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	<title>Friedrich Voelcker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T18:18:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Voelcker&amp;diff=531350&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: Änderungen von Hardenacke (Diskussion) auf die letzte Version von Georg Hügler zurückgesetzt</title>
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		<updated>2024-09-09T16:39:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Hardenacke&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Hardenacke&quot;&gt;Hardenacke&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Hardenacke&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:Hardenacke (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Georg_H%C3%BCgler&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Georg Hügler (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Georg Hügler&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fritz Voelcker.jpg|hochkant|mini|Friedrich Voelcker, um 1930]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Voelcker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (genannt auch &amp;#039;&amp;#039;Fritz Voelcker&amp;#039;&amp;#039;; * [[22. Juni]] [[1872]] in [[Speyer]]; † [[19. März]] [[1955]] in [[Immenstadt]]) war ein deutscher Chirurg und Urologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Voelckers Eltern waren der Gold- und Silberschmied Friedrich-Jakob Voelcker und seine Frau Anna-Marie geborene Rehberger, die in Speyer ein kleines Ladengeschäft betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voelcker besuchte Schulen in Speyer und erhielt eine musikalische Ausbildung. Außerdem lernte er das väterliche Handwerk mit. Nach dem Militärdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]] studierte er an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] und wieder in München Medizin. In München wurde er 1895 zum [[Dr. med.]] promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Ein Fall von brandiger Pneumonie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das Rüstzeug zum Führen einer chirurgischen [[Arztpraxis]] zu erwerben, ging er 1895/96 an die Kreiskrankenanstalt in [[Frankenthal (Pfalz)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 trat er in die Chirurgische Klinik der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] (1897–1906). Bei [[Vinzenz Czerny]] [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1902 für Chirurgie.&amp;lt;ref&amp;gt;Habilitationsschrift: &amp;#039;&amp;#039;Das Caput obstipum – eine intrauterine Belastungsdeformität&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein (urologischer) Forschungsaufenthalt in [[Paris]] schloss sich an. Außerdem vertrat er einen Chirurgen in einem [[Aachen]]er Krankenhaus. 1906 wurde er in Heidelberg zum Oberarzt und zum a.o. Professor ernannt. Zugleich baute er eine Privatklinik auf und heiratete 1909 Lili (* 1881), Tochter des Agrarwissenschaftlers [[Adolf Stengel]]. Über den ganzen [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er als Stabsarzt der [[Landwehr (Militär)|Landwehr]] und in Feldlazaretten der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]]. Für seine Leistungen wurde Voelcker mit dem [[Eisernes Kreuz am weißen Bande|Eisernen Kreuz am weißen Bande]] und dem [[Kriegsverdienstkreuz (Baden)]] ausgezeichnet. Als [[Victor Schmieden]] 1919 von Halle nach Frankfurt wechselte und ein Nachfolger gesucht werden musste, schrieb [[August Bier]] dem Hallenser [[Dekan (Hochschule)|Dekan]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es gibt zwei Extraordinarien, die ohne ihr Verschulden in Vergessenheit geraten sind oder durch den Zunftklüngel nicht die richtige Beurteilung gefunden haben, die aber meiner Meinung nach sämtliche obengenannte Ordinarien überragen, Klapp in Berlin und Voelcker in Heidelberg. ... Das wissenschaftlich Beste, was Voelcker aufzuweisen hat, ist die Chromozystoskopie und die Funktionsprüfung der Nieren, die er mit Joseph zusammen in vortrefflicher Weise ausgearbeitet hat. ... Als Operateur und Lehrer soll er ausgezeichnet sein.&lt;br /&gt;
 |Autor=August Bier}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Erwin Payr]] setzte sich für Voelcker ein („eine ungewöhnlich sympathische Persönlichkeit“). Zum 1. Oktober 1919 berief der preußische Kultusminister [[Konrad Haenisch]] Voelcker als [[Lehrstuhl|o. Professor]] und Direktor der Chirurgischen Klinik der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg#Friedrichs-Universität|Friedrichs-Universität Halle]]. Er war Dekan der Medizinischen Fakultät und wurde für das akademische Jahr 1928/29 zum [[Rektor#Akademische Ämter|Rektor]] der Friedrichs-Universität gewählt. In seiner Rektoratsrede befasste er sich mit der [[Physiologische Regeneration|physiologischen Regeneration]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.historische-kommission-muenchen-editionen.de/rektoratsreden/anzeige/index.php?type=rektor&amp;amp;id=1742584190 Rektoratsreden (HKM)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seiner Zeit (1933) wurde die Universität in [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]] umbenannt. Als Direktor leitete er die Chirurgische Universitätsklinik bis zur [[Emeritierung]] 1937. 1940 siedelte er nach Berlin über, später nach Heidelberg und 1944 nach [[Bühl am Alpsee]] (Allgäu). Er nahm zahlreiche Urlaubsvertretungen in Krankenhäusern seiner Schüler wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voelcker entwickelte zahlreiche neue Operationsmethoden für den Körper und die Extremitäten (u. a. „Völckersche Spiralfedern“). Er gilt als ein Begründer der modernen [[Urologie]]. Mit Eugen Joseph entdeckte er 1903 das [[Indigokarmin]] als Farbstoff zur funktionellen Darstellung von Harnleiter und Niere.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Kremling]]: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Beiträge zur Gynäkologischen Urologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, 1987, S. 5–11, hier: S. 6–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1906 führte Voelcker die Chromozystoskopie in die Nierendiagnostik ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Jahre (ab 1921) stand er der Deutschen Urologischen Gesellschaft und (ab 1925) der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie vor. In Halle entfaltete er eine weitreichende karitative Tätigkeit. Die Universität verdankte ihm die durch Geldbeträge und Immobilien reich ausgestattete Hackfeld-Voelcker-Stiftung, einem jüdischen Hilfswerk spendete er Mitte der 1930er Jahre 5000 Mark, um Verfolgten die Emigration zu ermöglichen. In nationalistischem Überschwang trat Voelcker 1933 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei]] ein. Völlig desillusioniert trat er 1934 aus der Partei wieder aus, wodurch er an der Universität in Schwierigkeiten geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Immenstadt gestorben, wurde Voelcker auf dem [[Bergfriedhof (Heidelberg)]] unweit von [[Gustav Simon (Mediziner, 1824)|Gustav Simon]] beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diagnose der chirurgischen Nierenerkrankungen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie der Samenblasen.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1912.&lt;br /&gt;
* mit Eugen Joseph: &amp;#039;&amp;#039;Funktionelle Nierendiagnostik ohne Ureterenkatheter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Münchner Medizinische Wochenschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Band 50, 1903, S. 2081–2080.&lt;br /&gt;
* mit Eugen Joseph: &amp;#039;&amp;#039;Chromozystoskopie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 30, 1904, S. 536–538.&lt;br /&gt;
* mit Erich Robert Wossidlo: &amp;#039;&amp;#039;Urologische Operationslehre.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herausgeber ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für urologische Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Korrespondierendes Mitglied der Italienischen Gesellschaft für Urologie&lt;br /&gt;
* Korrespondierendes Mitglied der Argentinischen Gesellschaft für Urologie&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der Ungarischen Gesellschaft für Urologie&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der Spanischen Gesellschaft für Urologie&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der Wiener Gesellschaft für Urologie&lt;br /&gt;
* Präsident (1921) und Ehrenmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Urologie|Deutschen Gesellschaft für Urologie]]&lt;br /&gt;
* [[Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft]] (1942)&lt;br /&gt;
* Präsident (1932) und Ehrenmitglied (1943) der [[Deutsche Gesellschaft für Chirurgie|Deutschen Gesellschaft für Chirurgie]]&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] (1924)&lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger]] von Speyer (1947)&lt;br /&gt;
* Friedrich-Voelcker-Weg in Speyer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Quellen: UAH PA 16427 Voelcker und Rep. 6 Nr. 1407; Leopoldina-Archiv Matrikel Nr. 3510; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hildegard Kühn: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Voelcker – sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Diss. Univ. Heidelberg 1969.&lt;br /&gt;
* Wolfram Kaiser, Martin Stolze: &amp;#039;&amp;#039;Pro Memoria Friedrich Voelcker (1872–1955), Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Halle in den Jahren 1919–1937.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1972.&lt;br /&gt;
* Henrik Eberle: &amp;#039;&amp;#039;Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Halle 2002.&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Peter Wenzel]]: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Hochschulchirurgie in Halle an der Saale (1811–2011).&amp;#039;&amp;#039; Projekte Verlag Cornelius, Halle 2011, ISBN 978-3-86237-278-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.karger.de/Article/Pdf/277096 Nachruf (Karger)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.speyer.de/de/rathaus/ehrenbuerger/voelcker |text=Kurzbiografie (Speyer) |wayback=20130123203617}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
 | Navigationsleiste Chirurgie-Ordinarien der Universität Halle&lt;br /&gt;
 | Navigationsleiste Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117448923|VIAF=40156041}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Voelcker, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Preußen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes am weißen Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Speyer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Voelcker, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Voelcker, Fritz (üblicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chirurg und Urologe; Hochschullehrer in Halle&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juni 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Speyer]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. März 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Immenstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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