im deutsch-völkischen &amp;#039;&amp;#039;[[Waidhofener Verband]]&amp;#039;&amp;#039;. 1910 wandelte sich Arminia zur Burschenschaft um und änderte ihren Namen in &amp;#039;&amp;#039;Wiener [[Burschenschaft]] Alania&amp;#039;&amp;#039;. Vgl. [[Paulgerhard Gladen]], [[Kurt U. Bertrams]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsch-völkischen Korporationsverbände. Deutsche Wehrschaft, Waidhofener Verband u. a.&amp;#039;&amp;#039; WJK-Verlag, Hilden 2009, ISBN 978-3-933892-11-9, S. 56; zur Mitgliedschaft: Günther Berka: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre deutsche Burschenschaft in Österreich 1859–1959. Die geistige Leistung ihrer bedeutenden Männer&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet im Auftrage des Allgemeinen Delegiertenkonventes der Deutschen Burschenschaft in Österreich. (= Geschichte des Europäischen Studententums, Bd. 1). Aula Verlag, Graz 1959, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtl wurde 1902 zum [[Dr. iur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Er arbeitete zunächst als [[Violine|Violinlehrer]] und war [[Instruktor]] in einem gräflichen Haus. Vom römisch-katholischen Bekenntnis trat er 1899 zur [[Evangelische Kirche A.B. in Österreich|Evangelischen Kirche A.B.]] über. Im selben Jahr heiratete er Maria Josefa Müller, mit der er zwei Söhne und zwei Töchter bekam. Ab 1899 war er Inhaber und Direktor einer privaten Vorbereitungsschule und gründete dann in Wien die erste österreichische [[Privatrecht]]sschule, für die er auch eine Anzahl von Lehrbüchern verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gab Wichtl ab 1908 die Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Ostdeutsche Rundschau&amp;#039;&amp;#039; heraus und war Geschäftsführer-Stellvertreter der Deutschnationalen Geschäftsstelle in Wien. Als Abgeordneter des [[Wahlbezirk Böhmen 94|Wahlbezirks Böhmen 94]] (Städte [[Český Krumlov|Krumau]], [[Prachatice|Prachatitz]], [[Vyšší Brod|Hohenfurth]] u.&amp;amp;nbsp;a.) wurde er 1911 in den Reichsrat gewählt. Das Mandat wurde wegen des Ersten Weltkriegs bis 1918 verlängert und setzte sich nach der Auflösung der Habsburgermonarchie in der [[Provisorische Nationalversammlung für Deutschösterreich|Provisorischen Nationalversammlung für Deutschösterreich]] fort, wo er im [[Verband der deutschnationalen Parteien]] (DnP) saß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien wurde Wichtl am evangelischen Teil des [[Wiener Zentralfriedhof]] bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.evang-friedhof.at/vs/SearchDetails.php?id=66274485 Grabstelle Franz Friedrich Wichtl], Wien, Zentralfriedhof, Gruppe 8, Reihe 9, Nr. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschwörungsschriften ==&lt;br /&gt;
Direkt nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] trat Wichtl mit sensationell aufgemachten unkritischen Schmähschriften gegen die [[Freimaurerei]] hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lennhoff, Posner, Binder: Internationales Freimaurerlexikon; Verlag Herbig, Stand: Februar 2000, S. 902, 1212–1213.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am verbreitetsten war die Publikation &amp;#039;&amp;#039;Weltfreimaurerei – Weltrevolution – Weltrepublik&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Wichtl: &amp;#039;&amp;#039;Weltfreimaurerei – Weltrevolution – Weltrepublik&amp;#039;&amp;#039;, 11. Auflage, München 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Carl Vogl]] behauptet, dass das Material und die Richtlinien zu dem Machwerk 1917 vom [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] in [[Berlin]] geliefert worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Vogl: &amp;#039;&amp;#039;Bekenntnisse eines Pfarrers.&amp;#039;&amp;#039; Aegis-Verlag, Wien/Berlin 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Information hatte er von dem Schriftsteller [[Gustav Meyrink]], dem Autor des &amp;#039;&amp;#039;Golem&amp;#039;&amp;#039;, dem vom Auswärtigen Amt in Berlin zuerst die Aufgabe übertragen wurde, zu [[Propaganda]]zwecken einen Roman zu schreiben, in welchem der Nachweis geführt werden sollte, dass die Freimaurer am Ersten Weltkrieg schuld seien. Dieser Roman sollte auch ins Englische und Schwedische übersetzt werden und in einer Auflage von einer halben Million Exemplaren in alle Welt verschickt werden. Meyrink übernahm diese Aufgabe – wohl in der Absicht, das damit bezweckte Resultat zu entschärfen –, wurde von ihr aber wieder entbunden, da sich seine darin vertretenen Ansichten offensichtlich nicht mit denen des Auswärtigen Amtes deckten. Die Aufgabe wurde dann, so Vogl, Friedrich Wichtl übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtl ist auch der Autor weiterer deutsch-nationaler Propaganda-Literatur, unter ihr die [[Pamphlet]]e &amp;#039;&amp;#039;Dr. Karl Krámář, der Anstifter des Weltkrieges&amp;#039;&amp;#039; (München 1918) und &amp;#039;&amp;#039;Freimaurermorde&amp;#039;&amp;#039; (Wien 1920), die mit ihrer [[antisemitisch]]en und antifreimaurerischen Propaganda unter anderem auch die Grundlage für [[Erich Ludendorff|General Ludendorffs]] Antifreimaurerschriften bildete. Wichtls Publikationen fanden, insbesondere vor dem Hintergrund des verlorenen Weltkriegs und in der als von großen Teilen der deutschen Bevölkerung als unsicher empfundenen Zeit des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs, großen Anklang und ihre Wirkung auf die Öffentlichkeit lässt sich durchaus mit jener der früheren Publikationen von [[Leo Taxil]] vergleichen. Wichtl ging es darum, die Öffentlichkeit glauben zu machen, dass hinter allem revolutionären Tun, allen Umbrüchen in der Geschichte und allen Morden an wichtigen politischen Persönlichkeiten (insbesondere hinter dem [[Attentat von Sarajevo|Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz-Ferdinand in Sarajevo]]) eine freimaurerisch-jüdische Weltverschwörung zur Erlangung der Weltherrschaft stünde. So steht Wichtl durchaus in einer ganzen Reihe von Wegbereitern der antisemitischen Politik des &amp;#039;&amp;#039;[[Drittes Reich|Dritten Reichs]]&amp;#039;&amp;#039;. Selbst heute noch finden sich Wichtls Aussagen in fast sämtlichen [[Verschwörungstheorie]]n über eine angeblich freimaurerisch-zionistische Weltverschwörung, obwohl mittlerweile zweifelsfrei nachgewiesen ist, dass sie ausschließlich Propagandazwecken dienten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 6: &amp;#039;&amp;#039;T–Z.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S. 288.&lt;br /&gt;
* Reinhard Markner: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wichtl (1872–1921).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Helmut Reinalter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Verschwörungstheorien.&amp;#039;&amp;#039; Salier, Leipzig 2018, S. 334–37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1037481208}}&lt;br /&gt;
* {{parlament-at|01479}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1037481208|LCCN=nr/2003/17568|VIAF=69288975}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wichtl, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Nationalrat (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DnP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Anti-Freimaurerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wichtl, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer deutschnationaler Politiker und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. März 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juli 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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